Jahresabschlussanalyse am Porsche Konzern über sechs Geschäftsjahre


Wissenschaftliche Studie, 2007

82 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Symbolverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Struktur
1.3 Vorgehensweise
1.4 Porsche

2 Vermögensstruktur
2.1 Vermögensintensität
2.1.1 Anlagenintensität I
2.1.2 Anlagenintensität II
2.1.3 Vorratsintensität
2.1.4 Forderungsintensität
2.2 Umsatzrelationen
2.2.1 Umschlagshäufigkeit der Vorräte
2.2.2 Umschlagshäufigkeit der Lieferforderungen
2.3 Investitions- und Abschreibungspolitik
2.3.1 Investitionsquote
2.3.2 Investitionsdeckung
2.3.3 Abschreibungsintensität
2.3.4 Abschreibungsquote pro Periode
2.3.5 Personalintensität
2.4 Sonstige Kennzahlen
2.4.1 Kundenziel (Debitorenlaufzeit)
2.4.2 Umschlagsdauer der Vorräte (Lagerdauer)

3 Kapitalsstruktur und Liquiditätsanalyse
3.1 Eigenkapitalquote
3.2 Fremdkapitalquote
3.3 Rücklagenquote
3.4 Selbstfinanzierungsgrad
3.5 kurzfristige Verschuldungsquote
3.6 Statischer Verschuldungsgrad
3.7 Bilanzkurs
3.8 Intensität des langfristigen Kapitals
3.9 Struktur des Fremdkapitals
3.10 Lieferantenziel (Kreidtorenlaufzeit)
3.11 Deckungsgrade
3.12 Liquiditätsgrade
3.12.1 Barliquidität
3.12.2 Liquidität auf kurze Sicht
3.12.3 Liquidität auf mittlere Sicht
3.13 Working capital
3.14 Cash Flow

4 Erfolgs- und Rentabilitätsanalyse
4.1 Eigenkapitalrentabilität
4.2 Materialintensität (Materialaufwandsquote)
4.3 Zinsintensität (Zinsaufwandsquote)
4.4 Mietaufwandsquote
4.5 Umsatzrentabilität
4.6 Gesamtkapitalrentabilität
4.7 Dividendenrendite
4.8 Betriebsrentabilität
4.9 Gewinn je Aktie
4.10 Price-Earning-Ratio
4.11 Aktienrendite
4.12 Personalaufwand je Beschäftigten
4.13 Umsatz je Beschäftigten

5 Fazit
5.1 Hauptschwächen
5.2 Gesamtbeurteilung
5.3 Rationalisierungsmaßnahmen

Literaturverzeichnis

Anhang

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung ‎1-1: Arten von Kennzahlen

Abbildung ‎1-2: Imageunterschiede von Autos in Europa

Abbildung ‎2-1: Analysemöglichkeit der Bilanz

Abbildung ‎2-2: Vermögensstruktur des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-3: Vorratsintensität des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-3: Forderungsintensität des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-5: Umschlaghäufigkeit der Vorräte des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-6: Debitorenumschlag des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-7: Kreditorenumschlag des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-8: Investitionsquote des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-9: Investitionsdeckung des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-10: Abschreibungsintensität des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-11: Abschreibungsquote des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-12: Abschreibungsquote des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-13: Kundenziel des Porsche Konzern

Abbildung ‎2-14: Lagerdauer im Porsche Konzern

Abbildung ‎3-1: Eigenkapitalausstattung des europäischen Mittelstandes

Abbildung ‎3-2: Kapitalstruktur des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-3: Rücklagenquote des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-4: Selbstfinanzierungsgrad des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-4: kurzfristige Verschuldungsquote des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-6: statischer Verschuldungsgrad des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-7: Bilanzkurs des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-8: Intensität des langfristigen Fremdkapitals von Porsche

Abbildung ‎3-9: Fremdkapitalstruktur des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-10: Deckungsgrad A des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-11: Deckungsgrad B des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-12: Liquiditätsgrade des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-13: Working Capital des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-14: Kapitalflussrechnung des Porsche Konzern

