Fast jedes Mitglied unserer heutigen Gesellschaft kennt Werbesprüche wie „11 88 0 - Da werden Sie geholfen!“ oder „Is´ denn heut schon Weihnachten?!“. Diese Aussprüche sind so bekannt, weil sie täglich über unsere Bildschirme flimmern, sobald wir den Fernseher einschalten.
Aber warum legt die Werbe-Branche so viel Wert auf die Verwendung prominenter „Werbegestalten“? Kaufen oder konsumieren die Menschen etwa nicht frei nach ihrem Geschmack, sondern lassen sich durch derartige Botschaften beeinflussen? An wen wenden wir uns, wenn wir uns entscheiden müssen, welches neue Auto oder welchen PC wir kaufen und auf wessen Meinung vertrauen wir?
Es sind die sogenannten „Meinungsführer“, die einen wichtigen Einfluss auf die menschlichen Konsum-Entscheidungen ausüben und Verhalten beeinflussen.
Das ursprüngliche Konzept der Meinungsführerschaft basiert auf der von Lazarsfeld et al. durchgeführten „The People´s Choice“-Studie von 1944. Aus diesem Grund, geht diese Arbeit zunächst in kurzer Form auf die wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie ein und wird durch die ausweitenden Ergebnisse der Decatur-Studie ergänzt, um davon ausgehend das Konzept der Meinungsführerschaft auf den Bereich der Werbung zu übertragen und zwei Arten von Meinungsführern darzustellen, die für die Werbung von Bedeutung sind.
Inhaltsverzeichnis
- Meinungsführer
- Das Konzept des Two-Step-Flow of Communication
- "The People's Choice" – Meinungsführerschaft bei Lazarsfeld
- Vom Two-Step- zum Multi-Step-Flow of Communication
- Meinungsführerschaft im Bereich der Werbung
- Direkte Meinungsführerschaft: Freunde, Verwandte, Bekannte, etc.
- Indirekte Meinungsführerschaft: Prominente, Experten, etc.
- Einsatz von Prominenten in der Werbung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Bücher und Texte
- Internetquellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Meinungsführern im Bereich der Werbung. Die Untersuchung soll zeigen, wie Meinungsführer die Konsumentscheidungen von Menschen beeinflussen und welche Rolle sie im Prozess der Meinungsbildung spielen.
- Das Konzept der Meinungsführerschaft
- Der Two-Step-Flow of Communication und seine Entwicklung zum Multi-Step-Flow
- Die Rolle von Meinungsführern in der Werbung
- Direkte und indirekte Meinungsführerschaft im Werbereich
- Der Einsatz von Prominenten in der Werbung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Konzept der Meinungsführerschaft ein und erläutert die wichtigsten Erkenntnisse der "The People's Choice"-Studie von Lazarsfeld et al. Das zweite Kapitel beschreibt die Entwicklung des Two-Step-Flow of Communication zum Multi-Step-Flow und die Bedeutung dieses Konzepts für die Untersuchung der Meinungsbildung im Bereich der Werbung. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Rolle von Meinungsführern in der Werbung und unterscheidet zwischen direkter und indirekter Meinungsführerschaft. Das vierte Kapitel beleuchtet den Einsatz von Prominenten in der Werbung und deren Einfluss auf die Konsumentscheidungen von Menschen.
Schlüsselwörter
Meinungsführer, Two-Step-Flow of Communication, Multi-Step-Flow, Werbung, Konsumentenverhalten, Prominente, Einfluss, Meinungsbildung
Häufig gestellte Fragen
Wer sind "Meinungsführer" in der Werbung?
Meinungsführer sind Personen, die durch ihr Wissen, ihren Status oder ihre Bekanntheit einen starken Einfluss auf die Konsumentscheidungen anderer ausüben.
Was besagt das "Two-Step-Flow of Communication" Modell?
Das Modell von Lazarsfeld besagt, dass Medienbotschaften nicht direkt alle Menschen erreichen, sondern erst zu Meinungsführern gelangen, die diese dann an ihre soziale Gruppe weitergeben.
Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Meinungsführerschaft?
Direkte Meinungsführer sind Personen aus dem persönlichen Umfeld (Freunde, Familie). Indirekte Meinungsführer sind Prominente oder Experten, die über Medien wirken.
Warum setzt die Werbebranche verstärkt Prominente ein?
Prominente fungieren als Vertrauensanker. Ihre Bekanntheit und ihr Image werden auf das Produkt übertragen, um die Kaufbereitschaft der Zielgruppe zu erhöhen.
Was war die Erkenntnis der "Decatur-Studie"?
Die Decatur-Studie erweiterte das Konzept der Meinungsführerschaft und zeigte, dass persönlicher Einfluss in Alltagssituationen oft wirksamer ist als reine Medienwerbung.
- Quote paper
- Michaela Baumann (Author), 2006, Initiierte Meinungsbildung im Bereich der Werbung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75905