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Innenpolitische Krisen und außenpolitischer Erfolgskurs des Reichskanzlers Bismarck in den 1880er Jahren

Titel: Innenpolitische Krisen und außenpolitischer Erfolgskurs des Reichskanzlers Bismarck in den 1880er Jahren

Seminararbeit , 2006 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Toni Müller (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nur in den seltensten Fällen gewinnt das Leben eines wahrhaft berühmten Menschen nach dem sechzigsten Lebensjahr noch vollkommen neue Ausmaße. In solchen Zusammenhängen denkt man oft an Konrad Adenauer oder auch Winston Churchill, der erst britischer Premierminister wurde, als er die 60 schon längst übergangen hatte.
Otto von Bismarck-Schönhausen hingegen war mit siebenundvierzig Jahren schon Ministerpräsident in Preußen. Er hatte es in weniger als einer Dekade gezeigt, wozu er zu leisten im Stande war, und , dass er zu höherem berufen war.
Seine Nachwelt feiert ihn als “ehrlichen Makler” und einen der genialsten, wenn nicht sogar den genialsten, Staatsmann im Europa des 19. Jahrhunderts. Diese Anerkennung erfährt Bismarck nicht zuletzt nur durch die von ihm erfolgreich betriebene Einigung und Schaffung des Deutschen Reiches und damit der Erhebung zu einer europäischen Großmacht. Auch ein System von Bündnissen, die Staaten unmerklich miteinander verband, die im Eigentlichen keinerlei Interessen teilten, ließen Bismarck in den Geschichtsbüchern unsterblich werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Stillstand

III. Konflikt und Depression

IV. Wiedergeburt - Der Dreikaiserbund

V. Der Dreibund

VI. Wertung der Politik Bismarcks

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die innenpolitischen Herausforderungen und den außenpolitischen Erfolgskurs von Reichskanzler Otto von Bismarck während der 1880er Jahre, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen parlamentarischer Stagnation und der Sicherung des europäischen Friedens durch komplexe Bündnissysteme untersucht werden.

  • Die innenpolitische Blockade durch Reichstag und verschiedene gesellschaftliche Interessengruppen.
  • Die Auswirkungen wirtschaftlicher Krisen auf das politische Handeln Bismarcks.
  • Die Reaktivierung des Dreikaiserbundes als Instrument zur Friedenssicherung.
  • Die Entstehung und strategische Bedeutung des Dreibundes.
  • Die historische Einordnung Bismarcks als Realpolitiker und Staatsmann.

Auszug aus dem Buch

III. Konflikt und Depression

“Überall Unverstand und Undank. Alle Parteien und alle Fraktionen schießen auf mich, betrachten mich als Kugelfang, spucken mir in die Suppe, wollen, dass ich der Prügeljunge bin. […] Sie verstehen bloß, zu kritisieren, zu tadeln und nichts als Negation.”

So äußerte sich der fast schon resignierende Reichskanzler Bismarck nach den Reichstagswahlen vom 27. Oktober 1881. Zwar wurde er bestätigt, konnte aber die Kritik der Opposition nicht verstehen. Deshalb machte er sich am 28. und 29. Oktober 1881 im Reichstag Luft. Er kritisierte öffentlich die Parteien sowie ihre Arbeit und ihre mangelnde praktische Erfahrung im Umgang mit dem Volk: “Ich bin ein Anhänger der Majorität, aber die Majorität im Deutschen Reich besteht aus Landwirten und Ackerbauern.” Durch diese Ansprache(n) an seine Amtskollegen fiel Bismarck noch mehr bei ihnen in Ungnade, was seine Stellung bei politischen Entscheidungen im Reichstag extrem verschlechterte, ihn aber kaum interessierte. Sein Fazit war: “Meine Person reizt sie, meine Art zu sprechen reizt sie, ich bleibe ihnen zu lange an dieser Stelle […].”

Die mehr oder weniger missglückten Wahlen, die damit verbundenen Anstrengungen und sein natürlich schon “reifes” Alter hinterließen ihre Spuren, die dem “Alten Otto” nervlich zusetzten: “Bismarck seit drei Wochen unwohl, sieht niemand, lässt die Dinge treiben und gibt keine Direktiven, weder in der Kirchen- noch in der Steuerpolitik.” (2)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Ausgangslage Bismarcks und stellt ihn als einen der bedeutendsten Staatsmänner des 19. Jahrhunderts dar, dessen Wirken das Deutsche Reich nachhaltig prägte.

