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Konzeption regelwerksbasierter Erweiterungen einer Änderungsplanung zum interorganiationalen Einsatz

Title: Konzeption regelwerksbasierter Erweiterungen einer Änderungsplanung zum interorganiationalen Einsatz

Diploma Thesis , 2002 , 98 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stephanie Ehlert (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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„Nichts ist so alt, wie die Schlagzeile von gestern!“ Dieser Satz charakterisiert die heutige Zeit meiner Meinung nach zutreffend. Die Gesellschaft und die Unternehmen von heute leben in einer schnelllebigen Zeit. Den Grund hierfür liefern u.a. die Kommunikationsmedien, bspw. Fernsehen, Radio und vor allem das Internet, aber auch der Computer und die gesamte Technik, die sich rasend schnell entwickelt. Sie alle tragen dazu bei, dass man ständig auf dem Laufenden ist. Nimmt man z.B. einen Brief, den man von Deutschland nach Amerika schicken möchte. Vor etwa 100 Jahren dauerte die Zustellung mehrere Wochen und heute ist der Brief per E-Mail schon in der nächsten Sekunde dar. Die Gesellschaft erwartet von jedem Einzelnen, dass er möglichst schnell und flexibel auf sich ändernde Gegebenheiten reagiert.
Aber auch die Unternehmen bleiben hiervon nicht unberührt. Kunden erwarten von ihnen ad hoc Entscheidungen. Doch dies ist i.d.R. nicht immer bzw. nie möglich. Betrachtet man z.B. die Änderungsplanung in einem Unternehmen stellt man fest, dass bei einer Änderungsplanung verschiedene Ziele, bspw. Gewinnmaximierung, Reduzierung der Lagerhaltung, Auslastung der vorhandenen Ressourcen, etc., des Unternehmens berücksichtigt werden müssen. Der Unternehmer muss alle vorhandenen Daten genau analysieren und entsprechend einer Bewertung unterziehen um dann zu entscheiden, ob die Änderung sinnvoll in Bezug auf die verschiedenen Unternehmensziele ist. Viele Unternehmen benutzen in der heutigen Zeit Änderungsplanungsalgorithmen, um schneller zu einer optimalen Entscheidung zu gelangen. Daten, die sich in Bezug auf den alten Plan verändern, werden manuell eingegeben und durch einen Änderungsplanungsalgorithmus analysiert. Das Unternehmen bekommt einen optimalen Plan bezüglich der geänderten Daten. Ob dieser so erzeugte Plan allerdings auch optimal bezüglich der Unternehmensziele ist, muss vom Unternehmer bewertet werden. Der Unternehmer probiert dies i.d.R. durch die erneute Eingabe von Daten aus. Diese Methode kann in der Praxis entsprechend langwierig werden, weil der Unternehmer nie mit Sicherheit behaupten kann, dass der neue Plan wirklich optimal bezüglich seiner Unternehmensziele und der gewünschten Änderung des Kunden ist. Aus diesem Grund muss eine Lösung gefunden werden, die die Änderungsplanung eines Unternehmens flexibilisiert und somit auch zu einer schnelleren Entscheidungsfindung beiträgt, um als Unternehmen in der heutigen schnelllebigen Zeit bestehen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemstellung

2.1 Problembeschreibung bei interorganisationalen Änderungsplanungsprozessen

2.2 Anforderungen an die intraorganisationale Änderungsplanung

2.2.1 Anforderungen an den Änderungsplanungsalgorithmus

2.2.2 Anforderungen an die regelbasierte Steuerung

3 Stand der Technik

3.1 Ansätze zur Änderungsplanung

3.1.1 Net Change

3.1.2 Ansätze zur Änderungsplanung in der Produktionsplanung und -steuerung

3.1.3 OOPUS-DRS

3.2 Wissensbasierte Systeme

3.2.1 Expertensysteme

3.2.1.1 Architektur von Expertensystemen

3.2.1.1.1 Wissensbasis

3.2.1.1.2 Problemlösungskomponente

3.2.1.1.3 Erklärungskomponente

3.2.1.1.4 Wissensakquisitionskomponente und Wissenserwerb

3.2.1.1.5 Dialogkomponente

3.2.1.1.6 Wissensingenieur

3.2.2 Grundtechniken der Wissensrepräsentation

3.2.2.1 Logik

3.2.2.1.1 Aussagenlogik

3.2.2.1.2 Prädikatenlogik erster Stufe

3.2.2.1.3 Fuzzy-Logik

3.2.2.1.4 Modallogik

3.2.2.2 Regeln

3.2.2.2.1 Ablaufstrategien

3.2.2.2.2 Suchstrategien

3.2.2.2.3 Schlussverfahren

3.2.2.3 Strukturierte Objekte

3.2.2.2.4 Semantische Netze

3.2.2.2.5 Objekte und Frames

3.2.2.2.6 Constraints

3.2.3 Blackboard-Architektur

3.3 Wissensbasierte Ansätze in der PPS

3.3.1 Agenten

3.3.2 Prioritätsregeln

4 Zu leistende Arbeit

5 Konzeption regelbasierter Erweiterungen für eine interorganisationale Änderungsplanung

5.1 Wissensbasis zur regelbasierten Steuerung

5.1.1 Zeiten, Produkte und Mengenänderung

5.1.2 Kapazitäten des Unternehmens

5.1.3 Kostenparameter in der Änderungsplanung

5.2 Hierarchischer Ablauf

5.2.1 Entscheidungsbaum

5.2.2 Regeln

5.3 Diskussion über Ablaufstrategien und Suchstrategien im Lösungsraum

6 Zusammenfassung und Ausblick

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption regelwerksbasierter Erweiterungen einer bestehenden, intraorganisational ausgelegten Änderungsplanung, um diese für einen interorganisationalen Einsatz zu flexibilisieren und eine schnellere Entscheidungsfindung in dynamischen Produktionsumgebungen zu ermöglichen.

  • Entwicklung eines regelbasierten Erweiterungsmodells für bestehende Änderungsplanungsalgorithmen.
  • Strukturierung entscheidungsrelevanter Daten mittels eines Entscheidungsbaums zur Abbildung von Lösungsräumen.
  • Einsatz von Expertenwissen und organisatorischen Regeln zur Reduktion des Suchraums.
  • Diskussion von Ablaufstrategien und Suchstrategien zur Optimierung der Entscheidungsfindung im interorganisationalen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Net Change

In den 60er Jahren wurde der sogenannte Net Change Ansatz entwickelt und in den 70er Jahren eingesetzt. Hier wurde erstmals statt einer Neuplanung die Änderungsplanung durchgeführt. Der Grund für diesen Schritt war darin begründet, dass bei der Änderungsplanung der Rechenzeitaufwand wesentlich geringer ist als bei der Generierung (Neuplanung, Neuaufwurf).

Beim Net Change (Fortschreibung) wird bei einer Auftragsänderung die alte Auftragsdatei berücksichtigt. Die alten Aufträge bleiben erhalten und werden entsprechend geändert und bilden dann die Auftragsdatei neu. In der Programmierung ist diese Verarbeitungsform wesentlich aufwendiger, dafür aber für den Dialog und die Echtzeitverarbeitung besonders geeignet. Nachteilig ist sicherlich, dass durch die Fortschreibung der Auftragsdatei sich Fehler einschleichen können, die erst später bemerkt werden und die dann die Auftragsdatei unbrauchbar werden lassen. Aus diesem Grund muss die Gültigkeit der Auftragsdatei ständig gewährleistet werden. Da sich Net Change ausschließlich auf die Mengenplanung bezieht, muss zusätzlich nach einer Änderung auch eine Kapazitätszu- bzw. Kapazitätsumordnung erfolgen.

Es werden also nur die Komponenten beim Net Change neu geplant, bei denen sich eine Netto-Änderung gegenüber dem alten Plan ergibt. Aus diesem Grund werden hier i.d.R. Differenzwerte und nicht Absolutwerte weitergegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit schneller und flexiblerer Änderungsplanungen in Unternehmen aufgrund eines immer dynamischeren Marktumfeldes.

