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Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung sozialökologischer Übergänge von der Berufsvorbereitung in eine Berufsausbildung bei Jugendlichen mit Lernbehinderungen

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung sozialökologischer Übergänge von der Berufsvorbereitung in eine Berufsausbildung bei Jugendlichen mit Lernbehinderungen

Diploma Thesis , 2006 , 71 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Diana Feiler (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit geht es um die sozialökologische Betrachtung des Überganges junger Menschen mit Lernbehinderung von der Berufsvorbereitung auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft. Die Chancen für eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt stehen für Jugendliche mit Lernbehinderung nicht sehr gut. Die BvB kann einen Beitrag leisten, damit ihre Integrationschancen erhöht werden.

Den Jugendlichen fehlen oft die notwendigen Ellenbogen, um Rücksichtslosigkeiten begegnen zu können. Das Behindertenbild wird zunehmend komplexer. Neben der Lernbehinderung ist der Anteil der Verhaltensauffälligkeiten gestiegen. Viele Jugendliche kommen aus Elternhäusern mit sozialen Problemlagen. Die Interessen und Bedürfnisse der Jugendlichen werden von ihrem Lebensstil und den Anforderungen in ihren Lebenswelten beeinflusst, woraus sich folgende Fragen ergeben, denen in dieser Arbeit unter Anderem nachgegangen wird.

In dieser Arbeit werden die Lebensbereiche, in denen die Jugendlichen aufwachsen, genauer betrachtet und das erforderliche Unterstützungssystem BvB wird näher untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Jugendliche mit Lernbehinderungen beim Übergang in eine Ausbildung - ein möglicher krisenanfälliger Lebensabschnitt

3.1 Konkretisierung des Begriffs Lernbehinderung

3.2 Die Lebenssituation von Jugendlichen mit Lernbehinderungen im lokalen Kontext

3.2.1 Der Bezugsrahmen von lernbehinderten Jugendlichen zum System Familie und zu Peergruppen

3.2.2 Der Bezugsrahmen von lernbehinderten Jugendlichen zur Teilhabe durch gesetzliche Grundlagen

3.2.3 Der Bezugsrahmen von lernbehinderten Jugendlichen zum berufsschulischen Kontext

3.2.4 „Robuste Materialisten“ und „zögerliche Unauffällige“ Verhaltensweisen von Jugendlichen mit Lernbehinderungen innerhalb der Bezugsrahmen

3.3 Entwicklungstheoretische Ansätze nach der ökologischen Orientierung von Bronfenbrenner und dem sozialökologischen Ansatz nach Baacke

3.4 Fazit – Lebensweltorientierung ein Thema der Jugendlichen

4. Möglichkeit einer Übergangsgestaltung Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) - die neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf (BvB-Neu) im Vergleich mit dem Förderlehrgang (BvB-Alt)

4.1 Eine Praxisüberprüfung durch Interviews mit Jugendlichen aus BvB-Alt und BvB-Neu in Form eines Satz-Ergänzungs-Modells nach Anregungen von Baacke

4.2 Eigene Erfahrungen bei der Umsetzung des neuen Fachkonzeptes

5. Die Rolle der Heilpädagogik bei Jugendlichen mit Lernbehinderungen in krisenanfälligen Lebenssituationen während der BvB

5.1 Förderung der persönlichen Entwicklung von Jugendlichen mit Lernbehinderungen unter Beachtung des ökologischen Ansatzes

5.2 Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit – Förderung einer realistischen Berufswahlentscheidung bei Jugendlichen mit Lernbehinderungen

5.3 Die berufliche Eingliederung während der BvB – Beschreibung eines Fallbeispiels für eine gelungene und erfolgreiche heilpädagogische Begleitung einer Jugendlichen aus der Zielgruppe

5.4 Resümee der eigenen heilpädagogischen Integrationsbemühungen und Integrationserfolge

6. Schlussbetrachtungen

7. Literaturverzeichnis

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die sozialökologische Bedeutung der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) für Jugendliche mit Lernbehinderungen. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie heilpädagogische Methoden und ein Verständnis der Lebenswelt dazu beitragen können, den krisenanfälligen Übergang von der Förderschule in das Berufsleben erfolgreich zu gestalten und die Integrationschancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

  • Sozialökologische Lebensweltanalyse Jugendlicher mit Lernbehinderungen
  • Vergleich der Förderstrukturen BvB-Alt (Förderlehrgang) und BvB-Neu
  • Bedeutung der Heilpädagogik für die berufliche Integration
  • Praxisüberprüfung durch qualitative Interviews (Satz-Ergänzungs-Modell)
  • Förderung realistischer Berufswahlentscheidungen und Persönlichkeitsentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1 Konkretisierung des Begriffs Lernbehinderung

„Ich bin etwas schief ins Leben gebaut!“

Joachim Ringelnatz

Dieses Zitat könnte auf alle Behinderungsarten zutreffen. Gerade bei Jugendlichen mit LB kann man sich bildlich die schief verlaufende Lebenslinie vorstellen. Schief in dem Sinne, dass die meisten Jugendlichen mit LB erst den „normalen“ Weg der Grundschule gegangen sind und dann etwas schiefer als andere Kinder ihre Schullaufbahn absolvierten. Schief ist doch in Ordnung. Etwas schief zu sein, heißt ja nicht „nicht normal“ zu sein.

