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Das Phänomen Short Message Service (SMS) - Einführung in eine neue Kommunikationsform

Titel: Das Phänomen Short Message Service (SMS) - Einführung in eine neue Kommunikationsform

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 33 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M. A. Jenni Schmalenbach (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interpersonale Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Motorola 1983 das erste Mobilfunktelefon auf den Markt brachte und damit
das Zeitalter der mobilen Telephonie einläutete, konnte kaum einer die Erfolgsgeschichte dieses neuen Mediums voraussehen. Nachdem die anfangs sehr teuren Geräte meist noch den Chefetagen vorbehalten waren , verfügten im Jahr 2004 bereits 72 Prozent aller deutschen Haushalte über ein Handy. Neben der mobilen Telephonie erfreut sich inzwischen mit dem Short Message Service, kurz SMS , allerdings noch eine ganz andere Anwendungsform des Mobiltelefons, das Versenden elektronischer Kurzmitteilungen über das Handy, großer Beliebtheit. Im Jahr 2001 nutzten bereits zwei Drittel der deutschen Handybesitzer diesen Dienst, 2004 waren es sogar 86 Prozent.
Dieser völlig unerwartete Erfolg, der in den Medien wiederholt als „SMS-Boom“
oder „SMS-Manie“ bezeichnet wird, führte nicht nur dazu, dass das Wort SMS im
Jahr 2001 von der Gesellschaft für deutsche Sprache in die Liste der Wörter des Jahres aufgenommen wurde , sondern auch zu einem verstärkten, fächerübergreifenden wissenschaftlichen Interesse an dieser neuen Kommunikationsform.
Neben medienspezifischen und sprachlichen Besonderheiten der SMS-Kommunikation stehen dabei im Zusammenhang mit der SMS-Nutzung insbesondere die jugendlichen Handybesitzer als Hauptnutzergruppe des Short Message Service im Fokus wissenschaftlicher Studien.
Im Folgenden sollen die medienspezifischen und sprachlichen Besonderheiten, die Inhalte sowie die Nutzungsmotive des Short Message Service untersucht wer- den. Ein besonderes Augenmerk liegt auch hier auf der Gruppe der Jugendlichen, zum einen, da sie, wie bereits erwähnt, die Hauptnutzergruppe des Kurzmitteillungsdienstes darstellen, zum anderen aber auch aufgrund der aktuellen Forschungslage, die in der Literatur bislang kaum Untersuchungen zu anderen Nutzergruppen hervorgebracht hat.
Zunächst sollen allerdings die Funktionsweise des Short Message Service sowie seine unterschiedlichen Anwendungsformen kurz dargestellt werden, um dem Leser einen grundlegenden Überblick zu verschaffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Phänomen Short Message Service (SMS) - Einführung in eine neue Kommunikationsform

2.1 SMS als neue Informations- und Kommunikationstechnologie

2.1.1 Definition und Funktionsweise des Short Message Service

2.1.2 Zur Entstehung, Verbreitung und Weiterentwicklung der SMS

2.1.3 SMS-Anwendungen

2.2 Medienspezifische Merkmale der SMS

2.2.1 Medienspezifische Nachteile und Einschränkungen in der SMS Kommunikation

2.2.2 Medienspezifische Vorzüge und Besonderheiten der SMS

2.2.3 SMS im Medienvergleich

2.2.3.1 SMS vs. Telefon – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

2.2.3.2 SMS – Email für das Handy?

2.3 Funktionen der SMS-Kommunikation

2.4 Jugendliche und SMS

2.4.1 Jugendliche als Hauptnutzergruppe von SMS

2.4.2 Inhalte von SMS-Botschaften

2.4.3 Nutzungsmotive und Gratifikationsdimensionen

2.4.4 Das Handy als „persönliches Medium“ der Jugendlichen

2.5 Sprachliche Besonderheiten in der SMS-Kommunikation: zur Entwicklung von Kurzformen und zum Gebrauch von „Emoticons“

3 Zusammenfassung, Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Short Message Service (SMS) als neue Kommunikationsform, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Rolle von Jugendlichen als Hauptnutzergruppe sowie den medienspezifischen und sprachlichen Eigenheiten des Dienstes liegt.