2 Problemstellung: Dieses Kapitel definiert die Herausforderung, bestehende, rein intraorganisationale Planungssysteme durch eine regelwerksbasierte Steuerung für den interorganisationalen Einsatz zu erweitern.

3 Stand der Technik: Es werden existierende Verfahren der Änderungsplanung (wie Net Change und MRP II) sowie die Grundlagen wissensbasierter Systeme, inklusive Logik, Regeln und Suchstrategien, detailliert dargelegt.

4 Zu leistende Arbeit: Das Kapitel skizziert das Ziel der Arbeit, einen Änderungsplanungsalgorithmus durch ein Regelwerk zu ergänzen, um manuelle Eingaben zu minimieren und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

5 Konzeption regelbasierter Erweiterungen für eine interorganisationale Änderungsplanung: Der Hauptteil beschreibt die formale Spezifikation der entscheidungsrelevanten Daten und die Konstruktion eines Entscheidungsbaumes, dessen Lösungsraum mittels Experten- und organisatorischer Regeln zielgerichtet eingeschränkt wird.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer dynamischen Anpassung des Entscheidungsbaumes an spezifische Unternehmensanforderungen.

Schlüsselwörter

Änderungsplanung, Wissensbasierte Systeme, Produktionsplanung und -steuerung, Entscheidungsbaum, Regelwerk, Interorganisationale Planung, Expertensysteme, Net Change, Kapazitätsplanung, Künstliche Intelligenz, Ablaufstrategien, Suchstrategien, Optimierung, Produktionsnetzwerke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit widmet sich der Entwicklung eines Konzepts zur Erweiterung bestehender Produktionsplanungsalgorithmen um ein regelwerksbasiertes Modul, um diese flexibler für interorganisationale Anforderungen zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Änderungsplanung in der Produktionsplanung, wissensbasierte Systeme (insbesondere Expertensysteme) und die Methoden der Wissensrepräsentation und Entscheidungsfindung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, manuelle Eingabeprozesse in der Änderungsplanung zu reduzieren oder zu eliminieren, indem durch Expertenwissen generierte Regeln die Entscheidungsfindung automatisieren und beschleunigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und entwirft anschließend einen formalen Entscheidungsbaum sowie ein regelbasiertes System zur Einschränkung des Lösungsraums innerhalb einer Produktionsumgebung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil (Kapitel 5) spezifiziert entscheidungsrelevante Daten (wie Mengenänderungen, Kapazitäten und Kostenparameter) und beschreibt den Aufbau eines Entscheidungsbaums sowie die Definition von Regeln für eine regelbasierte Steuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Änderungsplanung, Entscheidungsbaum, Regelwerk, Expertensysteme und interorganisationale Planung.

Warum spielt das Expertenwissen eine zentrale Rolle?

Expertenwissen ermöglicht es, unproduktive Lösungswege in einem komplexen Entscheidungsbaum frühzeitig zu eliminieren und somit schneller zu einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Lösung zu gelangen, als dies rein algorithmisch möglich wäre.

Wie werden die Kostenparameter im Modell berücksichtigt?

Kostenparameter wie Penalty Costs, Storage Costs oder Maschinenkostensätze werden als entscheidungsrelevante Daten im Entscheidungsbaum abgebildet und durch schrittweise inkrementelle Regeln angepasst, um bei Planänderungen das wirtschaftliche Optimum zu finden.

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Details

Title
Konzeption regelwerksbasierter Erweiterungen einer Änderungsplanung zum interorganiationalen Einsatz
College
University of Paderborn  (Wirtschafsinformatik)
Grade
1,7
Author
Stephanie Ehlert (Author)
Publication Year
2002
Pages
98
Catalog Number
V7701
ISBN (eBook)
9783638148658
Language
German
Tags
Konzeption Erweiterungen Einsatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Ehlert (Author), 2002, Konzeption regelwerksbasierter Erweiterungen einer Änderungsplanung zum interorganiationalen Einsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7701
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