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Politische Kommunikation von Parteien im Internet - Parteien- und Politiker-Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005

Title: Politische Kommunikation von Parteien im Internet - Parteien- und Politiker-Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005

Diploma Thesis , 2006 , 93 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Robert Heron (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Parteien- und Politiker-Weblogs gehörten zu den hervorstechendsten Neuerungen im Online-Wahlkampf im Vorfeld der Bundestagswahl 2005. Nachdem Bundespräsident Horst Köhler am 21. Juli Neuwahlen angesetzt hatte, setzten fast alle Bundestagsparteien auf ihren Internetseiten interaktive, tagebuchähnlich Formate auf, die Lesern personalisierte Informationen oder authentisches Hintergrundwissen suggerierten und Interessierten die Möglichkeit zum Kommentieren gaben 1 . Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits einige Politiker die Initiative ergriffen und bloggten jenseits der offiziellen Parteien-Websites auf unabhängigen oder kommerziellen Plattformen wie wahlblog05.de bzw. Focus Online. Weblogs, auch Blogs genannt, sind funktional erweiterte Internet-Tagebücher, die sich von den bisher in Wahlkämpfen genutzten Online-Formaten vor allem durch eine veränderte Medienlogik (höherer Aktualitäts-und Personalisierungszwang) sowie eine ausgeprägte Vernetzungstendenz unterscheiden (vgl. Coenen 2005, 3). Während Diskussionen in Foren oft auf die lokalen Seiten begrenzt bleiben, können in Weblogs aufgebrachte Themen regelrechte „Informationsepidemien“ (Adar u.a. 2004) auslösen. In den letzten Jahren sind in der so genannten “Blogosphäre“, der Gesamtheit verlinkter Weblogs, neben den etablierten Online-Medien neue Öffentlichkeiten und Informationsnetzwerke entstanden, die immer öfter als Quelle massenmedialer Berichterstattung dienen und in zunehmenden Maße eine Meinungsmacht darstellen (vgl. Sixtus 2005, 148ff.). Die Sozialwissenschaften haben Weblogs als Untersuchungsgegenstand spätestens seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2004 entdeckt, welches sich in der stetig anwachsenden Zahl entsprechender Publikationen sowie in den zahlreichen Konferenzen und Tagungen, die sich mit dem Format auseinandersetzen 2 , ausdrückt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Forschungsstand und Fragestellung

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Politische Kommunikation von Parteien im Internet

2.1. Parteiorganisation und Parteienkommunikation – Merkmale und Bedingungen des Parteienwandels

2.2. Wahlkampfkommunikation im Wandel – Auf dem Weg zur “postmodernen“ Kampagne?

2.3. Zwischenfazit

3. Weblogs

3.1. Weblogs und Politikvermittlung – Ein Online-Format im Spannungsfeld zwischen demokratietheoretischen Vorstellungen und politisch-instrumentellen Nutzungsmöglichkeiten

3.2. Sind Weblogs wirklich neu? Anmerkungen zu einem Internet-Phänomen

3.3. Blogosphäre, Blogger, Blogpraktiken – Probleme der Strukturierung und Vermessung eines neuen Forschungsfeldes

3.4. Weblogs als Plattform politischer Kommunikation – Empirische Untersuchungen zur politischen Nutzung von Weblogs

3.5. Zwischenfazit

4. Material und Methode

5. Empirischer Teil

5.1. Bloggen im Bundestagswahlkampf 2005 – Eine inhaltsanalytische Auswertung von Parteien- und Politiker-Weblogs

5.2. Warum bloggen Parteien? Nutzenerwartungen und Kommunikationsstrategien im Hinblick auf Weblogs

5.3. Zwischenfazit

6. Zusammenfassung und Hypothesen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung von Parteien- und Politiker-Weblogs als neue Online-Instrumente im Bundestagswahlkampf 2005. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Nutzenerwartungen und Kommunikationsstrategien Parteien mit dem Einsatz von Weblogs verfolgen und inwieweit diese die klassische politische Kommunikation ergänzen oder verändern.

  • Modernisierung der Parteienkommunikation und Wahlkampfführung
  • Theoretische Einordnung von Weblogs im Kontext der elektronischen Demokratie
  • Empirische Analyse der Nutzung von Parteien- und Politiker-Weblogs im Wahljahr 2005
  • Strategische Einbindung von Weblogs in die Kampagnenorganisation
  • Verhältnis von Parteieliten, Bloggern und Online-Diskussionskultur

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Parteien- und Politiker-Weblogs gehörten zu den hervorstechendsten Neuerungen im Online-Wahlkampf im Vorfeld der Bundestagswahl 2005. Nachdem Bundespräsident Horst Köhler am 21. Juli Neuwahlen angesetzt hatte, setzten fast alle Bundestagsparteien auf ihren Internetseiten interaktive, tagebuchähnlich Formate auf, die Lesern personalisierte Informationen oder authentisches Hintergrundwissen suggerierten und Interessierten die Möglichkeit zum Kommentieren gaben. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits einige Politiker die Initiative ergriffen und bloggten jenseits der offiziellen Parteien-Websites auf unabhängigen oder kommerziellen Plattformen wie wahlblog05.de bzw. Focus Online.