Abbildung ‎3-15: Fondstyp 1 – liquide Mittel

Abbildung ‎3-16: Kapitalflussrechnung zum Fonds

Abbildung ‎3-17: liquide Mittel des Porsche Konzern im Zeitverlauf

Abbildung ‎4-1: Eigenkapitalrentabilität* des Porsche Konzern

Abbildung ‎4-2: Materialintensität des Porsche Konzern

Abbildung ‎4-3: Umsatzrentabilität des Porsche Konzern

Abbildung ‎4-4: Umsatzrentabilität* des Porsche Konzern

Abbildung 4-5: Personalaufwand je Mitarbeiter

Abbildung 4-6: Umsatz je Beschäftigten

Abbildung ‎4-7: Kennzahlen zur Vermögensstruktur

Abbildung ‎4-8: Kennzahlen zur Kapitalstruktur und Liquiditätsanalyse

Abbildung ‎4-9: Kennzahlen der Erfolgs- und Rentabilitätsanalyse

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Aufgabe dieser Vorleistung besteht darin, eine Jahresabschlussanalyse am Beispiel des Porsche Konzern durchzuführen.

1.2 Zielsetzung und Struktur

Die finanzwirtschaftliche Analyse hat in erster Linie die Aufgabe das finanzwirtschaftliche Auftreten eines Unternehmens zu untersuchen. Der außenstehende Analytiker kann mehrere Möglichkeiten nutzen, um an Informationen über ein Unternehmen zu kommen. Das können zum Beispiel Bilanzen, Geschäftsberichte, Firmenmitteilungen und –zeitschriften, Wirtschafts­presse und Statistiken sein. Die zentrale Bedeutung kommt bei der finanzwirtschaftlichen Analyse den Bilanzen mit den eine Jahresabschlussbilanz ergänzenden Teilen zu. Die Ergänzung beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und ggf. der Lagebericht. Die Jahresabschlussanalyse kann auf einen Objekt- und Zeitvergleich beruhen. Beim Objekt- bzw. Branchenvergleich wird das untersuchte Unternehmen mit einem ähnlich strukturierten Unternehmen verglichen. Im Gegensatz dazu wird das Unternehmen beim Zeitvergleich über mehrere Perioden hinweg analysiert (vgl. Olfert, 2003, S. 341).

Jeder, der sich mit der Jahresabschlussanalyse befasst, führt die Untersuchung unter einem anderen Gesichtspunkt durch. Zum Beispiel verfolgt ein Analytiker einer Bank andere Ziele als ein Unternehmer oder ein Anleger, der auf der Suche nach einem Investitionsobjekt ist. Dennoch haben alle eine Gemeinsamkeit. Sie interessieren sich für die aktuelle und zukünftige Ertragslage, die finanzielle Stabilität und das Vorhandensein von Wachstumspotential. Die Analyse verfolgt darüber hinaus noch weitere Ziele. Das sind unter anderem die Urteilsbildung, Entscheidungs- und Wahrheitsfindung sowie das verstärkte Sammeln von Informationen (vgl. Benzel, S. 128).

Die Urteilsbildung bedeutet, dass der Jahresabschluss als finanzielles Ergebnis dazu dient, unternehmerische, in einer Periode getroffene Entscheidungen wertend zu beurteilen. Dabei wird die Qualität

1. der Entscheidungsträger,
2. einzelner Entscheidungen,
3. einzelner Entscheidungsfelder und
4. des ganzen Unternehmens analysiert.

Beispielsweise stehen im Rahmen einer Kreditwürdigkeitsprüfung die Beurteilungen finanzwirtschaftlicher und rentabilitätsbezogener Art im Vordergrund.

