Eine Tonplatte erstellen und dekorativ ausgestalten


Unterrichtsentwurf, 2006
24 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Bedingungsfeld
1. Die Situation der Schule
2. Die Situation der Klasse
3. Die Situation der Lehramtsanwärterin

0. Vorwort

1. Sachanalyse
1.1 Der Werkstoff Ton
1.2 Die Plattentechnik
1.3 Die Oberflächengestaltung

2. Didaktische Analyse
2.1 Fachdidaktische Diskussion
2.2 Lehrplanbezug
2.3 Relevanz für die Schüler
2.4 Lernvoraussetzungen in Bezug auf die Lehraufgabe
2.5 Fachdidaktische Reduktion
2.6 Mögliche Lernschwierigkeiten

3. Lehr- und Lernziele
3.1 Grobziele
3.2 Feinziele

4. Methodische Analyse 5
4.1 Organisatorische Rahmenbedingungen
4.2 Lernvoraussetzungen bezüglich der Methode
4.3 Differenzierungsmaßnahmen
4.4 Struktur der Unterrichtsstunde nach Gunter Otto
4.5 Darstellung der Unterrichtsschritte und deren Begründung
unter Einbeziehung alternativer Möglichkeiten

5. Stundenverlaufsplanung

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang
7.1 Tafelbild
7.2 Gestaltungsprobe (selbst erstellt)
7.3 Benötigte Werkmittel für die Unterrichtsstunde

Anmerkungen

Zur besseren Lesbarkeit wurde in der Arbeit auf die geschlechtsspezifische Unterscheidung verzichtet. Der Einfachheit halber habe ich mich dazu entschieden in jeder Form die männliche Variante zu benutzen.

Die Verwendung der männlichen Form schließt die weibliche Form mit ein und beinhaltet keinerlei Wertung. In besonderen Fällen wird dezidiert auf das Geschlecht hingewiesen.

Die Abkürzung L steht für Lehrer bzw. Lehramtsanwärter, S für Schüler.

Bedingungsfeld

1. Die Situation der Schule

Die Lehrprobe wird in ----------, einem Stadtteil Saarbrückens mit mehr als 20.000 Einwohnern[1], in der Grundschule gehalten.

Die Schule liegt innerhalb des Stadtbezirks und Stadtteiles ---------------, inmitten eines ruhigen Wohngebietes. Das Einzugsgebiet umfasst den südlichen Ortsteil, in ­dem auch die Universität des Saarlandes gelegen ist. Dadurch besuchen neben den Schülern aus dem üblichen Einzugsgebiet auch Schüler, deren Eltern an der nahe gelegenen Universität arbeiten, diese Schule.

Die meisten Kinder wohnen in relativer Nähe zur Schule und legen ihren Schulweg zu Fuß zurück, andere kommen mit dem Bus oder werden von ihren Eltern mit dem Auto gebracht.

Insgesamt werden 245 Schüler in elf Klassen unterrichtet. Mädchen und Jungen sind in der Schule nahezu in gleicher Anzahl vertreten. Die Jahrgangsstufen zwei bis vier werden jeweils dreizügig unterrichtet. Das erste Schuljahr umfasst zwei Klassen.

An der Schule unterrichten im laufenden Schuljahr 2006/07 dreizehn Lehrer, mehrere Referendare und Integrationslehrer.

Der Ausländeranteil ist sehr gering. Insgesamt sind 14 Schüler ausländischer Herkunft. Jedoch ist anzumerken, dass hiervon neun Schüler die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen, um dem Unterricht zu folgen. In Prozentzahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass 3,67 % der Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse am Regelunterricht teilnehmen. Es wird jedoch versucht diese Schüler durch Sondermaßnahmen, wie etwa dem „Integrationsunterricht für Ausländer“ explizit zu fördern.[2]

Die Grundschule ist eine Modellschule für Frühfranzösisch. Das besagt, dass die Schüler bereits ab dem ersten Schuljahr im Fach Französisch unterrichtet werden. Dieser wird durch eine Muttersprachlerin erteilt.

Seit 1999 wird die Grundschule durch die Schulleiterin, Frau F., geleitet. Seit dem Beginn des laufenden Schuljahres steht ihr stellvertretend Frau M. zur Seite.

