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Analyse und Bewertung der industriellen Methoden zur Artikelsegmentierung für die Materialwirtschaft

Titel: Analyse und Bewertung der industriellen Methoden zur Artikelsegmentierung für die Materialwirtschaft

Diplomarbeit , 2006 , 93 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Boyana Boyanova (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Unternehmen befinden sich in einer Situation, in der sie ihr Produktsortiment ständig zu erneuern und möglicherweise auszuweiten haben, um den Anforderungen des heutigen Marktes gerecht zu werden und die vielfältige Nachfrage zu befriedigen. Die Folge dieser Produktinnovation sind kürzere Entwicklungs-, Produktions- und Produktlebenszyklen.

Gegenstand dieser Arbeit ist die Suche nach geeigneten Methoden und Instrumenten zur Analyse und Klassifikation von Objekten (Produkten). Ziel dieser Klassifikation ist es, ähnliche Produkte, beispielsweise bezüglich ihrer Wertigkeit oder Verbrauchsstruktur, zusammenzufassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation

1.2 Ziel der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Theorie des Bestandsmanagements

2.1 Grundbegriffe

2.2 Ziele und Aufgaben des Bestandsmanagements

2.3 Bedeutung des Bestandsmanagements für das Unternehmen

2.3.1 Einflussgrößen von Beständen

2.3.2 Bestände als Kostenfaktor

2.3.3 Auswirkungen von Beständen auf den Unternehmenserfolg

2.3.4 Bestandsoptimierung

2.4 Abschließende Betrachtung

3 Cluster – Homogenität als Grundprinzip zur Bildung von Clustern

4 Dispositionsstrategien

4.1 Die auftragsgesteuerte Disposition

4.1.1 Einzelbedarfsdisposition

4.1.2 Sammelbedarfsdisposition

4.2 Die plangesteuerte Disposition

4.3 Die verbrauchsgesteuerte Disposition

4.3.1 Bestellpunktverfahren

4.3.2 Bestellrhythmusverfahren

4.4 Abschließende Betrachtung

5 Begleitende Instrumentarien

5.1 ABC-Analyse

5.1.1 Historie

5.1.2 Durchführung der ABC-Analyse

5.1.3 Folgerungen der ABC-Analyse

5.1.4 Vor- und Nachteile der ABC-Analyse

5.2 XYZ-Analyse

5.2.1 XYZ-Analyse nach dem Variationskoeffizienten

5.2.2 XYZ-Analyse nach dem Nullperiodenanteil

5.2.3 XYZ-Analyse nach dem Schwankungskoeffizienten

5.2.4 Bewertung der XYZ-Analysen

5.3 Kombination von ABC- und XYZ-Analyse

5.3.1 Bereitstellungsprinzipien

5.3.2 Abschließende Betrachtung

5.4 ORG-Methode

5.5 Bodensatzanalyse

5.6 Reichweitenanalyse

5.7 Abschließende Betrachtung

6 Planung und Prognose

6.1 Einfluss der Absatzprognose auf die Bestände

6.2 Exponentielle Glättung 1. Ordnung

6.3 Kontrolle der Prognose

6.4 Das Verfahren von Croston für Zeitreihen mit Nullwerten

6.5 Collaborative Demand Planning

6.6 Abschließende Betrachtung

7 Weitere Ansätze

8 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht industrielle Methoden zur Artikelsegmentierung, um eine effiziente Bestandsführung in der Materialwirtschaft zu ermöglichen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie behandele ich welche Ware?“. Dabei werden Instrumente zur Analyse und Klassifikation von Objekten evaluiert, um den traditionellen Zielkonflikt zwischen hoher Lieferbereitschaft und minimierten Kapitalbindungskosten zu lösen.

  • Analyse des Bestandsmanagements und seiner Einflussfaktoren
  • Grundlagen und Methoden zur Clusterbildung
  • Verschiedene Dispositionsstrategien und deren Anwendungsgebiete
  • Methoden der Bestandsanalyse (z.B. ABC-, XYZ-, ORG-Analyse)
  • Planungs- und Prognoseverfahren zur Bestandsoptimierung

Auszug aus dem Buch

1.1 Ausgangssituation

Die Unternehmen befinden sich in einer Situation, in der sie ihr Produktsortiment ständig zu erneuern und möglicherweise auszuweiten haben, um den Anforderungen des heutigen Marktes gerecht zu werden und die vielfältige Nachfrage zu befriedigen. Die Folge dieser Produktinnovation sind kürzere Entwicklungs-, Produktions- und Produktlebenszyklen. In der Vergangenheit waren die Märkte noch aufnahmefähig. Die Verkäufer konnten selbst bestimmen, welche Menge zu welchem Preis und zu welchem Zeitpunkt anzubieten (Verkäufermarkt). In den heutigen gesättigten Märkten ist aber das Gegenteil zu beobachten, nämlich die Orientierung der Verkäufer an den Wünschen der Käufer (Käufermarkt). Der Verkäufermarkt hat sich also in einem Käufermarkt umgewandelt. Dieser Übergang hat dazu geführt, dass sich die Industrieunternehmen immer mehr auf die Fertigung individueller variantenreicherer Produkte orientierten, und die Handelsunternehmen ihr Angebot ausgeweitet haben.

