Die Metaphern in Herbert Grönemeyers Texten


Diplomarbeit, 2005

94 Seiten, Note: 1,00


Leseprobe

Inhalt

I. EINLEITUNG
1. Textkorpus
2. Perspektive und Gliederung
2.1. Bildfelder
2.2. Verwendung der Metaphern
3. Themen und Gliederung

II. HERKUNFT der Metaphern – Bildfeldanalyse
a) Erster Themenbereich: Der Mensch in seiner Beziehung zum einzelnen Anderen
1. Bilder der Bewegung
1.1 Liebe als Bewegung
1.1.1 Suchen und Finden – Jagen und Kämpfen
1.1.2 Gefühle – bewegend und bewegt
1.2 Leben als Bewegung
1.2.1 Geschwindigkeit und Ziel
1.2.2 Bewegungslos und Ziellos
1.2.3 Fliehen und Fliegen
1.2.4 Leben als Reise
1.3 Wegmetaphern
1.3.1 Weg als Symbol für Fortschritt und Wandel
1.3.2 Weg als Richtungsweiser
1.3.3 Weg als Symbol für Lebenswandel
1.3.4 Wege im Labyrinth
1.4 Zusammenfassung
2. Raumbilder
2.1 Raumbilder für Freiheit und Liebe
2.1.1 Liebe als Labyrinth
2.1.2 Liebe als Netz
2.1.3 Liebeshäuser
2.2 Raumbilder für Isolation und Einsamkeit
2.2.1 Einsamkeit als Labyrinth
2.2.2 Einsamkeit als Netz
2.2.3 Einsamkeit in vier Wänden
2.3 Zusammenfassung
3. Naturbilder
3.1 Wasser, Feuer, Luft und Erde
3.2 Sonne, Mond und Sterne
3.3 Krankheit und Heilung
3.4 Zusammenfassung
4. Bilder der Wahrnehmung
4.1 Metaphern der Sinne
4.2 Farbsymbolik
4.3 Märchenhaftes und Magisches
4.4 Zusammenfassung
5. Zeitbilder
5.1 Uhrzeiten
5.2 Tageszeiten
5.3 Jahreszeiten
5.4 Zusammenfassung
6. Inszenierungen in Sprachbildern
6.1 Gericht
6.2 Theater und Film
6.3 Spiele
6.4 Zusammenfassung
7. Sprache als Bild
7.1 Geheimnisse
7.2 Sprachlosigkeit
7.3 Wahrheit und Lüge
7.4 Zusammenfassung
8. Geld in Sprachbildern
b) Zweiter Themenbereich: Der Mensch in Politik und Gesellschaft
1. Bewegungsbilder
2. Raumbilder
3. Naturbilder
4. Wahrnehmungsbilder
5. Zeitbilder
6. Inszenierungen in Sprachbildern
7. Sprache als Bild
8. Geld in Sprachbildern
9. Zusammenfassung

III. VERWENDUNG der Metaphern
1. Wort- Satz- und Textmetaphern
1.1 Wortmetaphern
1.2 Satzmetaphern
1.3 Textmetaphern
2. Funktionen der Metaphern