Die Außenanlage der Schule besteht aus einem großen asphaltierten Schulhof, wobei es dennoch nicht an Grünflächen mangelt. Somit ist genug Platz zum Spielen und Toben vorhanden, wodurch die Schüler zum selbstständigen Bewegen animiert werden. Insgesamt sind genügend kindgerechte Spiel- und Bewegungsräume vorhanden. Der Schulhof ist ausgestattet mit Sitzgelegen­heiten, Klettergerüsten (gemulchter Untergrund), einer Rutschbahn, sowie einem großen Spielfeld (Fußball- und Basketballfeld) mit Tartanbelag.

Außerdem besitzt die Schule eine Schulküche, einen Computerraum, einen Lehrmittelraum, einen Kopierraum, eine Turnhalle, ein Lehrschwimmbad, einen Kunstsaal, einen Werkraum, eine Aula sowie ein Direktorat mit Vorzimmer und ein großes Lehrerzimmer. Einige dieser Räumlichkeiten werden außerhalb der Schulzeit auch von den örtlichen Vereinen und der Volkshochschule genutzt.

Die Schule ist eine freiwillige Ganztagsschule. Die Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder nach dem regulären Schultag, nachschulisch bis 16.30 Uhr betreuen zu lassen. Die Betreuung wird von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) organisiert und durch die Schule unterstützt. Außerdem wird an der Schule eine Hausaufgabenbetreuung, unter Aufsicht von Lehrern und Betreuungspersonal, der Arbeiterwohlfahrt angeboten.

Weil die Schule ein musisch-kulturelles Schulprofil verfolgt, werden zur Förderung der Begabungen verschiedene Arbeitsgemeinschaften angeboten. Diese werden von vielen Schülern besucht. Zurzeit kann zwischen den Arbeitsgemeinschaften Chor, Buchgestaltung, Computer, Fußball, Garten, Kunst, Theater und Töpfern gewählt werden.

Mehrere dieser Angebote finden donnerstags nach der fünften Stunde statt. An diesem Tag endet der Schultag für alle Klassen um 12.30 Uhr, so dass alle Schüler die Möglichkeit haben eine Arbeitsgemeinschaft zu besuchen. Die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften ist für das ganze Schuljahr verpflichtend.

Des Weiteren wird samstags im Rahmen der Kooperation Schule & Verein eine Schach - AG angeboten. Diese wird von der Schachvereinigung Saarbrücken sowie einer Elterngruppe der Schule geleitet.

2. Die Situation der Klasse

Die Klassenlehrerin, Frau S., unterrichtet die Klasse 3.3 der Schule, die aus 17 Schülern besteht. Das Geschlechtsverhältnis der Klasse ist unausgeglichen, da fast zwei Drittel der Schüler Mädchen sind (10 w / 7 m). Dies hat aber keinen Einfluss auf den Unterricht, da die Klasse über ein ausgesprochen gutes Sozialklima verfügt.

Alle Schüler besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft und verfügen über genügend Deutschkenntnisse, um dem Unterricht folgen zu können. Die Schüler sitzen im Regelunterricht zurzeit in vier Tischgruppen.

Der Saal bietet außer der üblichen Klassenausstattung ein Regal für Bücher, einen PC, einen Thementisch und ein Regal mit Fächern für Schülerutensilien. Außerdem eignet sich die Fensterbank zum Trocknen der Schülerarbeiten.

Die Schüler sind sehr interessiert am Kunstunterricht und an der Umsetzung von bildnerischen Problemen äußerst kreativ. Es fällt ihnen nicht schwer sich über einen längeren Zeitraum auf eine konkrete Arbeit an einer Sache zu konzentrieren.

Insgesamt herrscht in den Kunststunden eine aktive, aber dennoch ruhige Arbeitsatmosphäre, die sehr von der guten Klassengemeinschaft geprägt ist. Die Schüler sind immer bereit sich gegenseitig Arbeitsmaterialien auszuleihen oder Mitschülern mit Ratschlägen zu helfen.

Einige Schüler jedoch sind während der Explorationsphase ungeduldig und zeigen nervöses Verhalten und mangelnde Aufmerksamkeit, weil sie mit ihrer Arbeit beginnen wollen.

