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Schöne neue Medienwelt: Frauen gestern und heute am Beispiel Erwerbstätigkeit

Titel: Schöne neue Medienwelt: Frauen gestern und heute am Beispiel Erwerbstätigkeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 38 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sabine Schneider (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entwicklung (nicht nur) in den letzten 150 Jahren zeigt, dass die Lebensumstände und Entfaltungsmöglichkeiten von Frauen eng mit der jeweils von der Gesellschaft vorherrschenden Sicht des Geschlechterverhältnisses und daraus resultierenden Rollenzuweisungen zusammenhängen. Die Dominanz von Männern in Politik und Wirtschaft konnte – trotz vollzogener Rechts- und propagierter Chancengleichheit – bislang nicht überwunden werden. Von wirklich gleichen Möglichkeiten für Männer und Frauen ist die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland noch weit entfernt. Zwar haben sich die Lebensplanungen von beiden in Bezug auf Beruf und Bildung aneinander angenähert, aber geschlechtsspezifische Unterschiede spielen nach wie vor eine große Rolle.

Die Rolle der Frau gestern und heute – wie hat sie sich im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert und wo stehen die Frauen heute, im beginnenden 21. Jahrhundert? Hat die schöne neue Medienwelt, die Umwälzungen aller Art zu versprechen scheint, auch das Geschlechterverhältnis umgewälzt? Am Beispiel der Erwerbstätigkeit von Frauen möchte ich untersuchen, in wie weit sich der gesellschaftliche Stand für die Frau geändert hat.

Hierbei ist der Zusammenhang von Familien- und Arbeitsmarktpolitik zu betrachten: Durch Familien- und Sozialpolitik sollten schon in der Vergangenheit einerseits soziale Schäden, die aus der industriellen Produktion resultierten, aufgefangen werden, andererseits der Erhalt der Familie gesichert werden. Auch in der BRD soll sie einerseits die Stabilität der Familie sichern, andererseits wirtschaftliche Prozesse stützen und fördern. Die Frau bestimmt die Familien- und Arbeitsmarkt-Politik zweifach: Einerseits durch den ökonomischen: Bedarf beziehungsweise Nichtbedarf, andererseits durch die Bedeutung, die der Familie von Seiten des Staates in der jeweiligen Zeitphase zugemessen wird. Dabei ist im Lauf der Geschichte eine primäre Konzentration auf den Reproduktionsbereich und sekundäre Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt festzustellen. Gilt das auch für die 90er Jahre? Für das angehende 21. Jahrhundert?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. RÜCKBLICK: DIE ROLLE DER FRAU ZWISCHEN ERWERBSTÄTIGKEIT UND FAMILIE

2.1. Von der Jahrhundertwende bis Ende des zweiten Weltkriegs

a. Vorindustrielle Zeit & Jahrhundertwende

b. Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Zweiter Weltkrieg

2.2. Die Nachkriegsjahre bis 1980

a. BRD

b. DDR

3. ENTWICKLUNG 1980 BIS 2000

3.1. Die 80er Jahre: „Renaissance der Familie“ und „Konservativer Feminismus“

3.2. Die 90er Jahre: Auf dem Weg in ein neues Jahrtausend

a. Demographische Daten:

b. Die Gesellschaft

c. Gesellschaftliche Stellung der Frau

d. Osten nach Wiedervereinigung

e. Vereintes Deutschland Aktuell

f. Ein neuer Ansatz: Gender Mainstreaming

4. ERGEBNIS / ZUSAMMENFASSUNG

5. LITERATUR

6. ANHANG

Anhang 1: Theorien zu den Arbeitsmarktchancen von Frauen

Anhang 2: Gender Mainstreaming

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und aktuelle Entwicklung der Erwerbstätigkeit von Frauen im 20. Jahrhundert in Deutschland. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern sich der gesellschaftliche Stand der Frau sowie das Geschlechterverhältnis im Kontext von ökonomischen und politischen Wandlungsprozessen verändert haben.

  • Historische Entwicklung der Rolle der Frau zwischen Familie und Beruf
  • Einfluss von Familien- und Arbeitsmarktpolitik
  • Analyse der 80er und 90er Jahre inklusive demographischer und gesellschaftlicher Daten
  • Die Auswirkungen der Wiedervereinigung auf ostdeutsche Frauen
  • Der Ansatz des Gender Mainstreaming als Instrument zur Gleichstellung

Auszug aus dem Buch

Die Nachkriegsjahre bis 1980

Das Gleichberechtigungsgebot wurde 1949 im Grundgesetz durchgesetzt. Im Unterschied zum bisher geltenden Familienrecht unterstanden Frauen nun weder in öffentlichen noch in privaten Angelegenheiten der Bevormundung durch den Ehemann. Auch auf dem Arbeitsmarkt war nun die Regelung ungültig, nach der nach der niedrigeren „Frauenlohngruppe“ entlohnt wurden. „De jure“ bedeutete aber nicht „de facto“.

Im zerstörten Deutschland oblag die Organisation des Überlebens vor allem bei den Frauen: Für viele bedeutete das körperliche Schwerstarbeit, wenn sie zum Beispiel als „Trümmerfrauen“ am Wiederaufbau arbeiteten. Dennoch erhielten sie im Vergleich zu männlichen Kollegen oft bis zu 40 Prozent weniger Lohn. Kompensiert wurde dies durch bessere Versorgung durch höherwertige Lebensmittelkarten.