Erkenntnisse aus der finanzwirtschaftlichen Analyse finden Verwendung bei der Lenkung und Beeinflussung künftiger Entscheidungsprozesse. Die Entscheidungsfindung betrifft die Entscheidungsträger, den Entscheidungsprozess und die Entscheidungsfelder. Den Entscheidungsträgern sind die Ergebnisse aus der Analyse hinsichtlich der Alternativenbildung und –bewertung sowie bei der Entscheidungsdurchsetzung nützlich. Den Entscheidungs­prozess können diese Resultate positiv unterstützen. Aufgrund der Analyseergebnisse ist es möglich Entscheidungsfelder zu gestalten. Sie dienen zur Orientierung, wie sich die Entscheidungen auf den Jahresabschluss auswirken werden. Ein Jahresabschluss ist richtig, wenn dieser den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften entspricht. Im Sinne der betrieblichen Wirklichkeit ist er damit aber keineswegs wahr. Durch die finanzwirtschaftliche Analyse wird versucht, realitätsbezogene Daten, um damit „die Wahrheit“ zu ermitteln bzw. zu finden. Dazu zählt beispielsweise das wahre Periodenergebnis. In diesem Fall werden Scheingewinne vom ausgewiesenen Periodenergebnis abgezogen. Zu realitätsbezogenen Daten gehören auch tatsächlich vorhandene Vermögenswerte, die sich aus den stillen Reserven und den ausgewiesenen Vermögenswerten zusammensetzen.

Durch die Informationsverdichtung sollen Tatsachen und Zusammenhänge, die der Jahresabschluss nicht direkt aufzeigt, kenntlich gemacht werden. Dazu dienen insbesondere die Kennzahlen (vgl. Olfert, 2003, S. 341, 342).

1.3 Vorgehensweise

Wie im Abschnitt 1.2 erwähnt, stellen Kennzahlen verdichtete Informationen dar. Mit ihnen können betriebswirtschaftliche Zusammenhänge klar aufgezeigt werden. Durch die Bildung von Kennzahlen wird die Auswertung der gesammelten Informationen und der im Jahresabschluss zusammengestellten Daten erleichtert. Sie fassen somit messbare betriebliche Tatbestände zusammen. Zum Beispiel haben die Kennzahlen folgende Bedeutungen:

- Erhöhung der Transparenz im Unternehmen
- Verdichtung von Sachverhalten auf eine aussagefähige Zahl
- Sichtbar machen bestimmter Sachverhalte, z.B. Gesamtkapital-Rentabilität
- Erleichterung der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens
- Aufdeckung der Stärken und Schwächen
- Erleichterung der Interpretation von Tatbeständen
- Möglichkeit des Vergleiches mit Unternehmen der gleichen Branche

Wichtig ist vor allen Dingen die richtige Interpretation der Kennzahlen. Sie dürfen nicht isoliert betrachtet werden.

Es gibt verschiedene Arten von Kennzahlen. Dazu gehören absolute Kennzahlen, Verhältniszahlen und Richtzahlen. Bei absoluten Kennzahlen handelt es sich um Einzelzahlen, Summen, Differenzen oder Mittelwerte. Sie können direkt aus der Bilanz oder aus der GuV entnommen werden. Ihre Bedeutung wird erst sichtbar, wenn man sie mit anderen Zahlen vergleicht.

Werden absoluten Zahlen in Beziehung zu einander gesetzt, werden die Verhältniszahlen ermittelt. Wenn die Zahlen des analysierten Unternehmen zu branchenspezifischen Durchschnittszahlen in Beziehung gesetzt werden, spricht man von Richtzahlen (vgl. Vollmuth, 2002, S.36-40). Die folgende Abbildung 1-1 von Czenskowsky / Schünemann / Zdrowomyslaw (2004 S. 183) stellt sämtliche Arten von Kennzahlen in einen Schaubild dar.

Abbildung 1 - 1 : Arten von Kennzahlen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Czenskowsky / Schünemann / Zdrowomyslaw 2004, S. 183

1.4 Porsche

Ferdinand Porsche war lange Zeit als Konstrukteur für andere Unternehmen tätig bevor er am 25. April 1931 in Stuttgart ein eigenes Ingenieurbüro gründete, das unter anderem für die Rennwagen von Auto Union konstruierte. Zwischen 1944 – 1950 war die Produktion in Kärnten, wo von Ferry Porsche das erste Auto mit dem Namen Porsche, der 356, hergestellt wurde.

1947 übernahm Ferry Porsche den Vorsitz seines Vaters Ferdinand Porsche und baute das heute bekannte Sportwagenunternehmen auf. Auch das weltbekannte Markenzeichen von Porsche geht auf einen Entwurf von Ferry zurück.