IV. EINBLICKE und RÜCKBLICKE

V. LITERATURVERZEICHNIS

I. EINLEITUNG

1. Textkorpus

In meiner Diplomarbeit untersuche ich die Texte aller deutschsprachigen Lieder von Herbert Grönemeyer, die nicht nur aus seiner musikalischen, sondern auch aus seiner literarischen Feder stammen. Man findet sie verstreut in elf Studioalben, die zwischen 1979 und 2002 entstanden sind, zusammengestellt von Herbert Grönemeyer und Anton Corbijn im Buch von 2004 oder im Internet auf diversen Fanseiten.[1] Grönemeyers erstes Album Grönemeyer beinhaltet nur einen Song (Guten Morgen), dessen Text er selber geschrieben hat. Auf seiner zweite Platte Zwo singt Grönemeyer bereits fünf eigene Texte. Grönemeyer meint: „Auf Zwo habe ich die ersten Gehversuche gemacht im Texten,“[2] erklärt aber später: „Angefangen, selber zu texten, habe ich erst 1982 ab Total egal meiner dritten Platte. Da hatte ich gemerkt, dass es für mich keine geeigneten Texter gibt.“[3] Die beiden Platten Gemischte Gefühle und Bochum enthalten nur jeweils einen Titel (Bloß geliebt und Alkohol), dessen Text nicht von Grönemeyer verfasst wurde. Auf die Frage, warum in Bochum eine ungewöhnliche, recht verbenarme Stummelsprache dominiert, antwortet er: „Der Text muss auch auf die Zeile passen. Die Worte müssen eckig und kantig sein, dass sie eine Emotion ausdrücken, ohne dass man inhaltlich verstehen muss, worum es eigentlich geht.“[4] Seine abgehackten Sätze verdanke er seiner Herkunft: „Ich bin groß geworden in der Tradition einer sehr knappen Sprache. Ich komme aus dem Kohlenpott, da wird nicht viel geredet.“[5] Die Musik zu den nächsten Alben Sprünge (1986), Ö (1988), Luxus (1990) und Chaos (1993) wurde vollständig mit Grönemeyers eigener Poesie unterlegt – was wörtlich zu verstehen ist. Denn Grönemeyer ist dafür bekannt, dass er seine Texte nicht mit Musik unterlegt, sondern umgekehrt zu seiner Musik nachträglich Texte schreibt: „Wenn ich den Druck habe Texte zu schreiben, dann muss ich das auch machen. Ich mache immer die Platte komplett fertig, was die Musik angeht und fange dann an zu texten.“[6] Bleibt alles anders (1998) trägt zwei fremde Texte, während das Album Mensch (2002) wieder ausschließlich von Grönemeyers eigenen Texten lebt.

Einerseits wertet Grönemeyer seine Inhalte gehörig ab, wenn er betont, er schreibe erst die Musik und der Inhalt spiele keine Rolle. Oft schreibe er mehrere Texte pro Song und entscheide sich dann unter Zeitdruck für einen: „Von mir aus bräuchten die Lieder keinen Text.“[7] Andererseits bedeuten ihm seine Texte doch viel: „Liedermacher schreiben ihre Texte und vertonen die. Das ist eine eigene Kunst. Rock ´n´ Roller schreiben zuerst die Musik und nageln einen Text drauf. Ich bin Rock ´n´ Roller. Das heißt nicht, dass ich meine Texte nicht ernst nehme. Das Ganze muss wirken. Ich behaupte ein guter Text mit schlechter Musik, da schlafen die Leute ein.“[8] Grönemeyer gibt zu, die Texte „gehen mir nicht so leicht von der Hand wie die Musik. Ich gebe mir daher umso mehr Mühe, dass sie gut werden.“[9]

Auch beim Album Sprünge war das Texten mit Schwierigkeiten verbunden: „Musik ist für mich ein Ausdruck meines Lebensgefühls, aber mit Texten hatte ich eigentlich überhaupt nichts im Sinn. Zumal es auch nur wenige Vorbilder gibt, keine langjährige Tradition toller deutscher Texter.“[10] Die Tatsache, dass manche Hörer beim Nachlesen der Texte im Booklet verwirrt sind, weil die Zeilen mit dem Gesungenem nicht übereinstimmen, ist ein weiteres Indiz dafür, dass Grönemeyer seine Texte wichtig nimmt: „Ich verändere ständig, bis zum letzten Tag die Texte, aber irgendwann müssen wir das Cover drucken und dann passiert es immer wieder, dass ich einzelne Wörter doch noch ändere.“[11]

Grönemeyer selbst sieht eine Entwicklung in seinen Texten: „Es ist mir über die Jahre gelungen, die deutsche Sprache für mich immer passender, handlicher und singbarer zu machen.“[12] Man wird diese zum Teil widersprüchlichen Statements daher auch als persönliche Entwicklung zu deuten haben, die Grönemeyer während der Entstehungszeit seiner elf Studioalben erfahren hat. Seine Texte werden zunehmend metaphorisch, tiefsinnig und vieldeutig. Nur eines war von Anfang an klar: „Der intelligenteste und klügste Text nützt dir nichts, wenn er dich nicht betrifft und den Leuten nicht in den Magen geht.“[13]