II. Stillstand: Dieses Kapitel thematisiert die innenpolitische Stagnation der frühen 1880er Jahre, geprägt durch Widerstände des Parlaments gegen Bismarcks Steuerkonzepte sowie wirtschaftliche Einbrüche.

III. Konflikt und Depression: Hier wird die zunehmende politische Resignation Bismarcks nach 1881 sowie seine gesundheitlichen Probleme und die daraus resultierenden Auswirkungen auf seine Regierungsführung beschrieben.

IV. Wiedergeburt - Der Dreikaiserbund: Der Autor erläutert die diplomatischen Bemühungen Bismarcks, durch die Wiederherstellung des Dreikaiserbundes die außenpolitische Isolation des Deutschen Reiches zu verhindern und Stabilität zu wahren.

V. Der Dreibund: Dieses Kapitel behandelt den Abschluss des Geheimvertrags mit Italien und Österreich, der die sicherheitspolitische Architektur Bismarcks vervollständigte.

VI. Wertung der Politik Bismarcks: Die abschließende Wertung reflektiert Bismarcks Handeln als Realpolitiker und betont insbesondere seinen Beitrag zur Friedenssicherung und zur Festigung des Deutschen Reiches.

Schlüsselwörter

Otto von Bismarck, Reichskanzler, Deutsche Innenpolitik, Außenpolitik, Dreikaiserbund, Dreibund, Realpolitik, Sozialistengesetze, Kulturkampf, 1880er Jahre, Bündnissystem, Deutsches Kaiserreich, Diplomatie, Machtpolitik, Europäisches Gleichgewicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Seminararbeit untersucht die politische Ära Bismarcks in den 1880er Jahren, mit einem Fokus auf das Spannungsfeld zwischen innenpolitischer Blockade und dem erfolgreichen Ausbau diplomatischer Bündnisse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die parlamentarische Krise, die wirtschaftliche Lage, die gesundheitliche Verfassung Bismarcks und seine strategische Außenpolitik zur Sicherung des europäischen Friedens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine objektive Wertung von Bismarcks Wirken, indem seine Etappenziele und Methoden zur Etablierung des Deutschen Reiches als europäische Großmacht analysiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die sich auf zeitgenössische Berichte und wissenschaftliche Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der innenpolitischen Stagnation, Bismarcks persönlicher Krise sowie der detaillierten Analyse des Dreikaiserbundes und des Dreibundes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Bismarcks Bündnissystem, Realpolitik, die innenpolitische Stagnation der 80er Jahre sowie den europäischen Frieden.

Warum war Bismarck in den frühen 1880er Jahren so frustriert?

Seine Frustration speiste sich aus dem Widerstand des Reichstages gegen seine Reformpläne, dem Erfolg der Opposition und seinen zunehmenden gesundheitlichen Beschwerden, die ihn an der aktiven politischen Teilhabe hinderten.

Welche Bedeutung hatte der Dreikaiserbund für die Außenpolitik?

Der Bund diente dazu, eine drohende Isolation des Deutschen Reiches durch das Bündnis mit Österreich und Russland zu verhindern und das Konfliktpotenzial auf dem Balkan zu minimieren.

Wie bewertet der Autor Bismarcks politisches Erbe?

Der Autor würdigt Bismarck als Realpolitiker, dessen größter Verdienst in der Stabilisierung des Reiches und der Sicherung einer zweijährigen Friedensperiode in Europa liegt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Innenpolitische Krisen und außenpolitischer Erfolgskurs des Reichskanzlers Bismarck in den 1880er Jahren
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
2,0
Autor
Toni Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V72485
ISBN (eBook)
9783638634151
ISBN (Buch)
9783638754972
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innenpolitische Krisen Erfolgskurs Reichskanzlers Bismarck Jahren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Toni Müller (Autor:in), 2006, Innenpolitische Krisen und außenpolitischer Erfolgskurs des Reichskanzlers Bismarck in den 1880er Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72485
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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