Weblogs, auch Blogs genannt, sind funktional erweiterte Internet-Tagebücher, die sich von den bisher in Wahlkämpfen genutzten Online-Formaten vor allem durch eine veränderte Medienlogik (höherer Aktualitäts- und Personalisierungszwang) sowie eine ausgeprägte Vernetzungstendenz unterscheiden (vgl. Coenen 2005, 3). Während Diskussionen in Foren oft auf die lokalen Seiten begrenzt bleiben, können in Weblogs aufgebrachte Themen regelrechte „Informationsepidemien“ (Adar u.a. 2004) auslösen. In den letzten Jahren sind in der so genannten “Blogosphäre“, der Gesamtheit verlinkter Weblogs, neben den etablierten Online-Medien neue Öffentlichkeiten und Informationsnetzwerke entstanden, die immer öfter als Quelle massenmedialer Berichterstattung dienen und in zunehmenden Maße eine Meinungsmacht darstellen (vgl. Sixtus 2005, 148ff.). Die Sozialwissenschaften haben Weblogs als Untersuchungsgegenstand spätestens seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2004 entdeckt, welches sich in der stetig anwachsenden Zahl entsprechender Publikationen sowie in den zahlreichen Konferenzen und Tagungen, die sich mit dem Format auseinandersetzen, ausdrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Weblogs als Neuerung im Bundestagswahlkampf 2005 und Darstellung der Forschungsrelevanz.

2. Politische Kommunikation von Parteien im Internet: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Wandel der Parteienkommunikation und der Entwicklung zur „postmodernen Kampagne“.

3. Weblogs: Systematische Auswertung der Literatur zur Rolle von Weblogs als Instrumente im Spannungsfeld zwischen politischer Instrumentalisierung und deliberativen Hoffnungsträgern.

4. Material und Methode: Erläuterung der methodischen Herangehensweise bei der Untersuchung der Weblogs im Untersuchungszeitraum des Wahlkampfes.

5. Empirischer Teil: Detaillierte inhaltsanalytische Auswertung der Parteien- und Politiker-Blogs sowie Auswertung des Experteninterviews mit dem Online-Koordinator der SPD.

6. Zusammenfassung und Hypothesen: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Formulierung von Hypothesen auf Basis der gewonnenen empirischen Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Bundestagswahlkampf 2005, Parteienkommunikation, Weblogs, Blogosphäre, Online-Campaigning, Postmoderne Kampagne, Politische Beteiligung, Mediatisierung, Parteienwandel, Politische Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Digitale Spaltung, Deliberative Demokratie, Wahlkampfstrategien, Online-Spenden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Parteien Weblogs im Rahmen des Bundestagswahlkampfes 2005 eingesetzt haben und welche strategischen Ziele sie damit verfolgten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Modernisierung der Parteienkommunikation, die Struktur der politischen Blogosphäre und die Frage, ob Weblogs tatsächlich demokratische Dialoge fördern oder primär als PR-Instrumente dienen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Weblogs eine genuine Neuerung im Wahlkampf darstellen oder lediglich eine Perfektionierung bestehender Kommunikationsstrategien durch eine schlankere, kontrollierte Form der Online-Ansprache.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, qualitativer und quantitativer Inhaltsanalyse der Weblogs sowie ein leitfadengestütztes Experteninterview mit dem Online-Wahlkampf-Koordinator der SPD.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einbettung des Parteienwandels und der Wahlkampfkommunikation, eine Systematisierung der Forschungsliteratur zu Weblogs sowie eine empirische Auswertung der spezifischen Weblog-Aktivitäten der verschiedenen Parteien im Wahljahr 2005.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bundestagswahlkampf 2005, Online-Campaigning, Blogosphäre, Parteienwandel, Mediatisierung und strategische Kommunikation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Strategie der SPD von anderen Parteien?

Die SPD setzte auf ein großflächiges, dezentrales und stark verlinktes Netzwerk, das auch Nicht-Mitgliedern die Teilnahme ermöglichte, während andere Parteien (wie Grüne oder FDP) ihr Angebot stärker auf zentrale Blogs von Parteiprominenten oder der Online-Redaktion konzentrierten.

Welches Fazit zieht der Autor zur "Demokratisierung" durch Weblogs?

Der Autor kommt zu einem skeptischen Fazit: Statt einer weitreichenden Enthierarchisierung oder herrschaftsfreien Kommunikation erweisen sich Weblogs in der Hand von Parteien primär als strategisch gesteuerte Instrumente, deren Erfolg stark von der Prominenz der Akteure und der medialen Aufmerksamkeit abhängt.

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Details

Title
Politische Kommunikation von Parteien im Internet - Parteien- und Politiker-Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Grade
1,7
Author
Robert Heron (Author)
Publication Year
2006
Pages
93
Catalog Number
V66124
ISBN (eBook)
9783638584227
ISBN (Book)
9783656799375
Language
German
Tags
Politische Kommunikation Parteien Internet Parteien- Politiker-Weblogs Bundestagswahlkampf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Heron (Author), 2006, Politische Kommunikation von Parteien im Internet - Parteien- und Politiker-Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66124
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