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Häusliche Gewalt. Übersicht und Präventionsmassnahmen

Title: Häusliche Gewalt. Übersicht und Präventionsmassnahmen

Seminar Paper , 2006 , 38 Pages , Grade: 5.5 (in CH)

Autor:in: Eva Scheller-Bötschi (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Der Schwerpunkt der Arbeit soll auf der Begrifflichkeit und den Ausprägungen der häuslichen Gewalt wie auch auf den Folgen liegen.
Die Autorin präsentiert in dieser Arbeit Definitionen und gibt eine Übersicht,
um eine Grundlage für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema zu schaffen und ausserdem auch auf die Ursachen,
die zu häuslicher Gewalt führen können, sowie auf die Forschung einzugehen.

Auf folgende Fragestellungen geht die Autorin in dieser Arbeit unter anderem ein:
- Welche Parallelen/Unterschiede gibt es bei der Gewaltausrichtung gegen Männer, Frauen und Kinder?
- Welche Ursachen und Folgen hat häusliche Gewalt?
- Wie sehen aktuelle Massnahmen gegen häusliche Gewalt aus?
- Vor welche Probleme wird die empirische Forschung auf dem Gebiet der häuslichen Gewalt gestellt?

Gewalt in Partnerschaft und Familie gab es schon immer, es ist also kein Merkmal der Moderne oder der heutigen Zeit. Schon im 19. Jahrhundert thematisierte die Fürsorge Brutalität gegen Frauen und Kinder.
Aber trotzdem galt dieses Problem lange Zeit als Tabuthema. Was in den eigenen vier Wänden geschah, ging niemanden was an. Der Staat mischte sich nur ungern in die Angelegenheiten von Familien ein und auch die Polizei verhielt sich sehr zurückhaltend.

Etwa seit den siebziger Jahren gelangt das Thema der häuslichen Gewalt immer mehr an die Öffentlichkeit, auch durch die Medien. Das gesellschaftliche Denken hat sich zusehends verändert. Frauenhäuser haben wesentlich dazu beigetragen, dass Gewalt, die innerhalb der eigenen vier Wände geschieht, dokumentiert und nicht mehr als persönliches Problem zwischen zwei Menschen angesehen wird. Sie gilt heute als öffentliche Angelegenheit und wird nicht länger toleriert. Auch Beratungsstellen zeigen auf, dass Gewalt in vielen Familien alltäglich ist.

In der Schweiz gibt es überdurchschnittlich oft häusliche Gewalt. Vielleicht mangelt es hier an einem sozialen Netz, welches die Betroffenen auffängt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. Begriffsklärung

2. Ausprägungen der häuslichen Gewalt

2.1 Physische Gewalt

2.2 Psychische Gewalt

2.3 Sexuelle Gewalt

2.4 Verbale Gewalt

2.5 Ökonomische Gewalt

3. Ursachen

3.1 Feministische Perspektive

3.2 Biologische Theorien

3.3 Lerntheorien

3.4 Kontrolltheorien

3.5 Austauschtheorien

3.6 Stress

4. Gewaltbetroffenheit

4.1 Männergewalt - Frauengewalt

4.2 Gewalt gegen Kinder

5. Auswirkungen der häuslichen Gewalt

5.1 Körperliche Folgen auf die Betroffenen

5.2 Soziale Folgen

5.2.1 Folgen für Erwachsene

5.2.2 Folgen für Kinder

5.3 Wirtschaftliche Folgen für die Gesellschaft

a) Ärztliche Versorgung

b) Spitalpflege

c) Medikamente

d) Polizei

e) Gerichte und Strafvollzug

f) Sozialhilfe und Opferhilfe

g) Unterstützung und Beratung

6. Juristische Situation

7. Massnahmen gegen häusliche Gewalt

7.1 Ein Langzeitprojekt gegen Gewalt in Ehe und Partnerschaft: Halt-Gewalt

8. Empirische Forschung

8.1 Probleme der empirischen Forschung im Bereich der Gewalt

8.2 Eine kleine Umfrage im Hörsaal

SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über das Phänomen häuslicher Gewalt zu geben, deren Ursachen, Erscheinungsformen und Auswirkungen zu analysieren sowie aktuelle Präventionsansätze und die juristische Lage in der Schweiz kritisch zu beleuchten.

  • Definition und Erscheinungsformen häuslicher Gewalt
  • Theoretische Erklärungsansätze für Gewaltentstehung
  • Differenzierte Untersuchung der Gewaltbetroffenheit (Frauen, Männer, Kinder)
  • Analyse der ökonomischen Kosten für die Gesellschaft
  • Evaluierung von Interventionsprojekten und rechtlichen Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

2. Ausprägungen der häuslichen Gewalt

Es gibt verschiedene Formen der häuslichen Gewalt. Man kann sie wie folgt unterteilen, wobei verschiedene Formen oft auch gleichzeitig auftreten.

2.1 Physische Gewalt

Die physische Gewalt verletzt die körperliche Integrität. Sie beinhaltet tätliche Angriffe, zum Beispiel schlagen mit und ohne Gegenstände, stossen, schütteln, beissen, würgen, einsperren oder sogar Mordversuch.

