Die deutsche und die englische Version von SCREAM - SCHREI! - Charakteristika einer Übersetzung


Seminararbeit, 2001

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Was passiert in Scream?

2. Wie wichtig ist der Humor in Scream ?

3. Die deutsche Übersetzung im Vergleich zur Originalversion anhand ausgesuchter Szenen
3.1. Auf dem Schulhof
3.2. In der Videothek
3.3. Das Finale im Landhaus

4. Schlussbemerkungen

5. Literaturverzeichnis

1. Was passiert in Scream ?

In der Kleinstadt Woodsboro verbreitet ein psychopathischer Killer Angst und Schrecken: Er ruft die hübsche Casey Becker an und verwickelt sie in ein zunächst harmlos wirkendes Gespräch über Horrorfilme. Casey wartet nämlich gerade auf ihren Freund Steve, mit dem sie sich ein paar Horrorvideos anschauen will. Als der unbekannte Anrufer plötzlich Steve's Namen erwähnt und das Mädchen ihren Freund gefesselt und geknebelt auf der Veranda erblickt, wird klar, dass es um Leben und Tod geht. Ein Quiz über Horrorfilme entscheidet über das (Ab-)Leben von Steve: Als Casey eine Frage falsch beantwortet, wird der Junge brutal aufgeschlitzt. Als sie dann auch die nächste Frage nicht beantworten kann, ist auch ihr Schicksal besiegelt: Ihre Eltern finden sie nur wenig später ausgeweidet an einem Baum hängend. [1]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese beiden Taten sind dem Killer aber nicht genug: Unter den Schülern der Woodsboro High School geht das Morden weiter, und jeder könnte das nächste Opfer sein.

Sidney Prescott, deren Mutter vor fast genau einem Jahr vergewaltigt und ermordet wurde, wird dabei zur Hauptgejagten des "Ghostface"-Killers. Doch wer steckt hinter der weißen Maske? Billy Loomis, Sidney's eigener Freund?

Der durchgeknallte Klassenclown Stu, dessen Freundin Tatum ein tragisches Ende eingeklemmt zwischen einem Garagentor findet? Randy, der Horrorfilm-Freak par excellence? Oder aber die sensationslüsterne Journalistin Gale Weathers? Und schliesslich gibt es da noch einige andere Leute, die hinter den Morden stecken können:

Der Hilfspolizist Dewey Riley etwa, oder aber Sidney's eigener Vater, der seltsamerweise unauffindbar ist und mit dessen Handy ein sehr suspekter Anruf bei Sidney eingegangen ist.

Es gilt das Motto: Alle kommen als Täter in Frage!

In einem Landhaus nach einer Party findet dann schliesslich der blutige Showdown statt, und dabei wird dann auch endlich die überraschende Identität des Killers mit der Maske enthüllt.

2. Wie wichtig ist Humor in Scream und was bedeutet das für die deutsche Übersetzung?

Scream löste 1996 die Welle von Teenie-Horrorfilmen (sogenannte „Slasher“) aus und war für einige Zeit mit über 100 Millionen Dollar Einspielergebnis in den USA der erfolgreichste Horrorfilm aller Zeiten. Der Film von Regisseur Wes Craven, der schon mit Werken wie „A Nightmare on Elm Street“ oder „Last House on the Left“ nahezu legendäre Horrorfilme geschaffen hatte, gilt als Renaissance des Slasher-Films und ebnete dem kommerziellen Horrorkino wieder einen Weg in die großen Multiplex-Kinos.[2]

Dieser Erfolg ist sicherlich damit begründet, dass Scream kein „todernster“ Horrorfilm ist, sondern das gesamte Genre ironisiert und gnadenlos Insider-Scherze über Filme wie Halloween – Nacht des Grauens (USA, 1978)[3] bis Freitag, der 13. (USA, 1980)[4] macht. Sogar Craven selbst macht sich über seine einst erschaffene Horrorfigur Freddy Krueger lustig, als er höchstpersönlich – wie Freddy mit rot-grau gestreiftem Pulli und Schlapphut bekleidet – in einem Kurzauftritt den Hausmeister „Fred“ verkörpert. Mal ist die Rede von einem „Wes Carpenter-Film“ (also eine Mischung aus Wes Craven und John Carpenter, seinerseits ebenfalls Horror-Regisseur), dann wird über die körperlichen Attribute von Jamie Lee Curtis, der einstigen „Scream Queen“ aus Filmen wie Halloween – Nacht des Grauens oder Prom Night – Die Nacht des Schlächters (Kanada, 1979)[5] diskutiert, und schliesslich erklärt Randy, der absolute Horrorfilm-Freak, die Regeln des Überlebens in einem Horrorfilm: Kein Sex, keine Drogen und niemals sagen, dass man gleich wiederkommt – man kommt nämlich nicht wieder![6]

