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Die Res gestae saxonicae des Widukind von Corvey: Sachsengeschichte und Fürstenspiegel

Title: Die Res gestae saxonicae des Widukind von Corvey:  Sachsengeschichte und Fürstenspiegel

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Adrian Hartke (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit ist für das Hauptseminar der Mittleren Geschichte mit dem Titel Herrschertugenden: Werte ohne Wandel? verfasst worden und verfolgt die These, dass die Res gestae saxonicae des Widukind von Corvey nicht nur ein herausragendes geschichtliches Werk der Sachsen, sondern auch ein Fürstenspiegel darstellt. Der Historiker Helmut Beumann hat sich intensiv mit den Res gestae saxonicae beschäftigt und seine Studien sind Grundlage dieser Arbeit, die sein Werk manifestieren und ergänzen soll.
Das mehrfach umgearbeitete Werk des Mönches Widukind von Corvey thematisiert die Geschichte des sächsischen Volkes, von der Frühgeschichte des Sachsenstammes über die Zeit Heinrichs I., bis hin zur Darstellung der Taten und Leistungen Ottos I. Die vorliegende Arbeit hat den Titel „Die Res gestae saxonicae des Widukind von Corvey: Sachsengeschichte und Fürstenspiegel“. Es soll in dieser Arbeit bewiesen werden, dass Widukind von Corvey mit den Res gestae saxonicae nicht nur ein Geschichtswerk verfasst hat, sondern auch didaktische Literatur, in der er sich zwar auf den von Augustinus zusammengestellten Tugendkatalog, der sich aus christlichen und heidnischen Tugenden zusammensetzt, stützt, er aber andere Gewichtungen der einzelnen Tugenden vornimmt und auch andere Schriftsteller rekurriert. Zudem soll analysiert werden, welche paränetischen Absichten in diesem Werk verfolgt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung:

II. Hauptteil:

1. Widukind von Corvey:

2. Die Problematik der Entstehung der Res gestae saxonicae:

3. Die Res gestae saxonicae als Fürstenspiegel:

a) Die Adressatenfrage und die von Widukind verfolgte Absicht:

b) Das Verhältnis von Sachsen und Franken und die glorifizierende Darstellung des sächsischen Stammes:

c) Die von Widukind vermittelte Herrscherlegitimation:

α) Das heidnisch-sakrale Königtum:

β) Die göttliche Legitimation:

γ) Das Verhältnis von König und Fürsten:

d)Analyse der Herrschertugenden:

α) Clementia, pietas und largitas:

β) Prudentia, sapientia:

γ) Fides, perfidia:

δ) Constantia:

ε) Virtus:

e) Vergleich mit karolingischen Fürstenspiegeln:

f) Der Friedensgedanke in den Res gestae saxonicae:

III. Schluss:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Widukind von Corveys "Res gestae saxonicae" neben der geschichtlichen Darstellung des sächsischen Volkes als didaktische Literatur in Form eines Fürstenspiegels für Mathilde, die Tochter Ottos des Großen, zu verstehen ist.

  • Analyse des Entstehungsprozesses und der verschiedenen Fassungen des Werkes
  • Untersuchung der Herrscherlegitimation und des Verständnisses von König und Kaisertum
  • Interpretation der verwendeten Herrschertugenden im Kontext der antiken, germanischen und christlichen Tradition
  • Diskussion der Adressatenfrage und der politischen Intentionen des Autors
  • Vergleich des Werkes mit karolingischen Fürstenspiegeln und Einordnung in die mittelalterliche Geschichtsschreibung

Auszug aus dem Buch

3. Die Res gestae saxonicae als Fürstenspiegel:

Wie vorhin schon angemerkt, waren die „causa scribendi und die causa dedicationis“ nicht identisch. Die konzipierte Sachsengeschichte musste aber nicht grundsätzlich umgearbeitet werden. So wurden die Widmungen den drei Büchern vorangestellt, direkte Anreden in den fließenden Text hineingesetzt, da er mit diesen bestimmte Details der Res gestae saxonicae der Tochter Ottos des Großen näher bringen konnte und er überarbeitete die Geschichten über Hatto von Mainz, wie vorhin nachgewiesen wurde. Warum die res gestae saxonicae der Tochter Ottos des Großen und Äbtissin von Quedlinburg gewidmet wurde, wird deutlich, wenn die Geschichte der Ottonen zur Zeit der Entstehung rekonstruiert wird.

