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Rechte Jugendkultur: Theater als Präventionsansatz in der politischen Bildung

Title: Rechte Jugendkultur: Theater als Präventionsansatz in der politischen Bildung

Examination Thesis , 2006 , 93 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melanie Schauer (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Ziel der Arbeit ist es also, ein Konzept zu entwickeln, welches dazu beiträgt, den Jugendlichen zu einem politisch mündigen Bürger zu erziehen, der sich in der Gesellschaft gegen extreme, in diesem Fall rechtsextreme, Tendenzen behaupten kann. Es soll eine Möglichkeit aufgezeigt werden, wie die Prävention vor Rechtsextremismus in der Schule stattfinden kann, ohne dass der Lehrer als vordergründig politischer Erzieher agiert. Politische Anleitung zielt immer auch darauf ab, dass der Pädagoge einen geplanten und gesteuerten Lernprozess initiiert und den Schüler in eine bestimmte Richtung lenkt, indem er die Aktivitäten plant, festlegt und steuert und somit das Aktivitätszentrum bei ihm liegt. Im Prozess dieser Arbeit liegt das Aktivitätszentrum beim Sich-Bildenden und ist damit weitestgehend eigenbestimmt. So soll die vorliegende Ausarbeitung eine Anleitung darstellen, die es den Schülern ermöglicht, eigene Erfahrungen zu sammeln und den Lehrern die Chance gibt, Tendenzen zu entdecken und gegenzulenken. Schüler sammeln Erfahrungen, wenn sie ihr Wissen und ihre Person als Ganzes einbringen müssen. Aus diesem Grund nutzt das Konzept ein Medium, das in der Schule nicht häufig angewendet wird. Das Theater stellt für viele Jugendliche eine Herausforderung dar und bietet daher einen geeigneten Grundstock für die Entwicklung eines Präventionskonzepts. Die dabei entstehenden Hindernisse und Herausforderungen können für jeden Schüler und Lehrer bereichernd sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die rechtsextreme Szene in der BRD, ein Überblick

2.1 Begriffsklärungen

2.2 Die rechtsextreme Jugendszene

2.2.1 Rechtsextreme Jugendorganisationen

2.2.2 Ursachen für den Beitritt in eine rechtsextreme Jugendorganisation

3. Verbot der rechtsextremen Jugendorganisationen versus Präventionsmaßnahmen

3.1 Das Verbot von rechtsextremen Jugendorganisationen

3.2 Grundlagen der Präventionsdidaktik

4. Das Theater als Ansatz einer Präventionsdidaktik

5. Das Theaterstück „Hallo Nazi!“ als didaktisches Konzept

5.1 Der Inhalt

5.2 Die Personen

5.3. Bühnenbild und Ausstattung

5.4 Das didaktische Konzept

5.4.1 Bedingungsfeldanalyse

5.4.2 Das Projekt „Wir machen ‚Theater’ gegen Rechts“

5.4.2.1 Säule 1: Die Vorbereitung

5.4.2.2 Säule 2: Der Theaterbesuch

5.4.3.3 Säule 3. Die Transferleistung

6. Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für den Sozialkundeunterricht zu entwickeln, das das Medium Theater nutzt, um Jugendliche gegen rechtsextreme Tendenzen zu sensibilisieren und sie zu politisch mündigen Bürgern zu erziehen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob Theater als Grundelement einer Präventionsmaßnahme gegen Rechtsextremismus fungieren kann und welche Bedeutung die didaktische Vor- und Nachbereitung für den Lernerfolg hat.

  • Analyse der rechtsextremen Szene und Ursachen für jugendliche Radikalisierung
  • Diskussion über die Wirksamkeit von Verbotsstrategien im Vergleich zu pädagogischen Präventionsansätzen
  • Theaterpädagogik als Methode zur Förderung von Reflexionsfähigkeit und demokratischer Urteilsbildung
  • Praktische Erprobung des Theaterstücks „Hallo Nazi!“ als didaktisches Instrument in der Schule
  • Förderung sozialer Kompetenzen und politischer Teilhabe durch handlungsorientierte Projektarbeit

Auszug aus dem Buch

5.2 Die Personen

Um als Pädagoge mit einem Theaterstück arbeiten zu können, ist es nicht nur wichtig, den Inhalt zu kennen, sondern auch grundlegend, die Figuren zu durchschauen. Gerade ein Stück wie „Hallo Nazi!“, welches nicht durch seine dramatische und aufwändige Handlung lebt oder durch schillernde Kostüme und eine detailverliebte Bühnenausstattung den Zuschauer in seinen Bann ziehen kann, existiert einzig und allein durch die Figuren. Aus diesem Grund ist es von zentraler Bedeutung, diese genau zu kennen, um das gesamte Potential auszuschöpfen, welches dem Zuschauer zur Verfügung gestellt wird.