Da es keine übereinstimmende Bezeichnung für Lernbehinderung gibt, widmen sich die Wissenschaft, verschiedene Pädagogikrichtungen, die Psychologie und Andere immer wieder Grundsatzdiskussionen.

Der Begriff „lernbehindert“ wird in unterschiedlicher Weise verwendet. Aus pädagogischer und soziologischer Sicht gibt es viele verschiedene Definitionsmöglichkeiten. So gibt es uns Bleidick erst einmal einfach zu verstehen, wenn er von Lernbehinderung spricht. Er sagt: „Lernbehindert ist, wer eine Schule für Lernbehinderte besucht.“ (BLEIDICK 1998, S. 106)

Bleidick macht sich die institutionelle Sicht zur Logik. Die Regelschule ist demnach nicht in der Lage, Kinder mit LB ausreichend zu fördern. Aber auch in Regelschulen findet man Kinder und Jugendliche mit LB. Gründe für ihr dortiges Leistungsversagen könnten sein: ständiger Lehrermangel, keine Differenzierungen des Lernstoffes, zu große Klassen oder auch unzulängliche Qualifikationen der Lehrer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Erläuterung der methodischen Orientierung an wissenschaftlichen Standards und Definition der verwendeten Abkürzungen.

2. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und Einführung in die sozialökologische Betrachtung von Jugendlichen mit Lernbehinderungen.

3. Jugendliche mit Lernbehinderungen beim Übergang in eine Ausbildung - ein möglicher krisenanfälliger Lebensabschnitt: Analyse der Lebenswelten, Definitionen von Lernbehinderung und der Bedeutung des sozialen Kontextes.

4. Möglichkeit einer Übergangsgestaltung Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) - die neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf (BvB-Neu) im Vergleich mit dem Förderlehrgang (BvB-Alt): Vergleich der Konzepte anhand von Praxisbeispielen und eigenen Erfahrungen bei der Umsetzung.

5. Die Rolle der Heilpädagogik bei Jugendlichen mit Lernbehinderungen in krisenanfälligen Lebenssituationen während der BvB: Untersuchung heilpädagogischer Interventionsmöglichkeiten und Fallstudien zur beruflichen Integration.

6. Schlussbetrachtungen: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Anforderungen an die berufliche Förderung.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

8. Anhang: Dokumentation der durchgeführten Interviews.

Schlüsselwörter

Lernbehinderung, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, BvB, Sozialökologie, Heilpädagogik, Lebensweltorientierung, Berufliche Integration, Übergangsgestaltung, Lernförderung, Persönlichkeitsentwicklung, Benachteiligung, Arbeitsmarkt, Inklusion, Jugendliche, Förderdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die heilpädagogische Begleitung von Jugendlichen mit Lernbehinderungen während der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) aus einer sozialökologischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Lebensweltanalyse der Jugendlichen, der Übergang von der Schule in den Beruf, gesetzliche Rahmenbedingungen (SGB IX, SGB III) sowie heilpädagogische Förderkonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den krisenanfälligen Übergang dieser Jugendlichen zu verstehen und aufzuzeigen, wie durch eine stärkere Lebensweltorientierung und heilpädagogische Interventionen die berufliche Integration gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt neben theoretischen Analysen ein „natürliches Experiment“ in Form einer qualitativen Befragung von vier Jugendlichen mittels eines Satz-Ergänzungs-Modells, um die Konzepte BvB-Alt und BvB-Neu zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Lebenssituationen der Jugendlichen, vergleicht das neue Fachkonzept der BvB mit dem alten Förderlehrgang und diskutiert die Rolle der Heilpädagogik bei der Bewältigung von krisenanfälligen Übergängen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lernbehinderung, BvB, Sozialökologie, Heilpädagogik, Lebensweltorientierung und berufliche Integration.

Wie unterscheidet sich das neue Fachkonzept (BvB-Neu) nach Ansicht der Autorin vom Vorgänger?

Die Autorin kritisiert, dass durch das neue Fachkonzept durch Sparzwänge und zeitliche Verkürzungen die individuelle Betreuung abgenommen hat und der nahtlose Übergang in eine Ausbildung schwieriger geworden ist.

Welche Bedeutung hat das Fallbeispiel "Maria" für die Arbeit?

Das Fallbeispiel von Maria verdeutlicht praxisnah, wie durch individuelle heilpädagogische Begleitung und die Einbeziehung des sozialen Umfelds selbst bei schwierigen Diagnosen eine erfolgreiche berufliche Eingliederung möglich ist.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung sozialökologischer Übergänge von der Berufsvorbereitung in eine Berufsausbildung bei Jugendlichen mit Lernbehinderungen
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
1,5
Author
Diana Feiler (Author)
Publication Year
2006
Pages
71
Catalog Number
V69775
ISBN (eBook)
9783638607599
Language
German
Tags
Möglichkeiten Grenzen Gestaltung Berufsvorbereitung Berufsausbildung Jugendlichen Lernbehinderungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Feiler (Author), 2006, Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung sozialökologischer Übergänge von der Berufsvorbereitung in eine Berufsausbildung bei Jugendlichen mit Lernbehinderungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69775
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