2. Perspektive und Gliederung

Im Zentrum meiner Arbeit stehen die Metaphern, die Grönemeyer verwendet, aber ich werde mich nicht auf einen endlosen Diskurs über Metapherntheorie einlassen. Die Erläuterung der in meiner Arbeit verwendeten Begriffe wird genügen. Meine Fragen an das Textkorpus sind nicht an der Biographie ihres Autors, sondern an ihren Metaphern orientiert. Woher kommen die Metaphern, aus welchen Bildfeldern stammen sie und wie und wozu werden sie verwendet? Diesen Fragen werde ich nachgehen. Das heißt, ich suche erstens nach der Herkunft der Metaphern und zweitens nach der Verwendung der Metaphern.

2.1. Bildfelder

Eine Antwort auf die erste Frage nach dem Woher oder Woraus der Sprachbilder gibt die Darstellung der verwendeten Bildfelder.[14]

In der kognitiven Linguistik werden Metaphern als eine der wesentlichen Strukturierungen des Denkens angenommen.[15] Diese Strukturen werden als konzeptuelle Metaphern bezeichnet und vereinen einen Quellbereich und einen Zielbereich. Als Beispiel könnte das Leben (Zielbereich) ist eine Reise (Quellbereich) genannt werden. Dieses Konzept vereint zahlreiche gängige metaphorische Ausdrücke (z.B. Lebensweg oder Stolpersteine). Metaphorische Kreativität ist demnach vor allem innerhalb bestehender Konzepte möglich. Recht analog ist die Terminologie von Harald Weinrich, der die Kategorien der Bildlichkeit als Bildfelder kennzeichnet, denen ein gemeinsamer Bildspenderbereich und ein gemeinsamer Bildempfängerbereich zugeordnet sind.

Der Begriff Bildfeld trägt allerdings zwei Bedeutungen: Einerseits ist das Feld gemeint, auf dem Bildspender und Bildempfänger zusammentreffen, andererseits funktioniert das Bildfeld als Rahmen, der es erlaubt, Neuschöpfungen zu basteln. Bildfelder fassen sprachliche Einzelmetaphern zu übergeordneten Einheiten zusammen. Während Weinrichs Bildfelder sowohl Herkunfts- als auch Zielbereich lexikalischer Einzelmetaphern erfassen, wende ich den Begriff Bildfeld ausschließlich auf den Bereich der Bildspender an, d.h. auf den Herkunftsbereich. Weinrich unterscheidet zwischen einem onomasiologischen Ansatz (bei dem der Zielbereich der gesuchten Metaphern vor der Analyse bekannt ist) und einem semasiologischen Ansatz (der nach Bildspendern sucht und ordnet). Weinrich erklärt nur jene Textanalysen für vollständig, die beide Bereiche umfassen, die also einen zuvor festgelegten Zielbereich untersuchen und auch alle nachweisbaren Herkunftsbereiche erkunden.[16] Ich habe mich in meiner Arbeit auf eine semasiologische Untersuchung konzentriert. Das heißt, ich habe zunächst verschiedene Herkunftsbereiche gesucht und diesen gezielt Metaphern zugeordnet. Erst nachträglich bin ich auf unterschiedliche Zielbereiche eingegangen und habe versucht, die Metaphern in deren Rahmen zu interpretieren. Konkret heißt das, dass ich acht häufig verwendete Bildfelder als Bildspender der Metaphern entdeckt, diesen dann gezielt einzelne Metaphern zugeordnet und erst als letzten Schritt die Frage gestellt habe, auf welche Themen, auf welche Bildempfänger (z.B. Eifersucht oder Wiedervereinigung Deutschlands) diese Bildfelder übertragen werden.

