„Folgen des Klimawandels längst Realität geworden.“ So lautet die Überschrift eines Artikels in der Lokalzeitung meiner Heimatstadt. „Durch die Flutkatastrophen an Elbe und Donau sei sehr vielen Menschen klar geworden, dass die Folgen des Klimawandels längst Realität geworden sind.“ Klimawandel, Klimakatastrophe, Klimaerwärmung sind Schlagwörter, die mindestens einmal im Monat in den Medien auftauchen. Diese Begriffe umfassen wohl alle Vorausdeutungen und Gefahren hinsichtlich einer globalen Temperaturänderung. Die Ursachen dafür sind zweifellos auch in den menschlichen Aktivitäten zu suchen, besonders denen seit den 50er Jahren. Durch die Luftverschmutzung mit CO2 aus den Autoabgasen, der Verbrennung fossiler Biomasse oder der FCKW-Moleküle aus den Spraydosen wurde die Erwärmung der Atmosphäre kontinuierlich vorangetrieben. Jeder kennt wohl den Ausdruck ‚anthropogener Treibhauseffekt’, der diese von Menschen verursachte Aufheizung beschreibt. Schon in den letzten hundert Jahren wurde ein Temperaturanstieg von 0,6°C auf der Erde festgestellt. In Klimamodellen wurden jedoch andere Werte berechnet. Im Hinblick auf die CO2-Emissionen, kamen die Wissenschaftler bis zum Jahre 2000 auf einen Anstieg von 1,0°C. Scheinbar ein kleiner Unterschied, doch in Wirklichkeit stellten diese 0,4 °C die Wissenschaft vor ein Rätsel.
Es musste einen abkühlenden Faktor geben, der den Temperaturanstieg abschwächt und die Aufheizung der Atmosphäre durch den anthropogenen Treibhauseffekt zügelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition: Treibhauseffekt
3. Einfluss der Aerosole auf den Treibhauseffekt
3.1. Definition: Aerosole
3.2. Direkter Einfluss
3.3. Indirekter Einfluss
4. Einfluss der Wolken auf den Treibhauseffekt
4.1. Bildung von Wolken durch Aerosole
4.2. Optische Eigenschaften
4.3. Lebensdauer
5. Ausblick
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den bisher oft unterschätzten Einfluss von Aerosolen und Wolken auf den globalen Treibhauseffekt. Ziel ist es zu analysieren, inwiefern diese Faktoren den durch menschliche Aktivitäten verursachten Temperaturanstieg abschwächen und welche Mechanismen – sowohl direkte als auch indirekte – dabei in der Atmosphäre wirken.
- Mechanismen des natürlichen und anthropogenen Treibhauseffekts
- Definition und Wirkungsweise atmosphärischer Aerosole
- Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolkenbildung
- Einfluss optischer Eigenschaften von Wolken auf die Strahlungsbilanz
- Bedeutung von Aerosolen und Wolken in modernen Klimamodellen
Auszug aus dem Buch
3.2. Direkter Einfluss
Aerosole können den Strahlungshaushalt und somit das Klima in der Troposphäre direkt und indirekt beeinflussen. Der direkte Einfluss geschieht dadurch, dass die Schwebeteilchen das Licht oder auch die Wärmestrahlung streuen oder absorbieren. (Internetquelle: Literatur Nr. 11) Sie können die globale Erwärmung also schwächen oder verstärken. Welche Wirkung sie haben, hängt von deren Größenverteilung, ihrem Rußanteil, der relativen Feuchte und der Albedo des Untergrunds ab. (Frankenberg / Siegmund 1997) Die „Albedo“ ist „der Energieverlust des Systems Erde - Atmosphäre durch die direkte Rückstrahlung eingestrahlter kurzwelliger Energie in den Weltraum“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Wahrnehmung des Klimawandels in der Öffentlichkeit und stellt die wissenschaftliche Diskrepanz zwischen gemessenen Temperaturdaten und Modellberechnungen dar, die einen abkühlenden Faktor vermuten lässt.
2. Definition: Treibhauseffekt: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts durch einen Vergleich mit einem Treibhaus und unterscheidet zwischen dem natürlichen und dem anthropogenen Effekt.
3. Einfluss der Aerosole auf den Treibhauseffekt: Hier werden Aerosole definiert und ihre Rolle als gegensätzliche Stoffe zum Treibhauseffekt sowohl durch direkte Streuung als auch durch indirekte Prozesse beleuchtet.
4. Einfluss der Wolken auf den Treibhauseffekt: Dieses Kapitel analysiert, wie Aerosole als Kondensationskeime die Bildung, Lebensdauer und optischen Eigenschaften von Wolken beeinflussen, was wiederum die Einstrahlung und Rückstrahlung entscheidend verändert.
5. Ausblick: Es wird die Frage aufgeworfen, ob ein vermehrter Ausstoß von Aerosolen zur Kompensation der Klimaerwärmung geeignet ist, wobei die zeitliche Begrenztheit und regionale Variabilität dieser Wirkung kritisch betrachtet werden.
6. Zusammenfassung: Abschließend wird resümiert, dass Aerosole und Wolken abkühlende Faktoren sind, die den anthropogenen Treibhauseffekt zwar abschwächen, diesen jedoch nicht dauerhaft kompensieren können.
Schlüsselwörter
Treibhauseffekt, Aerosole, Klimawandel, Wolken, Strahlungshaushalt, Anthropogene Einflüsse, Erderwärmung, Albedo, Kondensationskeime, Spurenstoffe, Klimamodelle, Klimatologie, Atmosphäre, Rückstrahlung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den abkühlenden Faktoren in der Atmosphäre, konkret mit der Rolle von Aerosolen und Wolken im Kontext des globalen Treibhauseffekts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der physikalischen Wirkung von Aerosolen, der Wolkenbildung als indirekter Effekt und der Bedeutung dieser Komponenten für die Genauigkeit von Klimamodellen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den "Rätsel"-Faktor zu erklären, warum der beobachtete Temperaturanstieg geringer ausfällt als viele Klimamodelle ohne Berücksichtigung von Aerosolen prognostizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller geographischer und klimatologischer Studien sowie der Auswertung von Klimamodell-Daten zur Verdeutlichung der Temperaturentwicklung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen des Treibhauseffekts definiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der direkten und indirekten Wirkungsmechanismen von Aerosolen sowie deren Einfluss auf Wolkenbildung und Lebensdauer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Treibhauseffekt, Aerosole, Albedo, Kondensationskeime und anthropogene Einflüsse.
Können Aerosole den Klimawandel vollständig aufhalten?
Nein, eine vollständige Kompensation ist nicht möglich, da Aerosole eine relativ kurze Lebenszeit haben und ihre Konzentration nicht in dem Maße zunimmt, wie es bei Treibhausgasen der Fall ist.
Warum ist der Einfluss von Aerosolen auf Wolken ein wichtiger Aspekt?
Aerosole fungieren als Kondensationskeime für Wolkentröpfchen; eine höhere Aerosolanzahl führt zu kleineren Tröpfchen und veränderten optischen Eigenschaften der Wolken, was die Abkühlungsrate beeinflusst.
- Quote paper
- Marion Heiß (Author), 2003, Treibhauseffekt durch Aerosole und Wolken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78025