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Scherzkommunikative Applikationen bei Mann und Frau

Title: Scherzkommunikative Applikationen bei Mann und Frau

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Linda Dithmer (Author)

Speech Science / Linguistics
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Summary Excerpt Details

Scherz, Witz und Humor sind Phänomene unseres alltäglichen Miteinander. Als eine besondere Haltung zu Dingen des Lebens treten sie z.B in Form des Lachens in Erscheinung. Daher sind sie als eine durch und durch soziale Erscheinung zu betrachten.
Wir finden humoristische Beiträge in verschiedenster Form in den Medien verarbeitet. Die Existenz von Comedy Shows, Witzesammlungen oder karikativen Darstellungen belegen das Bedürfnis nach humoristischer Verarbeitung gesellschaftlicher Thematiken. Die Spaßgesellschaft bietet somit eine Form der aktiven Auseinandersetzung mit den Lebenswirklichkeiten, die uns beschäftigen. Jeder von uns lacht gern und zu den unterschiedlichsten Anlässen und wird bestätigen können, dass die Erscheinung Humor recht spontan auftritt und eine rein sachliche Beschreibung ihres′Warum′uns gar nicht so leicht fällt. Deshalb sollen Humor, Witz oder Komik genauer betrachtet werden.
Diese Phänomene finden Beachtung in den unterschiedlichsten Disziplinen wie z.B. der Psychologie (Freud, McGhee), der Philosophie (Aristoteles,Kant,Schopenhauer), der Soziologie (Bergson) und der Physiologie. Lachen und Humor finden demnach Betrachtung auf einem interdisziplinären Untersuchungsfeld, welches mit unterschiedlichsten Perspektiven und Ansätzen arbeitet. Oft unbewusst, manchmal aber auch zielgerichtet, wird Humor in seiner Funktionsweise zur Erreichung bestimmter Ziele eingesetzt. Auf die vielseitigen Funktionen und Einsatzweisen von Humor wird später näher eingegangen. Lachen und Humor sind soziale Phänomene und wirken daher auf die Wertordnung und Normen einer Gesellschaft. So beeinflussen sie unter anderem das soziale Beziehungsgefüge, die Moral, die Zusammengehörigkeit, die Abgrenzung und Statusaushandlungen (siehe Kotthoff 2004:1), die dem Wandel der Zeit unterliegen und jederzeit neu adaptiert werden.
Betrachten wir grundsätzlich die Kommunikationsart von Mann und Frau, so lässt sich klar sagen, dass diese Unterschiede aufweist. Publikationen wie z.B. das Langenscheidt Wörterbuch zum Verständnis der Sprache des Mannes „Deutsch -Mann / Mann - Deutsch“ von Susanne Fröhlich und Constanze Kleis zu diesem Thema zeigen, wie aktuell die Beschäftigung mit diesem Thema ist. Besonders auch unsere eigene Erfahrung im alltäglichen Leben zeigt uns, dass die Kommunikation von Mann und Frau verschiedenartig ist, und daher Missverständnisse vorbestimmt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Abstract

2. Grundsätzliche Überlegungen zu Humor

3. Funktionen von Humor

4. Geschlechtsspezifische Humorforschung

4.1 Spezifik des weiblichen Humors

4.2 Spezifik des männlichen Humors

5. Ausdrucksformen und Wirkungsweisen von Macht in der Scherzkommunikation

6. Schlussbetrachtung

Quellen:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede im humoristischen Verhalten von Männern und Frauen sowie deren zugrundeliegende soziale und kommunikative Mechanismen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie Humor als Instrument zur Identitätsbildung, zur Aushandlung von Machtverhältnissen und zur Bewältigung sozialer Interaktionen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten genutzt wird.

  • Humor als soziales und kommunikatives Stilmittel
  • Kulturelle Prägung und historischer Wandel des Humorverhaltens
  • Weibliche versus männliche Strategien in der Scherzkommunikation
  • Machtstrukturen und Dominanzverhalten in humoristischen Interaktionen
  • Analyse von Filmbeispielen zur Veranschaulichung theoretischer Konzepte

Auszug aus dem Buch

4.2 Spezifik des männlichen Humors

Zu Beginn lässt sich sagen, dass die ForscherInnen darüber einig sind, dass „Männer häufiger als Frauen versuchen, witzig zu sein“ (zitiert nach Stocking, Zillmann 1996: 230). Warum dies so ist, soll im folgenden Beantwortung finden. Eine mögliche Ursache für diese Beobachtung besagt, dass die kulturelle Erwartungshaltung ihnen ein höheres Engagement in Bezug auf Humor auferlegen lässt (vgl. Stocking, Zillmann 1996: 230).

