Sprachaufgaben im Deutschunterricht - Vergleich der Unterrichtseinheit 'Familie' zweier verschiedener Sprachbücher


Seminararbeit, 2006
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Unterscheidung zwischen Lernaufgaben und Testaufgaben
2.1 Testaufgaben
2.2 Lernaufgaben

3. Vorstellung der Einheiten

4. Beurteilung der Einheiten
4.2 Einbettung in die Bildungsstandards
4.3 Beurteilung der Anforderungsbereiche der Aufgaben
4.4 Notwendige Vorraussetzungen der SchülerInnen
4.5 Die Unterschiede der Aufgabentypen
4.6 Formulierungen der Aufgaben
4.7 Logik der Abfolge der Aufgaben

5. Mobile 2 9
5.1 Mobile 2 Seite 76
5.2 Mobile 2 Seite 77
5.3 Mobile 2 Seite 78
5.4 Mobile 2 Seite 79
5.5 Mobile 2 Seite 80
5.6 Mobile 2 Seite 81

6. Bausteine Sprachbuch

7. Meine Vorstellung von der Unterrichtseinheit „Familie“

8. Gesamtbewertung/Fazit

9. Abkürzungsverzeichnis

10. Quellenangaben

1. Einleitung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit Scherzen dieser Art (s. Abb. links) müssen sich SchülerInnen seit den beiden Durchführungen der PISA – Studie immer wieder auseinandersetzen. Der „PISA – Schock“, wie er umgangssprachlich oft genannt wird, beschäftigt unser Land inzwischen auf vielen verschiedenen Ebenen: In der Politik, die die Bildung und das Schulsystem zu reformieren gedenkt, unter den Eltern, die sich um ihre schulpflichtigen Kinder sorgen oder natürlich auch unter den Lehrkräften, die sich fragen, was man an unserem Bildungssystem verbessern könnte. Reformen, Veränderungen, Anpassung an andere Länder - können diese Maßnahmen wirklich etwas bewirken? Eigentlich sagt man, dass Veränderungen vom Kleinen zum Großen vorzunehmen sind. Also warum nicht auch bei der Bildungsreform?

Aber was sind nun die kleinsten Einheiten im Schulalltag? Die Aufgaben!

Die Fragestellungen, die die SchülerInnen erhalten und bearbeiten müssen, ziehen das Interesse auf sich. Sie sind didaktische und methodische Grundlage jeder Lehrperson, eines der Handwerkszeuge in diesem Beruf. Zum ersten Mal setzt man sich ganz explizit mit den Aufgabenstellungen selbst, der Art der Aufgaben, den Formulierungen und dem Niveau der Aufgaben auseinander. Eine Untersuchung dieser Art ist auch hier die Basis. Ich untersuche ein Themenfeld des Deutschunterrichts der zweiten Klasse in zwei verschiedenen Sprachbüchern und vergleiche sie gegebenenfalls miteinander. In dieser Arbeit geht es um das Thema „Familie“, das in beiden Büchern eine eigene Unterrichtseinheit darstellt. Bei der hier gemachten Analyse wird nach folgenden Untersuchungskriterien vorgegangen:

1. Einordnung als Lern- bzw. Testaufgabe
2. Die Einbettung in die Bildungsstandards
3. Beurteilung der Anforderungsbereiche der Aufgaben
4. Notwendige Vorraussetzungen der SchülerInnen
5. Die Unterschiede der Aufgabentypen
6. Formulierungen der Aufgaben
7. Logik der Abfolge der Aufgaben

2. Die Unterscheidung zwischen Lernaufgaben und Testaufgaben

Eine grundlegende und wesentliche Unterscheidung, die zunächst einmal getroffen werden muss, ist die Unterschiedlichkeit zwischen Lernaufgaben und Testaufgaben, die bisher wohl oft nicht geklärt wurde. Diese grobe Aufteilung der Aufgabenarten ist in beiden Sprachbüchern vertreten. Für die Lehrperson ist es wichtig, das zu unterscheiden festzuhalten und ganz gezielt einzusetzen. Sie muss unterscheiden, ob Aufgabenstellungen zu Lernzwecken und zur Übung des Unterrichtinhaltes (= Lernaufgaben) gedacht sein sollen oder ob sie das angeeignete Wissen der Kinder testen und überprüfen wollen (= Testaufgaben).

2.1 Testaufgaben

Testaufgaben enthalten meistens geschlossene Formen (s. auch Kapitel 4.5 Aufgabentypen) mit klaren Antwortmöglichkeiten. Es ist beispielsweise möglich von den SchülerInnen Fragen beantworten zu lassen, Zuordnungen durchführen zu lassen, die SchülerInnen Wörter oder Sätze ergänzen zu lassen oder Ersetzungen zur Aufgabe zu machen.

