München ist die Hauptstadt des Bundeslandes Bayern und des Regierungsbezirks Oberbayern. Es liegt 48°8′23′′ nördliche Breite und 11°34′28′′ östliche Länge und circa 483 bis 579 m über dem Meeresspiegel. (DENGLER 1998).
Die Region um München entwickelte sich nach dem 2. Weltkrieg zu einer der attraktivsten Gebiete für Bevölkerung und Industrie. Die nachfolgende Abhandlung beschäftigt sich mit der Suburbanisierung der Stadt München und seinem Umland.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff der Suburbanisierung
2.1. Suburbanisierung nach Paesler
2.2. Suburbanisierung nach Leser
2.3. Suburbanisierung nach Bucher und Kocks
3. Allgemeine Entwicklung der Suburbanisierung in Westeuropa
4. Die Region München
5. Sonderstellung der Landeshauptstadt München
6. Suburbanisierungsprozesse im Raum München
6.1. Wohnsuburbanisierung
6.2. Vergleich Bevölkerungsentwicklung der Orte Garching, der Verwaltungsgemeinschaft Glonn, Haimhausen und Unterschleißheim
6.3. Gewerbesuburbanisierung
6.3.1. Industriesuburbanisierung
6.3.2. Suburbanisierung des Handels
6.4. Arbeitsplatzsuburbanisierung
7. Flughafen München
8. Probleme und Resümee
9. Quellenangabe
9.1. Literatur
9.2. Internet
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die Suburbanisierungsprozesse im Raum München seit dem Zweiten Weltkrieg. Das primäre Ziel ist es, die Verlagerung von Bevölkerung und Gewerbe aus der Kernstadt in das Umland sowie die damit verbundenen strukturellen Veränderungen unter Berücksichtigung verschiedener Standortfaktoren zu analysieren.
- Entwicklung der Suburbanisierung in Westeuropa als theoretischer Rahmen
- Analyse der Wohn- und Gewerbesuburbanisierung im Münchner Umland
- Untersuchung des Flughafen München als infrastruktureller Entwicklungsmotor
- Vergleich der Bevölkerungsentwicklung ausgewählter suburbaner Gemeinden
- Problemanalyse in Bezug auf Mieten, Flächenknappheit und Infrastruktur
Auszug aus dem Buch
6.3.1. Industriesuburbanisierung
Seit den 60er Jahren ist der Raum München von zwei verschieden Verlagerungsprozessen der Betriebe der Region betroffen. Zum einem handelt es sich um massive innerstädtische Stadtrand-Verlagerung. In der zweiten Hälfte der 70er Jahren verließen so 174 Betrieb mit 13.000 Beschäftigten das Stadtgebiet. Und zum anderen kehrten Betriebe dem Gebiet der Kernstadt den Rücken, um sich im nahen Umland anzusiedeln.
In der Zeit von 1970 bis 1980 taten dies 250 Betriebe mit über 20.000 Beschäftigten und zogen in den suburbanen Raum der Großstadt. Dieser Trend hält weiter an und immer wieder verlagern auch traditionell ansässige Großunternehmen Produktionsprozesse in regionsexterne Standorte, weil sie nicht genügend Erweiterungsmöglichkeiten auf ihrem Firmengelände vorfinden.. Zum Beispiel lagerte BMW einen Teil seiner Produktion nach Regensburg aus (HAAS 1985: 611 f.).
Als Hauptproblem für die steigende Abwanderung kann der Mangel an preiswerten geeigneten Ansiedlungsflächen im Stadtgebiet angesehen werden. Fehlende Erweiterungsmöglichkeiten am alten Standort gelten zusätzlich als entscheidender „Push“-Faktor in diese Richtung (HAAS 1985: 612). Es standen der Gewerbeflächennachfrage von 1985 nur wenig erschlossene, kurzfristig ansiedlungsbereite Grundstücke gegenüber. Dadurch stieg die Zahl der Betriebe an, die sich beim Wirtschaftsamt der Stadt München um ein Grundstück beziehungsweise eine Mietfläche bewarben, um Betriebzweige verlagern zu können stetig an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die geografische Lage Münchens und die Relevanz der Region als Wirtschaftsstandort nach dem Zweiten Weltkrieg.
