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Zur Leistungsfähigkeit des Faches Geschichte - Horst Rumpf und die „Belehrung zur Aufmerksamkeit“?

Title: Zur Leistungsfähigkeit des Faches Geschichte - Horst Rumpf und die „Belehrung zur Aufmerksamkeit“?

Seminar Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patrick Hehmann (Author)

Didactics - German Studies
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Was kann ein Schulfach leisten?

Diese Frage wird immer wieder gestellt. Insbesondere an ein Fach wie Geschichte, deren Bedeutung durch angrenzende Fächer wie Politik oder Sozialwissenschaften gemindert wird.

Ein zentrales Thema zur Begründung bildet das vorgebrachte "Lernen aus der Vergangenheit". Wie aber muss ein Geschichtsunterricht aussehen, um ein solches Lernen zu ermöglichen? Ist "Lernen aus der Vergangenheit" überhaupt möglich? Wo sieht die Geschichtsdidaktik Chancen und Risiken im Umgang mit Nationalsozialismus und Holocaust im Unterricht? Horst Rumof hat in seinem Artikel "Von der Belehrung zur Aufmerksamkeit" zu diesen Fragen Stellung bezogen. Die hier vorliegende Arbeit hinterfragt die Thesen Rumpfs und ordnet Sie in die (fach-)didaktische Diskussion ein.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Aufsatz „Von der Belehrung zur Aufmerksamkeit?“

2.1. Theoretischer Teil

2.2. Praktischer Teil und Gegenentwurf

3. Einordnung in geschichtsdidaktischen Diskurs und Fazit

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit den Thesen von Horst Rumpf zur Leistungsfähigkeit des Geschichtsunterrichts und untersucht, inwieweit sein Ansatz der „Belehrung zur Aufmerksamkeit“ ein innovatives Gegenmodell zur gängigen „Erledigungsmaschine“ des Schulalltags darstellt und wie dieser in den geschichtsdidaktischen Diskurs einzuordnen ist.

  • Kritik an der Informationsvermittlung im Geschichtsunterricht
  • Gegenüberstellung von Informationswissen und Erfahrungswissen
  • Die Rolle des Lehrers als Begleiter statt als Wissensverwalter
  • Diskussion von exemplarischem Lernen im historischen Kontext
  • Einordnung in aktuelle geschichtsdidaktische Debatten

Auszug aus dem Buch

2.1. Theoretischer Teil

Rumpf merkt gleich zu Beginn seiner Schilderungen an, die Schüler seien heute nicht mehr in der Lage, Erfahrung mit dem Zustand des Informationsmangels mehr machen. Es habe sich eine Art Wissenswohlstand manifestiert. Informationen und vermeintliche Erkenntnisse seien innerhalb kürzester Zeit, und insbesondere durch die Neuen Medien – hier vor allem durch das Internet – zu erreichen. Aus diesem Wohlstand entstehe kein Hunger nach Wissen und eigener Erfahrung. Verglichen wird das derzeitige Unterrichtsklima vielmehr mit einer „Fremdenverkehrsführung“ und „Reiseführerdidaktik“, wo alles schon vorformuliert wurde und eine Faszination der Dinge durch Informationsüberschuss nahezu unmöglich gemacht werde. Diese Haltung sei laut Rumpf immer getrieben durch die Angst davor, der Besucher – respektive der Schüler – könne sich „keinen Reim daraus (aus dem Gegenstand) machen“ und würde demnach nichts daraus lernen. Dieses Verfahren wird als „Erledigungsmaschine“ bezeichnet. Genau in der sich aus dieser Annahme entwickelnden Lehr- Lern- Situation sieht Rumpf eine große Gefahr, da genau dadurch etwas für das „Lernen“ elementar Wichtiges verloren gehen könne. Der Niederschlag von Erfahrung werde in diesem Zuge gleichgesetzt mit der Anhäufung von Wissen. Die Informationen aus zweiter Hand verdrängen laut Rumpf immer mehr die Bildung eigener Erfahrungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die Zielsetzung der Arbeit, die Forderungen Rumpfs zusammenzufassen und auf ihre Umsetzbarkeit sowie ihren Innovationsgehalt hin zu prüfen.