Die Kaisertochter Mathilde wurde 955 geboren und, wie aus den Quedlinburger Annalen hervorgeht, 966 mit elf Jahren zur Äbtissin von Quedlinburg geweiht. Kurz nach dieser Weihe, noch im Jahre 966, begann Otto der Große seinen dritten Italienzug, den er erst 972 beenden konnte. Im Herbst 967 zog sein Sohn Otto II. nach Italien, wo er Weihnachten 967 in Rom zum Mitkaiser gekrönt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Sachsengeschichte des Widukind von Corvey ein und legt dar, dass das Werk nicht nur ein Geschichtswerk, sondern auch didaktische Literatur (Fürstenspiegel) ist.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert Widukinds Leben, die Entstehung der verschiedenen Fassungen seines Werkes, die Funktion als Fürstenspiegel, die Herrscherlegitimation sowie spezifische Herrschertugenden und den Friedensgedanken.

III. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass Widukind mit seinem Werk eine nützliche "Gebrauchsanweisung" für die junge Mathilde verfasst hat, um das ottonische Reich in einer politisch schwierigen Phase zu lenken.

Schlüsselwörter

Widukind von Corvey, Res gestae saxonicae, Fürstenspiegel, Ottonen, Mathilde von Quedlinburg, Herrscherlegitimation, Herrschertugenden, Clementia, Virtus, Sachsen, Franken, Mittelalterliche Geschichtsschreibung, Pax, Kaisertum, Gotteserwählung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Werk des Mönchs Widukind von Corvey, die "Res gestae saxonicae", unter der Fragestellung, inwiefern es neben dem historischen Bericht über das sächsische Volk die Funktion eines Fürstenspiegels für die ottonische Prinzessin Mathilde erfüllt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte des Textes, die von Widukind konstruierte Legitimation sächsischer Herrscher, die Analyse antiker und christlicher Tugendkataloge sowie das Verhältnis des Autors zu politischen Akteuren seiner Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, dass Widukind durch sein Werk der jungen Äbtissin Mathilde ein politisches Rüstzeug an die Hand geben wollte, um das Reich in der Abwesenheit ihres Vaters Otto des Großen zu repräsentieren und zu festigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse der überlieferten Textfassungen und setzt diese in Bezug zur historischen Rekonstruktion der ottonischen Herrschaftsstrukturen im 10. Jahrhundert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Autors, eine Untersuchung der Entstehungsgeschichte des Werkes, eine Analyse der Herrschertugenden (wie Clementia und Virtus) sowie einen Vergleich mit karolingischen Vorbildern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören "Res gestae saxonicae", "Fürstenspiegel", "Herrscherlegitimation", "Ottonen" und die verschiedenen von Widukind thematisierten Herrschertugenden.

Warum spielt die Widmung an Mathilde von Quedlinburg eine so zentrale Rolle?

Die Widmung an Mathilde ist entscheidend, da sie nach dem Tod ihrer Verwandten die einzige ottonische Vertreterin nördlich der Alpen war und Widukind ihr durch das Werk eine Anleitung zum politischen Handeln bieten wollte.

Wie steht Widukind zur Gründung des Erzbistums Magdeburg?

Die Arbeit legt dar, dass Widukind der Gründung des neuen Erzbistums Magdeburg ablehnend gegenüberstand, weshalb er das Thema in seinem Werk bewusst ignoriert oder ausspart.

Wie beurteilt der Autor die Rolle der Fürsten im Vergleich zum König?

Obwohl die Fürsten bei den Königswahlen eine Rolle spielten, arbeitet Widukind den universellen Herrschaftsanspruch des Königs heraus, in dessen Person allein die Einheit des Reiches verkörpert wird.

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Details

Title
Die Res gestae saxonicae des Widukind von Corvey: Sachsengeschichte und Fürstenspiegel
College
University of Münster  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar: Herrschertugenden Werte ohne Wandel?
Grade
1,3
Author
Adrian Hartke (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V70699
ISBN (eBook)
9783638619363
ISBN (Book)
9783638674560
Language
German
Tags
Widukind Corvey Sachsengeschichte Fürstenspiegel Hauptseminar Herrschertugenden Werte Wandel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Adrian Hartke (Author), 2005, Die Res gestae saxonicae des Widukind von Corvey: Sachsengeschichte und Fürstenspiegel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70699
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