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Musik im Leben Jugendlicher. Das Konzept der Selbstsozialisation und seine musikpädagogische Relevanz

Title: Musik im Leben Jugendlicher. Das Konzept der Selbstsozialisation und seine musikpädagogische Relevanz

Examination Thesis , 2006 , 63 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Matthias Jakob (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Grundlage dieser Arbeit ist der Umgang Jugendlicher mit ihrer Musik – was Jugendliche mit ihrer Musik machen und vor allem was ihre Musik aus und mit ihnen macht.
Renate Müllers Konzept der Selbstsozialisation soll dabei im Zentrum der Arbeit stehen, wobei der darin enthaltene Aspekt der Identität als so gewichtig erscheint, dass ein Kapitel über die Klärung des Identitätsbegriffs vorangestellt wird. Im dritten Kapitel, das dem Hauptkapitel über Selbstsozialisation folgt, wird der Frage nachgegangen, ob und warum es pädagogisch relevant ist, Popmusik und musikalische Gebrauchspraxen Jugendlicher im Musikunterricht an Schulen zu integrieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Was ist Identität?

1.1 Annäherung an das Thema

1.1.1 Die Aktualität der Identitätsfrage

1.1.2 Sein oder Werden?

1.1.3 Psychische Einheit oder Spaltung?

1.1.4 Das Verhältnis zwischen Identität und Alterität

1.1.5 Wesen und Oberfläche der Identität

1.2 Versuch einer Antwort auf die Frage „Was ist Identität?“

1.2.1 Das Keupp’sche Identitätsmodell

1.2.2 Drei weitere Modelle

1.2.3 Synthese

2. Das Konzept der Selbstsozialisation

2.1 Einführung in die Thematik

2.2 Zur Geschichte der Sozialisationstheorien

2.3 Selbstsozialisation

2.3.1 Definitionen

2.3.2 Der konkrete Prozess der Selbstsozialisation

2.4 Musikalische Selbstsozialisation

2.4.1 Zur Bedeutung der Musik für Jugendliche

2.4.2 Von der allgemeinen zur musikalischen Selbstsozialisation und deren Bedeutung für die Gesellschaft

2.4.3 Kulturelle Kompetenzen

2.4.4 Zum Umgang Jugendlicher mit Musik

2.5 Erweiterung des Müller’schen 3-Wege-Systems

3. Musikpädagogische Relevanz

3.1 Musikalische Gebrauchspraxis

3.2 Über die Unverzichtbarkeit musikalischer Gebrauchspraxen Jugendlicher für Musikunterricht

3.2.1 Musikunterricht als Förderer jugendlicher Persönlichkeitsentfaltung

3.2.2 Identitätskonstruktion, Kommunikation und die soziale Seite der Popmusik

3.2.3 „Verstehen durch Erleben“

3.2.4 Weitere Lehrmeinungen

3.3 Synthese

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Umgang Jugendlicher mit Musik vor dem Hintergrund des Konzepts der Selbstsozialisation und prüft dessen musikpädagogische Relevanz. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Anerkennung dieser musikalischen Gebrauchspraxen als kreative Eigenleistung einen modernen, mündigkeitsorientierten Musikunterricht bereichern kann.

  • Konzept der Selbstsozialisation als zentraler theoretischer Rahmen
  • Identitätskonstruktion von Jugendlichen durch Musik und Medien
  • Bedeutung von musikalischen Gebrauchspraxen für die Persönlichkeitsentfaltung
  • Analyse von Integration und Distinktion in Jugendkulturen
  • Fachdidaktische Implikationen für einen zeitgemäßen Musikunterricht

Auszug aus dem Buch

1.1 Annäherung an das Thema

Die Annäherung an das Thema Identität kann auf völlig unterschiedliche Weise erfolgen, wie folgende Zitate belegen:

„Ich gebe meiner Seele bald dieses, bald jenes Gesicht, je nach welcher Seite ich sie wende. Wenn ich unterschiedlich von mir spreche, dann deswegen, weil ich mich als unterschiedlich betrachte. Alle Widersprüche finden sich bei mir in irgendeiner den Umständen folgenden Form. […] Vor allem sehe ich etwas in mir, je nachdem wie ich mich drehe; und wer immer sich aufmerksam prüft, entdeckt in seinem Inneren dieselbe Wandelbarkeit und Widersprüchlichkeit, ja in seinem Urteile darüber. Es gibt nichts Zutreffendes, Eindeutiges und Stichhaltiges, das ich über mich sagen, gar ohne Wenn und Aber in einem einzigen Wort ausdrücken könnte. […] Wir bestehen alle nur aus buntscheckigen Fetzen, die so locker und lose aneinanderhängen, daß jeder von ihnen jeden Augenblick flattert, wie er will; daher gibt es ebenso viele Unterschiede zwischen uns und uns selbst wie zwischen uns und den anderen.“