2.2 Lernaufgaben

Lernaufgaben sind im Gegensatz zu den Testaufgaben offene Aufgabentypen, über die die Lehrpersonen noch nicht allzu viel wissen. Sie müssen in Zukunft jedoch höher bewertet werden. Definitionen von Lernaufgaben gibt es viele, die teilweise auch sehr verschieden sind. Eine erste sehr allgemein gehaltene Erklärung wäre:

- „Die Bezeichnung „Lernaufgabe“, besagt im Wesentlichen lediglich, dass etwas gelernt werden soll. Ziel einer Lernaufgabe ist demnach, dass die Lernenden Qualifikationen erwerben. […] Eine Aufgabe soll das Ziel verfolgen, dass Schüler ein gehaltvolles und auf Alltagssituationen anwendbares Wissen erwerben.“[1]
Andere formulieren die Erläuterungen etwas genauer und detailgetreuer. Das klingt dann beispielsweise so:
- „Die Lehrperson unterrichtet selbst bis zu einem ganz bestimmten "springenden" Punkt. Von diesem Punkt aus versuchen die SchülerInnen selber mit Hilfe von zur Verfügung gestelltem Material und Informationen die Antwort auf die gestellte Lernaufgabe zu ergründen. Der Auftrag sollte so in mehrere Teilaufgaben aufgeteilt sein, dass jede/r SchülerIn zumindest einen Teilerfolg verbuchen kann. Die größte Herausforderung für die Lehrperson besteht darin, den "springenden" Punkt zu erkennen und nicht zuviel und nicht zu wenig Hilfestellungen zu bieten.“[2]

3. Vorstellung der Einheiten

Ich könnte an dieser Stelle eine ausführliche Vorstellung der beiden Sprachbücher durchführen. Das würde allerdings den hier zu Verfügung stehenden Rahmen sprengen, deshalb beschränke ich mich auf die Darstellung der genauer betrachteten Unterrichtseinheiten. Zum einen umfasst die Einheit „Meine Familie“ im Mobile 2 Sprachbuch, von Seite 73 bis 82, sieben Seiten. Und im Bausteine Sprachbuch 2 wird das Thema „Familie“ von Seite 32 bis 37 behandelt und ist somit auf sechs Seiten konzipiert.

In beiden Büchern werden Rechtschreib- und Grammatikthemen anhand des großen Themenbereiches „Familie“ besprochen. Es werden mehrere Aspekte der Familie angesprochen und anhand der folgenden Teilbereiche zur Familie umgesetzt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mobile 2:

- Auseinandersetzung mit der eigenen Familie
- Schaffung einer fiktiven Familie mit selbst erstellten Dialogen
- Aufforderungen, die in einer Familie oft üblich sind
- Das Baby- und Kleinkindalter mit den passenden Ausdrücken
- Ein Geburtstag und alles was dazu gehört

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bausteine Sprachbuch 2:

- Geburtstag eines türkischen Mädchens
- Einladung
- Geschenke
- Kuchensorten
- Aufgaben im Haushalt
- Die eigene Familie und deren Mitglieder
- Vornamen

4. Beurteilung der Einheit

Die Beurteilung der einzelnen Aufgaben aus dem Mobile 2 Sprachbuch findet aus Gründen der Übersichtlichkeit chronologisch nach den einzelnen Seiten des Buches und nach den bereits in der Einleitung benannten Analysekriterien statt. Das Bausteine Sprachbuch 2 wird anschließend behandelt, allerdings wird keine eine Betrachtung jeder einzelnen Aufgabe durchgeführt, sondern eine Beurteilung der gesamten Einheit, in der auf ihre innere Schlüssigkeit und auf Aspekte, wie zum Beispiel die Abwechslung der Aufgaben, geachtet wird. Zuvor werde ich allerdings, zum besseren Verständnis, die einzelnen Beurteilungskriterien erläutern.

[...]


[1] Quelle:http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/40385.html (11.7.06)

[2] Quelle: http://www.prowiki2.org/phr/wiki.cgi?Lernaufgabe (11.7.06)

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Sprachaufgaben im Deutschunterricht - Vergleich der Unterrichtseinheit 'Familie' zweier verschiedener Sprachbücher
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
20
Katalognummer
V71133
ISBN (eBook)
9783638627450
Dateigröße
1225 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachaufgaben, Deutschunterricht, Vergleich, Unterrichtseinheit, Familie, Sprachbücher
Arbeit zitieren
Alexandra Widmer (Autor), 2006, Sprachaufgaben im Deutschunterricht - Vergleich der Unterrichtseinheit 'Familie' zweier verschiedener Sprachbücher, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71133

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