Wenngleich ich Weinrichs Methode[17] (Herkunfts- und Zielbereich erfassen, Systematisierung konventionalisierter und kühner Metaphern, Verstehbarkeit erklären und Produktion neuer Metaphern vorhersagen) nicht in allen Punkten folgen kann, sind seine Begriffe und Differenzierungen hilfreich:

„Liegen neu geschaffene Metaphern innerhalb eines etablierten Bildfeldes der jeweiligen Sprachgemeinschaft, werden sie ohne weiteres verstanden und akzeptiert. Liegen sie außerhalb handelt es sich dabei um kühne Metaphern. Diese sind seltener und setzen sich schwerer durch. [...] Im Maße, wie das Einzelwort in der Sprache keine isolierte Existenz hat, gehört auch die Einzelmetapher in den Zusammenhang ihres Bildfeldes.“[18]

Daraus folgt, dass nicht jede Einzelmetapher individualistisch interpretiert werden muss, sondern Metaphern, die bestimmten Bildfeldern angehören, sich auch gegenseitig stützen und erklären. Die acht Bildfelder, welche die Herkunft der Metaphern Grönemeyers erhellen sollen, sind das Bildfeld der Bewegung, des Raumes, der Natur, das Feld der Wahrnehmung und Farbmetaphorik, Bilder aus unterschiedlichen Inszenierungen, wie Theater, Spiel oder Gericht und die Bildfelder Sprache und Geld. Die Bildfelder wurden bewusst allgemein gewählt, um damit möglichst viele Metaphern aufzuspüren.

Eine zweite mögliche Antwort auf die Frage nach der Herkunft der Metaphern wäre die Einteilung in Strukturmetaphern. Strukturmetaphern verbinden jeweils zwei Bedeutungsfelder miteinander: z.B. Menschen sind Räume, Zeit ist Geld, Kommunikation ist Senden, Leben ist Bewegung oder Menschen sind Himmelskörper. Manchmal werden die Begriffe Bildfeld und Strukturmetapher synonym verwendet. Ich differenziere und sehe den Unterschied darin, dass bei Strukturmetaphern eine Zuordnung von Bildspendern auf Bildempfänger bereits stattgefunden hat. Ein Bildfeld (z.B. der Bewegung) ist dagegen als Herkunfts- oder Quellbereich offen für viele Zielbereiche. Bei Strukturmetaphern steht die Umkehrbarkeit des Herkunfts- und Zielbereichs im Vordergrund (z.B. Zeit wird durch Geldbegriffe, Geld durch Zeitbegriffe beschrieben). Der Vorteil am Arbeiten mit Bildfeldern (wie ich sie verstehe) liegt darin, Beispiele einfacher aufzuspüren und leichter zuordnen zu können. Die Bandbreite eines Bildfeldes ist viel größer als die einer Strukturmetapher. Das heißt, es kann mit einer überschaubaren Zahl von Bildfeldern die Herkunft der Metaphern des Textkorpus nahezu vollständig erfasst werden, während eine Unmenge an Strukturmetaphern notwendig wäre, um möglichst viele Metaphernbeispiele einordnen zu können.

2.2. Verwendung der Metaphern

Um die Verwendung von Metaphern zu verstehen, ist es hilfreich, dem Begriff Metapher nachzuspüren.[19] Eine Metapher ist eine rhetorische Figur, bei der eine Übertragung (μετά φερειν – anderswo hintragen) erfolgt, die der Verdichtung oder der Veranschaulichung dient. Quintilian bezeichnete die Metapher als einen verkürzten Vergleich und verstand Übertragen als Vergleichen. Aristoteles sah in der Übertragung einen Vorgang des Ersetzens, weshalb man seine Definition der Metapher heute Substitutionstheorie nennt. Seit Max Black[20] spricht man aber nicht mehr davon, dass eine Metapher als Ersetzung eines eigentlichen durch einen uneigentlichen Ausdruck funktioniert. Die Substitutionstheorie wird abgelehnt, weil man sich den aristotelischen Fehler nicht mehr erlauben will, zu glauben, jedes Wort besitze genau eine eigentliche, ursprüngliche Bedeutung, jedes Ding habe genau einen Namen und jedes Wort sei quasi ein Etikett. „Diese Wortsemantik ist eine Abstraktion. Die Bedeutung eines sprachlichen Ausdrucks existiert nicht unabhängig von seiner kommunikativen Funktion, seinem Sitz im Leben.“[21] Man kann die Bedeutung eines sprachlichen Ausdrucks nicht verstehen, ohne seinen Kontext zu verstehen. Die konkrete Bedeutung der Sprache erschließt sich erst in ihrer Verwendung. Black und seine Nachfolger meinen, dass Metaphern durch die semantische Inkongruenz zwischen Metapher und Kontext entstehen und zwar in einem wechselseitigen Interpretationsprozess. Dieser Ansatz wird daher Interaktionstheorie genannt. Das heißt, es werden zwei getrennte Sinnbereiche in einen ungewohnten, oft kreativen Zusammenhang gerückt. Daraus folgt: Metaphern sind nicht eindeutig. Der Witz dabei ist aber: Sprache ist nie eindeutig, wenn wir uns ernsthaft von einer nominalistischen Wortsemantik verabschiedet haben. Die Sprache ist „von Natur aus und ursprünglich metaphorisch, und der Mechanismus der Metapher begründet sprachliche Aktivität.“[22]

