Unterweisung eines Auszubildenden, der sich im ersten Lehrjahr zum Maurer befindet. Nach der Unterweisung ist der Auszubildende in der Lage, selbstständig das Übertragen eines Meterrisses mit Hilfe der Schlauchwaage durchführen.
Neben der Darstellung der Lernziele enthält die Bearbeitung eine tabellarische Arbeitszergliederung und eine ausformulierte Beschreibung der Ausbildungseinheit nach der erarbeitenden Methode. Zudem enthält die Arbeit eine bebilderte Zuordnung der benötigten Arbeitsmittel.
Inhaltsverzeichnis
1.Allgemein
1.1 Beschreibung der Ausbildungseinheit
1.2 Beschreibung des Auszubildenden
1.3 Voraussetzung für den Auszubildenden
2. Planung der Ausbildungseinheit
2.1 Was soll vermittelt werden
2.2 Die Lernziele
2.3 Die Lernziele zeitlich gesehen
3. Methodische Gestaltung der Ausbildungseinheit
3.1 Begründung der Methodenwahl
4. Verlaufsplanung
4.1 Vorbereitung
4.2 Erarbeitung
4.3 Arbeitszergliederung
4.4 Kontrolle
4.5 Üben und Festigen
5. Zuordnung der benötigten Ausbildungsmittel
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Unterweisungsplanung zielt darauf ab, dem Auszubildenden im Maurerhandwerk die fachgerechte Handhabung der Schlauchwaage zum Übertragen eines Meterrisses praxisnah zu vermitteln, um eine selbstständige Arbeitsweise auf der Baustelle zu gewährleisten.
- Grundlagen der Messtechnik im Hochbau
- Physikalische Prinzipien kommunizierender Röhren
- Praktische Anwendung der Schlauchwaage
- Arbeitssicherheit und Qualitätskontrolle
- Methodik der fachgerechten Unterweisung
Auszug aus dem Buch
4.3 Arbeitszergliederung
Schlauchwaage in einen Eimer legen. Einen Eimer mit Wasser auf die Fensterbrüstung hochstellen und ein Ende des Schlauches in den Eimer legen. Wasser fließt leichter nach unten als nach oben. Ich erkläre und lasse Stephan ausführen.
Schlauchwaage mit Wasser befüllen. Ich halte den im Eimer liegenden Schlauch fest. Damit er nicht hinaus springt. Stephan begibt sich an das andere Ende des Schlauches und erzeugt mit dem Mund kräftigen Unterdruck, damit das Wasser durch den Schlauch zu fließen beginnt.
Überprüfen. Nachdem der Schlauch mit Wasser befüllt ist, nimmt man die beiden Enden und hält sie zusammen. Der Wasserstand in verbundenen Gefäßen ist immer dann gleich, wenn in den Schlauch keine Luft eingeschlossen ist und dieser nicht geknickt ist. Frage an Stephan, worauf man beim Befüllen des Schlauches achten muss (dass keine Luftbläschen entstehen und der Schlauch nicht verknickt ist).
Ausrechnen. Bei einer Geschosshöhe von 2,65m subtrahiere ich 1,16m und erhalte als Ergebnis 1,49m. Hiermit rechne ich aus auf welcher Höhe ich den Meterriss anbringen soll. Frage an Stephan, warum subtrahiere ich die 1,16m (weil der Meterriss im Rohbau ausgeführt wird und es kommen noch 16cm Bodenaufbau hinzu: Estrich und der Meterriss liegt nun auf 1m Höhe von OKFF.)
Zusammenfassung der Kapitel
1.Allgemein: Umfasst die Rahmenbedingungen der Unterweisung sowie die Eignung und den Hintergrund des Auszubildenden Stephan Müller.
2. Planung der Ausbildungseinheit: Definiert die Lernziele in kognitiver, psychomotorischer und affektiver Hinsicht für die korrekte Durchführung des Meterriss-Verfahrens.
3. Methodische Gestaltung der Ausbildungseinheit: Begründet die Wahl der erarbeitenden Methode, um den Auszubildenden aktiv einzubinden und Lernerfolge durch eigene praktische Tätigkeit zu sichern.
4. Verlaufsplanung: Beschreibt die konkreten Schritte der Unterweisung von der Vorbereitung und theoretischen Einweisung bis hin zur praktischen Durchführung und abschließenden Erfolgskontrolle.
5. Zuordnung der benötigten Ausbildungsmittel: Listet die essenziellen Arbeitsmaterialien wie Schlauchwaage, Gliedermaßstab und Wasserwaage mit ihrem jeweiligen Verwendungszweck auf.
Schlüsselwörter
Maurer, Unterweisung, Schlauchwaage, Meterriss, Baustelle, Ausbildung, Handwerk, Messtechnik, Arbeitssicherheit, kommunizierende Röhren, Lernziele, praktische Unterweisung, Höhenübertragung, Arbeitszergliederung, Bautechnik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um eine schriftliche Planung einer praktischen Unterweisung für einen Auszubildenden zum Maurer mit dem spezifischen Thema der Höhenübertragung mittels einer Schlauchwaage.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Vorbereitung und die praktische Durchführung des Meterriss-Verfahrens sowie die pädagogische Strukturierung der Unterweisungseinheit.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Groblernziel ist, dass der Auszubildende das Übertragen eines Meterrisses unter Anwendung des Prinzips der kommunizierenden Röhren selbstständig und fehlerfrei durchführen kann.
Welche wissenschaftliche oder pädagogische Methode wird verwendet?
Es kommt die erarbeitende Methode zum Einsatz, bei der durch gezielte Fragestellungen und praktische Beteiligung des Auszubildenden der Lernprozess aktiv gestaltet wird.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Arbeitszergliederung, die den gesamten Prozess vom Befüllen der Schlauchwaage bis zur Markierung des Meterrisses in Einzelschritte unterteilt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Unterweisung?
Die zentralen Begriffe sind Maurer, Meterriss, Schlauchwaage, Arbeitszergliederung, Lernziele und praktische Ausbildung auf der Baustelle.
Warum wird der Meterriss in der Türleibung angebracht?
Die Türleibung wird gewählt, da dieser Bereich im Rohbau nicht verputzt wird und der Strich somit auch während weiterer Bauphasen sichtbar bleibt.
Welches physikalische Prinzip liegt der Schlauchwaage zugrunde?
Die Schlauchwaage nutzt das physikalische Prinzip der kommunizierenden Röhren, bei dem der Flüssigkeitsspiegel in miteinander verbundenen Gefäßen stets auf demselben Niveau steht.
- Citation du texte
- Eugen Schweikert (Auteur), 2007, Übertragen eines Meterrisses mit der Schlauchwaage (Unterweisung Maurer / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68745