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Evangelische Kirche im Nationalsozialismus - Bekennende Kirche und Deutsche Christen

Titel: Evangelische Kirche im Nationalsozialismus - Bekennende Kirche und Deutsche Christen

Unterrichtsentwurf , 2006 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Gunnar Schulze (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Unterrichtsentwurf geht von einer fiktiven Lerngruppe des zehnten Schuljahrgangs an einem Gymnasium aus. Im Fach Religion werden pro Schuljahrgang SchülerInnen aus mehreren Klassen unterrichtet. Das ergibt sich aus der freiwilligen Teilnahme am Religionsunterricht (§7 SchulG M-V). Deshalb ist es wichtig zu wissen, dass die Lerngruppe aller Wahrscheinlichkeit nach inhomogen ist. Das heißt, es kann zu Problemen in der Lerngruppe kommen, weil sich die SchülerInnen nicht im üblichen Klassenverband bewegen.
Die meisten der SchülerInnen haben das Unterrichtsfach Religion aus eigenem Interesse gewählt, für einige andere war es jedoch lediglich eine bessere Alternative zum Philosophieunterricht.
Auffällig ist die geringe religiöse Vorbildung vieler SchülerInnen, bedingt durch eine zunehmende Entchristlichung der Gesellschaft.
Das Lehrer-Schüler Verhältnis ist als gut zu bezeichnen und wirkt sich positiv auf das freie Unterrichtsgespräch aus.

2. Unterrichtszusammenhang

Der Rahmenplan für das Fach Evangelische Religion an Gymnasien nennt für die zehnte Jahrgangsstufe u. a. das Thema „Kirche im Nationalsozialismus“. Die geplante Unterrichtseinheit über fünf Stunden wird sich thematisch daran orientieren.
Der Spannungsbogen der Unterrichtseinheit soll folgendermaßen aufgebaut sein:

1. Stunde: Einführung in das Thema „Kirche im Nationalsozialismus“, sowie die Distanzierung der katholischen Kirche mit der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ zum Nationalsozialismus.
2. Stunde: Evangelische Kirche im Nationalsozialismus mit der Gewichtung auf dem Arierparagraphen, den Deutschen Christen (DC) und der Bekennenden Kirche (BK).
Stundenproblem: Welche Stellung bezog die Evangelische Kirche zum NS-Staat.
3. Stunde: Der Weg zur Bekenntnissynode zu Barmen und die Barmer Theologische Erklärung.
4. Stunde: Dietrich Bonhoeffer – „Dem Rad in die Speichen fallen“ - Widerstand im 3. Reich.
Schülerreferat zur Biographie Bonhoeffers sowie die Erarbeitung der Begriffe Verantwortung- und Gesinnungsethik und deren Unterscheidung.
5. Stunde: Leistungskontrolle zur Themeneinheit.

Die zweite Stunde wird in diesem Unterrichtsentwurf dargestellt.

Leseprobe


Gliederung

1. Rahmenbedingungen und Lerngruppenbeschreibung

2. Unterrichtszusammenhang

3. Sachanalyse

3.1 Deutsche Christen

3.2 Bekennende Kirche

3.3 Ausblick

4. Didaktik

4.1 Einordnung in den Rahmenplan

4.2 Vergangenheitsbedeutung des Themas für die SchülerInnen

4.3 Gegenwartsbedeutung des Themas für die SchülerInnen

4.4 Zukunftsbedeutung des Themas für die SchülerInnen

4.5 SchülerInnenrelevanz

4.6 Fachrelevanz

4.7 Gesellschaftsrelevanz

4.8 Schwerpunkte der Stunde und didaktische Reduktion

4.9 Zugangsmöglichkeiten

4.10 Schwierigkeiten

5. Lernziele

5.1 Übergeordnetes Lernziel

5.2 Teillernziele

6. Methodik

7. Verlaufsplan

8. Tafelbild

9. Hausaufgaben

10. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Unterrichtseinheit verfolgt das Ziel, Schülerinnen und Schülern der zehnten Jahrgangsstufe das komplexe Verhältnis der Evangelischen Kirche zum Nationalsozialismus zu vermitteln und sie zur kritischen Auseinandersetzung mit historisch-theologischen Konflikten zu befähigen.

  • Historische Aufarbeitung der Positionen der "Deutschen Christen" und der "Bekennenden Kirche".
  • Analyse der theologischen Begründungen des Kirchenkampfes in der Zeit des Nationalsozialismus.
  • Förderung der Urteilsbildung durch die Arbeit mit zeitgenössischen Primärquellen und historischer Symbolik.
  • Erarbeitung eines Verständnisses für die Bedeutung von Zivilcourage und ethisch begründetem Widerstand.

Auszug aus dem Buch

3.1 Deutsche Christen

Die Deutschen Christen (DC) waren eine rassistische und faschistische Gruppierung innerhalb des deutschen Protestantismus zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie wurden 1932 gegründet und übernahmen seit Juni 1933 die Leitung einiger Landeskirchen in der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK). Mit ihrer Gleichschaltungspolitik und dem Versuch, durch die Übernahme des Arierparagraphen in die Kirchenverfassung Christen jüdischer Herkunft auszuschließen, lösten sie den Kirchenkampf mit anderen evangelischen Christen aus, die daraufhin 1934 die Bekennende Kirche gründeten.

Die Wurzeln der DC lassen sich in verschiedenen Gruppen im deutschen Protestantismus des ausgehenden Kaiserreichs und der Weimarer Republik ausmachen, die völkisches, national-konservatives und rassistisches Gedankengut pflegten.

Zusammenfassung der Kapitel

Rahmenbedingungen und Lerngruppenbeschreibung: Analysiert die Zusammensetzung der Lerngruppe am Gymnasium und thematisiert soziale sowie leistungsspezifische Voraussetzungen.

Unterrichtszusammenhang: Bettet die geplante Unterrichtsstunde in den Gesamtkontext einer fünfteiligen Unterrichtseinheit zum Thema "Kirche im Nationalsozialismus" ein.

Sachanalyse: Liefert den theoretischen und historischen Hintergrund zu den gegensätzlichen Strömungen der "Deutschen Christen" und der "Bekennenden Kirche".

Didaktik: Erläutert den Stellenwert des Themas im Rahmenplan sowie die fachliche und gesellschaftliche Relevanz für die Schülerinnen und Schüler.

Lernziele: Definiert die angestrebten Kompetenzen und Lernfortschritte der geplanten Unterrichtseinheit.

Methodik: Beschreibt den didaktischen Aufbau der Stunde, angefangen bei der Arbeit mit historischen Symbolen bis hin zur Quellenanalyse.

Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Darstellung der geplanten Unterrichtsphasen mit Zeitangaben.

Tafelbild: Strukturierte Gegenüberstellung der Kernpunkte zu den beiden kirchlichen Gruppierungen.

Hausaufgaben: Formuliert die Aufgabe zur Erstellung eines Referats über Dietrich Bonhoeffer.

Literatur: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und didaktischen Materialien.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Evangelische Kirche, Kirchenkampf, Deutsche Christen, Bekennende Kirche, Arierparagraph, Barmer Theologische Erklärung, Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller, NS-Staat, Quellenarbeit, Religionsunterricht, Antisemitismus, Christentum, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Auseinandersetzung innerhalb der Evangelischen Kirche während des Nationalsozialismus und die daraus resultierende Spaltung in Deutsche Christen und Bekennende Kirche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die kirchliche Gleichschaltung, die theologischen Konflikte um den Arierparagraphen sowie der Widerstand gegen den Totalitätsanspruch des NS-Regimes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Unterrichtsentwurfs, der Schülern ermöglicht, die kirchengeschichtlichen Entwicklungen und moralischen Konflikte jener Zeit zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein problemorientierter Ansatz gewählt, der auf der Analyse historischer Quellen und der Arbeit mit zeitgenössischen Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Hintergründe, die Didaktik, die Lernziele sowie die methodische Umsetzung der Unterrichtsstunde detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Kirchenkampf, Deutsche Christen, Bekennende Kirche, Nationalsozialismus und theologisch begründeter Widerstand.

Welche Bedeutung hat die "Braunschweiger Bischofskette" in der Unterrichtsstunde?

Sie dient als visuelle Einstiegsquelle, um das Verhältnis von Staat und Kirche zu versinnbildlichen und erste Assoziationen bei den Schülern zu wecken.

Warum ist die Arbeit Bonhoeffers ein wichtiger Bestandteil der Unterrichtsvorbereitung?

Bonhoeffer wird als zentraler Vertreter der Bekennenden Kirche betrachtet, dessen Widerstandsethik einen wichtigen Gegenpunkt zur Ideologie der Deutschen Christen darstellt.

Welches Fazit zieht der Autor zur Lösung des Kirchenkampfes?

Der Autor stellt fest, dass eine Einigung während des NS-Regimes unmöglich war und eine Lösung erst nach 1945 durch Schritte wie das Stuttgarter Schuldbekenntnis eingeleitet werden konnte.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Evangelische Kirche im Nationalsozialismus - Bekennende Kirche und Deutsche Christen
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Theologische Fakultät)
Note
1,0
Autor
Gunnar Schulze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
29
Katalognummer
V72835
ISBN (eBook)
9783638735834
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Evangelische Kirche Nationalsozialismus Bekennende Kirche Deutsche Christen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gunnar Schulze (Autor:in), 2006, Evangelische Kirche im Nationalsozialismus - Bekennende Kirche und Deutsche Christen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72835
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Leseprobe aus  29  Seiten
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