Demnach ist wörtlich ein ebenso komplizierter Begriff wie metaphorisch. Er entspricht entweder dem üblichen Gebrauch eines Wortes, dem Verwendungsstereotyp, oder er bedeutet, dass wir einen Ausdruck eindeutig verstanden wissen wollen, dass nur genau eine Bedeutung gelten darf, wenngleich andere möglich wären. Die wörtliche Bedeutung eines Wortes ist daher keine ursprüngliche, sondern eine spezifische Bedeutung.[23] Sprache ist an sich metaphorisch und wir können nicht nichts zu verstehen geben. Wenn es Grönemeyer nervt, dass die Leute einen „Blödtext viel zu ernst nehmen“, und er erklärt: „Mir gefiel der Titel gerade deshalb, weil er keine tiefere Bedeutung hatte. Hierzulande wird ja gern alles mit Sinn überfrachtet,“[24] hat er damit vielleicht nicht ganz unrecht. Wir sollten aber nicht vergessen, dass nicht nur wir es sind, die Worte mit Sinn überfrachten, sondern Sprache selber immer einen Bedeutungsüberschuss mit sich trägt. Verstehen und Bedeuten sind immer mehrdeutig und in der Gefahr missverstanden zu werden.

Die Anwendungsmöglichkeiten von Metaphern sind vielfältig. Metaphorische Bedeutung kann in einem einzelnen Wort, in einem Satz oder in einem ganzen Text zum Ausdruck kommen. Daher unterscheide ich zwischen der Verwendung von Wort-, Satz- und Textmetaphern. Die Frage wie Metaphern funktionieren, kann aber (unabhängig von der im dritten Teil ausführlich gegebenen Antwort) in den Begriffen Wort- Satz und Textmetapher auch in drei unterschiedlichen Typen von Metaphern ihren Ausgangspunkt finden. Ein Sprachbild kann auf einer konzeptuellen (strukturierenden), orientierenden oder ontologisierenden (vergegenständlichenden) Metapher basieren.[25] Konzeptuelle Metaphern sind eine Übertragung von Erfahrungen, die prägnant und leicht benennbar sind. Übertragen werden die Erfahrungen auf Phänomene, die wenig Eigenstruktur bieten, d.h. vor allem auf abstraktere Bereiche wie Gefühle, soziale Handlungen und Wertungen. Ein solches metaphorisches Konzept lautet z.B. das Leben ist eine Reise. Orientierende Metaphern lassen dagegen auf eine räumliche Strukturierung von Kognitionen und Emotionen schließen.[26] Diese Ordnung der Erfahrung orientiert sich am Körper und zieht metaphorische Sprechweisen im engeren Sinne nach sich: Die kulturelle Konnotation des Glück ist oben, bzw. mehr ist oben, werden bezeichnet durch Erfahrungen des Erhebens und Erwachens. Das bedeutet, wenn wir sagen, Freude sei erhebend, Depression niederdrückend und Erfolg steigend, dann aktualisieren wir damit die kulturell gewachsene Konnotation des Happy is up.[27] Auf persönliche wie kulturelle Raumerfahrung rekurriert z.B. auch die soziale Einteilung in Ober- und Unterschicht. Ontologisierende (substantialisierend) Metaphern spielen dagegen mit der Fähigkeit, komplexe Erfahrungstatsachen als einfache Objekte und Wesen zu identifizieren. Dabei projizieren wir körperliche Grunderfahrungen, z.B. die des abgeschlossenen Körperschemas auf diese Begriffe, um sie handhaben zu können, ohne dass den damit gemeinten Phänomenen eine solche Abgeschlossenheit zukäme.[28] Diese wichtigste verdinglichende Metapher, die Behältermetaphorik, ist an den Präpositionen innen und außen, vor allem aber an bestimmten Verben zu erkennen. Diese codieren z.B. das Verhalten einer Person zur Umwelt, wenn es heißt: Er kam aus sich heraus, er öffnete sich seinen Freunden. Der Mensch ist in dieser Metapher nicht nur körperlich eine Einheit, sondern auch im psychischen Bereich ein Behälter, in dem sich vieles sammelt, staut und wieder hinausströmt. Zuletzt sei daraufhingewiesen, dass sowohl orientierende als ontologisierende Metaphern ubiquitäre sprachliche Mechanismen sind, also überall, auch in den konzeptuellen, den inhaltlich bestimmten Metaphern, vorkommen. Alle drei Konzepte werden in den Bildfeldanalysen zu entdecken sein, welche die Herkunft der Metaphern untersuchen.

