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Die Vegetation der Wutachschlucht

Title: Die Vegetation der Wutachschlucht

Seminar Paper , 2007 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Desiree Pschorn (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Was verbindet Donau und Rhein? Zum einen waren es schon immer Wanderstrassen für Völker, Tiere und Pflanzen. Zum anderen haben sie schon immer um die Wasserscheide gekämpft- und sie hatten als Nebenfluss schon beide die Wutach.

Dieser Fluss, der eine tiefe Schlucht geschaffen hat, war und ist für ein gewaltiges Naturphänomen verantwortlich, das Wissenschaftler genauso begeistert wie den Naturliebhaber. Auf den ersten Blick ist es deshalb umso erstaunlicher, dass die Literatur, insbesondere die der Vegetationsgeographie, weniger die Wutachschlucht selbst betrachtet, sondern sich in vielen Arbeiten zuerst mit der „Wutachregion“ beschäftigt. Hintergrund bildet die lange Phase der schweren Zugänglichkeit dieser Schlucht, die 1908 durch den Schwarzwaldverein mit dem „Ludwig-Neumann-Weg“ begehbar und 1939 durch die Bemühungen des Baurats Hermann Schurhammer zum Naturschutzgebiet erhoben wurde.

Meine Betrachtung der Wutachschlucht soll sich neben der Darstellung ihrer Entstehung, den geologisch, klimatischen Vorraussetzungen der heutigen Vegetation und ihrer Zonierung, auch der Frage widmen, ob die Florenvielfalt auch schon im Spätglazial vorhanden war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Naturräumliche Gliederung und Entstehungsgeschichte

2.1. Geographische Lage

2.2. Geomorphologie der Wutachschlucht

3.Geologischer Abriss

3.1.Obere Schlucht

3.2. Mittlere Schlucht (Schattenmühle- Bad- Boll- Gauchachmündung)

3.3.Untere Schlucht

4. Klimatische Einflüsse

4.1. Klima der Gesamtregion

4.2. Das Mikroklima der Schlucht

4.2.1. Temperaturvergleiche innerhalb der Schlucht

4.2.1.1. Temperaturmaxima

4.2.1.2. Temperaturminima

4.2.2. Ergebnisbetrachtung und Schluchtbesonderheiten

5. Vegetationsverbreitung in der Wutachregion

5.1. Untersuchungsmethoden

5.2. Verbreitungsschwerpunkte nach Florenelemente

5. 3. Vegetationszonierung in der Wutachschlucht

5.3.1 Die Muschelkalkschlucht

5.3.1.1. Die Südhänge

5.3.1.2. Die Nordhänge

5.3.1.3. Felsen

5.3.1.4. Die Talsohle

5.3.1.5. Wiesen

6. Naturschutz und Schluchtnutzung

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Vegetationsgeographie der Wutachschlucht unter Berücksichtigung ihrer geologischen und klimatischen Voraussetzungen sowie ihrer Entstehungsgeschichte, um die Ursachen für die hohe Florenvielfalt und deren Entwicklung seit dem Spätglazial zu analysieren.

  • Geomorphologische Entstehung und Anzapfung der Donau durch die Wutach.
  • Klimatische Analyse mittels Temperaturvergleichen zur Bestimmung der mikroklimatischen Besonderheiten.
  • Methodische Ansätze zur Erforschung der Vegetationsverbreitung und Einwanderungsgeschichte.
  • Zonierung der Vegetation in der Muschelkalkschlucht anhand spezifischer Standortfaktoren.
  • Konfliktpotenzial zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Schluchtnutzung.

Auszug aus dem Buch

5.3.1.1. Die Südhänge

Die südexponierten Hänge sind geprägt durch starke Temperaturschwankungen. Einer starken Erwärmung an Sommertagen, die stellenweise sogar zu einer Austrocknung führen kann, folgt eine tiefe Abkühlung in der Nacht.