2. Zum Aufsatz „Von der Belehrung zur Aufmerksamkeit?“: Hier werden Rumpfs Thesen zum Wissenswohlstand und sein Plädoyer für ein erfahrungsbasiertes Lernen als Gegenentwurf zur „Erledigungsmaschine“ des Schulalltags dargelegt.

2.1. Theoretischer Teil: Dieses Unterkapitel analysiert die Problematik des Informationswissens im Vergleich zum Erfahrungswissen und die damit einhergehenden Gefahren für den Lernprozess.

2.2. Praktischer Teil und Gegenentwurf: Dieser Abschnitt beschreibt die geforderte Lehrerrolle und methodische Ansätze, um durch Staunen und intensives Auseinandersetzen mit dem Material echte Aufmerksamkeit zu generieren.

3. Einordnung in geschichtsdidaktischen Diskurs und Fazit: Das letzte inhaltliche Kapitel setzt Rumpfs Position in Bezug zu anderen fachdidaktischen Ansätzen wie dem exemplarischen oder handlungsorientierten Lernen und zieht ein Fazit zur Praxisrelevanz.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Geschichtsdidaktik, Horst Rumpf, Erfahrungswissen, Informationswissen, Geschichtsunterricht, Erledigungsmaschine, exemplarisches Lernen, Handlungsorientierung, Wissenswohlstand, Schulpraxis, Lernprozesse, Historisches Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch den Aufsatz von Horst Rumpf, der eine Abkehr von der bloßen Wissensanhäufung im Geschichtsunterricht zugunsten einer tiefergehenden „Belehrung zur Aufmerksamkeit“ fordert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Didaktik des Geschichtsunterrichts, die Unterscheidung zwischen reinem Informationswissen und echtem Erfahrungswissen sowie die Rolle der Schule bei der Vermittlung historischer Zusammenhänge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Rumpfs Forderungen zusammenzufassen, auf ihre praktische Umsetzbarkeit zu prüfen und ihre Einbettung in den allgemeinen geschichtsdidaktischen Fachdiskurs zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literatur- und Diskursanalyse durch, indem er Rumpfs theoretische Thesen den Ansätzen anderer Fachdidaktiker wie etwa Bergmann, Rohrbach oder Rohlfes gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Wissenskritik und einen praktischen Teil, der Alternativen zur schultypischen „Erledigungsmaschine“ und zur Lehrerrolle aufzeigt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Geschichtsdidaktik, Erfahrungswissen, Wissenswohlstand und exemplarisches Lernen.

Warum hält Rumpf die gängige Praxis für problematisch?

Er kritisiert, dass Schüler durch eine „Reiseführerdidaktik“ und zu viele vorgefertigte Informationen die Fähigkeit verlieren, eigene, unvoreingenommene Erfahrungen mit historischen Gegenständen zu machen.

Wie bewertet der Autor die Einordnung in den Fachdiskurs?

Der Autor erkennt an, dass Rumpf mit seiner Forderung nach einer Abkehr von der „Erledigungsmaschine“ offene Türen bei anderen Fachdidaktikern einrennt, betont aber, dass ohne eine Einordnung in den Gesamtzusammenhang das exemplarische Lernen nicht sinnvoll ist.

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Details

Title
Zur Leistungsfähigkeit des Faches Geschichte - Horst Rumpf und die „Belehrung zur Aufmerksamkeit“?
College
University of Osnabrück
Course
Grundfragen und -probleme der Geschichtsdidaktik
Grade
1,7
Author
Patrick Hehmann (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V75447
ISBN (eBook)
9783638812474
ISBN (Book)
9783638813983
Language
German
Tags
Leistungsfähigkeit Faches Geschichte Horst Rumpf Aufmerksamkeit“ Grundfragen Geschichtsdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Hehmann (Author), 2007, Zur Leistungsfähigkeit des Faches Geschichte - Horst Rumpf und die „Belehrung zur Aufmerksamkeit“?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75447
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