Auch der erhöhte Wettbewerbsdruck hat die Unternehmen dazu bewegt, sich immer mehr auf die Kundenanforderungen und die Gewährleistung hoher logistischer Leistungen zu orientieren. Eine gute Chance die eigene logistische Flexibilität zu sichern, und damit die Kunden zufrieden zu stellen, bieten die Lagerbestände. Die Bestände ermöglichen einen reibungslosen Ablauf entlang jeder Logistikkette. An dieser Stelle taucht aber der traditionelle Zielkonflikt der Disposition auf. Dieser Konflikt besteht darin, die geforderte Lieferbereitschaft zu sichern, und gleichzeitig die Kapitalbindungskosten zu minimieren. Es handelt sich also um den klassischen Konflikt zwischen den Kosten- und Servicezielen eines jeden Unternehmens, sei es in der Industrie oder im Handel.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit identifiziert die Herausforderungen des modernen Bestandsmanagements in gesättigten Käufermärkten und definiert das Ziel, durch Klassifikationsmethoden eine optimale Zuordnung von Produkten zu Dispositionsstrategien zu ermöglichen.

2 Theorie des Bestandsmanagements: Dieses Kapitel erläutert die Grundbegriffe und Ziele des Bestandsmanagements sowie den wesentlichen Zielkonflikt zwischen Kapitalbindung und Lieferbereitschaft im Unternehmen.

3 Cluster – Homogenität als Grundprinzip zur Bildung von Clustern: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Segmentierung von Produkten und Objekten zur Bildung homogener Klassen vorgestellt.

4 Dispositionsstrategien: Das Kapitel beschreibt auftrags-, plan- und verbrauchsgesteuerte Dispositionsverfahren sowie deren Auswirkungen auf die Bestände.

5 Begleitende Instrumentarien: Hier werden zentrale Analyseverfahren wie die ABC-, XYZ- und ORG-Analyse sowie Bodensatz- und Reichweitenanalysen detailliert dargestellt und bewertet.

6 Planung und Prognose: Die Bedeutung der Absatzplanung für die Bestandshöhe wird diskutiert, wobei Verfahren wie die exponentielle Glättung und das CPFR-Modell zur Verbesserung der Prognosequalität herangezogen werden.

7 Weitere Ansätze: Dieses Kapitel vertieft mathematische Ansätze zur dynamischen Optimierung von Produktgruppen, wie etwa die Konzeption von Chakravarty.

8 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit resümiert die Bedeutung der Bestandsoptimierung und hebt die Notwendigkeit hervor, Klassifikationsverfahren unter Berücksichtigung moderner Ansätze kontinuierlich zu verbessern.

Schlüsselwörter

Bestandsmanagement, Materialwirtschaft, Bestandsoptimierung, Dispositionsstrategien, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Klassifikation, Lieferbereitschaft, Kapitalbindung, Prognose, Lagerbestand, Supply Chain, Clusterbildung, Materialplanung, Bestandsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert industrielle Methoden zur Segmentierung von Artikeln, um eine effiziente Bestandsoptimierung in der Materialwirtschaft unter Berücksichtigung von Kosten und Servicezielen zu realisieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt Bestandsmanagement-Theorien, Dispositionsstrategien, diverse Klassifikationsverfahren wie ABC- und XYZ-Analyse sowie Prognosemodelle für die Absatzplanung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht in der Beantwortung der Frage „Wie behandele ich welche Ware?“, indem geeignete Methoden zur Klassifikation und Analyse von Objekten zur Strategiebildung identifiziert werden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse zu betriebswirtschaftlichen Bestandsmanagement-Konzepten mit der Darstellung mathematischer Algorithmen für die Artikel- und Bestandsanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Darstellung unterschiedlicher Dispositions- und Analyseverfahren sowie die Anwendung von Prognose- und Aggregationsmodellen im Kontext der Supply Chain.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Bestandsoptimierung, Dispositionsstrategien, Klassifikationsmethoden, Lieferbereitschaft und Kapitalrentabilität aus.

Wie unterscheidet sich die XYZ-Analyse von der ABC-Analyse?

Während die ABC-Analyse Artikel primär nach ihrem wertmäßigen Beitrag (Wert- und Mengenanteil) klassifiziert, fokussiert sich die XYZ-Analyse auf die Regelmäßigkeit und Prognostizierbarkeit des Verbrauchs.

Was ist das CPFR-Modell?

Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment ist ein kooperativer Prozess zwischen Industrie und Handel, um durch gemeinsamen Datenaustausch die Prognosegenauigkeit zu erhöhen und Bestände in der gesamten Logistikkette zu reduzieren.

Welchen Vorteil bietet die ORG-Methode?

Die ORG-Methode erlaubt die Einbeziehung einer unbegrenzten Anzahl an Variablen und statistischen Diskriminanzkriterien bei der Klassifikation, was sie gegenüber der eher starren ABC-Analyse flexibler und präziser macht.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse und Bewertung der industriellen Methoden zur Artikelsegmentierung für die Materialwirtschaft
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Veranstaltung
Industriebetriebslehre
Note
1,3
Autor
Boyana Boyanova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
93
Katalognummer
V74217
ISBN (eBook)
9783638689557
ISBN (Buch)
9783638694988
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse Bewertung Methoden Artikelsegmentierung Materialwirtschaft Industriebetriebslehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Boyana Boyanova (Autor:in), 2006, Analyse und Bewertung der industriellen Methoden zur Artikelsegmentierung für die Materialwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74217
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Leseprobe aus  93  Seiten
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