Der Ahorn-Linden-Wald stellt die Waldgesellschaft dar, die in den südexponierten Wutachhängen am weitesten verbreitet ist und er liebt warme, nicht zu trocken steile Hänge Beherrscht wird er durch die Sommerlinde, den Bergahorn und den Spitzahorn. Daneben kommen noch Eichen und an frischeren Stellen auch die Esche vor. Kennarten für einen Ahorn- Lindenwald sind in der Krautschicht der Türkenbund des weiteren das Wunderfeilchen, die Bergflockenblume und die Klebrige Salbei. Das Waldbingelkraut liebt schuttreiche Böden und siedelt sich deshalb hier besonders reichlich an.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Arbeit führt in die geografische Bedeutung der Wutach ein und erläutert das Ziel, die heutige Vegetation sowie deren historische Florenvielfalt zu untersuchen.

2. Naturräumliche Gliederung und Entstehungsgeschichte: Dieses Kapitel behandelt die geographische Lage und die komplexe geomorphologische Entstehungsgeschichte, insbesondere die Anzapfung der Donau durch die Wutach.

3.Geologischer Abriss: Hier werden die verschiedenen Gesteinsschichten der Schlucht erläutert, die als Grundlage für die heutige Standortdifferenzierung der Flora dienen.

4. Klimatische Einflüsse: Das Kapitel analysiert das Regionalklima sowie das spezifische Mikroklima der Schlucht anhand von Temperaturvergleichen, um klimatische Besonderheiten und deren Einfluss auf die Vegetation zu belegen.

5. Vegetationsverbreitung in der Wutachregion: Dieser Hauptteil beschreibt die Untersuchungsmethoden, ordnet die Flora in geographische Florenelemente ein und analysiert die kleinräumige Vegetationszonierung, insbesondere in der Muschelkalkschlucht.

6. Naturschutz und Schluchtnutzung: Hier werden die ökologischen Auswirkungen menschlicher Eingriffe und die Herausforderungen zwischen Naturschutz und ökonomischer Nutzung thematisiert.

7. Fazit: Die Arbeit resümiert die Bedeutung der Wutachschlucht für den Artenschutz und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur spätglazialen Vegetationsentwicklung.

Schlüsselwörter

Wutachschlucht, Vegetationsgeographie, Geomorphologie, Mikroklima, Muschelkalkschlucht, Florenelemente, Spätglazial, Ahorn-Linden-Wald, Naturschutz, Rückerosion, Standortfaktoren, Pflanzenvielfalt, Schluchtwald, Ökologie, Donauanzapfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Vegetationsgeographie der Wutachschlucht und analysiert, wie geologische Bedingungen, klimatische Einflüsse und die Entstehungsgeschichte die heutige hohe Pflanzenvielfalt prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geomorphologie, dem Mikroklima der Schlucht, der Einwanderungsgeschichte der Flora sowie der spezifischen Vegetationszonierung in Abhängigkeit von Standortfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eigenflora der Schlucht in ihrem klimatischen und geologischen Kontext zu verstehen und der Frage nachzugehen, ob die hohe Florenvielfalt bereits im Spätglazial existierte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung paläontologischer und arealkundlicher Befunde zur Vegetationsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der physisch-geografischen Voraussetzungen, die klimatische Analyse sowie eine detaillierte zonale Beschreibung der verschiedenen Vegetationsformationen innerhalb der Schlucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wutachschlucht, Vegetationsgeographie, Muschelkalkschlucht, Mikroklima, Florenelemente und geomorphologische Entstehungsgeschichte.

Wie beeinflusst die Geologie die Vegetation in der Schlucht?

Die unterschiedliche Standfestigkeit der Gesteinsschichten (wie Gneis, Bundsandstein oder Muschelkalk) gegenüber Erosion bestimmt die Talformen und Hanglagen, was wiederum spezifische Nischen für die Flora schafft.

Warum spielt die Anzapfung der Donau eine so große Rolle?

Die Anzapfung ist ein entscheidender geomorphologischer Prozess, der erst die Entstehung der tiefen Schlucht und damit die extremen Standortbedingungen ermöglicht hat, die für die heutige Flora essenziell sind.

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Details

Title
Die Vegetation der Wutachschlucht
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Geographisches Institut)
Course
Proseminar
Grade
1,0
Author
Desiree Pschorn (Author)
Publication Year
2007
Pages
30
Catalog Number
V72400
ISBN (eBook)
9783638732864
Language
German
Tags
Vegetation Wutachschlucht Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Desiree Pschorn (Author), 2007, Die Vegetation der Wutachschlucht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72400
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