In Zeiten regelmäßig auftretender Lebensmittelskandale wird beim Gang in den Supermarkt, zum Metzger, auf den Wochenmarkt und in Mensen sowie Kantinen der Blick ernährungsbewusster Verbraucher zunehmend auf kontrollierte Bio-Produkte gerichtet. Es sind Produkte und Speisen, die dem Verbraucher signalisieren, von der Herstellung bis zur Zubereitung kontrolliert zu werden, also Produkte, die einen hohen Qualitätsstandard haben und bei denen sich der Konsument sicher sein kann, etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu tun. Es sind zugleich die Produkte, deren Bezeichnungen in der Vergangenheit Verwirrung und Unsicherheit beim Verbraucher ausgelöst haben. „Aus ökologischem Anbau“ scheint gleich der Kennzeichnung „aus kontrolliertem Anbau“ zu sein, was jedoch nicht zutrifft, wie nachfolgend u.a. aufgezeigt wird.
Die Boom-artige Entwicklung, die mittlerweile auch Betriebe der Außer-Haus-Verpflegung erreicht hat, wird untersucht und insbesondere die Initiative „1000 Küchen mit Zertifikat“ näher beschrieben. Zielsetzung dieser Initiative ist, in Deutschland 1000 Großküchen mit dem Prädikat „Bio“ zu zertifizieren. Welche Hürden dabei genommen werden müssen und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind, ist wesentlicher Gegenstand dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einführung
- 2 Bio-Produkte
- 2.1 Definition von Bio-Produkten
- 2.1.1 EG-Öko-Verordnung 2092/91
- 2.1.2 Das Bio-Siegel
- 2.1.3 Erkennungsmerkmale von Bio-Produkten
- 2.2 Kontrolle und Überwachung von Bio-Produkten
- 2.1 Definition von Bio-Produkten
- 3 Bio-Zertifizierung
- 3.1 Gründe für Kontrolle und Zertifizierung
- 3.1.1 Verbraucherschutz
- 3.1.2 Lauterer Wettbewerb
- 3.1.3 Transparenz
- 3.2 Ablauf einer Bio-Zertifizierung
- 3.2.1 Informationsbeschaffung
- 3.2.2 Auswahl einer Kontrollstelle
- 3.2.3 Vorbereitung und Durchführung der Erstkontrolle
- 3.2.4 Zertifizierung in den Folgejahren
- 3.3 Die Initiative „1000 Küchen mit Bio-Zertifikat“
- 3.1 Gründe für Kontrolle und Zertifizierung
- 4 Aktuelle Beispiele
- 4.1 IKEA
- 4.2 SALOMON
- 4.3 Seezeit Studentenwerk Bodensee
- 5 Aktueller Stand und zukünftiger Trend der Bio-Zertifizierung
- 5.1 Aktuelle Situation
- 5.2 Trend
- 6 Nachteile und Probleme
- 7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Bio-Marktes und der Bedeutung von Bio-Produkten in der Gastronomie. Im Fokus steht dabei die Initiative „1000 Küchen mit Bio-Zertifikat", die das Ziel verfolgt, 1000 Großküchen in Deutschland mit einem Bio-Zertifikat auszustatten. Die Arbeit analysiert die Anforderungen, Vorteile und Herausforderungen dieser Initiative.
- Definition und Kontrolle von Bio-Produkten
- Prozesse der Bio-Zertifizierung
- Die Initiative „1000 Küchen mit Bio-Zertifikat“
- Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Trends im Bereich der Bio-Zertifizierung
- Vorteile und Nachteile von Bio-Produkten in der Gastronomie
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die wachsende Bedeutung von Bio-Produkten im Kontext von Lebensmittelskandalen und zeigt den Fokus auf kontrollierte Bio-Produkte auf. Kapitel 2 definiert den Begriff „Bio-Produkte“ im Detail, einschließlich der EG-Öko-Verordnung, des Bio-Siegels und der Erkennungsmerkmale. Kapitel 3 widmet sich dem Thema der Bio-Zertifizierung und erläutert die Gründe für Kontrolle und Zertifizierung, den Ablauf des Zertifizierungsprozesses und die Initiative „1000 Küchen mit Bio-Zertifikat“. In Kapitel 4 werden aktuelle Beispiele aus der Gastronomie vorgestellt, darunter IKEA, SALOMON und das Seezeit Studentenwerk Bodensee. Kapitel 5 beleuchtet den aktuellen Stand und die zukünftigen Trends der Bio-Zertifizierung, während Kapitel 6 die Nachteile und Probleme von Bio-Produkten in der Gastronomie diskutiert. Das Fazit und der Ausblick in Kapitel 7 bieten eine Zusammenfassung der Ergebnisse und geben einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Bio-Marktes in der Gastronomie.
Schlüsselwörter
Bio-Produkte, Bio-Zertifizierung, Gastronomie, Außer-Haus-Verpflegung, EG-Öko-Verordnung, Bio-Siegel, Kontrolle, Zertifizierung, Initiative „1000 Küchen mit Bio-Zertifikat“, Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz, Transparenz.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Initiative „1000 Küchen mit Bio-Zertifikat“?
Dies ist eine Initiative, die das Ziel verfolgt, in Deutschland 1000 Großküchen (Mensen, Kantinen etc.) für die Verwendung kontrollierter Bio-Produkte zu zertifizieren.
Wie erkenne ich echte Bio-Produkte in der Gastronomie?
Echte Bio-Produkte müssen der EG-Öko-Verordnung entsprechen und sind oft durch das staatliche Bio-Siegel oder Hinweise auf die Kontrollstelle gekennzeichnet.
Warum lassen sich Küchen bio-zertifizieren?
Gründe sind der Verbraucherschutz, die Abgrenzung im Wettbewerb durch Transparenz und die Erfüllung der Kundennachfrage nach gesunden und nachhaltigen Speisen.
Welche Hürden gibt es bei der Bio-Zertifizierung?
Hürden sind der hohe bürokratische Aufwand für die Dokumentation, die Kosten für Kontrollstellen und oft höhere Einkaufspreise für die Rohstoffe.
Gibt es bekannte Beispiele für Bio in der Gemeinschaftsverpflegung?
Ja, die Arbeit nennt Beispiele wie IKEA, SALOMON und das Seezeit Studentenwerk Bodensee, die bereits Bio-Komponenten oder zertifizierte Angebote integriert haben.
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- Dipl. oec. Gwendolin Gundlach (Author), 2006, Bio-Angebote in der Gastronomie - bald 1000 Küchen mit Bio-Zertifikat?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72173