„Montagne I“, „II“ und „III“ sind Ausdruck persönlicher Empfindungen am Massiv des Mont Ventu und spiegeln diesen mächtigen Natureindruck auf Volker Steinbacher in Form von Stimmungslandschaften wider. Zugleich wird mit Hilfe der verschiedenen Strukturen und der intensiven Farblichkeit die sinnliche Wahrnehmung des Betrachters erweitert - durch die es Volker Steinbacher gelingt, auch im Betrachter die den verschiedenen Zuständen innewohnende Sinnlichkeit spürbar werden zu lassen!
Inhaltsverzeichnis
1. „Neue Arbeiten 1999-2001“ - Vereinende Gegensätze
1.1 Stimmungen der Landschaft...
2. Ein geordnetes Stück Transformation – zu den Stilleben...
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das künstlerische Schaffen von Volker Steinbacher und analysiert, wie er durch die Konfrontation von großformatigen Landschaftsansichten und kleinformatigen Stilleben das Zusammenspiel von Freiheit und Ordnung sowie Vergangenheit und Gegenwart thematisiert.
- Die Rolle der Transformation im Werkprozess
- Die Bedeutung von Collage und Fundstücken
- Kontrastreiche Gestaltung und Farbwahl
- Bezüge zur klassischen Landschaftsmalerei und zum Konstruktivismus
- Die sinnliche Wahrnehmung und das Konzept des "Zufallsmoments"
Auszug aus dem Buch
Stimmungen der Landschaft...
Landschaft ist für Volker Steinbacher Erlebniswelt und Inspirationsquelle zugleich. In seinen „Neuen Arbeiten“ ist es daher auch die Landschaft, die sich großflächig als „Montagne I“, „...II“ und „...III“ auf dem schlicht weißen Bildträger ausdehnt – in Variation von rotglühender Lava oder in zu Schwarz erstarrtem Stein.
In diesen Ansichten werden jedoch nicht nur Ideenmomente des gegwärtigen Schaffensprozess verarbeitet, vielmehr beruft sich Steinbacher auch auf die Vergangenheit. Sein „Erlebnis des Äußeren und Inneren der Landschaft“ verbindet er mit Elementen der klassischen Landschaftsmalerei, die sich auf die Verarbeitung von Nicolas Poussins heroischer „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“ (Städel, Frankfurt) zurückführen läßt.
Die Struktur seiner Landschaften entsteht durch über- und nebeneinandergelagerte Sichtebenen, die an asiatische Scherenschnitte vorausgegangener Zeiten erinnern. Erkennbar werden horizontale Bildebenen der traditionellen Landschaftsbilder, die sich in ihrer Farbigkeit auch in Volker Steinbachers Werk vom vorderen in den hinteren Bildbereich aufhellen. Die Schichtung der Ebenen erfolgt zunehmend willkürlich und spontan und orientiert an der Gedankenwelt der Kubisten, die schon vor einem Jahrhundert die dreidimensionale Wirklichkeit auf zweidimensionalem Grund wiedererstehen lassen wollten.
Zusammenfassung der Kapitel
„Neue Arbeiten 1999-2001“ - Vereinende Gegensätze: Dieses Kapitel führt in Steinbachers Landschaftsbilder ein, die durch Collagetechniken und eine bewusste Schichtung von Ebenen die Spannung zwischen Naturereignissen und Reflexion thematisieren.
Ein geordnetes Stück Transformation – zu den Stilleben...: Dieser Abschnitt beleuchtet die kleinteiligeren Stilleben des Künstlers, in denen er Alltagsgegenstände wie Flaschen als Inspirationsquelle nutzt und mittels Transformationsprozessen in neue, geometrische Ordnungen überführt.
Schlüsselwörter
Volker Steinbacher, Landschaftsmalerei, Stilleben, Collage, Transformation, Fundstück, Gegensätze, Vergänglichkeit, Zufallsmoment, Konstruktivismus, Bildträger, Materialausdruck, Transformation, Farbwahl, Kunstgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Werk des Künstlers Volker Steinbacher im Zeitraum 1999–2001 und untersucht seine künstlerische Auseinandersetzung mit Landschaft und Stilleben.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die Dialektik von Gegensätzen, der Prozess der künstlerischen Transformation sowie die Bedeutung von Alltagsobjekten als Fundstücke.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Steinbacher durch die Gegenüberstellung von verschiedenen Formaten und Motiven eine Verbindung zwischen Freiheit und Ordnung sowie Vergangenheit und Gegenwart herstellt.
Welche wissenschaftliche bzw. künstlerische Methode wird beschrieben?
Der Text beschreibt eine prozessorientierte Arbeitsweise, die auf dem "Zufallsmoment", der Collage-Technik und der bewussten Schichtung von Materialien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der großformatigen Stimmungslandschaften sowie der kleinformatigen, strukturierten Stilleben des Künstlers.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Transformation, collageartige Materialität, autoreflexives Schaffen und die Balance zwischen Abstraktion und gegenständlicher Assoziation.
Wie beeinflussen die "Fundstücke" die Bildwirkung?
Sie dienen nicht der bloßen Abbildung, sondern werden durch ihre spezifische Form, Risse oder Falten zur Strukturierung der Ebenen und als gestische Zeichen genutzt.
Welche Bedeutung haben die "Schaukästen" in den Stilleben?
Die Schaukästen dienen als geometrisches Ordnungsprinzip, in dem Steinbacher den Vergänglichkeitsmoment der Flaschenkörper zentriert und festhält.
Inwieweit lässt sich Steinbachers Arbeit mit anderen Künstlern vergleichen?
Der Text zieht Vergleiche zu den Dadaisten, Konstruktivisten wie Malewitsch sowie zu Morandi und Robert Rauschenberg, ordnet Steinbachers Ansatz jedoch als eigenständig ein.
- Arbeit zitieren
- M.A. Martina Merten (Autor:in), 2000, Volker Steinbacher - Arbeiten und Konzepte, Papiergestaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75488