Da dieses Stück lediglich von drei Personen getragen wird, von denen zwei die gesamte Zeit auf der Bühne stehen, halte ich es für besonders wichtig, ihre Entwicklung darzustellen, da sich daran die Handlung orientiert. Die Figuren des Stückes besitzen eine unheimlich starke Präsenz und Persönlichkeitsstruktur, die es wert wäre, analysiert zu werden, da jeder noch so kurze Satz eine Bedeutung hat. Jedoch würde das den Rahmen dieser Arbeit sprengen und so beschränke ich mich auf die wesentlichen Merkmale, um einen kurzen Einblick zu geben und die Arbeit mit dem Stück zu erleichtern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problematik des Rechtsextremismus unter Jugendlichen und Darlegung der Zielsetzung, ein theaterpädagogisches Präventionskonzept zu entwickeln.

2. Die rechtsextreme Szene in der BRD, ein Überblick: Definition des Begriffs Rechtsextremismus und Darstellung der verschiedenen Strömungen wie Neonazis und Skinheads sowie deren Anziehungskraft auf Jugendliche.

3. Verbot der rechtsextremen Jugendorganisationen versus Präventionsmaßnahmen: Kritische Auseinandersetzung mit Verbotsstrategien und Plädoyer für langfristige pädagogische Ansätze zur Ursachenbekämpfung.

4. Das Theater als Ansatz einer Präventionsdidaktik: Untersuchung des Potenzials des Theaters als Medium der politischen Bildung und Abgrenzung zu herkömmlichen Unterrichtsformen.

5. Das Theaterstück „Hallo Nazi!“ als didaktisches Konzept: Detaillierte Analyse des Stückinhalts, der Rollen und Entwicklung eines konkreten dreisäuligen Projekts für den Unterricht.

6. Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts: Reflexion über die Reichweite der Präventionsarbeit, die Grenzen des pädagogischen Einflusses und die Notwendigkeit einer dauerhaften politischen Bildung.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, politische Bildung, Theaterpädagogik, Prävention, Jugendliche, Neonazismus, Skinheadszene, Sozialkundeunterricht, Demokratieerziehung, Urteilsfähigkeit, Handlungskompetenz, Medienkompetenz, Identitätsbildung, Alltagsrassismus, Projektarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines theaterpädagogischen Präventionskonzepts gegen Rechtsextremismus im Sozialkundeunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Fokus stehen die Analyse der rechtsextremen Jugendszene, die Grenzen staatlicher Verbotsstrategien sowie die Möglichkeiten, die das Medium Theater als Mittel der politischen Bildung bietet.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu zeigen, wie Theater als aktives Element genutzt werden kann, um Jugendliche zu politisch mündigen Bürgern zu erziehen, die sich gegen rechtsextreme Tendenzen behaupten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der Sachlage mit einem handlungsorientierten didaktischen Konzept, das auf der Projektarbeit rund um das Theaterstück „Hallo Nazi!“ basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten inhaltlichen und didaktischen Ausarbeitung eines Projekts in drei Säulen: Wissensvermittlung, Theaterbesuch und Transferleistung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rechtsextremismusprävention, Theaterpädagogik, Politische Bildung, Mündigkeit und Handlungsorientierung definieren.

Warum ist das Theaterstück „Hallo Nazi!“ als Medium gewählt worden?

Das Stück bietet durch seine klaren, konfrontativen Charaktere und den Bezug zur Lebenswelt Jugendlicher ein hohes Identifikations- und Diskussionspotenzial, das zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten anregt.

Warum hält die Autorin eine „Schockmoment“-Strategie zu Beginn für sinnvoll?

Durch die Konfrontation mit der eigenen Kategorisierungsneigung sollen die Schüler für unbewusste Vorurteile sensibilisiert und für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema motiviert werden.

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Details

Title
Rechte Jugendkultur: Theater als Präventionsansatz in der politischen Bildung
Grade
1,7
Author
Melanie Schauer (Author)
Publication Year
2006
Pages
93
Catalog Number
V69359
ISBN (eBook)
9783638602181
Language
German
Tags
Rechte Jugendkultur Theater Präventionsansatz Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Schauer (Author), 2006, Rechte Jugendkultur: Theater als Präventionsansatz in der politischen Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69359
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