Ziel der Arbeit ist es also, ein Konzept zu entwickeln, welches dazu beiträgt, den Jugendlichen zu einem politisch mündigen Bürger zu erziehen, der sich in der Gesellschaft gegen extreme, in diesem Fall rechtsextreme, Tendenzen behaupten kann. Es soll eine Möglichkeit aufgezeigt werden, wie die Prävention vor Rechtsextremismus in der Schule stattfinden kann, ohne dass der Lehrer als vordergründig politischer Erzieher agiert. Politische Anleitung zielt immer auch darauf ab, dass der Pädagoge einen geplanten und gesteuerten Lernprozess initiiert und den Schüler in eine bestimmte Richtung lenkt, indem er die Aktivitäten plant, festlegt und steuert und somit das Aktivitätszentrum bei ihm liegt. Im Prozess dieser Arbeit liegt das Aktivitätszentrum beim Sich-Bildenden und ist damit weitestgehend eigenbestimmt. So soll die vorliegende Ausarbeitung eine Anleitung darstellen, die es den Schülern ermöglicht, eigene Erfahrungen zu sammeln und den Lehrern die Chance gibt, Tendenzen zu entdecken und gegenzulenken. Schüler sammeln Erfahrungen, wenn sie ihr Wissen und ihre Person als Ganzes einbringen müssen. Aus diesem Grund nutzt das Konzept ein Medium, das in der Schule nicht häufig angewendet wird. Das Theater stellt für viele Jugendliche eine Herausforderung dar und bietet daher einen geeigneten Grundstock für die Entwicklung eines Präventionskonzepts. Die dabei entstehenden Hindernisse und Herausforderungen können für jeden Schüler und Lehrer bereichernd sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die rechtsextreme Szene in der BRD, ein Überblick
- Begriffsklärungen
- Die rechtsextreme Jugendszene
- Rechtsextreme Jugendorganisationen
- Ursachen für den Beitritt in eine rechtsextreme Jugendorganisation
- Verbot der rechtsextremen Jugendorganisationen versus Präventionsmaßnahmen
- Das Verbot von rechtsextremen Jugendorganisationen
- Grundlagen der Präventionsdidaktik
- Das Theater als Ansatz einer Präventionsdidaktik
- Das Theaterstück „Hallo Nazi!\" als didaktisches Konzept
- Der Inhalt
- Die Personen
- Bühnenbild und Ausstattung
- Das didaktische Konzept
- Bedingungsfeldanalyse
- Das Projekt „Wir machen, Theater' gegen Rechts“
- Säule 1: Die Vorbereitung
- Säule 2: Der Theaterbesuch
- Säule 3: Die Transferleistung
- Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die Rolle des Theaters als Präventionsansatz gegen Rechtsextremismus in der politischen Bildung. Sie befasst sich mit den Ursachen und Entwicklungen rechtsextremer Jugendorganisationen und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen des Verbots von solchen Organisationen. Dabei steht das Theaterstück „Hallo Nazi!\" im Mittelpunkt, welches als didaktisches Konzept für die Prävention von Rechtsextremismus in der Schule dient.
- Analyse der rechtsextremen Szene in Deutschland
- Ursachen und Hintergründe für den Beitritt von Jugendlichen in rechtsextreme Jugendorganisationen
- Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen des Verbots von rechtsextremen Organisationen
- Das Theater als pädagogisches Medium zur Prävention von Rechtsextremismus
- Entwicklung eines didaktischen Konzepts mit dem Theaterstück „Hallo Nazi!\"
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Rechtsextremismus, die sich auf die aktuelle Lage der rechtsextremen Szene in Deutschland konzentriert. Im Anschluss werden die Begriffsklärungen von Rechtsextremismus und Extremismus allgemein beleuchtet, um die verschiedenen Bezeichnungen und ihre Bedeutung zu erläutern.
Kapitel 2 analysiert die rechtsextreme Szene in der BRD, mit besonderem Fokus auf die rechtsextreme Jugendszene. Es werden Ursachen für den Beitritt in eine rechtsextreme Jugendorganisation und die verschiedenen Möglichkeiten der Präventionsarbeit beleuchtet.
Kapitel 3 diskutiert das Verbot von rechtsextremen Jugendorganisationen und die damit einhergehenden Herausforderungen. Außerdem werden die Grundlagen der Präventionsdidaktik erläutert.
Kapitel 4 stellt das Theater als Ansatz einer Präventionsdidaktik vor, um die Möglichkeiten dieses Mediums in der politischen Bildung aufzuzeigen.
Kapitel 5 analysiert das Theaterstück „Hallo Nazi!\" als didaktisches Konzept. Es werden der Inhalt, die Personen, das Bühnenbild und das didaktische Konzept des Stückes detailliert untersucht.
Kapitel 6 erörtert die Möglichkeiten und Grenzen des Theaterkonzepts.
Schlüsselwörter
Rechtsextremismus, Jugendorganisationen, Präventionsdidaktik, Theater, „Hallo Nazi!\", politische Bildung, Demokratie, Sozialkundeunterricht
Häufig gestellte Fragen
Wie kann Theater zur Prävention gegen Rechtsextremismus beitragen?
Theater ermöglicht es Schülern, eigene Erfahrungen zu sammeln und sich als ganze Person einzubringen, was die politische Mündigkeit fördert, ohne dass der Lehrer vordergründig belehrend wirkt.
Worum geht es in dem Theaterstück „Hallo Nazi!“?
Das Stück dient als didaktisches Konzept, um die Mechanismen der rechtsextremen Szene zu verdeutlichen und eine Grundlage für die pädagogische Auseinandersetzung in der Schule zu bieten.
Was sind die Ursachen für den Beitritt Jugendlicher zu rechtsextremen Gruppen?
Die Arbeit analysiert die Hintergründe der rechtsextremen Jugendszene und beleuchtet soziale und psychologische Motive für die Radikalisierung.
Wie ist das Projekt „Wir machen Theater gegen Rechts“ aufgebaut?
Es basiert auf drei Säulen: der Vorbereitung im Unterricht, dem eigentlichen Theaterbesuch und der anschließenden Transferleistung durch die Schüler.
Welche Grenzen hat dieser theaterpädagogische Ansatz?
In Kapitel 6 werden die Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts kritisch erörtert, insbesondere im Hinblick auf die Erreichbarkeit bereits radikalisierter Jugendlicher.
Ist ein Verbot rechtsextremer Jugendorganisationen sinnvoll?
Die Arbeit diskutiert das Spannungsfeld zwischen staatlichen Verboten und pädagogischen Präventionsmaßnahmen als Mittel gegen Extremismus.
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- Melanie Schauer (Author), 2006, Rechte Jugendkultur: Theater als Präventionsansatz in der politischen Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69359