Das Internet ist das weltweit am schnellsten wachsende Kommunikationsmedium. Es ermöglicht dem Benutzer einen schnellen Daten- und Meinungsaustausch über politische und kulturelle Grenzen hinweg. Die Reichweite des Internets umfasst die ganze Welt. Theoretisch kann jeder zu jedem Zeitpunkt mit jedem kommunizieren.
Grundlage für die Entstehung des Internets war technisch gesehen die Gründung des Computernetzes „Advanced Research Projekts Agency Net“ in den USA. Dies verband vier Computer untereinander. Später diente das ARPANET als Vorbild für die Entwicklung weiterer Computernetze. 1982 entstand durch das Zusammenlegen verschiedener Netzwerke unter der Bezeichnung Internet ein überregionales Datenverbundsystem. (Vgl.
Fromm/Kernbach: 2001: 13f) Neben den ursprünglichen Diensten des Datenaustausches und der Übermittlung elektronischer Daten wurde Anfang der 90’er Jahre das World Wide Web entwickelt. Dies erlaubt die Darstellung der Daten auf dem Browser, einer benutzerfreundlichen Oberfläche. Durch die Verwendung von sogenannten Links können Daten, welche sich auf einem beliebigen Rechner befinden, verbunden werden. Neben der Übermittlung von Textdateien können auch Graphik- oder Tondateien auf einer Internetseite eingebunden sein. Durch Zusatzprogramme ist es möglich Bereiche zu schaffen, in denen die Daten vom Nutzer zum Rechner laufen können. Dies geschieht in sogenannten Internet Chats oder Foren. (Vgl. Grumke/Wagner: 2002: 130)
Nach einer Studie des Nürnberger Markforschungsunternehmen GfK AG nutzten 1997 rund 6 Millionen Deutsche das Internet. Heute geht man davon aus das jeder zweite deutsche Haushalt einen Internetanschluss hat. (Vgl. Nickolay: 2000: 325) Dass sich das Medium Internet zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel entwickelte, bemerkten auch rechtsextreme Kräfte. Bereits 1996 konnten 32 rechtsextreme Internetseiten nachgewiesen werden. Im Jahr 2000 waren mit rund 500 Homepages fast alle aktiven deutschen rechtsextremen Parteien und Vereinigungen im Netz präsent.
Das Essay möchte im folgenden der Frage Aufschluss geben, welchen Einfluss rechtsextreme Seiten auf Internetbenutzer haben und ob diese eine Gefährdung darstellen. Neben der Bestandsaufnahme rechtsextremistischen Gedankenguts im Internet wird auf Inhalte der Homepages, deren Auswirkungen, als auch auf die Probleme bei der Strafverfolgung eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entstehung und Entwicklung des Internets
3. Verbreitung rechtsextremer Inhalte im Internet
4. Strategien und Zielgruppenansprache der rechtsextremen Szene
5. Auswirkungen auf die Gesellschaft und Probleme der Strafverfolgung
6. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Essay untersucht die Nutzung des Internets durch rechtsextreme Gruppierungen als Propagandamedium, analysiert deren Strategien zur Mobilisierung und Zielgruppenansprache und bewertet das Gefährdungspotenzial dieser virtuellen Präsenz für die Gesellschaft sowie die Schwierigkeiten der staatlichen Strafverfolgung.
- Historische Entwicklung des Internets als Kommunikationsmedium
- Präsenz rechtsextremer Akteure und Organisationen im World Wide Web
- Methoden der rechtsextremen Zielgruppenansprache, insbesondere von Jugendlichen
- Gefahren durch „Hass-Seiten“ und die Verbreitung von Gewaltlegitimationen
- Herausforderungen bei der Kontrolle und Strafverfolgung in dezentralen Netzwerken
Auszug aus dem Buch
Rechtsextremistische Propaganda im Internet – die neue Gefahr von rechts?
Das Internet ist das weltweit am schnellsten wachsende Kommunikationsmedium. Es ermöglicht dem Benutzer einen schnellen Daten- und Meinungsaustausch über politische und kulturelle Grenzen hinweg. Die Reichweite des Internets umfasst die ganze Welt. Theoretisch kann jeder zu jedem Zeitpunkt mit jedem kommunizieren.