Wenn körperliche Gewalt im Spiel ist, ist es auch gefährlich. Die Polizei wird oft erst dann gerufen, wenn das Opfer schwere Schäden erlitten hat, da viele Zeugen befürchten, dass sie in Unannehmlichkeiten geraten könnten.

In fast allen Fällen von körperlicher Gewalt kommt auch psychische Gewalt vor.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Autorin legt die Motivation für die Arbeit dar, die im Rahmen eines Seminars zur Gewaltforschung entstand, und erläutert ihre Fragestellungen.

1. Begriffsklärung: Dieses Kapitel setzt sich mit der schwierigen Definition von häuslicher Gewalt auseinander und führt verschiedene fachliche sowie rechtliche Sichtweisen zusammen.

2. Ausprägungen der häuslichen Gewalt: Hier werden die verschiedenen Arten wie physische, psychische, sexuelle, verbale und ökonomische Gewalt definiert und erläutert.

3. Ursachen: Verschiedene soziologische und psychologische Erklärungsmodelle, von der feministischen Perspektive bis hin zu Stressfaktoren, werden auf ihre Erklärungsgehalte geprüft.

4. Gewaltbetroffenheit: Dieses Kapitel widmet sich der Frage, wer von Gewalt betroffen ist, mit Fokus auf die Asymmetrie zwischen den Geschlechtern sowie der Situation von Kindern.

5. Auswirkungen der häuslichen Gewalt: Die körperlichen, seelischen und sozialen Folgen werden aufgezeigt, ergänzt durch eine volkswirtschaftliche Betrachtung der Kosten.

6. Juristische Situation: Die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz, inklusive der Einstufung als Offizialdelikt, werden dargestellt.

7. Massnahmen gegen häusliche Gewalt: Die Notwendigkeit von Prävention und Hilfsangeboten wird erörtert, mit einem vertieften Blick auf das Projekt „Halt-Gewalt“.

8. Empirische Forschung: Die Problematiken bei der Datenerhebung im Bereich der Gewaltforschung werden reflektiert und durch eine eigene kleine Umfrage illustriert.

SCHLUSSWORT: Die Autorin fasst die zentrale Bedeutung des Themas zusammen und betont die Notwendigkeit, Gewalt als öffentliche Angelegenheit zu behandeln.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Partnerschaftsgewalt, Kindesmisshandlung, Prävention, Opferhilfe, Gewaltforschung, Soziologie, Männergewalt, Geschlechterasymmetrie, Intervention, ökonomische Folgen, Offizialdelikt, Halt-Gewalt, Dunkelziffer, Trauma.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine soziologische Übersicht über das Thema häusliche Gewalt, ihre Definitionen, Ursachen und Folgen sowie die rechtliche Situation und Präventionsmöglichkeiten in der Schweiz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Ausprägungen von Gewalt, die Betroffenheit verschiedener Gruppen (Frauen, Männer, Kinder), die Auswirkungen auf die Gesundheit und Gesellschaft sowie die empirische Forschung dazu.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, eine fundierte Grundlage zum Verständnis häuslicher Gewalt zu schaffen und aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Normen und Strukturen die Gewalt beeinflussen und wie Interventionen aussehen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener soziologischer und kriminologischer Ansätze sowie der Auswertung bestehender Studien, ergänzt durch eine eigene kleine empirische Umfrage im studentischen Umfeld.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Formen der Gewalt, die theoretischen Ursachenmodelle, die Betroffenheit, die physischen wie psychischen Auswirkungen sowie die wirtschaftlichen Kosten für die Schweiz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Häusliche Gewalt, Prävention, Gewaltbetroffenheit, Intervention, Interventionsprojekte, soziale Folgen und Geschlechterasymmetrie sind prägend.

Wie bewertet die Autorin die rechtliche Situation in der Schweiz?

Sie begrüßt die Einstufung als Offizialdelikt ab 2004, weist aber kritisch darauf hin, dass in der Praxis oft noch Hürden bei der konsequenten Verfolgung bestehen.

Welche Erkenntnisse bringt die eigene Umfrage im Hörsaal?

Die Umfrage zeigt ein sehr unterschiedliches Verständnis von Gewalt auf, was die Komplexität und die Schwierigkeiten bei empirischen Studien zum Thema verdeutlicht.

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Details

Title
Häusliche Gewalt. Übersicht und Präventionsmassnahmen
College
University of Basel  (Institut für Soziologie)
Course
Gewalt in der Moderne
Grade
5.5 (in CH)
Author
Eva Scheller-Bötschi (Author)
Publication Year
2006
Pages
38
Catalog Number
V76450
ISBN (eBook)
9783638818810
ISBN (Book)
9783638820431
Language
German
Tags
Häusliche Gewalt Präventionsmassnahmen Moderne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Scheller-Bötschi (Author), 2006, Häusliche Gewalt. Übersicht und Präventionsmassnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76450
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