Die Arbeitsphasen verlaufen erfahrungsgemäß sehr leise. Dies zeigt, dass sich die Schüler stark auf ihre Arbeit konzentrieren und sich an Klassenregeln halten können. Der vereinbarte Ordnungsrahmen wird von allen eingehalten. Als akustisches Zeichen dient der Klangstab. Beim Erklingen beenden die Kinder ihre Tätigkeit und richten ihre Aufmerksamkeit auf die Lehrkraft.

Die Schüler sind in der Lage konstruktive Kritik an den Werken ihrer Mitschüler zu äußern. Hierbei gehen sie sehr sensibel und behutsam in ihren Äußerungen und ihrer Wortwahl vor.

Insgesamt kann ich feststellen, dass die Klasse einen sehr engen und freundschaftlichen Umgang miteinander pflegt. Ihr Sozialverhalten zeichnet sich im Großen und Ganzen durch ihre Freundlichkeit und Umgänglichkeit, sowohl gegenüber Lehrpersonen als auch untereinander, aus.

Nahezu alle Schüler arbeiten vorwiegend begeistert und sehr konsequent am Unterrichtsgeschehen mit.

Im weiteren Verlauf möchte ich einige Schüler näher beschreiben.

G. hat manchmal Probleme mit der Einhaltung der Klassenregeln und sucht immer wieder die Zuwendung ihrer Klassenkameraden oder der Lehrkraft. Dies beginnt schon zu Beginn der Unterrichtsstunde, wobei sie alle eigenen Materialien verteilt und ein „Nein-Danke“ der Mitschüler nicht akzeptiert und solange streitet, bis der Lehrer eingreifen muss. Oft zeigt sie auch ein geringeres Durchhaltevermögen als die restliche Klasse während der Arbeitsphase. Sie findet ihr eigenes Werk nicht so schön und reagiert mit Lustlosigkeit. In diesem Fall, muss sie durch Tipps der Lehrkraft für die Weiterarbeit motiviert und ermutigt werden. Weiterhin stört sie häufig durch ihr unruhiges Verhalten. Sie kann nur für eine sehr kurze Zeit ruhig sitzen und lenkt durch dieses Verhalten andere vom Unterricht ab.

S. hat häufig keine Lust in den Kunststunden mitzuarbeiten. Das liegt vermutlich daran, dass sie sich unwohl an ihrem Gruppentisch fühlt. Es fällt auf, dass es oftmals zu kleineren Streitereien zwischen den Mädchen kommt. Aus diesem Grund erlaube ich dem Mädchen sich während des Kunstunterrichts in eine andere Tischgruppe zu setzen V. bedient sich bei der Umsetzung eines bildnerischen Problems eines großen Repertoires verschiedener Techniken. Sie treibt Explorationsphasen schnell voran und ist fähig, konstruktive Kritik anzunehmen und diese in ihrer Arbeit umzusetzen. Es kommt oft vor, dass sich ihre Mitschüler Tipps und Anregungen von ihr holen, wodurch sich dann viele Werke sehr ähnlich sehen. D. ist fleißig, hilfsbereit und arbeitet stets motiviert mit und beteiligt sich gern bei ‚Aufräumaktionen’. Leider zeigen seine Arbeiten einige Defizite, da er Probleme mit seiner Feinmotorik hat. Dies behindert aber sein Schaffen nicht, da er über ein ausreichendes Selbstvertrauen verfügt.

Die folgende Lernstandsdiagnose beruht auf Schülerbeobachtungen, die ich während des Unterrichts durchführte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] vgl. Internet 1

[2] Daten wurden entnommen aus: Unterrichtsverteilungsplan –Grundschulen- 2006 / 07, Stichtag 14. September 2006

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Eine Tonplatte erstellen und dekorativ ausgestalten
Veranstaltung
Lehrprobe
Note
1,2
Autor
Jahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V70775
ISBN (eBook)
9783638619547
ISBN (Buch)
9783638737401
Dateigröße
459 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Eine, Tonplatte, Lehrprobe
Arbeit zitieren
Denise Sula (Autor), 2006, Eine Tonplatte erstellen und dekorativ ausgestalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70775

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