Schon in der Anfangssequenz entscheidet das Kennen von Horrorfilm-Protagonisten über Leben und Tod – wahrhaft ironisch, wenn man bedenkt, dass einer eben dieser Protagonisten von Craven selbst ins Leben gerufen wurde oder, dass man nur überlebt, wenn man möglichst viel über Horrorfilme weiss.

Offensichtlich sind also Ironie und Humor sehr wichtige Elemente des Films, die somit natürlich auch für die Übersetzung von großer Bedeutung sind.

Witze und Anspielungen, die bezüglich verschiedener Filme, Regisseure oder Darsteller gemacht werden, müssen logisch und verständlich gemacht werden, damit Scream als ironische Reflektion des Horrorgenres überhaupt funktionieren kann. Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen Horrorfilm handelt, dessen vorrangiges Ziel es ist, dem Kinopublikum Angst einzujagen. Deshalb sollten die humoristischen Elemente keineswegs in der deutschen Übersetzung übertrieben werden, damit der Film (der ja im Director’s Cut immerhin erst ab 18 freigegeben wurde) – trotz der vielen witzigen Dialoge und Details – nicht seine furchteinflößende und erschreckende Wirkung verliert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [7]

3. Die deutsche Übersetzung im Vergleich zur Originalversion anhand ausgesuchter Szenen

3.1. Auf dem Schulhof

Þ S. 39 ff. bzw. 00:19:02 - 00:21:03[8]

Sidney, Billy, ihre beste Freundin Tatum und deren Freund Stu sitzen zusammen mit Randy auf dem Schulhof und diskutieren über die Morde. Sie alle wurden vorher von der Polizei verhört und zu den Opfern Casey Becker und Steve Orth befragt. Dabei wurde Sidney wieder daran erinnert, dass ihre Mutter vor fast genau einem Jahr brutal vergewaltigt und dann ermordet wurde. Sie ist die Einzige, die sich ernsthaft Gedanken über die Greueltaten vom Vorabend macht, während die anderen nur Witze über möglichst schreckliche Mordideen machen...

[...]


[1] Bild aus: http://users.win.be/W0001190/_borders/Scream.jpg 19.03.2001

[2] Vgl.: Dirk, Rüdiger und Claudius Sowa: Teen Scream. Titten und Terror im neuen amerikanischen Kino. Hamburg, 2000. S. 68ff.

[3] Vgl.: Westphal, Sascha und Christian Lukas: Die Scream-Trilogie und die Geschichte des Teen-Horrorfilms. München, 2000. S.468.

[4] Vgl.: Westphal und Lukas, S. 466.

[5] Vgl.: Westphal und Lukas, S. 480.

[6] Vgl.: Williamson, Kevin: Scream. A Screenplay with a Foreword by Kevin Williamson and an Introduction

by Wes Craven. New York, 1997. S. 127f.

[7] Bild aus: http://www.movierealm.co.uk/Scream/ghostface.jpg 19.03.2001

[8] Zeitangaben beziehen sich auf die DVD von Scream

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Die deutsche und die englische Version von SCREAM - SCHREI! - Charakteristika einer Übersetzung
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Film- und Fernsehwissenschaften)
Veranstaltung
Proseminar: Media Translation
Note
1,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
19
Katalognummer
V6605
ISBN (eBook)
9783638141413
Dateigröße
552 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Sehr dichte Arbeit! 362 KB
Schlagworte
Scream, Filmübersetzung
Arbeit zitieren
Justine Otto (Autor), 2001, Die deutsche und die englische Version von SCREAM - SCHREI! - Charakteristika einer Übersetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6605

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die deutsche und die englische Version von SCREAM - SCHREI! - Charakteristika einer Übersetzung



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden