Die Textsorte "Cartas al Director": Strukturen - Inhalte - Charakteristika


Hausarbeit, 2006

39 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historisches und Aktuelles zur Tageszeitung „El País“ und ihrem „Libro de Estilo“
2.1 Die Tageszeitung „El País“
2.2 Das „Libro de Estilo“

3 Die Textsorten „Leserbrief“ und „Cartas al director“
3.1 Der Leserbrief
3.2 Die Rubrik „Cartas al director“ in El País

4 Merkmale der Rubrik „Cartas al director“
4.1 Darstellungsform
4.2 Länge der Leserbriefe
4.3 Länge der Titel

5 Kategorisierung und soziologische Zusammensetzung der Leserbriefe
5.1 Einteilung in Regionen, Provinzen und Städte
5.2 Aufteilung in verschiedene Berufsgruppen
5.3 Anzahl der Leserbriefe nach Geschlecht

6 Themen
6.1 Metasprachliche Aussagen am Beispiel des Katalanische
6.1.1 Jüngste Geschichte der katalanischen Sprache
6.1.2 Leserbriefe
6.2 Politikkritische Leserbriefe zur Thematik der Partido Popular
6.2.1 Die Partido Popular und ihr ehemaliger Vorsitzender José María Aznar
6.2.2 Leserbriefe
6.3 11-M
6.3.1 Die Anschläge vom 11. März
6.3.2 Leserbriefe
6.4 Die Rolle der Frau in Spanien
6.4.1 Gesellschaftliche Problematik
6.4.2 Leserbriefe
6.5 Die Zunahme von Botellones in Großstädten
6.5.1 Definition eines „Botellón“
6.5.2 Leserbriefe

7 Sprache, Stil und Intention der Leserbriefe

8 Zusammenfassung

9 Literaturverzeichnis

10 Anhang

1 Einleitung

Das Thema meiner Hausarbeit stellt die Textsorte „Cartas al director“ in der spanischen Tageszeitung „El País“ dar. Nachdem ich anfangs auf die historische Entwicklung sowie die Charakteristika der El País eingehe, gebe ich anschließend einen Überblick über die Kategorie „Leserbriefe“ im Allgemeinen und „Cartas al director“ im Speziellen. Des weiteren befasse ich mich mit den Merkmalen der Leserbriefe sowie der Gliederung nach Regionen. Behandelt werden auch die verschiedenen Berufsgruppen der Verfasser als auch die Anzahl der Leserbriefe nach Geschlecht. Den größten Teil dieser Arbeit bilden die einzelnen Themen, die den Leserbriefen zugrunde liegen – inklusive der dazugehörigen Briefe. Schließlich gehe ich auf die Sprache der Leserbriefe ein. Die Arbeit wird durch eine kurze Zusammenfassung des Gesamtthemas abgerundet. (Anmerkung: Aufgrund eines besseren Leseflusses sind nur Quellenangaben, die sich auf Bücher beziehen, im Text abgedruckt, während ich die Internetseiten im Literaturverzeichnis durchnummeriert habe und lediglich die jeweilige Nummer im Text zu finden ist.)

2 Historisches und Aktuelles zur Tageszeitung „El País“ und ihrem „Libro de Estilo“

2.1 Die Tageszeitung „El País“

El País ist die größte und international bekannteste Tageszeitung Spaniens. „Die Idee zu El País entstand noch zu Lebzeiten Francos, als im Jahre 1973 Politker, Industrielle und Intellektuelle die Gründung einer Aktiengesellschaft beschlossen, deren Ziel die Schaffung einer unabhängigen Tageszeitung war“ (Lebsanft 1990: 4). Gegründet wurde diese Tageszeitung 1976, kurz nach dem Tod Francisco Francos. José Ortega Spottorno, der Sohn des Philosophen José Ortega y Gasset, figurierte als Presidente del Consejo (de Administración), Jesús de Polanco Gutiérrez als sein Stellvertreter. Chefredakteur war Juan Luis Cebrián Echarri. Die Erstausgabe erfolgte am 4. Mai 1976, zu Beginn der Übergangszeit Spaniens von der Diktatur zur Demokratie (Ebd.: 4).

Herausgeber der Zeitung ist die Mediengruppe PRISA (Promotora de Informaciones, S.A.), Spaniens größter Medienkonzern. „Politisch gelten die Medien der Prisa-Gruppe als tendenziell links und damit nahe an den Positionen der sozialdemokratischen spanischen Regierungspartei PSOE“ (Partido Socialista Obrero Espanol) (1). Diese Partei war während der Franco-Diktatur verboten und agierte ausschließlich aus dem Untergrund. „Von Anfang an stellte sich El País [somit] in den Dienst des „demokratischen Prozesses“ und der Rehabilitierung des im Bürgerkrieg besiegten Spaniens“ (Lebsanft 1990: 5). Ihr Start am Markt bedeutete eine Revolution in der journalistischen Sichtweite Spaniens, da schon in der ersten Zeitung klare demokratische und europafreundliche Standpunkte vertreten wurden (vgl. 2). „Im Übergang zur Demokratie entwickelte sie sich [daher] zu einer der wichtigsten publizistischen Plattformen des Landes“ (vgl. 3). Neben ihrer sozialdemokratischen Ideologie, zeichnet sie sich auch durch die Verarbeitung von Themen mit internationalem, nationalem, wirtschaftlichem und kulturellem Charakter aus.

El País ist vollständig in kastilisch verfasst, ihr Hauptsitz ist in Madrid und sie bezeichnet sich selbst als „Diario Independiente de la Mañana“. Mit einem Durchschnitt von 457.675 täglich verkauften Exemplaren (Stand 2005) ist sie, laut der „Oficina de Justificación de la Difusión“, die nichtsportliche Zeitung mit größter Verbreitung in Spanien (vgl. 2 und 3). So betrug 1977 die durchschnittliche Auflage bereits 128.805 Exemplare, 1987 waren es 372.741 Exemplare. Weitere Zeichen der festen Etablierung auf dem Zeitungsmarkt waren die Gründung einer Barceloneser Ausgabe im Okt 1982 und einer internationalen Ausgabe im Jahr 1983 (vgl. Lebsanft 1990: 6). Seit Mitte der 1990er Jahre verfügt El País mit El País Digital über eine umfassende Internet-Präsenz. Ihr jetziger „director“ ist Javier Moreno (vgl. 2).

Kritik an El País wurde kaum laut.

2.2 Das „Libro de Estilo“

Erwähnenswert ist die Besonderheit, die El País der Sprache entgegenbringt: das sogenannte „Libro de Estilo“. Für den internen Gebrauch gibt die Zeitung alljährlich ein Handbuch heraus, in dem verbindlich vorgeschrieben wird, wie bestimmte Wörter orthographisch dargestellt werden müssen (vgl. Lebsanft 1990: 8). „El País bemüht sich aber nicht nur um die Qualität des in der eigenen Zeitung verwendeten Spanisch, sondern hat auch stets ein offenes Ohr für alle Arten von Sprachfragen, die sich im heutigen Spanien auftun“ (Ebd.: 11). Zudem unterhält sie eine enge Verbindung zur Real Academia Espanola. El País bemüht sich stark, als spanischsprachige Zeitung die Empfindungen und Empfindlichkeiten der Sprecher von Regionalsprachen zu respektieren, zum Beispiel bevorzugt sie als Bezeichung des Spanischen den Ausdruck „castellano“ (kastilisch) (Ebd.: 13).

3 Die Textsorten „Leserbrief“ und „Cartas al director“

3.1 Der Leserbrief

Unter einem Leserbrief versteht man normalerweise eine von einem Leser verfasste Antwort auf einen Artikel in der Zeitung oder – moderner gesehen –auf einen Beitrag in einem Diskussionsforum oder einer Newsgroup. Natürlich kann nicht immer davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Antwort handelt, denn der Verfasser kann auch ein völlig neues Thema aufwerfen. Dies kommt in der Regel jedoch nicht allzu oft vor.

„Der Leser wendet sich in seinen Briefen mit den verschiedensten Anliegen an die Zeitungen und Zeitschriften. Er äußerst seine Meinung und Ansicht, gibt Hinweise und Ergänzungen, macht Vorschläge und Korrekturen, sucht Auskünfte zu erhalten oder bittet um Rat und Hilfe in seinen Nöten“ (Böttcher 1961: 71).

In der Sprachwissenschaft wird der Leserbrief den "judizierenden Textsorten" zugeordnet. Des weiteren unterscheidet die Medienlingusitik den Leserbrief als massenmediale Erscheinungsform von der Leserzuschrift. Als Leserzuschriften werden jene Texte bezeichnet, die Medienrezipienten aus verschiedenen Zielsetzungen heraus, zum Beispiel Kritik an der Berichterstattung des Mediums oder Wunsch nach Teilnahme an einer öffentlichen Auseinandersetzung, an einen Medienbetrieb richten. Aus der Menge der per Post oder per E-Mail eingegangenen Leserzuschriften werden in Leserbriefredaktionen Texte nach medienspezifischen Kriterien, wie Nachrichtenwert, Aktualität, Prominenz des Urhebers oder Bearbeitungsaufwand, für die massenmediale Weiterverarbeitung ausgewählt und in der Regel unter Rückgriff auf journalistische Redaktionsprinzipien verändert. Dies können Kürzungen, Umstellungen oder Substitutionen sein. Die Wertung der Leserpost unterliegt weitgehend dem Fingerspitzengefühl und der im Laufe der Zeit erworbenen Routine der Redakteure. Am Ende dieses komplexen Selektions- und Redaktionsprozesses steht gegebenenfalls ein massenmedial publizierter Leserbrief (vgl. 4).

3.2 Die Rubrik „Cartas al director“ in El País

Der Übergang von der Diktatur zur Demokratie brachte der Zeitungsrubrik „Cartas al director“ einen großen Aufschwung. So wirft seit Mitte der 1970er Jahre eine Vielzahl von Lesern eine Fülle von Problemen auf und schlägt noch mehr Lösungen dafür vor. Das gilt auch für El País (vgl. Lebsanft 1997: 262). Die ersten Leserbriefe wurden am 7. Mai 1976 veröffentlicht. Sie trugen noch keine Überschriften. El País ging aber schon sehr bald dazu über, die Leserbriefe mit eigenen Überschriften zu versehen, „und entwickelte die Technik, prägnant, pointiert und gelegentlich mit ironischer Unterkühlung die Intention eines Leserbriefs zu erfassen und dabei die Neugierde zu wecken, zu einer Meisterschaft“ (Lebsanft 1990: 14/15).

Mir der Seite der Cartas al director ist ein Forum geschaffen worden, auf dem die einfachen Leute, die gente de a pie, Anliegen und Standpunkte, die sie von „denen da oben“ nicht oder nicht genügend berücksichtigt glauben, vor der ganzen lesenden Nation vorbringen können. Durch diese normalerweise unveröffentlichte, nun aber öffentlich zur Geltung kommende Meinung entsteht ein Dialog mit der Zeitung, aber auch mit anderen Lesern. In den Leserbriefen können die Dinge so dargestellt werden, wie sie, nach Meinung der kleinen Leute, wirklich sind. Natürlich steigt gelegentlich auch einer der „Großen“, der gewöhnlich oberhalb der Linie schreibt, die diese Rubrik von den gezeichneten Meinungsartikeln trennt, zum „Fußvolk“ herab (vgl. Böttcher 1961: 262 und Lebsanft 1990: 15).

Die Themen sind breit gestreut. „Das Schicksal der Nation, die große und die kleine Politik, Leben und Tod, Gesundheit und Krankheit, der Kampf der Geschlechter, Vergnügen aller Art, große, kleine und kleinste Ärgernisse, einfach alles findet in ihnen Platz“ (Lebsanft 1990: 15). Die Praxis zeigt, dass El País generell Leserbriefe veröffentlicht, die sich zu einem aktuellen Problem äußern und geeignet sind, Debatten unter den Lesern anzufachen. Das aktuelle Problem muss nicht zwangsläufig zuvor in der Zeitung zur Sprache gekommen sein. Wesentlich häufiger werden jedoch Leserbriefe veröffentlicht, die auf erschienene Beiträge reagieren (vgl. Böttcher 1961: 262/263).

Die Zeitungsmacher sind sich der Bedeutung der Leserbriefe für ihr Produkt – als wichtigste Form der Rückkopplung – vollkommen bewusst. „Es gibt, abgesehen von der verkauften Auflage, keinen besseren Prüfstein, um in Erfahrung zu bringen, wie die Zeitung beim Käufer „ankommt“. Der Monolog der Journalisten wird dank der Leserbriefe zu einem Dialog“ (Lebsanft 1990: 15). So schreibt zum Beispiel Vicente Verdú:

„Cuando las cartas disminuyen, gotean y finalmente, se agotan, la sentencia final está cerca (...) Igualmente, cuando un periódico se escribe con la mano exclusiva de sus periodistas, pierde algo tan radical como la evidencia de estar comunicándose. Y si un medio de comunicación no alcanza esa evidencia, ¿qué otra realidad lo justifica?“ (Ebd.: 15).

Da die franquistische Ära einen derartigen freien Dialog zwischen Journalisten und Lesern nicht zugelassen hat, ist der Stolz Juan Luis Cebrián Echarris, der von 1976 bis 1980 mehr als 100.000 Leserbriefe erhielt, umso verständlicher (Ebd.: 16). Er sieht den Erfolg dieser Zeitungssparte teilweise als Verwirklichung europäischer Demokratie in Spanien:

„Un lector de un periódico que se toma el trabajo de escribir una carta, para protestar, aplaudir o sugerir cualquier cosa, (...), es sin lugar a dudas alguien que siente como suyo, para bien o para mal, el periódico que lee“ (Ebd.: 16).

Doch die Publikation von Leserbriefen hat auch Spielregeln, welche regelmäßig in der Zeitung veröffentlicht werden. Diese betreffen die Anforderungen der Redaktion an den Autor, dessen Beitrag einen gewissen Umfang nicht überschreiten soll und dessen Authentizität durch bestimmte Angaben zu Person gewährleistet werden soll. Zudem nimmt sich die Redaktion, im Falle einer Veröffentlichung, das Recht, den Beitrag beispielsweise zu kürzen oder zusammenzufassen:

„Los textos destinados a esta sección no deben exceder de 15 líneas mecanografiadas. Es imprescindible que estén firmados y que en ellos conste el domicilio, teléfono y número de DNI o pasaporte de sus autores. EL PAÌS se reserva el derecho de publicarlos, así como de resumirlos o extractarlas. No se devolverán los originales no solicitados, ni se dará información sobre ellos“ (El País).

Im Gegensatz zu dieser Textpassage, wie sie in El País abgedruckt wird, findet man auf der dazugehörigen Internetseite „http://www.elpais.com/opinion/ cartas“ Folgendes:

„Los textos destinados a esta sección:

> No deben exceder de 30 líneas mecanografiadas

> Es imprescindible que estén firmados

> Debe constar domicilio, teléfono y número de DNI o pasaporte del

autor.

EL PAÌS se reserva el derecho de publicar tales colaboraciones, así como de resumirlas o extractarlas cuando lo considere oportuno.

No se devolverán los originales no solicitados, ni se facilitará información postal o telefónica sobre ellos.

NOTA: Si Sólo quiere enviar una respuesta a cualquiera de las cartas aquí publicadas, non debe incluir datos personales en el mensaje“ (5).

4 Merkmale der Rubrik „Cartas al director“

4.1 Darstellungsform

Die Rubrik „Cartas al Director“ fällt unter den Bereich „Opinión“. Sie verfügt über den Platz einer dreiviertel Seite und ist in fünf Spalten gegliedert. Eine Spalte umfasst etwa 70 Zeilen zu durchschnittlich je fünf Wörtern. Täglich werden zwischen fünf und acht Leserbriefe abgedruckt. Einer dieser Leserbriefe steht dabei jeweils umrandet und über zwei Spalten hinweg in der oberen Mitte dieser Rubrik. Zu Beginn befinden sich die oben genannten Spielregeln, die den Autor auf das korrekte Verfassen und die notwendigen Angabe eines Leserbriefs hinweisen, sowie ein oder mehrere E-Mail-Adressen zur Kontaktaufnahme mit der Zeitung und der Hinweis, dass sich eine größere Auswahl von Leserbriefen auf der Internetseite von El País befindet.

4.2 Länge der Leserbriefe

Da täglich, wie erwähnt, eine etwa gleiche Anzahl von Leserbriefen abgedruckt wird, ist auch die Länge dieser Leserbriefe weitestgehend ähnlich, kann in einzelnen Fällen jedoch auch stark variieren. So ist ein durchschnittlich langer Leserbrief ungefähr eine halbe bis eine Spalte lang. Dies trifft auf gut zwei Drittel der bearbeiteten Leserbriefe zu. Etwa 15 Leserbriefe sind dagegen sehr kurz gehalten. Der kürzeste umfasst dabei lediglich sechs Zeilen. Den Rekord hält ein Leserbrief über die Opfer des Franco-Regimes mit knapp 100 Zeilen.

4.3 Länge der Titel

Die Titel sind überwiegend der Länge der Leserbriefe angepasst: Ein kurzer Leserbrief hat weder einen übermäßig langen Titel, noch wurde – mit einer Ausnahme – ein sehr langer Leserbrief mit nur einem Wort versehen. Die längsten vorkommenden Titel setzen sich aus neun Wörtern zusammen, während, wie gesagt, der kürzeste aus nur einem Wort besteht. In der Regel bilden jedoch immer etwa drei bis fünf Wörter die Überschrift eines Leserbriefs.

5 Kategorisierung und soziologische Zusammensetzung der Leserbriefe

5.1 Einteilung in Regionen, Provinzen und Städte

Kategorisiert man die 92 Leserbriefe des untersuchten Zeitraums nach ihrer Herkunft, so lässt sich sagen, dass bis auf Cantabria, Islas Baleares und La Rioja alle autonomen Regionen Spaniens vertreten sind. Des weiteren wurden 16 Prozent der Leserbriefe ohne Ortsangabe verfasst. 4,4 Leserbriefe stammen aus Frankreich, England, der Schweiz und den Niederlanden.

Die Kommastelle bei der Anzahl ergibt sich dadurch, dass einer der Leserbriefe von fünf Personen verfasst wurde, die aus unterschiedlichen Gebieten kommen.

Wie auf der folgenden Seite tabellarisch dargestellt, liegt Madrid mit 18,2 Leserbriefen an der Spitze (16,74 %), gefolgt von Cataluña mit 16 Leserbriefen (14,72 %). Gliedert man Madrid und Cataluña jeweils auf, ergibt sich, dass 15,2 Leserbriefe direkt aus Madrid, drei aus der Provinz Madrid stammen. Bezogen aus Cataluña, wurden sieben Leserbriefe aus Barcelona eingesendet, vier aus der Provinz Barcelona, zwei aus der Provinz Gerona sowie einer direkt aus Gerona. Die Rangfolge nach autonomen Regionen setzen Castilla y León und Valencia mit jeweils sechs Leserbriefen fort. Weitere Angaben sind der Tabelle zu entnehmen.

Generell kann gesagt werden, dass gerade Einwohner spanischer Großstädte häufiger mit ihrer Meinung an die Zeitung herantreten. So sind 46,2 Leserbriefe aus Capitales Autonómicas und Capitales Provinciales, allerdings nur 19 Leserbriefe aus kleineren Orten der jeweiligen Provinzen. Die beiden kleinsten Orte sind hierbei El Palmar, Valencia mit einer Einwohnerzahl von etwa 900 sowie Zarzalejo, Madrid mit etwa 1250 Einwohnern.

Unterteilt man Spanien grob in Nord- und Südspanien – zu Südspanien fasse ich die autonomen Regionen Andalucía, Castilla-La Mancha, Extremadura, Islas Canarias, Murcia und Valencia zusammen –, so stellt man fest, dass hauptsächlich Leserbriefe aus Nordspanien – inklusive Madrid – geschrieben werden. Aus Südspanien stammen nur 18 Leserbriefe, während 52,2 Leserbriefe in Nordspanien verfasst wurden. Auch wenn man die Hauptstadt Madrid sowie Barcelona außen vor lässt, zählt man noch 28 Leserbriefe aus Nordspanien.

[...]

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Die Textsorte "Cartas al Director": Strukturen - Inhalte - Charakteristika
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
PS: Sprachpflege und Sprachnormierung in "El País"
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
39
Katalognummer
V73768
ISBN (eBook)
9783638783347
ISBN (Buch)
9783638794596
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Textsorte, Cartas, Director, Strukturen, Inhalte, Charakteristika, Sprachpflege, Sprachnormierung, País
Arbeit zitieren
Anja Hofmann (Autor), 2006, Die Textsorte "Cartas al Director": Strukturen - Inhalte - Charakteristika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73768

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