Im dritten Teil meiner Arbeit, wenn es um die Verwendung der Metaphern geht, werde ich allerdings nur auf Wort- Satz- und Textmetaphern eingehen und abschließend erklären, wozu Metaphern verwendet werden können.

3. Themen und Gliederung

Nachdem nun ein Vorausblick auf die Gliederung meiner beiden Hauptteile in Herkunft und Verwendung der Metaphern geschehen ist, möchte ich in meiner Einleitung abschließend die beiden Themenkreise und mein Interpretationsvorgehen erklären.

Auch wenn es primär nicht um die Themen der Texte geht, kann eine Metaphernanalyse schwer auf die Darstellung der metaphorisch verarbeiteten Themen verzichten. Auch bei der Bildfeldanalyse waren diese relevant, da ich die beiden großen Themenbereiche, die Grönemeyer zum Texten heranzieht, getrennt von einander bearbeitet habe. Zum einen sind es Themen, die den Menschen als Individuum in seiner Beziehung zu einem anderen Menschen sehen. Zum anderen sind es Themen, die das Individuum in seiner Beziehung zur Gesellschaft betreffen – politische und soziale Themen, die Grönemeyer auch wählt, damit „die Menschen mehr in Frage stellen, auch sich selber und ihre Idole. [...] Man lächelt selbstzufrieden vor sich hin und begreift gar nicht, wie gefährlich es werden kann, der Sehnsucht nach einer Leitfigur nachzuhängen.“[29]

Die Gewichtung der Themen in den einzelnen Alben nimmt Grönemeyer durch die Reihenfolge der Lieder vor, die in deutschsprachigen Alben meist etwas anders aussieht, als in englischsprachigen, wo Grönemeyer leichter zugängliche Songs nach vorne wandern lässt. In deutschen Alben findet man die umgekehrte Dramaturgie: Speziell deutsche Inhalte kommen an den Beginn, allgemeiner formulierte Texte und einfachere Themen ans Ende.[30]

Entwicklung und Veränderungen lassen sich aber nicht nur innerhalb einer Platte feststellen, sondern auch mit Blick auf die gesamte Albenproduktion. Grönemeyer selber weist darauf hin: „Ich habe immer versucht, Material zu schreiben, das gut genug ist, dass ich mich damit auf die Bühne stellen kann. Über die Jahre hat es sich so entwickelt, dass das so persönlich wie möglich wurde.“[31]

In den letzten beiden Alben Bleibt alles anders und Mensch dominieren tatsächlich individuelle Themen (Verlust, Trauer, Einsamkeit, Liebe, Hoffnung und Treue), die Alben Chaos, Sprünge, Ö und Luxus sind politischer. Alle haben sie an Aktualität nichts verloren: Eifersucht quält immer noch Menschen, Liebeskummer und Trennungsschmerz heilen nach wie vor langsam, Deutschland kämpft wie viele andere Länder immer noch gegen Rechtsradikalismus und Arbeitslosigkeit, Amerika steckt wieder in der Rolle der Weltpolizei und Bochum ist immer noch grau.

