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Möglichkeiten der Sichtveränderung durch den systemischen Ansatz in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung

Title: Möglichkeiten der Sichtveränderung durch den systemischen Ansatz in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung

Term Paper , 2007 , 20 Pages

Autor:in: Helena Wachter (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Ich hatte schon einiges darüber gelesen und gehört und wollte diesen Ansatz unbedingt genauer kennen lernen und verstehen. Nach diesen 2,5 Jahren im Institut für Systemische Beratung, Therapie und Supervision bin ich diesem Ziel etwas näher gekommen. In meiner Tätigkeit als Assistentin des geschäftsführenden Vorstandes der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte in Baden-Württemberg habe ich sehr viel mit Menschen mit geistiger, seelischer und mehrfacher Behinderung zu tun. Meine Aufgabe dort ist unter anderem, Menschen mit Behinderung in Fragen der Mitwirkungsrechte von Beschäftigten in den Werkstätten zu beraten, schulen und den Aufbau der LAG WR in Baden-Württemberg zu unterstützen. Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit und der persönlichen gegenseitigen Wertschätzung hat sich die Möglichkeit der praktischen Umsetzung mit dem Schwerpunkt der vorliegenden Genogrammarbeit ergeben. Ein Vorstandsmitglied der LAG WR (im Folgenden Herr Meier, Name geändert), der in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeitet, ist in der vorliegenden Fallgeschichte näher beschrieben. In Kapitel 5 geht es um die Untersuchung und Darstellung der Fallgeschichte von Herrn Meier, welche Grundlage bieten könnte, in einen Beratungsprozess einzusteigen. Die Anwendungsfelder von Systemischer Beratung/Therapie sind sehr vielfältig, z. B. in den Bereichen: Kinder- und Jugendhilfe Beratungsstellen Angehörigenberatung Suchtberatung Ambulante bzw. stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe Altenhilfe im psychiatrischen Kontext ... Bei der Gliederung der Arbeit wurde versucht, die theoretischen Grundlagen in einzelnen, in sich geschlossenen Kapiteln1-4 darzustellen. Über die Methode Genogrammarbeit habe ich das System Familie eines Menschen mit psychischer Behinderung genauer betrachtet um der Frage nach der möglichen Ursache seiner psychischen Erkrankung nach zu gehen, aber auch Gründe für sein berufliches Engagement zu finden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Systemische Beratung?

1. Was ist ein System?

2. Grundlagen und Haltung der Systemischen Beratung

2.1. Wertschätzung

2.2. Die fünf Säulen der Systemtheorie

2.2.1. Neutralität / „Allparteilichkeit“

2.2.2. Kontextabhängigkeit

2.2.3. Ressourcenorientierung

2.2.4. Zirkularität

2.2.5. Hypothesenbildung

3. Kontextabhängigkeit

3.1. Sozialrechtliche Grundlagen

3.2. Organigramm

4. Methode aus dem Systemischen Ansatz

4.1. Genogramm

4.2. Familie Meier

4.3. Kurze Lebensgeschichte

4.3.1. Bericht über die einzelnen Familienmitglieder

4.4. Hypothesenbildung

5. Schlusswort / Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten, die Sichtweise von Menschen mit Behinderung durch den systemischen Ansatz zu erweitern. Anhand eines konkreten Fallbeispiels wird analysiert, wie systemische Methoden wie Genogrammarbeit dabei helfen können, lebensgeschichtliche Zusammenhänge zu verstehen, Ressourcen zu aktivieren und neue Perspektiven für die persönliche Autonomie und berufliche Teilhabe zu entwickeln.

  • Grundlagen und Haltung der systemischen Beratung
  • Anwendung systemischer Methoden in der Behindertenhilfe
  • Analyse von Familiensystemen mittels Genogrammarbeit
  • Bedeutung von Kontextfaktoren und Peer Counseling
  • Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe

Auszug aus dem Buch

4.3. Kurze Lebensgeschichte

Herr Meier ist am 08.07.1961 in Bensheim geboren. Er wuchs mit seinem Vater Siegfried, seiner Mutter Elisabeth und seiner Halbschwester Marie-Luise auf. Bei seiner Geburt wurde eine „frühkindliche Hirnschädigung“ diagnostiziert.

