Das Ziel meiner Hausarbeit ist es, die Bestandssteuerung im Konsumgüter- Industrieunternehmen darzustellen. Das klassische Dilemma der Zentralisierung oder Dezentralisierung von Warenbeständen hat in der Logistik eine lange Tradition. Mit dem zunehmenden Wettbewerb in den Distributionskanälen der Konsumgüterindustrie und des Handels ist diese Diskussion mit dem Trend zur Konzentration von Warenströmen wieder aufgeflammt
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
II. BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 Gliederung der Bestände
2.1.1 Zulieferteile
2.1.2 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2.1.3 Halbfertigerzeugnisse
2.1.4 Fertigerzeugnisse
2.1 Konsumgüter- Industrieunternehmen
III. GRUNDLAGEN BESTÄNDE
3.1 Bestandsarten
3.2 Funktionen der Bestände
3.3 Bestands-Controlling
3.4 Bestandskosten
IV. BEDEUTUNG DER BESTÄNDE
4.1 Bestände aus der Sicht des Vertriebes
4.2 Bestände aus der Sicht der Fertigung
4.3 Bestände aus der Sicht des Einkaufs
V. EINFLÜSSE DES MARKETINGS AUF DIE BESTÄNDE
5.1 Begriff
5.2 Einflüsse
VI. BESTANDSSTEUERUNG UND -CONTROLLING
6.1 Strategische Methoden
6.1.1 ABC/ XYZ Analyse
6.1.2 Wertzuwachskurve
6.1.3 Teileanalyse
6.1.4 Plan/ Ist -Vergleich und Abweichungsanalyse
6.1.5 Berichterstattung
6.2 Operative Methoden
6.2.1 Bedarfsermittlung
6.2.2 Bestellmengenrechnung
6.2.3 Dispositionsverfahren
6.2.4 Sicherheitsbestand
VII. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Bestandssteuerung in Konsumgüter-Industrieunternehmen, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen Marktanforderungen, effizienter Logistik und Controlling liegt, um die Servicefähigkeit bei minimierten Kosten zu optimieren.
- Methoden der strategischen Bestandsanalyse (ABC/XYZ-Analyse, Wertzuwachskurve)
- Operative Ansätze zur Bedarfsermittlung und Bestellmengenrechnung
- Einfluss des Marketings und der Vertriebsplanung auf die Bestandsniveaus
- Bedeutung der Bestandsführung für die Wertschöpfungskette
- Optimierung von Lieferbereitschaft und Kapitalbindungskosten
Auszug aus dem Buch
6.1.1 ABC/ XYZ Analyse
„Die ABC- Analyse ist ein Instrument, mit dem Objekte im Unternehmen nach der Verteilung ihrer Werthäufigkeit klassifiziert werden können. In der Materialwirtschaft wird sie häufig im Beschaffungs- und Lagerbereich eingesetzt.“
In der Disposition dient die ABC- Analyse zur Ermittlung von Beschaffungsgütern, die Aufgrund ihres wertmäßigen Anteils am Gesamtbedarf besonders sorgfältig disponiert werden müssen (A- Teile) und wo vereinfachte Verfahren angewendet werden (C- Teile). Bei B- Teilen ist eine selektive Vorgehensweise anzuwenden.
Die Wertgruppe A besitzt bei geringem Mengenanteil große Wertanteile. Die Wertgruppe B ist durch mittleren Mengenanteil und mittleren Wertanteilen gekennzeichnet. Die dritte Wertgruppe C enthält einen sehr großen Mengenanteil, fällt aber wertmäßig kaum ins Gewicht.
