Geschlechterspezifische Unterschiede in der Kriminalitätsfurcht (Vulnerabilität)


Referat (Ausarbeitung), 2004

11 Seiten, Note: 15 Punkte


Leseprobe

Inhaltsangabe:

Vorbemerkung

Einleitung

Zielsetzung und methodisches Vorgehen

Viktimisierung und Kriminalitätsfurcht

Vulnerabilität und Frauen: Möglichkeiten des Selbstschutzes

Sexuelle Elemente der Bedrohung

Vermeidungsstrategien

Schlussbemerkung

Resümee

Literatur

Vorbemerkung

Wenn man mich fragen würde, wer die meiste Angst vor Kriminalität hätte, so würde ich spontan an das weibliche Geschlecht denken. In erster Linie sicherlich wegen meiner Sozialisation, in der das Bild der Frau als körperlich schwächeres Geschlecht immer mit der größeren Angst vor „Untaten“ in Verbindung gebracht wird. Des Weiteren aber auch durch einschlägige mediale Mittel, wie z.B. Kino- und Fernsehfilme, in denen Frauen als besonders gefährdete Individuen dargestellt werden.

Mein folgender Text wird sich hauptsächlich mit der Untersuchung von K.-H. Reuband auseinandersetzen.

Meine Erwartung an diesen Text sind folgende Fragen:

1. Was ist Kriminalitätsfurcht?
2. Wie drückt sie sich aus?
3. Wer ist davon mehr und wer davon weniger betroffen?
4. Gibt es geschlechterspezifische Unterschiede?
5. Was versteht Reuband unter Vulnerabilität?

Der mir vorliegende Auszug eines Textes aus der Zeitschrift „neue Praxis; Jahrgang 29/1999; Seiten 147- 157“ besteht aus sieben Abschnitten.

1. Einleitung
2. Zielsetzung und methodisches Vorgehen
3. Viktimisierung und Kriminalitätsfurcht
4. Vulnerabilität und Frauen: Möglichkeiten des Selbstschutzes
5. Sexuelle Elemente und Bedrohungen
6. Vermeidungsstrategien
7. Schlussbemerkungen

Reuband legt dabei besonderen Wert auf die Abschnitte drei und sechs welche den Großteil des Textes darstellen.

Der Einfachheit halber werden diese Abschnitte analog in meinem Text auftauchen. Dabei wird gleichzeitig auf die oben angeführten Fragen eingegangen werden.

Einleitung

Ausgehend von der Tatsache, dass Frauen mehr Kriminalitätsfurcht bekunden als Männer, aber weniger von Kriminalität betroffen sind, stellt sich Reuband die Frage, woraus dieses auch als „Kriminalitätsfurcht-Paradoxon“ bekannt gewordene Phänomen resultiert.

Das „Kriminalitätsfurcht-Paradoxon“ wurde nach ihm „lange Zeit als Zeichen dafür gewertet, dass Kriminalitätsfurcht durch irrationale Elmente geprägt sei“ (Reuband; 1999; S. 147). Als aktuelles Lösungskonzept stellt er das Vulnerabilitätskonzept vor. Diesem Ansatz zu Folge weisen Individuen, abhängig von ihrer sozialen Lage, ihren Ressourcen und Kompetenzen, den Delikten eine unterschiedliche Bedeutung zu. Ebenso umfasst dieses Konzept die These, dass je verletzlicher jemand ist, er eher Furcht entwickeln wird, da die Konsequenzen für ihn umfassender sind.

Diese Annahme ist dem soziologischen Thomas-Theorem sehr ähnlich. Hier heißt es: „Wird eine Situation als real gedeutet, so ist sie in ihren Konsequenzen real“.

Das Konzept der Vulnerabilität ist in Bezug auf Frauen mit ihrer geringeren Körperkraft und der unterschiedlichen qualitativen Deutung von Delikten thematisiert wurden. Frauen, so heißt es, haben vor sexueller Gewalt und somit auch vor Überfällen, die sexuelle Gewalt als Konsequenz haben könnten, mehr Angst als vor Eigentumsdelikten.

Nach Reuband wäre das Konzept der Vulnerabilität somit auch die Lösung des „Kriminalitätsfurcht-Paradoxon“. Daraus resultiert in seiner Annahme, dass „die für sie typische Furcht nicht bei allen Delikten gleichermaßen vorkommen“ (Reuband; 1999; S. 174).

Seine These in Bezug auf Kriminalitätsfurcht bei Frauen, welche er untersuchen möchte, lautet: „Am größten müsste sie bei Delikten sein, die durch Androhung und Ausübung körperlicher Gewalt gekennzeichnet sind […] und am geringsten bei Eigentumsdelikten“( Reuband; 1999; S.147).

Zielsetzung und methodisches Vorgehen

Seine Studie steht besonders vor der Frage, welche geschlechterspezifischen Einflussfaktoren auf die Kriminalitätsfurcht existieren. Dabei werden bisherige Indikatoren wie die Fragestellung „Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrer Wohngegend, wenn Sie bei Dunkelheit allein auf die Straße gehen“ (Reuband; 1999; S.148) zur Vunerabilität als unzureichend kritisiert.

Sein Forschungsdesign sieht eine postalische Befragung vor, die, wie er meint, den Vorteil hat, die negativen Interviewereinflüsse auszuschließen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Geschlechterspezifische Unterschiede in der Kriminalitätsfurcht (Vulnerabilität)
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
Neuere empirische- kriminologische Untersuchungen
Note
15 Punkte
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V65712
ISBN (eBook)
9783638582186
ISBN (Buch)
9783640857975
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Vortragstitel entspricht dem zu Grunde liegendem Text: Reuband, K.-H.: Geschlechterspezifische Unterschiede in der Kriminalitätsfurcht - eine Folge differenzieller 'Vulnerabilität', in neu Praxis 1999: Seite 147-157
Schlagworte
Geschlechterspezifische, Unterschiede, Kriminalitätsfurcht, Neuere, Untersuchungen
Arbeit zitieren
Alex Theile (Autor), 2004, Geschlechterspezifische Unterschiede in der Kriminalitätsfurcht (Vulnerabilität), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65712

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