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Teenagerschwangerschaften in Deutschland. Erklärungsansätze und Präventionsarbeit

Titel: Teenagerschwangerschaften in Deutschland. Erklärungsansätze und Präventionsarbeit

Seminararbeit , 2020 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Theresa Sammereier (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll dargestellt werden, welche konkreten Erklärungsansätze und Ursachen für Teenagerschwangerschaften in Erwägung gezogen werden können und welche Präventionsmodelle existieren.

Um diese Themenstellung umfassend zu erläutern, wird zunächst die Lebensphase der Jugend umfassend untersucht. Hierbei wird der Fokus auf physische und psychische Veränderungen während der Pubertät gelegt. Anschließend beschäftigt sich der Autor konkret mit einer Definition von Teenagerschwangerschaft und mit aktuellen Geburtenzahlen junger Mütter aus den Jahren 2013 bis 2017 in Deutschland. Danach werden potenzielle Erklärungsansätze und Ursachen untersucht, wobei hier auf sechs näher eingegangen wird, sodass in den folgenden Kapiteln sexualpädagogische Prävention im außerschulischen und schulischen Bereich als Hilfestellung und Unterstützung für Mädchen erörtert werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jugendsexualität

2.1 Physische Veränderungen im Jugendalter

2.2 Psychische Veränderungen im Jugendalter

3. Teenagerschwangerschaften in Deutschland

3.1 Definition Teenagerschwangerschaft

3.2 Aktuelle Zahlen aus Deutschland

4. Erklärungsansätze und Ursachen

4.1 Frühe sexuelle Aktivität

4.2 Mangelnde Verhütung

4.3 Schulbildung und soziale Benachteiligung

4.4 Migrationshintergrund

4.5 Sehnsucht nach Geborgenheit

4.6 Sinnfindung bei Lebenskrisen

5. Präventionsmodelle und sexualpädagogische Mädchenarbeit

5.1 Allgemeine Empfehlungen

5.2 Beispiel ÄGGF

5.3 Beispiel Initiative Mädchen-Sprechstunde

5.4 Lehrkraft als wichtige Person in der Sexualaufklärung

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Hintergründe von Teenagerschwangerschaften in Deutschland, indem sie sowohl die Entwicklungsphase der Pubertät als auch soziologische Ursachen beleuchtet und effektive Präventionsmodelle sowie die Rolle der pädagogischen Unterstützung diskutiert.

  • Physische und psychische Entwicklung im Jugendalter
  • Definition und aktuelle statistische Datenlage
  • Multidimensionale Erklärungsansätze für Schwangerschaften in jungen Jahren
  • Präventionsstrategien und die Bedeutung der sexualpädagogischen Mädchenarbeit
  • Die zentrale Funktion von Lehrkräften bei der Sexualaufklärung

Auszug aus dem Buch

4.2 Mangelnde Verhütung

Als potentielle Ursache für eine Teenagerschwangerschaft wird mitunter die mangelnde Verhütung durch die Interventionsstudie bekräftigt, bei der 76 % der an der Studie teilgenommenen Teenagermütter angegeben haben, dass ihre Schwangerschaft ungeplant war. Hinzu kommt, dass 69 % der Befragten nicht oder nur unregelmäßig verhütet haben. (Dreisörner et al., 2003, S. 608-612) Als Gründe für die mangelnde Verhütung werden dabei folgende genannt. Sexuelle Aktivitäten können nur in gewissen Maße vorhergesehen werden und teilweise fehlt entweder das nötige Wissen über die richtige Anwendung von Verhütungsmitteln oder das Selbstbewusstsein, mit dem Sexualpartner den Einsatz von Verhütungsmitteln zu besprechen beziehungsweise ihn zu fordern. (Remberg, 2001, S. 15) Junge Frauen werden oft dadurch verunsichert, dass sich der Partner nicht aktiv an der Verhütung beteiligt. Dies führt leicht zur Überforderung der Mädchen, was letztlich in einer falschen Einschätzung bezüglich Verhütung enden kann. (Häußler-Sczepan, Michel & Wienholz, 2005, S. 31-33) Ferner wird das Risiko, schwanger zu werden, falsch eingeschätzt oder es wird unter Alkohol und Drogen komplett auf Verhütung verzichtet. Teilweise führen auch Vorurteile gegenüber bestimmten Verhütungsmitteln wie „Kondome stören generell“ dazu, dass sie von den Jugendlichen bewusst nicht verwendet werden wollen. Die Notfallverhütung der „Pille danach“ ist bei vielen unbekannt. (Busch, 2004, S. 36) Dies bestätigte auch eine Untersuchung des Robert Koch-Instituts mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. aus dem Jahr 2002, wonach 74 % der befragten jungen Frauen zwischen 15 und 16 Jahren nicht wussten, wie lange nach dem Geschlechtsverkehr eine Einnahme der „Pille danach“ möglich ist. 82 % waren unwissend hinsichtlich des Zeitpunkts des Konzeptionsoptimums1. (Gille, 2010, S. 46)