Bei A- Artikeln handelt es sich um hochwertige Materialien, die besonders intensiv zu behandeln sind und einen hohen Servicegrad aufweisen. Daher wird den A- Artikeln aufgrund ihres bedeutenden Umsatzanteils mehr Aufmerksamkeit geschenkt als den C- Artikeln, weil der Lagerwert sehr hoch ist und das Auftreten von Fehlmengen mit großen Verlusten verbunden sein kann.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Definiert das Ziel der Arbeit, die Bestandssteuerung im Konsumgüter-Industrieunternehmen unter Berücksichtigung des Dilemmas von Zentralisierung und Dezentralisierung zu beleuchten.
II. BEGRIFFSDEFINITIONEN: Klassifiziert die verschiedenen Bestandsarten wie Zulieferteile, Rohstoffe und Fertigerzeugnisse innerhalb eines Industrieunternehmens.
III. GRUNDLAGEN BESTÄNDE: Erläutert die theoretischen Aspekte der Bestandsplanung, Funktionen der Bestände, Bestandskosten und die grundlegende Rolle des Bestands-Controllings.
IV. BEDEUTUNG DER BESTÄNDE: Analysiert die unterschiedlichen Perspektiven auf Bestände aus Sicht des Vertriebs, der Fertigung und des Einkaufs.
V. EINFLÜSSE DES MARKETINGS AUF DIE BESTÄNDE: Untersucht, wie Marketing-Mix-Instrumente und vertriebliche Anforderungen die Lagerhaltung beeinflussen.
VI. BESTANDSSTEUERUNG UND -CONTROLLING: Detailliert die strategischen Methoden (wie ABC/XYZ-Analyse) sowie operative Methoden (wie Bedarfsermittlung und Bestellmengenrechnung) zur Steuerung.
VII. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fasst zusammen, dass eine ganzheitliche Betrachtung des Material- und Informationsflusses für den Unternehmenserfolg in Konsumgütermärkten essenziell ist.
Schlüsselwörter
Bestandssteuerung, Logistik-Controlling, Konsumgüterindustrie, Bestandsmanagement, Materialwirtschaft, ABC/XYZ-Analyse, Lieferbereitschaft, Wertschöpfungskette, Marketing-Mix, Kapitalbindung, Bedarfsermittlung, Bestellmengenrechnung, Sicherheitsbestand, Bestandsarten, Fertigungssteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht die strategische und operative Steuerung von Warenbeständen in der Konsumgüterindustrie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Bestandsdefinition, den Kostenfaktoren, der Schnittstelle zwischen Vertrieb/Marketing und Logistik sowie modernen Steuerungsmethoden.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Bestände in der Wertschöpfungskette optimiert werden können, um Kundenanforderungen bei effizientem Kapitaleinsatz zu erfüllen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Der Autor nutzt klassische betriebswirtschaftliche Instrumente wie die ABC/XYZ-Analyse, die Losgrößenformel und Verfahren zur Bedarfsermittlung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Bestandskosten, den Einfluss des Marketings auf die Lagerhaltung sowie strategische und operative Instrumente des Bestandscontrollings.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Bestandssteuerung, Logistik-Controlling, Konsumgüterindustrie, Lieferbereitschaft und Kapitalbindung.
Wie unterscheidet der Autor zwischen A-, B- und C-Teilen?
Die Einteilung erfolgt anhand des wertmäßigen Anteils am Gesamtbedarf, wobei A-Teile hochwertige Materialien sind, die sorgfältiger disponiert werden müssen als C-Teile.
Warum wird der Sicherheitsbestand als kritisch angesehen?
Ein hoher Sicherheitsbestand erhöht zwar die Lieferbereitschaft, führt jedoch zu höheren Kapitalbindungskosten, weshalb ein Optimum gefunden werden muss.
Welche Rolle spielt das Marketing bei der Bestandssteuerung?
Das Marketing beeinflusst durch Prognosen und Marktstrategien direkt die Absatzplanung, was wiederum die notwendigen Bestände und die Komplexität der Bestandssteuerung bestimmt.
- Arbeit zitieren
- Taner Kimil (Autor:in), 2006, Die Bestandssteuerung im Konsumgüter-Industrieunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67040