  • Technische Grundlagen und Entwicklung der SMS
  • Medienspezifische Merkmale im Vergleich zu anderen Kommunikationsformen
  • Soziologische Analyse der SMS-Nutzung durch Jugendliche
  • Sprachliche Anpassungsprozesse (Kurzformen und Emoticons)
  • Motivations- und Gratifikationsforschung der SMS-Kommunikation

Auszug aus dem Buch

2.4.4 Das Handy als „persönliches Medium“ der Jugendlichen

Diese Eigenschaft ist insbesondere für Jugendliche von großer Bedeutung. Im Gegensatz zum häuslichen Telefon verfügen sie mit dem Handy über ein „eigenes Medium“116, auf das ihre Eltern keinen Zugriff haben. Freyermuth sieht das Handy „im Begriff, zum persönlichen Kommunikator zu werden“117 und Höflich schlägt in diesem Zusammenhang vor, in Anlehnung an die Bezeichnung des Personal Computer (PC) auch von einem „Personal Telephone (sic!)“118 zu sprechen, mit dem man zu jeder Zeit an jedem Ort erreicht erreichbar ist. Für das Motiv des Eigenen spricht zudem, dass Jugendliche häufig auch von zu Hause aus SMS Botschaften verschicken119 und sich in diesen Fällen nicht mehr mit der Mobilität des Handys argumentieren lässt: So halten Höflich und Rössler fest:

„Das Handy, nachgerade in seiner Verbindung mit dem SMS-Dienst. Ist auch deswegen ein „eigenes Medium“, weil es nicht von den Eltern eingesehen werden kann. SMS-Einträge ähneln dabei flüchtigen Eintragungen in ein virtuelles Poesie-Album.“120

Einige Jugendliche (fast ausschließlich Mädchen) schreiben sich erhaltene Kurzmitteilungen sogar in ein extra dafür angelegtes Album ab, um sie später noch einmal lesen und weiterzeigen zu können.

Das Motiv des Eigenen steht bei Jugendlichen vermutlich gerade deshalb im Vordergrund, weil es ihnen ein Gefühl von Unabhängigkeit gegenüber ihren Eltern vermittelt. Verständlicherweise spielt dieses Motiv in den übrigen Altersgruppen keine entscheidende Rolle, sieht man mal von erwachsenen SMS-Nutzern ab, die eine Affäre vor ihrem Ehepartner geheim halten müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den rasanten Aufstieg der SMS zu einer zentralen Kommunikationsform und begründet das fächerübergreifende wissenschaftliche Interesse an diesem Phänomen.

2 Das Phänomen Short Message Service (SMS) - Einführung in eine neue Kommunikationsform: Dieses Hauptkapitel erläutert die technischen Grundlagen, die geschichtliche Entwicklung und die spezifischen Nutzungs- sowie Anwendungsformen der SMS als moderne Kommunikationstechnologie.

3 Zusammenfassung, Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung der SMS im Medienalltag zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz von Diensten wie MMS im crossmedialen Kontext.

Schlüsselwörter

SMS, Short Message Service, Mobiltelefon, Jugendkultur, mobile Kommunikation, Kommunikationstechnologie, Medienvergleich, SMS-Nutzung, Kurzmitteilungen, Emoticons, Gratifikationsansatz, persönliches Medium, Sprachwandel, jugendliche Nutzergruppe, Textnachrichten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Short Message Service (SMS) als bedeutendes Instrument der modernen Kommunikation und untersucht dessen mediale sowie soziologische Relevanz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Im Zentrum stehen die technischen Merkmale der SMS, ihr Stellenwert im Vergleich zu anderen Medien und die spezifische Bedeutung für Jugendliche.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Einordnung der SMS als Kommunikationsform und die Untersuchung der Nutzungsgründe, insbesondere bei der Gruppe der Jugendlichen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse einschlägiger wissenschaftlicher Studien, Inhaltsanalysen von SMS-Texten sowie Erkenntnisse aus der Medienpsychologie und Kommunikationswissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Vor- und Nachteile der SMS, vergleicht sie mit Telefonie und E-Mail und analysiert die spezifischen Motive und sprachlichen Besonderheiten ihrer Nutzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind SMS-Kommunikation, Handy, Jugendkultur, Gratifikationen, mobile Medien und technologische Transformation.

Warum ist das Handy für Jugendliche ein so wichtiges Medium?

Das Handy fungiert laut der Arbeit als „persönliches Medium“, das dem Zugriff der Eltern entzogen ist und den Jugendlichen Unabhängigkeit sowie einen geschützten Raum für ihre Kommunikation bietet.

Welche Rolle spielen Emoticons und Kurzformen in der SMS-Kommunikation?

Diese sprachlichen Besonderheiten dienen der ökonomischen Bewältigung der Zeichenbegrenzung (160 Zeichen) und helfen gleichzeitig, nonverbale Signale der Körpersprache im Text auszugleichen.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Phänomen Short Message Service (SMS) - Einführung in eine neue Kommunikationsform
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Kommunikationswissenschaft (IFKW))
Veranstaltung
Hauptseminararbeit Online-Forschung
Note
1,0
Autor
M. A. Jenni Schmalenbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
33
Katalognummer
V69906
ISBN (eBook)
9783638614177
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phänomen Short Message Service Einführung Kommunikationsform Hauptseminararbeit Online-Forschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Jenni Schmalenbach (Autor:in), 2005, Das Phänomen Short Message Service (SMS) - Einführung in eine neue Kommunikationsform, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69906
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Leseprobe aus  33  Seiten
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