Das Alter spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine Untersuchung mit 14- bis 17-jährigen Jugendlichen der BZgA aus dem Jahr 2001 hat ergeben, dass gewissenhaftes Verhütungsverhalten und Wissen über den weiblichen Zyklus mit dem Alter zusammenhängen. Je jünger die Befragten, desto nachlässiger und unwissender sind sie. Zusammenfassend lässt sich ein Mangel im Verhütungsverhalten eher auf fehlende Gesprächskompetenz mit dem Partner beziehungsweise geringes Selbstwertgefühl zurückführen als nur auf fehlendes Wissen und Verantwortung. (Häußler-Sczepan, Michel & Wienholz, 2005, S. 32)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die verzerrte Wahrnehmung von Teenagerschwangerschaften in der Gesellschaft und skizziert den Aufbau der Untersuchung zu Ursachen und Präventionsmöglichkeiten.

2. Jugendsexualität: In diesem Kapitel werden die physischen und psychischen Veränderungen während der Pubertät als Basis für das Verständnis der sexuellen Entwicklung untersucht.

3. Teenagerschwangerschaften in Deutschland: Es erfolgt eine Definition des Begriffs sowie eine Darstellung der aktuellen Geburtenzahlen junger Mütter im Zeitraum 2013 bis 2017.

4. Erklärungsansätze und Ursachen: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Risikofaktoren, darunter Verhütungsverhalten, soziale Benachteiligung und psychologische Aspekte wie die Sinnfindung.

5. Präventionsmodelle und sexualpädagogische Mädchenarbeit: Es werden konkrete Ansätze wie die Arbeit der ÄGGF und die Initiative Mädchen-Sprechstunde vorgestellt sowie die Rolle der Schule diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Vielschichtigkeit der Thematik zusammen und betont die Notwendigkeit unterstützender Präventionsangebote sowie der einfühlsamen Begleitung durch Lehrkräfte.

Schlüsselwörter

Teenagerschwangerschaft, Jugendsexualität, Pubertät, Sexualpädagogik, Prävention, Verhütung, Identitätsentwicklung, Mädchenarbeit, ÄGGF, Mädchen-Sprechstunde, Aufklärung, Sozialisation, Familiendynamik, Lebenskrisen, Risikoanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Hintergründen von Schwangerschaften bei Jugendlichen in Deutschland und erörtert, welche Ursachen hierfür verantwortlich sind und wie Präventionsmodelle wirken können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die körperliche und psychische Entwicklung in der Pubertät, statistische Daten zur Teenagerschwangerschaft, soziale und individuelle Ursachen sowie Konzepte zur sexualpädagogischen Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Bild von Teenagerschwangerschaften zu vermitteln, Vorurteile durch Fakten abzulösen und Strategien aufzuzeigen, wie Jugendliche besser unterstützt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von Studien sowie statistischen Daten des Statistischen Bundesamtes und der BZgA.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung pubertärer Veränderungen, eine statistische Bestandsaufnahme, die Analyse von Ursachenkomplexen und eine Darstellung schulischer sowie außerschulischer Präventionsangebote.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Teenagerschwangerschaft, Sexualpädagogik, Prävention, Pubertät und Identitätsentwicklung.

Welche Rolle spielt der Wunsch nach Geborgenheit?

Die Arbeit verdeutlicht, dass für manche Jugendliche ein Kind die Hoffnung darstellt, emotionale Nähe und Stabilität zu finden, die im Elternhaus eventuell fehlt.

Warum ist die Lehrkraft für die Sexualaufklärung so bedeutsam?

Laut den zitierten Studien vertrauen viele Jugendliche bei Fragen zur Sexualität auf ihre Lehrkräfte, was diese zu einer zentralen Instanz für seriöse Wissensvermittlung und Beratung macht.

Welchen Einfluss hat die Schulform auf das Thema?

Es wird aufgezeigt, dass soziale Benachteiligung und Schulbildung korrelieren; Schülerinnen von Hauptschulen sind statistisch häufiger von Teenagerschwangerschaften betroffen als Gymnasiastinnen.

Was bietet die "Mädchen-Sprechstunde"?

Die Initiative ermöglicht jungen Mädchen einen niederschwelligen Zugang zu frauenärztlicher Beratung, um Ängste abzubauen und Informationen in einem vertraulichen Rahmen zu erhalten.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Teenagerschwangerschaften in Deutschland. Erklärungsansätze und Präventionsarbeit
Hochschule
Universität Passau
Note
1,7
Autor
Theresa Sammereier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
23
Katalognummer
V703486
ISBN (eBook)
9783346193247
ISBN (Buch)
9783346193254
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutschland erklärungsansätze präventionsarbeit teenagerschwangerschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Theresa Sammereier (Autor:in), 2020, Teenagerschwangerschaften in Deutschland. Erklärungsansätze und Präventionsarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/703486
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Leseprobe aus  23  Seiten
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