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Erlebnisformen bei trauernden Kindern und wie sie in diesem Prozess hilfreich unterstützt werden können

Title: Erlebnisformen bei trauernden Kindern und wie sie in diesem Prozess hilfreich unterstützt werden können

Term Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Daniel Plesivac (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Durch ein selbsterlebtes Ereignis, sowie in der praktischen Arbeit mit den Kindern bin ich immer wieder mit der Problematik der Trauerbewältigung von Kindern konfrontiert worden. Mir ist dabei aufgefallen, dass das Thema Trauer in unserer Gesellschaft kaum zugelassen wird und der Alltag schnell wieder funktionieren muss. Aber was heißt das für ein Kind, wenn jemand stirbt, dem es sehr nahe ist, wie geht es damit um, wie muss mit Kindern darüber geredet werden und was bedeutet der Umgang mit Trauer auch für seine Entwicklung. Diese Fragen haben mein Interesse geweckt, dieses Thema zu erarbeiten, das Erleben der Trauer zu erkunden und der Frage nachzugehen, wie Kinder bei diesem Prozess hilfreich unterstützt werden können.

Im ersten Teil (Kapitel 2) der vorliegenden Arbeit stelle ich die Todesvorstellungen von Kindern in den einzelnen Altersstufen vor und nenne Beispiele, wie auf sie eingegangen werden kann.
Im zweiten Teil (Kapitel 3) gehe ich auf den Begriff Trauer ein, nenne verschiedene Anlässe warum Kinder trauern und beschreibe den Trauerprozess an Hand des Vier- Phasen-Modells von Yorick Spiegel.
Im letzten Teil (Kapitel 4) der Arbeit werde ich darauf eingehen, wie Erwachsene Kinder bei ihrer Trauer hilfreich unterstützen können, welche Bedeutung Kinderbücher bei der Trauerverarbeitung von Kindern haben und stelle die Kindertrauergruppe der Hospizbewegung Kaarst vor.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. TODESVORSTELLUNG IN DEN EINZELNEN ALTERSSTUFEN UND WIE AUF SIE EINGEGANGEN WERDEN KANN

2.1 SÄUGLINGE BIS ZUM 10. MONAT

2.2 BABYS ZWISCHEN 10 MONATEN UND 2 JAHREN

2.3 VORSCHULKINDER (3 BIS 6 JAHRE)

2.4 GRUNDSCHULKINDER (6 BIS 9 JAHRE)

2.5 SCHULKINDER (9 BIS 12 JAHRE)

3. WIE ERLEBEN KINDER TRAUER?

3.1 TRAUER – WAS IST DAS EIGENTLICH?

3.2 WANN TRAUERN KINDER?

3.3 TRAUERN KINDER UND ERWACHSENE GLEICH?

3.4 DER VERLAUF DER TRAUER (PHASEN)

3.4.1 Phase 1: Der Schock

3.4.1 Phase 2: Kontrolle

3.4.3 Phase 3: Regression

3.4.4 Phase 4: Adaption

3.5 FOLGEN VON NICHT BEWÄLTIGTER TRAUER

4. TRAUERBEGLEITUNG UND TRAUERARBEIT BEI KINDERN

4.1 VORAUSSETZUNGEN BEI DER TRAUERBEGLEITUNG VON KINDERN

4.2 KINDERBÜCHER ALS UNTERSTÜTZENDES HILFSMITTEL BEI DER TRAUERARBEIT VON KINDERN

4.2.1 Ein kurzer Überblick

4.3 KINDERTRAUERGRUPPE - HOSPIZBEWEGUNG KAARST

5. SCHLUSSBEMERKUNG

6. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die spezifischen Erlebnisformen von trauernden Kindern zu untersuchen und praktische Wege aufzuzeigen, wie Erwachsene sie in diesem emotionalen Prozess kompetent und hilfreich unterstützen können. Im Fokus steht dabei das Verständnis für kindliche Trauer im Vergleich zu Erwachsenen sowie die Bedeutung begleitender Hilfsangebote.

  • Entwicklungsspezifische Todesvorstellungen von Kindern
  • Der kindliche Trauerprozess und seine Phasen
  • Unterschiede zwischen kindlicher und erwachsener Trauer
  • Voraussetzungen für eine gelungene Trauerbegleitung
  • Einsatz von Kinderbüchern als unterstützendes Medium
  • Praktische Konzepte von Kindertrauergruppen

Auszug aus dem Buch

3.3 Trauern Kinder und Erwachsene gleich?

Im Prinzip haben alle Menschen egal, in welcher Altersstufe sie sich gerade befinden, die gleichen Gefühle, wenn sie trauern. Sie sind verzweifelt, haben Angst, in ihnen kommt das Gefühl von Leere und Hilflosigkeit auf, sie reagieren manchmal mit Wut und Zorn und auch körperliche Signale, wie Schlaf- und Appetitlosigkeit zeigen, wie sehr sie der Verlust berührt. Da macht es keinen Unterschied, ob man ein Kind oder ein Erwachsener ist.