Porsche ist der kleinste unabhängige deutsche Autoproduzent und das Ansehen basiert nicht nur auf den Höchstleistungen. Das Design von Porsche -Fahrzeugen ist im Vergleich zur Konkurrenz Ferrari weit weniger aggressiv und mehr auf Alltagstauglichkeit ausgelegt (o.V. 1, 2006). Von den Autoherstellern in Deutschland ist Porsche der kleinste selbstständige Serienproduzent und ist die profitabelste Autofabrik der Welt in Punkto Rendite (o. V. 2, 2006).

In einer Untersuchung (siehe Abbildung 1-2)von 15 europäischen Ländern wurden 13 Imagemerkmale vorgegeben, denen Automarken zugeordnet werden sollten. Bei den Merkmalen „Baut sportliche Autos“ wurde in allen Ländern die gleiche Marke (Porsche) zugeordnet (vgl. Kloss 2003, S. 403 f.).

Abbildung 1 - 2 : Imageunterschiede von Autos in Europa

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der Porsche AG. Die Erstattung des Berichts erfolgt nach den International Financial Reporting Standards und den Auslegungen International Financial Reporting Interpretations Committee. Der Konzernlagebericht wird nach den Vorschriften des IRFS erstellt. Die Voraussetzung für eine Befreiung von der Aufstellungspflicht eines Konzernabschlusses gem. § 292 HGB sind erfüllt.

2 Vermögensstruktur

„Grundsätzlich sind vier Analysepunkte für die Bilanzstrukturanalyse denkbar, nämlich Vermögens- und Kapitalstruktur (vertikale Kennzahlen) sowie Anlagedeckung und Liquidität (horizontale Kennzahlen)“ (Rollwage; 1999; S. 52).

Bei der vertikalen Regel wird das Eigenkapital mit dem Fremdkapital verglichen. Es gibt die 1 : 1 – Regel wo sich Eigen- und Fremdkapital entsprechen und die 2 : 1 – Regel wo das Fremdkapital höchstens doppelt so hoch wie das Eigenkapital sein soll. Auf der Aktivseite wird das Anlagevermögen mit dem Umlaufvermögen vergleichen, jedoch lässt sich daran nur erkennen ob es sich um ein Anlageintensives beziehungsweise Umlaufintensives Unternehmen handelt. Die Horizontale Analyse unterscheidet sich in der Strategischen Analyse und der Operativen Analyse. In der Strategischen sollte im erweiterten Sinne das Anlagevermögen dem Eigenkapital entsprechen, im weiteren Sinne sollte das Anlagevermögen sogar das Eigenkapital und den langfristigen Fremdkapital entsprechen. In der Operativen Analyse sollte das kurzfristige Vermögen das kurzfristigen Kapital und langfristiges Vermögen mit langfristigem Kapital decken. allgemeiner ausgedrückt: Fristenkongruenz zwischen Kapitalverwendung (Investition) und –beschaffung (Finanzierung) anstreben (vgl. Czenskowsky, 2005). Die eben beschriebenen Analysemöglichkeiten können aus der Abbildung 2-1 entnommen werden

Abbildung 2 - 1 : Analysemöglichkeit der Bilanz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Rollwage 1999, S. 52

2.1 Vermögensintensität

Die folgenden Kennzahlen dienen als Prüfkriterium, ob sich die Zusammensetzung des Vermögens eines Unternehmens im Bereich des Branchenüblichen bewegen oder nicht.

2.1.1 Anlagenintensität I

Die Anlagenintensität I zeigt das Verhältnis von Anlagevermögen und Gesamtvermögen auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Anlagenintensität gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes der Anlagegüter in einem Unternehmen. Das bedeutet, dass eine hohe Anlagenintensität I einen hohen Eigenkapitalanteil verlangt bzw. einen hohen Anteil des langfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital. Also je höher die Anlagenintensität I ist, desto geringer ist die Liquidität und umso geringer ist die Bildung von „totem Kapital“ im Umlaufvermögen und desto solider ist die Finanzierung des Unternehmens. Diese Kennzahl gibt darüber Aufschluss, wie sich das betrachtete Unternehmen an Rezession und Expansion anpasst. Dementsprechend erfolgt eine bessere Beurteilung des damit verbundenen Unternehmerrisikos. Das Risiko steigt mit wachsender Anlagenintensität I und damit sinkt die Flexibilität der Unternehmung (vgl. o.V. 3, 2005).