Hier beschreibt Michel de Montaigne Identität äußerst bildhaft und lässt sie in einem instabilen, wandelbaren und widersprüchlichen Licht erscheinen. Aussagen über die Identität bzw. die „Seele“ sind für ihn unzutreffend, uneindeutig und nicht stichhaltig. An die Patchwork-Theorie (vgl. Kap. 1.2.2) erinnernd spricht er von „buntscheckigen Fetzen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Identität?: Dieses Kapitel beleuchtet das komplexe Spannungsfeld der Identitätsbildung in der Moderne, diskutiert verschiedene theoretische Modelle und mündet in einer Synthese, die Identität als ständiges Ausbalancieren zwischen Einzigartigkeit und Normalität definiert.

2. Das Konzept der Selbstsozialisation: Hier wird das Konzept der Selbstsozialisation als aktiver, produktiver Prozess der Identitätsfindung durch Jugendliche dargestellt, wobei die Rolle der Musik als zentrales Mittel zur Lebensgestaltung und für den Aufbau kultureller Kompetenzen besonders hervorgehoben wird.

3. Musikpädagogische Relevanz: Das abschließende Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den schulischen Musikunterricht, indem es die Notwendigkeit begründet, die musikalischen Gebrauchspraxen der Schüler als Ausgangspunkt für einen lebensweltorientierten und mündigkeitsfördernden Unterricht ernst zu nehmen.

Schlüsselwörter

Selbstsozialisation, Identitätskonstruktion, Jugendkulturen, Musikalische Gebrauchspraxis, Popmusik, Mediensozialisation, Musikunterricht, Integration, Distinktion, Persönlichkeitsentfaltung, Identitätsfindung, Peer-Groups, Musikpsychologie, Ästhetische Praxis, Jugendliche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche mittels Musik ihre Identität aktiv gestalten und welche Rolle dabei der Prozess der Selbstsozialisation spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Identitätsforschung, das Konzept der Selbstsozialisation, musikalische Gebrauchspraxen von Jugendlichen und deren Bedeutung für die pädagogische Arbeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu klären, warum eine Anerkennung der musikalischen Praxis von Jugendlichen für einen modernen Musikunterricht unverzichtbar ist, um Bildungsprozesse an der Lebenswelt der Schüler auszurichten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Theorieanalyse soziologischer und musikpädagogischer Ansätze, insbesondere dem Konzept der Selbstsozialisation von Renate Müller.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Identitätsdiskussion, eine detaillierte Erläuterung der Selbstsozialisation durch Musik sowie eine Untersuchung der fachdidaktischen Relevanz für den schulischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Untersuchung am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Selbstsozialisation, Identitätskonstruktion, musikalische Gebrauchspraxen, Popmusik und eine schülerorientierte Musikpädagogik.

Was bedeutet der Begriff „Selbstsozialisation“ konkret in diesem Kontext?

Er beschreibt den aktiven Prozess, in dem Jugendliche sich in selbst gewählten soziokulturellen Kontexten eigene Kompetenzen und Identitäten aneignen, anstatt nur passives Objekt gesellschaftlicher Einflüsse zu sein.

Warum ist die Einbeziehung von Popmusik im Musikunterricht laut Autor so wichtig?

Sie ist deshalb wichtig, weil Popmusik die Lebenswelt der Schüler maßgeblich prägt und als Medium dient, mit dem diese ihre Identität, ihre soziale Stellung und ihre Kommunikationsfähigkeit entwickeln.

Wie definiert der Autor das „Keupp’sche Identitätsmodell“?

Dieses Modell versteht Identität als eine prozesshafte, unabschließbare Aufgabe, bei der das Individuum ständig zwischen verschiedenen Anforderungen und Rollen balancieren muss, vergleichbar mit einem Umbau eines Schiffes auf hoher See.

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Details

Title
Musik im Leben Jugendlicher. Das Konzept der Selbstsozialisation und seine musikpädagogische Relevanz
College
University of Music and Performing Arts Mannheim
Grade
1,0
Author
Matthias Jakob (Author)
Publication Year
2006
Pages
63
Catalog Number
V69581
ISBN (eBook)
9783638607407
ISBN (Book)
9783638744324
Language
German
Tags
Musik Leben Jugendlicher Konzept Selbstsozialisation Relevanz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Jakob (Author), 2006, Musik im Leben Jugendlicher. Das Konzept der Selbstsozialisation und seine musikpädagogische Relevanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69581
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