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Arbeitnehmervertretung in der EU

Title: Arbeitnehmervertretung in der EU

Seminar Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1

Autor:in: Stefan Prosch (Author)

Politics - Miscellaneous
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Europa wächst zusammen. Unbestritten ist Europa in den letzten Jahren enger zusammengerückt und der Integrationsprozess hat viele Bereiche des alltäglichen Lebens erfasst. Viele Kompetenzen und Handlungsbefugnisse wurden von den jeweiligen Mitgliedsstaaten auf die europäische Ebene übertragen.
Auch vor dem Bereich der Arbeitnehmervertretung machte die Europäisierung nicht Halt.
Im Sinne eines sich einigenden Europas wurden die rechtlichen und juristischen Rahmenbedingungen für die Schaffung eines grenzenlosen europäischen Arbeitsmarktes geschaffen.

Im Unterschied zu der weit fortgeschrittenen ökonomischen Integration Europas kann man jedoch gleichzeitig festhalten, dass die soziale Dimension der Integration als unterentwickelt bezeichnet werden kann. Diese Feststellung trifft auch und besonders auf die Arbeitsbeziehungen zu, die vor dem Hintergrund der beschleunigten ökonomischen Integration erheblichen Veränderungsprozessen ausgesetzt sind. (vgl. (Eberwein/Tholen/Schuster 2000, S. 10)

In der vorliegenden Arbeit soll ausgehend von einer Untersuchung der Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Situation der Arbeitnehmermitsprache in Europa untersucht werden. Es soll dabei auf die besonderen Voraussetzungen und Gegebenheiten Europas eingegangen werden.
Gleichzeitig soll untersucht werden, inwiefern die Mitsprache der Arbeitnehmer durch und in den vorhandenen Institutionen gewährleistet wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer

2.1. Asymmetrien zwischen Kapital und Arbeit

2.2. Formen der Arbeitnehmermitsprache

2.3. Veränderungsdruck durch neue Rahmenbedingungen

3. Arbeitnehmermitsprache in Europa

3.1. Verschiedenheiten innerhalb Europas

3.2. Die „Europäisierung“ der Arbeitnehmermitbestimmung

3.3. Entwicklung des sozialen Dialogs auf europäischer Ebene

4. Wichtige Einrichtungen der Arbeitnehmervertretung

4.1. Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB)

4.1.1. Entstehung und Entwicklung des EGB

4.1.2. Aufbau und Ziele des EGB

4.1.3. Bedeutung des EGB

4.2. Europäischer Betriebsrat (EBR)

4.2.1. Idee und Gründung

4.2.2. Vertretung der Arbeitnehmerinteressen

4.2.3. Haltung der Arbeitgeberverbände und der Gewerkschaften zum EBR

4.3. Europäische Aktiengesellschaft

4.3.1. Idee und Hintergrund

4.3.2. Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der Europäischen Aktiengesellschaft

4.4. Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Situation der Arbeitnehmermitsprache in Europa vor dem Hintergrund der zunehmenden ökonomischen Integration und der damit einhergehenden Veränderungsprozesse in den Arbeitsbeziehungen, wobei der Fokus auf den bestehenden supranationalen Institutionen liegt.

  • Asymmetrische Machtverhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern
  • Verschiedenheiten der Mitbestimmungssysteme innerhalb der EU-Mitgliedstaaten
  • Prozesse der Europäisierung und des sozialen Dialogs
  • Rolle und Funktion des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB)
  • Bedeutung von Europäischem Betriebsrat (EBR) und Europäischer Aktiengesellschaft (SE)

Auszug aus dem Buch

2.1. Asymmetrien zwischen Kapital und Arbeit

Die Notwendigkeit einer organisierten Arbeitnehmervertretung wird deutlich, wenn man die asymmetrischen Unterschiede der Arbeitnehmer- und der Arbeitgeberseite betrachtet.