Dennoch sind Unterschiede im ersten Schmerz und im weiteren Verlauf der Trauer zu erkennen.35 Denn im Gegensatz zu Kindern haben Erwachsene schon eine gefestigte Todesvorstellung (siehe dazu auch Kapitel 2), was dazu führen kann, dass Kinder aus den Informationen, die sie bekommen falsche Schlüsse ziehen und Geschehenes nicht richtig deuten können. Diesbezüglich sollten Eltern sich Zeit nehmen, um mit ihren Kindern über den Tod und seine Folgen zu sprechen. Eine weitere Besonderheit ist, dass Kinder viel eher darauf angewiesen sind eine Bezugsperson zu haben die auf sie eingeht, ihnen zuhört und ihnen Halt bietet, im Gegenteil zum Erwachsenen, wo nicht jeder eine Trauerbegleitung benötigt.36 Sehr gravierend ist in diesem Zusammenhang auch, dass Kinder in ihrer Trauer sehr sprunghaft sind und den Weg der Trauer nicht so kontinuierlich gehen wie Erwachsene.37 Vor allem jüngere Kinder sind von ihrer Trauer und ihrem kindlichen Alltag in der Schule oder im Kindergarten hin- und hergerissen. Für Erwachsene scheint dieses Verhalten, manchmal etwas seltsam oder unpassend zu sein, wenn ein Kind von Zeit zu Zeit in Tränen ausbricht, weil es seine Mutter verloren hat und nur einige Minuten später lachend aus der Tür läuft, um mit seinen Freunden zu spielen. Dieses Verhalten ist jedoch völlig normal, denn Kinder reagieren auch in den alltäglichen Situationen viel sprunghafter als Erwachsene.38

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Der Autor führt anhand eines persönlichen Erlebnisses in die Problematik der kindlichen Trauerbewältigung ein und formuliert das Ziel, Unterstützungsformen für diesen Prozess zu erforschen.

2. TODESVORSTELLUNG IN DEN EINZELNEN ALTERSSTUFEN UND WIE AUF SIE EINGEGANGEN WERDEN KANN: Dieses Kapitel erläutert die entwicklungsabhängigen Konzepte von Tod und Leben bei Kindern und gibt konkrete Empfehlungen für die Begleitung in den jeweiligen Altersstufen.

3. WIE ERLEBEN KINDER TRAUER?: Hier werden die physiologischen und emotionalen Facetten der Trauer beleuchtet, Anlässe für kindliches Trauern analysiert und das Vier-Phasen-Modell der Trauer vorgestellt.

4. TRAUERBEGLEITUNG UND TRAUERARBEIT BEI KINDERN: Das Kapitel widmet sich den Voraussetzungen für eine hilfreiche Begleitung und stellt praktische Ansätze wie die Arbeit mit Kinderbüchern und Kindertrauergruppen vor.

5. SCHLUSSBEMERKUNG: Der Autor resümiert die Bedeutung der Erkenntnisse und betont, wie essenziell ehrliche Kommunikation, Stabilität und ein wertschätzender Umgang für die Trauerarbeit mit Kindern sind.

6. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Kindertrauer, Trauerbegleitung, Todesvorstellung, Trauerprozess, Vier-Phasen-Modell, Trauerarbeit, Kindertrauergruppe, Hospizbewegung, Verlustbewältigung, Kindheit, Emotionale Entwicklung, Sterbebegleitung, Abschied nehmen, Trauerrituale, Normalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung von Kindern mit dem Tod sowie den Möglichkeiten, sie in ihrem individuellen Trauerprozess einfühlsam zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die altersstufenspezifischen Todeskonzepte von Kindern, der Verlauf von Trauerprozessen, die Besonderheiten kindlicher Trauer im Vergleich zu Erwachsenen und die praktische Trauerbegleitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für das kindliche Erleben von Trauer zu schaffen und Wege aufzuzeigen, wie Erwachsene Kindern helfen können, Verluste gesund in ihr Leben zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie der Analyse von Trauermodellen, ergänzt durch die Vorstellung konkreter Unterstützungsansätze wie Kindertrauergruppen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der entwicklungspsychologischen Sicht auf den Tod, die Analyse des Trauererlebens bei Kindern sowie die Erörterung von Hilfsmitteln wie Kinderbüchern und Gruppenangeboten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Trauerbegleitung, Kindertrauer, Verlustbewältigung, Todesvorstellungen und das Vier-Phasen-Modell der Trauer.

Wie unterscheidet sich kindliche Trauer von der Erwachsener?

Kindliche Trauer ist oft "sprunghafter". Während Erwachsene den Trauerweg meist kontinuierlicher beschreiten, zeigen Kinder eine "Pfützen-Dynamik", bei der sie abwechselnd trauern und wieder in ihren Alltag eintauchen.

Welche Rolle spielt die Hospizbewegung Kaarst in der Arbeit?

Die Kindertrauergruppe der Hospizbewegung Kaarst dient als Praxisbeispiel für eine professionelle Begleitung, die Kindern einen geschützten Raum für ihre Gefühle und ein "Alltagscoaching" bietet.

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Details

Title
Erlebnisformen bei trauernden Kindern und wie sie in diesem Prozess hilfreich unterstützt werden können
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
1
Author
Daniel Plesivac (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V72658
ISBN (eBook)
9783638634212
Language
German
Tags
Erlebnisformen Kindern Prozess
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Plesivac (Author), 2007, Erlebnisformen bei trauernden Kindern und wie sie in diesem Prozess hilfreich unterstützt werden können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72658
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