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Asien nach der Krise - Gender und Trade

Title: Asien nach der Krise - Gender und Trade

Term Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Magistra Artium Mirjam Wagner (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Summary Excerpt Details

Im Verlauf der Globalisierung verändern sich weltweit sowohl Finanz- als auch Arbeitsmärkte. An der Asienkrise 1997/8 und deren Folgen zeigt sich, welche Konsequenzen daraus resultieren können.
Im Folgenden soll beschrieben werden, wie sich die Veränderungen darstellen und welche Auswirkungen sie auf die asiatische Gesellschaft haben. Im Mittelpunkt steht dabei die aus der Genderperspektive betrachtete Entwicklung des Arbeitsmarktes. Denn ebenso wenig, wie die Globalisierung in ihren Strukturen und in ihren Wirkungen geschlechtsneutral ist, sind es ökonomische Krisen und deren Folgen.
Es wird zu untersuchen sein, wie sich die Folgen konkret gestalten und in wie weit kulturell geprägte Genderstrukturen für unterschiedliche ökonomische Ausgangspositionen, Lebensbedingungen und Handlungschancen von Männern und Frauen1 verantwortlich sind.
Im Gegensatz zu dem derzeitig eher genderblinden Diskurs über die neoliberale Globalisierung, soll in dieser Arbeit beschrieben werden, welche Rolle Frauen auf dem – von der Globalisierung erheblichen Änderungen unterworfenen – asiatischen Arbeitsmarkt spielen.
Wie lässt sich die finanzielle Situation asiatischer Familien beschreiben, nachdem das fordistische Modell in vielen Fällen der Realität nicht mehr entspricht?
Sind Frauen passiv und durchweg in der Opferrolle? Oder sind sie Heldinnen, die der Familie und manches Mal sogar dem Staat das Überleben sichern?
Unter welchen Bedingungen arbeiten Frauen und was leisten sie? Denn dass Frauen arbeiten, steht außer Frage.

„Das bedeutet keineswegs das Ende existenter patriarchaler Strukturen, aber es öffnen sich neue Handlungsfelder und Verhandlungspositionen auf der lokalen Ebene.“

Diese Arbeit wird versuchen, die beschriebenen Umstände näher zu erläutern, auf die gestellten Fragen eine Antwort zu geben und am Ende ihrerseits weiterführende Fragen zur Diskussion zu stellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ökonomie und Genderforschung

3. Globalisierung

4. Die Asienkrise

4.1 Daten und Fakten

4.2 Folgen

4.3 Gründe

4.4 Konsequenzen

5. Asien nach der Krise: Der Arbeitsmarkt

5.1 Truongs 4-Stufen-Modell industrieller Arbeit

5.2 Frauen in der asiatischen Arbeitswelt

5.2.1 Frauen als Brotverdienerinnen

5.2.2 Der informelle Sektor

5.2.3 Macht und Ohnmacht

5.3 Migration

5.4 Reproduktionsarbeit

5.4.1 Care

5.4.2 Economic man vs. Social woman

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Asienkrise 1997/98 auf die asiatische Gesellschaft unter einer spezifischen Genderperspektive. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle von Frauen auf dem durch Globalisierungsprozesse stark veränderten asiatischen Arbeitsmarkt und analysiert, wie diese als ökonomische Akteure mit den Folgen der Krise umgehen.

  • Analyse der Geschlechterverhältnisse im Kontext von Globalisierung und ökonomischer Krise.
  • Untersuchung der Arbeitsmarktsituation von Frauen in exportorientierten und informellen Sektoren.
  • Bewertung der Rolle von Frauen als „Stoßdämpfer“ in wirtschaftlichen Krisenzeiten.
  • Diskussion von Reproduktionsarbeit (Care) und deren ökonomischer Bedeutung.
  • Herausarbeitung geschlechtsspezifischer Auswirkungen von Migration und Arbeitsmarktstrukturen.

Auszug aus dem Buch

5.2.1 Frauen als Brotverdienerinnen

“Informal norms and established relationship of co-operation cannot be separated from culturally defined notion of gender and generation.” (Truong 2000)

In der Theorie sind Frauen meist noch die „Dazu-Verdienerinnen“ (Piper 2002), die Praxis liefert jedoch ein anderes Bild:

“When societies, communities and families collapse or are in danger of collapse, women are expected to be the extraordinary heroes of everyday life, devising individual and collective strategies of survival, of reweaving the social fabric of broken communities and dealing with fractured lives.” (Heyzer)

Immer wieder wird in der Literatur das von Truong geprägte Bild von der Frau „als Puffer“ bzw. „als Stoßdämpfer“ (vgl. Truong 1999 b) bemüht. Beschrieben wird so die Situation, in der Frauen sich befinden, wenn sie eine schlechte (wirtschaftliche) Lage – zum Beispiel die Asiens während und nach der Krise – durch ihre (Arbeits-)Kraft auffangen müssen (vgl. Heyzer). Diese „Feminisierung der menschlichen Sicherheit“ (Young 2002 a) meint, dass Frauen den Großteil der sozialen Last schwerer Zeiten tragen; ihre Überlebensstrategien sorgen dafür, dass „menschliche Sicherheit“ – dazu sind unter anderem Bildung, Gesundheit, eine gewisse finanzielle Stabilität und Nahrungssicherheit zu zählen – so gut es geht gewährleistet bleibt (vgl. Young 2002 a).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die geschlechtsspezifischen Folgen der Globalisierung und der Asienkrise ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle von Frauen in der asiatischen Arbeitswelt.