Männlicher Humor ist grundsätzlich sexueller, meist tritt dieser in Form der Erzählung sexueller Witze hervor. Sexueller Humor hat immer Bezug auf die Sexualorgane, -objekte und / oder sexuelle Aktivitäten. Eine mögliche Erklärung ist die, dass in der Verwendung sexueller Witze, dem Mann eine Möglichkeit gegeben ist, sich diesbezüglich auszutauschen. Das offene Reden über Sexualität und die eigenen Probleme damit findet unter Männern weit seltener statt als unter Frauen. Ein Mann ist auch in gesellschaftlicher Hinsicht stark und kennt keine Probleme und wenn ja, besitzt er die Fähigkeit, das mit sich selbst auszumachen. Schwächen offen zu thematisieren und besonders in Bezug auf das sensible Thema Sex, wo Versagensängste und Leistungsdruck dominieren, ist unter Männern grundsätzlich problematisch. Der sexuelle Witz bietet somit neben der selbstdarstellerischen wissenden Funktion auch eine verarbeitende, wie sich in FS 2 gut sehen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract: Der einleitende Teil erläutert die interdisziplinäre Bedeutung von Humor und skizziert die Grundtendenz, dass Männer und Frauen unterschiedliche humoristische Kommunikationsmodi aufweisen.

2. Grundsätzliche Überlegungen zu Humor: Dieses Kapitel definiert Humor als subjektive Fähigkeit zur Erkennung von Inkongruenzen und differenziert zwischen den Produktions- und Rezeptionsprozessen innerhalb der Kommunikation.

3. Funktionen von Humor: Hier werden die verschiedenen psychologischen und sozialen Rollen des Humors beleuchtet, insbesondere seine identitätsstiftende, spannungslösende und beziehungsgestaltende Funktion.

4. Geschlechtsspezifische Humorforschung: Dieser Abschnitt analysiert die Unterschiede im Scherzverhalten zwischen den Geschlechtern sowie die kulturellen und historischen Hintergründe, die diese beeinflussen.

4.1 Spezifik des weiblichen Humors: Es wird dargelegt, wie Frauen Humor kontextgebunden einsetzen, um Nähe und Unterstützung innerhalb von sozialen Gruppen zu erzeugen.

4.2 Spezifik des männlichen Humors: Die Analyse zeigt auf, dass männlicher Humor häufiger durch Wettbewerb, Dominanzanspruch und die Verwendung sexueller Themen geprägt ist.

5. Ausdrucksformen und Wirkungsweisen von Macht in der Scherzkommunikation: Das Kapitel untersucht, wie Lachen und Humor zur Demonstration von Macht oder zur Sublimierung von Aggression in hierarchischen Situationen genutzt werden.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassend wird betont, dass humoristisches Verhalten eine soziale Kompetenz darstellt, die durch gesellschaftlichen Wandel dynamisch geprägt bleibt.

Quellen: Dieses Verzeichnis listet die für die Arbeit herangezogene Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Scherzkommunikation, Humor, Geschlechterforschung, Soziologie, Kommunikation, Machtstrukturen, Identität, Inkongruenz, Interaktionsprozess, Kulturgeschichte, Rollenverhalten, Lachforschung, Alltagskommunikation, Soziale Kompetenz, Witz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen und kulturwissenschaftlichen Analyse von Scherzkommunikation und den Unterschieden im humoristischen Verhalten zwischen Männern und Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Definition und Funktionen von Humor, die geschlechtsspezifische Ausprägung von Witzproduktion und -rezeption sowie die Rolle von Machtverhältnissen in humoristischen Gesprächen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, welche Unterschiede es im Scherzverhalten von Männern und Frauen gibt, warum diese existieren und welche Wirkungsweisen sie in der sozialen Interaktion entfalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre Literaturanalyse und untersucht zusätzlich ausgewählte Filmbeispiele, um theoretische Konzepte in der Praxis zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Humors, die geschlechtsspezifische Differenzierung des Scherzverhaltens und die Analyse von Machtstrukturen in der Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Scherzkommunikation, Geschlechterrollen, Dominanzverhalten, soziale Interaktion und Machtverhältnisse.

Warum lachen Frauen laut der Autorin in gemischten Gruppen oft über männliche Witze, auch wenn sie diese nicht amüsant finden?

Laut der Arbeit ist dies eine gruppenorientierte Strategie von Frauen, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Interaktionspartner in ihrer sozialen Rolle zu bestätigen.

Welche Bedeutung hat das Beispiel der Serie „Sex in the City“ im Kontext des weiblichen Humors?

Es dient als Fallbeispiel, um aufzuzeigen, wie Frauen Humor nutzen, um persönliche Krisen zu verarbeiten und durch die Ironisierung des Erlebten Nähe zu anderen Personen aufzubauen.

Wie unterscheidet sich der männliche Humor laut der Arbeit bei der Bewältigung von Problemen?

Männer neigen dazu, Schwächen eher zu vermeiden und stattdessen durch aggressivere Witze oder Wettbewerb um den „Sieg“ in der Gruppe den Schein von Stärke und Souveränität aufrechtzuerhalten.

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Details

Title
Scherzkommunikative Applikationen bei Mann und Frau
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Course
Linguistische Humortheorien
Grade
1,3
Author
Linda Dithmer (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V64754
ISBN (eBook)
9783638574891
ISBN (Book)
9783656790198
Language
German
Tags
Applikationen Mann Frau Linguistische Humortheorien Scherzkommunikation Gender
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Linda Dithmer (Author), 2006, Scherzkommunikative Applikationen bei Mann und Frau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64754
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