2.1.2 Anlagenintensität II

Die Kennzahl der Anlagenintensität II wird in der Literatur auch als Umlauf- oder Arbeitsintensität bezeichnet. Diese zeigt das Verhältnis von Umlaufvermögen und Gesamtvermögen auf und damit der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Je höher die Arbeitsintensität ist, desto höher ist auch die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung, denn es erfolgt eine intensive Nutzung der Kapazitäten, je kleiner der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist. Damit sinken die fixen Stückkosten, die Umsatzerlöse steigen und die Ertragslage verbessert sich (vgl. o.V. 4, 2005).

Die Abbildung 2-2 illustriert die Anlagenintensitäten des Porsche Konzern im Verlauf mehrer Jahre. Jedoch lässt sich daran nur erkennen ob es sich um ein Anlageintensives beziehungsweise Umlaufintensives Unternehmen handelt. Die geringe Anlagenintensität I (38,8 Prozent) ist ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen flexibel und schnell reagieren bzw. agieren kann. Auf der anderen Seite steht die Anlagenintensität II (61,2 Prozent) welche sich gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Prozent verschlechtert hat. Diese Veränderung hat jedoch nichts mit einer Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit zu tun, denn hier muss beachtet werden, dass der Porsche Konzern 20 Prozent der Aktien von der Volkswagen AG erworben hat, wodurch sich das Anlagevermögen erhöhte.

Abbildung 2 - 2 : Vermögensstruktur des Porsche Konzern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung

2.1.3 Vorratsintensität

Die Vorratsintensität wird in Literaturwerken auch als Lagerintensität oder Grad der Lagerhaltung bezeichnet. Hierbei werden die Vorräte ins Verhältnis zum Gesamtvermögen gesetzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Lagerintensität gibt Aufschluss über die Kapitalbindung in den Vorräten an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, sowie an Halb- und Fertigfabrikaten. Hierbei können Veränderungen im Zeitvergleich erkannt werden. Steigt der Grad der Lagerhaltung, so wird zunehmend Kapital gebunden und die Liquidität sinkt (vgl. o.V. 5; 2005).

Abbildung 2 - 3 : Vorratsintensität des Porsche Konzern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung

Die Minderung der Vorratsintensität ist positiv zu beurteilen. Anscheinend liegt Porsche sehr viel daran, möglicht geringen Lagerbestand aufzuweisen, um somit möglichst wenig Kapital zu binden. Die Abbildung 2-3 verdeutlicht, dass die Vorratsintensität sukzessive über die Jahre abgebaut wurde.

[...]

Ende der Leseprobe aus 82 Seiten

Details

Titel
Jahresabschlussanalyse am Porsche Konzern über sechs Geschäftsjahre
Hochschule
Fachhochschule Stralsund
Veranstaltung
Controlling / Jahresabschluss- und Bilanzanalyse
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
82
Katalognummer
V74702
ISBN (eBook)
9783638720540
ISBN (Buch)
9783638721899
Dateigröße
846 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die finanzwirtschaftliche Analyse hat in erster Linie die Aufgabe das finanzwirtschaftliche Auftreten eines Unternehmens zu untersuchen. Der außenstehende Analytiker kann mehrere Möglichkeiten nutzen, um an Informationen über ein Unternehmen zu kommen. Das können zum Beispiel Bilanzen, Geschäftsberichte, Firmenmitteilungen und –zeitschriften, Wirtschaftspresse und Statistiken sein.
Schlagworte
Jahresabschlussanalyse, Porsche, Konzern, Geschäftsjahre, Controlling, Jahresabschluss-, Bilanzanalyse
Arbeit zitieren
Chris Muszalik (Autor), 2007, Jahresabschlussanalyse am Porsche Konzern über sechs Geschäftsjahre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74702

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