Die Bestandssteuerung im Konsumgüter-Industrieunternehmen


Hausarbeit, 2006
21 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Begriffsdefinitionen
2.1 Gliederung der Bestände
2.1.1 Zulieferteile
2.1.2 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2.1.3 Halbfertigerzeugnisse
2.1.4 Fertigerzeugnisse
2.1 Konsumgüter- Industrieunternehmen

III. Grundlagen Bestände
3.1 Bestandsarten
3.2 Funktionen der Bestände
3.3 Bestands-Controlling
3.4 Bestandskosten

IV. Bedeutung der Bestände
4.1 Bestände aus der Sicht des Vertriebes
4.2 Bestände aus der Sicht der Fertigung
4.3 Bestände aus der Sicht des Einkaufs

V. Einflüsse des Marketings auf die Bestände
5.1 Begriff
5.2 Einflüsse

VI. Bestandssteuerung und -controlling
6.1 Strategische Methoden
6.1.1 ABC/ XYZ Analyse
6.1.2 Wertzuwachskurve
6.1.3 Teileanalyse
6.1.4 Plan/ Ist -Vergleich und Abweichungsanalyse
6.1.5 Berichterstattung
6.2 Operative Methoden
6.2.1 Bedarfsermittlung
6.2.2 Bestellmengenrechnung
6.2.3 Dispositionsverfahren
6.2.4 Sicherheitsbestand

VII. Schlussbetrachtung

VIII. Abbildungsverzeichnis

IX. Abkürzungsverzeichnis

X. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Das Ziel meiner Hausarbeit ist es, die „Bestandssteuerung im Konsumgüter- Industrieunternehmen“ darzustellen.

Das klassische Dilemma der Zentralisierung oder Dezentralisierung von Warenbeständen hat in der Logistik eine lange Tradition. Mit dem zunehmenden Wettbewerb in den Distributionskanälen der Konsumgüterindustrie und des Handels ist diese Diskussion mit dem Trend zur Konzentration von Warenströmen wieder aufgeflammt.[1]

Zuerst werden Begriffsbildung der Bestände und deren Wichtigkeit in den Industrieunternehmen durchleuchtet. Anschließend werden die Gewichte des Marketings auf die Bestände expliziert. Anschließend werden die Wege der Bestandssteuerung und des Bestandscontrollings gezeigt. Mit einer Schlussbetrachtung wird die Hausarbeit abgeschlossen.

II. Begriffsdefinitionen

2.1 Gliederung der Bestände

Bestände werden in Unternehmen als die Materialien bezeichnet, die in die Fertigung eines Produktes jedoch nicht direkt in die Wertschöpfung eingeht.

Die Unterscheidung der Bestände erfolgt als Bestandsgruppen: Zulieferteile, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Halbfertigerzeugnisse und Fertigerzeugnisse. Diese einzelnen Bestandsgruppen unterscheiden sich in Anzahl der Anarbeitung im Unternehmen und der Kapitalbindung, wie auch in Bezug auf die Risikobehaftung bei Fertigungsumstellungen und bei Produktveränderungen.[2]

2.1.1 Zulieferteile

Zulieferteile sind Komponente, die, wie der Name schon sagt, von anderen Unternehmen gefertigt und zugeliefert werden. Sie gehen als Fertig- oder Halbfertigfabrikate in das Fertigerzeugnis eines Unternehmens ein.[3]

2.1.2 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Rohstoffe sind wichtige Zubehöre eines Erzeugnisses, die den wertmäßigen Hauptbestandteil ausmachen.

Hilfsstoffe sind ebenso ein Teil des Erzeugnisses, die aber wertmäßig eine untergeordnete Rolle haben.

Betriebsstoffe sind keine Teile des Erzeugnisses, werden aber zur Herstellung des Erzeugnisses ge- oder verbraucht.[4]

2.1.3 Halbfertigerzeugnisse

Halbfertigerzeugnisse sind Erzeugnisse, die sich im Fertigungsprozess vom ersten Wertschöpfungsschritt bis zur Fertigstellung des Erzeugnisses ergeben.[5]

2.1.4 Fertigerzeugnisse

Fertigerzeugnisse sind Erzeugnisse, die (Sach-) Leistungen des Unternehmens mit voller Wertschöpfung darstellen.[6]

2.1 Konsumgüter- Industrieunternehmen

Konsumgüter sind Produkte zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen, die für den anonymen Markt entwickelt werden. Diese Produkte sind für den Konsum beim Endverbraucher bestimmt und sind mit einer kurzen Lebensdauer geprägt.[7]

Als Konsumgüterindustrie werden die Unternehmen bezeichnet, die Güter zur Befriedigung der Bedürfnisse von Konsumenten als Endverbraucher erzeugen. Der Begriff Güter unterscheidet sich in Konsum-, Investitions-, Produktionsgüter und Dienstleistungen.[8]

III. Grundlagen Bestände

3.1 Bestandsarten

Die Bestandsplanung von Beständen bezieht sich auf folgende Arten:

Lagerbestand: Der Lagerbestand ist der Bestand, der sich körperlich zum Planungs- und Überprüfungszeitpunkt im Lager befindet.

Sicherheitsbestand: Der Sicherheitsbestand, ist der Bestand, der nicht zur Fertigung herangezogen wird. Die besondere Funktion ist es, die Leistungsbereitschaft des Unternehmens bei Lieferschwierigkeiten gewährleisten zu können.