2. Ökonomie und Genderforschung: Das Kapitel begründet die Notwendigkeit, ökonomische Phänomene wie die Asienkrise durch eine Genderperspektive zu betrachten, um umfassendere wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

3. Globalisierung: Es erfolgt eine kritische Definition des Globalisierungsbegriffs, wobei insbesondere die Auswirkungen des neuen Kapitalismus und des „Washington-Konsensus“ auf die asiatische Wohlfahrt beleuchtet werden.

4. Die Asienkrise: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über den Verlauf, die Ursachen und die wirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise in Asien ab 1997.

5. Asien nach der Krise: Der Arbeitsmarkt: Die Autorin analysiert die drastischen Veränderungen am asiatischen Arbeitsmarkt, die Zunahme informeller Beschäftigungsverhältnisse und die spezifische Betroffenheit von Frauen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Genderverhältnisse maßgeblichen Einfluss auf ökonomische Prozesse haben und fordert eine gendersensitive Politik zur nachhaltigen Bewältigung von Krisen.

Schlüsselwörter

Asienkrise, Globalisierung, Genderforschung, Arbeitsmarkt, Reproduktionsarbeit, Care-Arbeit, Informeller Sektor, Migration, Geschlechtergerechtigkeit, ökonomische Krise, Frauenarbeit, soziale Sicherheit, Empowerment, neoliberale Globalisierung, ökonomische Archetypen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Asienkrise 1997/98 und der Globalisierungsprozess auf die ökonomische Lebensrealität von Frauen in asiatischen Ländern auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transformation von Arbeitsmärkten, die Bedeutung von informeller Beschäftigung, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung und die Rolle der Frau bei der Bewältigung ökonomischer Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die „geschlechtsblinde“ Sichtweise auf die Asienkrise zu überwinden und aufzuzeigen, dass die ökonomische Stabilität asiatischer Staaten wesentlich auf der (oft unsichtbaren) Arbeitsleistung von Frauen basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und der Auswertung von Fachliteratur, wobei insbesondere das „4-Stufen-Modell“ von Truong als theoretisches Gerüst für die Arbeitsmarktanalyse dient.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Krise, eine detaillierte Betrachtung der Arbeitsmarktstrukturen für Frauen, die Rolle von Migration sowie eine theoretische Einordnung der Reproduktionsarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gender-Perspektive, Asienkrise, informeller Sektor, Care-Arbeit und ökonomische Transformation charakterisiert.

Warum fungieren Frauen in Krisenzeiten laut der Autorin als „Stoßdämpfer“?

Frauen übernehmen in Krisen vermehrt unbezahlte Care-Arbeit und prekäre Erwerbstätigkeiten, um das Überleben der Familie zu sichern und das soziale Gefüge zusammenzuhalten, was sie ökonomisch besonders verwundbar macht.

Was besagt das „4-Stufen-Modell“ nach Truong?

Das Modell kategorisiert die industrielle Beschäftigung in vier Stufen, die von regulären Lohnarbeitern bis hin zu Reproduktionsarbeitern reichen, wobei Frauen überwiegend in den unteren, weniger abgesicherten Stufen zu finden sind.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Migration bei?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Arbeitsmigration eine wichtige Überlebensstrategie für asiatische Familien darstellt, wobei migrantische Frauen jedoch häufig in prekäre Verhältnisse oder in den Sexsektor gedrängt werden.

Welche Rolle spielt die Forderung nach „Care“-Sichtbarkeit?

Die Autorin argumentiert, dass eine ökonomische Anerkennung der Care-Arbeit essenziell ist, um geschlechtergerechte Haushalts- und Sozialpolitiken zu etablieren, anstatt die Last weiterhin einseitig den Frauen aufzubürden.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Asien nach der Krise - Gender und Trade
College
University of Münster  (Politikwissenschaft)
Course
Geschlechtergerechtigkeit in der Globalisierung
Grade
2,7
Author
Magistra Artium Mirjam Wagner (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V74307
ISBN (eBook)
9783638712606
Language
German
Tags
Asien Krise Gender Trade Geschlechtergerechtigkeit Globalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Mirjam Wagner (Author), 2004, Asien nach der Krise - Gender und Trade, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74307
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