1. Asymmetrie der Zahl: Hier kann man festhalten, dass die Anzahl der Arbeitnehmer die der Arbeitgeber übersteigt. Dies führt zu organisatorischen Vorteilen für die Arbeitgeberseite, da durch die kleinere Zahl der Betroffenen weniger Aufwand für Organisation und interne Kommunikation aufgebracht werden muss. (vgl. Kreckel 2004, S. 167)

2. Asymmetrie der Zusammensetzung: Arbeitgeber und Arbeitnehmer treten über einen formalen Vertrag in ein Verhältnis. Der Arbeitgeber verpflichtet sich dabei, dem Arbeitnehmer Arbeitsplatz, Arbeitsmittel und Arbeitsentgelt zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug dazu erhält er die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers. Der Unternehmer räumt dem Arbeitnehmer Rechte auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und ähnliche Leistungen ein. Der Arbeitnehmer ist jedoch als natürliche Person dem Unternehmer und seinen überlegenen Ressourcen (Rechtsabteilung, Finanzmittel) unterlegen. Nur durch eine gewerkschaftliche Bindung gelingt es den Arbeitnehmern, ihre Interessen zu bündeln und die individuellen Interessen angemessen zu vertreten. (vgl. ebd., S. 168)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der wachsenden europäischen Integration und der damit verbundenen Herausforderungen für die soziale Dimension sowie die Arbeitsbeziehungen.

2. Die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Analyse der grundlegenden strukturellen Asymmetrien zwischen Kapital und Arbeit sowie Definition der Formen der Arbeitnehmermitsprache.

3. Arbeitnehmermitsprache in Europa: Untersuchung der nationalen Unterschiede innerhalb der EU und der Notwendigkeit einer supranationalen Lösung durch Europäisierung.

4. Wichtige Einrichtungen der Arbeitnehmervertretung: Vorstellung zentraler Institutionen wie des EGB, des EBR, der SE und des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EU.

5. Ausblick: Kritische Würdigung der erreichten Fortschritte in der europäischen sozialen Dimension sowie Einschätzung zukünftiger Entwicklungsspielräume.

Schlüsselwörter

Arbeitnehmermitsprache, Europäische Union, Arbeitnehmervertretung, Europäischer Gewerkschaftsbund, Europäischer Betriebsrat, Europäische Aktiengesellschaft, Wirtschafts- und Sozialausschuss, Soziale Dimension, Europäisierung, Globalisierung, Arbeitsbeziehungen, Mitbestimmung, Interessenvertretung, Kapital und Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Situation und die institutionelle Verankerung der Arbeitnehmermitsprache in der Europäischen Union unter Berücksichtigung der ökonomischen Globalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernpunkten gehören die Machtasymmetrien zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die nationalen Unterschiede in der Mitbestimmung und die Funktionsweise europäischer Vertretungsorgane.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die Mitsprache von Arbeitnehmern durch bestehende europäische Institutionen in einem zunehmend integrierten europäischen Arbeitsmarkt gewährleistet ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, die rechtliche Rahmenbedingungen und soziologische Konzepte der Arbeitsbeziehungen integriert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Machtstrukturen, eine Untersuchung der Europäisierung von Arbeitsbeziehungen sowie eine detaillierte Betrachtung von EGB, EBR, SE und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Arbeitnehmermitsprache, Europäisierung, EGB, EBR, Europäische Aktiengesellschaft und soziale Dimension.

Warum ist die „Europäisierung“ der Mitbestimmung laut der Arbeit notwendig?

Da nationale Arbeitnehmervertretungen den supranationalen Herausforderungen der Globalisierung allein nicht mehr gewachsen sind, bedarf es einer europäischen Lösung.

Welche kritische Schlussfolgerung zieht der Autor im Ausblick?

Der Autor merkt kritisch an, dass die geschaffenen Einrichtungen wie der EBR oft nur den kleinsten gemeinsamen Nenner der unterschiedlichen nationalen Traditionen darstellen.

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Details

Title
Arbeitnehmervertretung in der EU
College
University of Innsbruck  (Politikwissenschaft)
Course
Das politische System der europäischen Union
Grade
1
Author
Stefan Prosch (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V66693
ISBN (eBook)
9783638599245
ISBN (Book)
9783638677851
Language
German
Tags
Arbeitnehmervertretung System Union
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Prosch (Author), 2005, Arbeitnehmervertretung in der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66693
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