Meldebestand: Der Meldebestand, ist der Bestand, wo eine Bestellung ausgelöst wird, wenn eine Unterschreitung eintretet. Der Zeitpunkt der Bestellung muss so frühzeitig liegen, dass der Sicherheitsbestand im Verlaufe der Beschaffungsdauer nicht angegriffen wird.

Höchstbestand: Der Höchstbestand gibt die maximale Materialmenge im Lager an, welche vorhanden sein darf, um einen überhöhten Lagervorrat und damit eine hohe Kapitalbindung am Lager zu vermeiden.[9]

3.2 Funktionen der Bestände

In der klassischen produktionswirtschaftlichen Orientierung besaßen Bestände die Funktion:

- Reibungslose Produktion: Für eine effiziente Produktion muss ein fortdauernder Materialfluss gegeben sein.
- Unmittelbare Lieferung: Eine sofortige Lieferung des Fertigungsbestandes an den Kunden
- Überbrückung von Störungen: Eine adäquate Pufferung des Bestandes um auftretende Störungen zu beseitigen und die Liefertermine des Kunden einhalten zu können.
- Wirtschaftliche Fertigung: Bestimmung der Losgrößen um eine optimale Produktion gewährleisten zu können.
- Flexibilität bei Kundenbedienung: Die Anpassungsfähigkeit bei möglichen Schwankungen der Aufträgen und Mengen soll ermöglicht werden.[10]

„Demgegenüber werden hohe Bestände im Neuansatz kritisch gesehen. Nach der japanischen Interpretation verdecken hohe bestände Fehler des Produktionsmanagements, wie:[11]

- störanfällige Prozesse
- nicht abgestimmte Kapazitäten
- geringe Flexibilität
- hohe Ausschussquoten und
- schlechte Liefertreue.

Die neuen Ansätze im Produktionsmanagement sind nachfrageorientiert. Sie versuchen die Marktorientierung zu verstärken sowie einen Bestandsabbau und eine Durchflussbeschleunigung zu erreichen. Diese Konzeptionen lauten:

- Lean Production und JIT
- Kanban Fertigungssegmentierung
- Steuerung mit Fortschrittzahlen
- Engpaß- Steuerung
- Computer Integrierte Produktion (CIM) und
- belastungsorientierte Fertigungssteuerung (BOA).[12]

3.3 Bestands-Controlling

Das Bestands- Controlling ist ein Teilbereich in den allgemeinen Controllertätigkeiten im Unternehmen. Das Bestands- Controlling erfordert daher eine Planung, eine Analyse und die Berichterstattung, um die Erfüllung seiner Aufgaben zu gewährleisten.

Planung:

- Planung der Bestände
- Planung des Bestandsvolumens
- Planung der Wertveränderungen in den Vorräten
- Jahresplanung/ Monatsplanung
- Planungsformulare

Analyse:

- Analysen zur Bestandshöhe und zur Bestandsentwicklung
- Analysen zur Beurteilung der Ausgangsgrundlage
- Analysen zur Ermittlung des Sollbestandes
- Analysen zur Begrenzung der Typen- und Teilevielfalt.

[...]


[1] Vgl. Zentes, Joachim: Moderne Distributionskonzepte in der Konsumgüter- Wirtschaft, Stuttgart, 1991, S. 18

[2] Vgl. Bornemann, Hellmut: Bestände- Controlling; Wiesbaden, 1986, S. 35 ff.

[3] Vgl. Hartmann: Materialwirtschaft, Gernsbach, 1997, S.16

[4] Vgl. Ernst-Heiserich, Otto: Logistik; Wiesbaden, 1997, S. 45

[5] Vgl. Ernst-Heiserich, Otto: a.a.O., S. 45

[6] Vgl. Ernst-Heiserich, Otto: a.a.O., S. 45

[7] Vgl. Ernst-Heiserich, Otto: a.a.O., S. 73

[8] Vgl. Krause, M.: Computer Aided Selling in der Konsumgüterindustrie, Wiesbaden, 1998, S. 8

[9] Vgl. Olfert, Klaus: Materialwirtschaft, Ludwigshafen (Rhein), 1987, S. 209 ff.

[10] Vgl. Gollwitzer, M./ Kartl, R.: Logistik-Controlling, München, 1998, S. 149

[11] Vahrenkamp: Produktions- und Logistikmanagement, Oldenbourg, 1996, S. 193

[12] Vgl. Vahrenkamp: a.a.O., S. 193 f.

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Details

Titel
Die Bestandssteuerung im Konsumgüter-Industrieunternehmen
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V67040
ISBN (eBook)
9783638593373
ISBN (Buch)
9783638768153
Dateigröße
496 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Ziel meiner Hausarbeit ist es, die 'Bestandssteuerung im Konsumgüter- Industrieunternehmen' darzustellen. Das klassische Dilemma der Zentralisierung oder Dezentralisierung von Warenbeständen hat in der Logistik eine lange Tradition. Mit dem zunehmenden Wettbewerb in den Distributionskanälen der Konsumgüterindustrie und des Handels ist diese Diskussion mit dem Trend zur Konzentration von Warenströmen wieder aufgeflammt
Schlagworte
Bestandssteuerung, Konsumgüter-Industrieunternehmen
Arbeit zitieren
Taner Kimil (Autor), 2006, Die Bestandssteuerung im Konsumgüter-Industrieunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67040

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