Nach der Grundschule ist er aufs Gymnasium in Bensheim gegangen. Er hatte dort einen besten Freund, der aber leider weg ziehen musste. Er war ein durchschnittlicher Schüler. Im Alter von 17 Jahren traten zum ersten Mal Panik- und Angstattacken auf. Herr Meier glaubt bereits damals an einer Epilepsie erkrankt zu sein, welche aber von den Ärzten damals nicht erkannt wurde. Aufgrund der epileptischen Anfälle, bekam Herr Meier die Angst- und Panikzustände. Seine Eltern waren damals sehr traurig über Herrn Meiers Krankheit, konnten mit der Erkrankung schlecht umgehen und ließen ihn mit seinen Ängsten alleine. Er beschreibt die Situation so: „Sie haben mich immer wenn ich die epileptischen Anfälle hatte, hoch ins Zimmer geschickt“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist ein System?: Definition und theoretische Abgrenzung von lebenden und sozialen Systemen als Grundlage für das systemische Verständnis.

2. Grundlagen und Haltung der Systemischen Beratung: Erläuterung der beraterischen Grundhaltung wie Wertschätzung und der fünf Säulen der Systemtheorie.

3. Kontextabhängigkeit: Analyse der sozialrechtlichen Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderung in Werkstätten sowie Bedeutung von Organisationsstrukturen.

4. Methode aus dem Systemischen Ansatz: Praktische Anwendung von Genogrammen und Hypothesenbildung am Fallbeispiel von Herrn Meier.

5. Schlusswort / Zusammenfassung: Reflexion des Beratungsprozesses und der persönlichen Entwicklung des Klienten unter Berücksichtigung systemischer Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Systemische Beratung, Behindertenhilfe, Genogramm, Fallbeispiel, Teilhabe, Selbstbestimmung, Peer Counseling, Familienbindungen, Hypothesenbildung, Werkstattrat, Sozialgesetzbuch, psychische Behinderung, Autonomie, Reflexion, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des systemischen Ansatzes in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, um deren Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Systemtheorie, Genogrammarbeit, rechtliche Rahmenbedingungen für Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sowie das Konzept des Peer Counseling.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, am Beispiel der Fallgeschichte von Herrn Meier aufzuzeigen, wie systemische Beratung zur persönlichen Stärkung und Teilhabe beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der systemischen Genogrammarbeit zur Untersuchung familiärer Strukturen und zur Hypothesenbildung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Systembegriff, Haltung), die konkrete Fallgeschichte, die Kontextanalyse der Werkstattarbeit und die praktische Methodenanwendung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Systemische Beratung, Behindertenhilfe, Genogramm, Autonomie, Teilhabe und Selbstbestimmung.

Warum spielt das Genogramm im Fall von Herrn Meier eine zentrale Rolle?

Das Genogramm dient dazu, die familiären Hintergründe und Beziehungsstrukturen von Herrn Meier sichtbar zu machen, um Ursachen für sein Verhalten und seine Lebenswege besser zu verstehen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Werkstatt für Herrn Meier?

Die Werkstatt bietet Herrn Meier Halt, Heimat und berufliche Stabilität, auch wenn er sich im familiären Kontext oft alleingelassen fühlt.

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Details

Title
Möglichkeiten der Sichtveränderung durch den systemischen Ansatz in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung
Author
Helena Wachter (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V68616
ISBN (eBook)
9783638607162
Language
German
Tags
Möglichkeiten Sichtveränderung Ansatz Arbeit Menschen Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Helena Wachter (Author), 2007, Möglichkeiten der Sichtveränderung durch den systemischen Ansatz in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68616
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