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Komik der Handlung, der Sprachhandlung, der Komödie auf 'Les Plaideurs' angewandt

Title: Komik der Handlung, der Sprachhandlung, der Komödie auf 'Les Plaideurs' angewandt

Seminar Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: M. A. Christoph Hollergschwandner (Author)

Didactics for the subject French - Literature, Works
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit einer bestimmten Komiktheorie, welche von Karlheinz Stierle vertreten wird. Er präsentierte diese Theorie beim VII. Kolloquium der Forschungsgruppe „Poetik und Hermeneutik“, das vom 2. bis 7. September 1974 in Bad Homburg stattfand. Der von Stierle verfasste Aufsatz Komik der Handlung, Komik der Sprachhandlung, Komik der Komödie dient dieser Hausarbeit als Grundlage. Ziel dieser Hausarbeit ist diesen Aufsatz auf Racines Les Plaideurs anzuwenden und dadurch die darin vertretene Theorie zu verdeutlichen.
Mit Hilfe einer allgemein gehaltenen Definition von Komik, einer Vorstellung des Aufsatzes und des Theaterstücks wird Stierles Komiktheorie auf Racines Theaterstück angewandt. Des weiteren werden die komischen Elemente und die komischen Darsteller von Les Plaideurs herausgearbeitet und analysiert. Der Leitfaden dieser Arbeit wird die Frage nach der Anwendungsmöglichkeit Stierles Komiktheorie auf Les Plaideurs sein. So mag diese Theorie zwar sehr logisch und verständlich klingen, doch ist sie auch in die Praxis umzusetzen und anwendbar?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition des Grundbegriffs

2. Hauptteil

2.1 Les Plaideurs

2.2 Komik der Handlung, der Sprachhandlung, der Komödie

2.2.1 Fremdbestimmtheit

2.2.2 „Paradoxie der Aufmerksamkeit“

2.2.3 Enthebbarkeit

2.3 Stierles Theorie bei Les Plaideurs

2.3.1 Fremdbestimmtheit bei Les Plaideurs

2.3.2 „Paradoxie der Aufmerksamkeit“ bei Les Plaideurs

2.3.3 Enthebbarkeit bei Les Plaideurs

2.4 Komische Figuren und Elemente bei Les Plaideurs

3. Schluß

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die von Karlheinz Stierle formulierte Komiktheorie auf Jean Racines Theaterstück „Les Plaideurs“ anzuwenden, um die theoretischen Mechanismen der Komik am konkreten literarischen Werk zu veranschaulichen und ihre Praxistauglichkeit zu prüfen.

  • Analyse der Komiktheorie nach Karlheinz Stierle
  • Anwendung der Begriffe Fremdbestimmtheit, Paradoxie der Aufmerksamkeit und Enthebbarkeit
  • Untersuchung der komischen Charaktere und Handlungselemente in „Les Plaideurs“
  • Überprüfung der Anwendbarkeit wissenschaftlicher Komikmodelle auf literarische Texte

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Fremdbestimmtheit

Die erste Bedingung für ein komisches Scheitern einer Handlung ist ihre Fremdbestimmtheit, welche die ursprünglich vorhergesehene Handlung verfälscht. Als Beispiel führt Stierle eine Szene aus einem Charly Chaplin Film an, in der Chaplin den ganzen Tag eine Bewegung durchführt, die er bei seiner Arbeit am Fließband zu verrichten hat. Der Zwang, diese Bewegung auch außerhalb der Arbeit durchzuführen, ist die Fremdbestimmtheit, die uns zum Lachen bringt. Die komische Figur hat ihre Kontrolle über sich selbst verloren. Es entsteht ein Widerstreit zwischen dem Subjekt, der Person, und ihrer Fremdbestimmtheit, der Bewegung. Das Ende dieser Handlung findet sich erst dann, wenn sich die Fremdbestimmtheit durchgesetzt hat. Je nach der Vielfältigkeit des Subjektes entstehen verschieden starke Nuancen der Komik. Als Vielfältigkeit führt Stierle z.B. den gesellschaftlichen Status einer Person an.