Im Westen galt das bürgerliche Familienmodell mit einer nicht erwerbstätigen Mutter nach wie vor als einziges Ideal. Unterstützt und gefördert wurde es durch Kirchen, aber auch andere gesellschaftlich relevante Gruppierungen. Zudem waren zunächst die Arbeitsplätze knapp. Der enorme wirtschaftliche Aufschwung, der anschließend einsetzte, dauerte bis 1966 an und führte 1965 zu einer Arbeitslosenquote von 0,4 Prozent. Mit der Konsolidierung wurde die Rückdrängung der Frau in die Familie fortgeführt. Denn obwohl die Frauen für den Produktionsprozess benötigt wurden, unterlag die Familienpolitik weiterhin starken kirchlichen Einflüssen. Grundsätzlich wurde die Notwendigkeit der Frauenerwerbsarbeit anerkannt, dennoch blieb das Familienministerium eher konservativ bestimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung erläutert den Fokus der Arbeit auf die Entwicklung der Lebensumstände von Frauen und deren Erwerbstätigkeit im 20. Jahrhundert.

2. RÜCKBLICK: DIE ROLLE DER FRAU ZWISCHEN ERWERBSTÄTIGKEIT UND FAMILIE: Das Kapitel beleuchtet den historischen Kontext von der Jahrhundertwende bis zu den Nachkriegsjahren in BRD und DDR.

3. ENTWICKLUNG 1980 BIS 2000: Hier werden die gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen der 80er und 90er Jahre analysiert, inklusive der Folgen der Wiedervereinigung und des Konzepts Gender Mainstreaming.

4. ERGEBNIS / ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über die Diskrepanz zwischen theoretischer Chancengleichheit und der gelebten Realität in Familie und Arbeitsmarkt.

5. LITERATUR: Eine Zusammenstellung der verwendeten Quellen und Literatur.

6. ANHANG: Dieser Abschnitt bietet vertiefende Informationen zu arbeitsmarktökonomischen Theorien sowie eine genauere Definition des Gender Mainstreaming.

Schlüsselwörter

Frauenerwerbsarbeit, Geschlechterverhältnis, Familienpolitik, Arbeitsmarkt, 20. Jahrhundert, DDR, BRD, Gleichberechtigung, Gender Mainstreaming, Doppelrolle, Berufstätigkeit, Familienideal, soziale Ungleichheit, Strukturwandel, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Frauenerwerbsarbeit im 20. Jahrhundert und den damit verbundenen Wandel des gesellschaftlichen Status der Frau in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind das Spannungsfeld zwischen Familie und Beruf, die Auswirkungen staatlicher Politik auf die Erwerbsbiografien von Frauen sowie der Wandel der Geschlechterrollen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, den gesellschaftlichen Stand der Frau am Beispiel ihrer Erwerbstätigkeit über den Verlauf des 20. Jahrhunderts zu analysieren und zu hinterfragen, wie sich die Rolle der Frau gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische und soziologische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Statistiken, Studien und sozialwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Rückblick sowie eine detaillierte Betrachtung der 80er und 90er Jahre, inklusive demografischer Daten, gesellschaftlicher Entwicklungen und neuer Ansätze wie dem Gender Mainstreaming.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Frauenerwerbsarbeit, Geschlechterverhältnis, Familienpolitik, Gleichberechtigung und Gender Mainstreaming beschreiben.

Was unterscheidet die Rolle der Frau in der ehemaligen DDR von der in der BRD?

In der DDR war die Erwerbstätigkeit von Frauen aufgrund des Mangels an Arbeitskräften und der ideologischen Ausrichtung stärker institutionalisiert, während in der BRD lange Zeit das Modell der „starken Ernährer-Ehemann-Norm“ dominierte.

Welche Rolle spielt die Wiedervereinigung für die untersuchten Frauenbilder?

Die Wiedervereinigung führte für ostdeutsche Frauen zu einem massiven Umbruch, in dem sie einen Teil ihres Gleichstellungs-Vorsprungs gegenüber westdeutschen Frauen aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen einbüßten.

Was ist das Kernergebnis bezüglich des Konzepts „Gender Mainstreaming“?

Das Ergebnis zeigt, dass Gender Mainstreaming einen notwendigen, integrativen Ansatz darstellt, um Geschlechtergleichstellung als Querschnittsaufgabe in allen Entscheidungsprozessen zu verankern, wobei die institutionelle Frauenpolitik dennoch weiterhin erforderlich bleibt.

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Details

Titel
Schöne neue Medienwelt: Frauen gestern und heute am Beispiel Erwerbstätigkeit
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Seminar für Zeitgeschichte)
Veranstaltung
Hauptseminar: Zeiterfahrung und Kultureller Umbruch: Fin de Siècle des 20. Jahrhunderts in westlichen Gesellschaften
Note
1,7
Autor
Sabine Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
38
Katalognummer
V7668
ISBN (eBook)
9783638148436
ISBN (Buch)
9783638728126
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauenrecht Erwerbstätigkeit Gleichberechtigung Emanzipation Gender Mainstreaming Rolle der Frau Feminismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Schneider (Autor:in), 2002, Schöne neue Medienwelt: Frauen gestern und heute am Beispiel Erwerbstätigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7668
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  38  Seiten
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