2. Der Begriff der Suburbanisierung: Darstellung unterschiedlicher fachwissenschaftlicher Definitionen und theoretischer Ansätze zur Suburbanisierung.
3. Allgemeine Entwicklung der Suburbanisierung in Westeuropa: Überblick über den historischen Verlauf und die wellenförmigen Standortverlagerungen in Industrieländern seit dem 19. Jahrhundert.
4. Die Region München: Definition der bayerischen Planungsregion 14 und Beschreibung ihrer räumlichen Ausdehnung.
5. Sonderstellung der Landeshauptstadt München: Analyse der historischen Entwicklung Münchens als Wirtschaftsmetropole und ihrer Bedeutung als Bildungs- und Dienstleistungsstandort.
6. Suburbanisierungsprozesse im Raum München: Detaillierte Untersuchung von Wohn-, Gewerbe- und Arbeitsplatzverlagerungen sowie Vergleiche der demografischen Entwicklung verschiedener Gemeinden.
7. Flughafen München: Untersuchung des Flughafens als infrastruktureller Motor und dessen Einfluss auf die umliegende Siedlungs- und Gewerbestruktur.
8. Probleme und Resümee: Diskussion aktueller Herausforderungen wie Wohnungsnot, Bodenpreise und Infrastrukturprobleme sowie abschließende Bilanz.
9. Quellenangabe: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Suburbanisierung, Raum München, Stadtentwicklung, Wohnsuburbanisierung, Gewerbesuburbanisierung, Bevölkerungswachstum, Infrastruktur, Flughafen München, Siedlungsstruktur, Arbeitsplätze, Standortfaktoren, Landeshauptstadt, Umland, Pendelverkehr, Flächennutzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit den Prozessen der Suburbanisierung im Raum München, insbesondere der Verlagerung von Wohnbevölkerung und Wirtschaftsbetrieben aus der Landeshauptstadt in das Umland.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?
Zentrale Themen sind die demografische Entwicklung, die Verlagerung von Industriebetrieben und Einzelhandel sowie die Rolle der Infrastruktur, insbesondere der Verkehrsanbindung und des Flughafens München.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Ziel ist es, das Ausmaß und die Ursachen des Suburbanisierungsprozesses in München zu erfassen und die strukturellen Folgen für das Umland sowie die Landeshauptstadt aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten zur Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung im Raum München.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen der Wohnsuburbanisierung, der Gewerbe- und Industriesuburbanisierung, der Arbeitsplatzverteilung sowie eine detaillierte Fallstudie zur Bedeutung des Flughafens München.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Typische Schlüsselbegriffe sind Suburbanisierung, Raum München, Siedlungsstruktur, Wachstumsregion und Standortfaktoren.
Welche Rolle spielt die S-Bahn für den Suburbanisierungsprozess?
Die S-Bahn-Linien dienen als wichtige Leitlinien für die Siedlungsentwicklung und den Pendlerstrom, da sich das stärkste Bevölkerungswachstum primär entlang dieser Achsen vollzogen hat.
Warum haben Gemeinden abseits der S-Bahn-Tangenten seit 1995 ein stärkeres Wachstum?
Dieses Wachstum ist auf die Entwicklung der individuellen Mobilität (Zunahme der PKW-Zahlen) sowie die landesplanerischen Freiheiten der Gemeinden zur Ausweisung von Bauland zurückzuführen.
Wie beeinflusst der Flughafen München die Umgebung?
Der Flughafen wirkt als infrastruktureller Entwicklungsmotor, der nicht nur neue Arbeitsplätze direkt vor Ort schafft, sondern auch eine starke Zuwanderung und Gewerbeansiedlung in umliegenden Gemeinden wie Hallbergmoos induziert.
- Arbeit zitieren
- Sandra Hoffmann (Autor:in), 2002, Suburbanisierung im Raum München, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7118