Des weiteren unterscheidet Stierle zwei verschiedene Komiktypen. Zum einen die Komik des „savoir“ und zum anderen die Komik des „pouvoir“. Die Komik des „savoir“ beinhaltet eine Handlung, die durch eine Fremdbestimmung, wie zuvor erläutert, komisch scheitert. Die Komik des „pouvoir“ dagegen zeigt eine Handlung, die durch die Unfähigkeit des Subjekts selbst komisch scheitert. Beide Komiktypen entstehen durch die Fremdbestimmtheit, welche aber jeweils einen unterschiedlichen Ursprung hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, Karlheinz Stierles Komiktheorie auf Racines „Les Plaideurs“ anzuwenden und die theoretischen Konzepte durch die Analyse des Stücks zu verdeutlichen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil bietet zunächst eine Inhaltsangabe des Stücks, führt dann theoretische Begriffe wie Fremdbestimmtheit und Paradoxie ein und wendet diese anschließend detailliert auf die Handlung und die Charaktere von „Les Plaideurs“ an.

3. Schluß: Das Fazit reflektiert über die erfolgreiche, wenn auch stellenweise komplexe Anwendbarkeit der Stierleschen Theorie und stellt fest, dass Racine ein dichtes Geflecht an komischen Elementen geschaffen hat.

Schlüsselwörter

Komiktheorie, Jean Racine, Les Plaideurs, Karlheinz Stierle, Fremdbestimmtheit, Paradoxie der Aufmerksamkeit, Enthebbarkeit, Sprachkomik, Situationskomik, Literaturwissenschaft, Komödie, Handlungsstruktur, Subjekt, Objekt, Juramanie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der Komik in Jean Racines einzigem komischen Werk „Les Plaideurs“ unter Anwendung der theoretischen Erkenntnisse von Karlheinz Stierle.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Definition und Anwendung von Komik-Theorien auf literarische Texte, die Analyse von Dramenfiguren und deren Handlungszwänge sowie die strukturelle Untersuchung von komischen Situationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Verdeutlichung der Komiktheorie von Karlheinz Stierle durch ihre praktische Anwendung auf das Theaterstück „Les Plaideurs“ und die Überprüfung, ob diese Theorie in der literarischen Praxis funktioniert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf der Anwendung theoretischer Begriffe (Fremdbestimmtheit, Paradoxie der Aufmerksamkeit, Enthebbarkeit) auf den Text basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Theaterstück „Les Plaideurs“ und die Begriffe von Stierle vorgestellt, bevor letztere systematisch mit den komischen Figuren und Elementen des Stücks verknüpft werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Fremdbestimmtheit, „Paradoxie der Aufmerksamkeit“, Enthebbarkeit sowie die Komik des „savoir“ und des „pouvoir“.

Wie definiert der Autor das Problem der „Enthebbarkeit“ in Bezug auf das Stück?

Der Autor stellt fest, dass sich die Enthebbarkeit nach Stierle – also die Losgelöstheit eines komischen Faktums – im Falle von „Les Plaideurs“ nicht immer vollständig auf den Kontext übertragen lässt, da manche Elemente erst durch ihren speziellen sozialen Kontext ihre komische Wirkung entfalten.

Welche Rolle spielt Perrin Dandin für die Komik des Stücks?

Dandin fungiert als die zentrale Figur der „Juramanie“, deren unfreiwillige Fremdbestimmtheit und Gier nach dem Richteramt eine wesentliche Quelle für die im Stück entfaltete Komik darstellt.

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Details

Title
Komik der Handlung, der Sprachhandlung, der Komödie auf 'Les Plaideurs' angewandt
College
University of Constance
Course
Jean Racine: Les PLaideurs
Grade
2,5
Author
M. A. Christoph Hollergschwandner (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V71658
ISBN (eBook)
9783638682466
ISBN (Book)
9783656661313
Language
German
Tags
Komik Handlung Sprachhandlung Komödie Plaideurs Jean Racine PLaideurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Christoph Hollergschwandner (Author), 2002, Komik der Handlung, der Sprachhandlung, der Komödie auf 'Les Plaideurs' angewandt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71658
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