Grundlage für die Entstehung des Internets war technisch gesehen die Gründung des Computernetzes „Advanced Research Projekts Agency Net“ in den USA. Dies verband vier Computer untereinander. Später diente das ARPANET als Vorbild für die Entwicklung weiterer Computernetze. 1982 entstand durch das Zusammenlegen verschiedener Netzwerke unter der Bezeichnung Internet ein überregionales Datenverbundsystem. (Vgl. Fromm/Kernbach: 2001: 13f) Neben den ursprünglichen Diensten des Datenaustausches und der Übermittlung elektronischer Daten wurde Anfang der 90’er Jahre das World Wide Web entwickelt. Dies erlaubt die Darstellung der Daten auf dem Browser, einer benutzerfreundlichen Oberfläche.
Durch die Verwendung von sogenannten Links können Daten, welche sich auf einem beliebigen Rechner befinden, verbunden werden. Neben der Übermittlung von Textdateien können auch Graphik- oder Tondateien auf einer Internetseite eingebunden sein. Durch Zusatzprogramme ist es möglich Bereiche zu schaffen, in denen die Daten vom Nutzer zum Rechner laufen können. Dies geschieht in sogenannten Internet Chats oder Foren. (Vgl. Grumke/Wagner: 2002: 130)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Relevanz des Internets als wachsendes Kommunikationsmedium sowie die Problematik rechtsextremer Propaganda dar.
2. Entstehung und Entwicklung des Internets: Dieses Kapitel erläutert die technischen Ursprünge des Internets vom ARPANET bis hin zum World Wide Web.
3. Verbreitung rechtsextremer Inhalte im Internet: Hier wird der Prozess beschrieben, wie rechtsextreme Kräfte das Internet frühzeitig als Interaktions- und Propagandaplattform für sich entdeckten.
4. Strategien und Zielgruppenansprache der rechtsextremen Szene: Das Kapitel analysiert, wie Rechtsextremisten ihre Inhalte jugendgerecht aufbereiten und Foren zur Verbreitung ihrer Ideologie nutzen.
5. Auswirkungen auf die Gesellschaft und Probleme der Strafverfolgung: Hier werden die gesellschaftlichen Risiken diskutiert und die Schwierigkeiten der rechtlichen Verfolgung aufgrund der Anonymität und Struktur des Internets aufgezeigt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die tatsächliche Gefährdung durch rechtsextreme Internetangebote im Kontext der aktuellen gesellschaftlichen Bedeutung der rechten Szene.
Schlüsselwörter
Rechtsextremismus, Internet, Propaganda, World Wide Web, Neue Medien, Radikalisierung, Jugend, Hass-Seiten, Online-Kriminalität, Strafverfolgung, Netzwerke, Ideologie, Virtueller Raum, Politische Kommunikation, Mediennutzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung des Internets durch die rechtsextreme Szene in Deutschland und untersucht, wie dieses Medium für Propaganda und Vernetzung verwendet wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Internets, die Strategien rechtsextremer Akteure zur Verbreitung ihrer Ideologie und die Herausforderungen für den Rechtsstaat im digitalen Raum.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Einfluss rechtsextremer Online-Präsenzen auf die Internetnutzer zu analysieren und zu bewerten, ob von diesen Seiten eine konkrete Gefährdung ausgeht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen Essay, der auf einer Auswertung bestehender Fachliteratur und Studien zur Internetnutzung durch rechtsextreme Gruppierungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Methoden der Propaganda, die gezielte Ansprache von Jugendlichen durch moderne Inhalte wie MP3s oder Spiele sowie die Probleme bei der Strafverfolgung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rechtsextremismus, Internet-Propaganda, Radikalisierung, digitale Netzwerke und die gesellschaftliche Auswirkung rechter Online-Ideologien.
Welche Rolle spielt die „Info-Elite“ der Zukunft in der Argumentation?
Der Autor führt aus, dass Rechtsextremisten das junge Internet-Publikum als zukünftige Meinungsführer begreifen, weshalb sie ihre Inhalte technisch und sprachlich an die Bedürfnisse Jugendlicher anpassen.
Wie reagieren Behörden auf die rechtsextremen Internetaktivitäten?
Die Strafverfolgung ist laut der Arbeit schwierig, da die Täter auf ausländische Server ausweichen, anonym agieren und die dezentrale Struktur des Internets nutzen können.
Inwiefern beeinflusst das Internet die psychologische Hemmschwelle?
Das Internet senkt die Barrieren, da es Informationen anonym und ohne direkten persönlichen Kontakt zugänglich macht, was die Radikalisierung erleichtern kann.
- Arbeit zitieren
- Melanie Lüdtke (Autor:in), 2004, Rechtsextremismus in den Medien - Rechtsextremistische Propaganda die neue Gefahr von rechts?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64914