Eine Studie in der Bundesrepublik Deutschland hat 1990 Krisenphänomene demokratischer Wohlstandsgesellschaften untersucht.[32] Suizidversuche und Suchtkrankheiten sind angestiegen. Die Palette reicht von harten bis weichen Drogen, von Heroin bis Alkohol, von Autorausch, Kaufrausch bis Magersucht. Belege gibt es auch über die grassierende Gewaltbereitschaft. Fremdenfeindlichkeit und Brutalität jugendlicher Banden in Großstädten sind die auffälligsten Erscheinungsformen, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Kindern nicht weniger schockierend. Diese Krisensymptome (Suizid, Suchtkrankheiten und Gewaltbereitschaft) hat Grönemeyer in seinen Alben vor und nach 1990 diagnostiziert: In Selbstmitleid stellt er auf subtilironische Weise die Diagnose Suizidgefahr. Die Themen Vergewaltigung und Rechtsradikalismus behandelt er in Die Härte, Fanatisch, oder Sie und auch in Kino kommen Gewalt und Realitätsverlust zur Sprache.

Den gegenwärtigen Egotrip vieler Menschen, den wir in unserer Gesellschaft konstatieren, thematisiert Grönemeyer in Hartgeld, Luxus, Freunde und in Reines Herz, wo es z.B. heißt: Erst ich, dann lange nichts.[33] Selbständigkeit wird entlarvt als die Unfähigkeit zu sozialen Bindungen, Selbstbestimmung entpuppt sich als rabiates Durchsetzungsvermögen und Selbstverwirklichung geschieht oft in Wahrheit oft auf Kosten der anderen.

Grönemeyer richtet sich in seinen Texten aber nicht mit Vorwürfen oder moralisierend an seine Zuhörern, sondern macht mit Schärfe und Witz, Humor und Ironie auf Probleme aufmerksam.

II. HERKUNFT der Metaphern – Bildfeldanalyse

a) Erster Themenbereich: Der Mensch in seiner Beziehung zum einzelnen Anderen

1. Bilder der Bewegung

Im ersten Teil der Bildfeldanalyse werde ich jene Texte untersuchen, die den Menschen als Subjekt und seine Beziehung zu einem anderen Subjekt thematisieren. Diese Texte enthalten aus dem Bildfeld der Bewegung Metaphern für die Liebe (1.), das Leben (2.) und Wegmetaphern (3.), die für beides stehen können.

1.1 Liebe als Bewegung

Metaphern der Bewegung wecken Bilder, welche erstens die Beziehung zweier Menschen als Bewegung zueinander beschreiben und zweitens Gefühle ausdrücken wollen, die als das Ergebnis einer solchen Liebesbeziehung schwer in Worte zu fassen sind. Einerseits resultiert Bewegung aus der Liebe, andererseits entsteht Liebe durch Bewegung. Das heißt: Einmal beschreiben die Metaphern der Bewegung das Entstehen von Liebe, ein anderes Mal beschreiben sie das Ergebnis und damit die Emotionen, die uns bewegen.

1.1.1 Suchen und Finden – Jagen und Kämpfen

Grönemeyer nutzt Bewegungsbilder, um damit die Suche oder die Jagd nach der Liebe zu beschreiben. Die Suche wird in seinen Metaphern positiv gezeichnet, wie zum Beispiel in Land unter, wo es heißt: kämpf mich durch zum horizont / denn dort treff ich dich [...] mach die feuer an / damit ich dich finden kann. Der Text endet mit einer erfolgreichen Suche und der Bitte: laß mich nicht mehr los.[34]

Eine der schönsten Zeilen über die Suche finden wir im Album Mensch ich lieb dich mehr als mich / und ich finde dich / ich finde dich oder nicht.[35] Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten und es gibt nur eine sichere Entscheidung: die Suche selber. Die Liebe ist damit nicht relativiert, sondern gewinnt im Gegenteil in diesem angefügten oder nicht eine Herausforderung. Die Liebe ist immer neu. Gleichgültig, ob wir einmal, zweimal oder zehnmal im Leben lieben – jedes Mal sehen wir uns vor eine Situation gestellt, die wir nicht kennen. irgendwann lieb und find ich dich, ich finde dich oder nicht, diese Zeilen erinnern aber auch, dass man einander nie besitzen kann, sondern immer neu suchen muss; vielleicht auch zwischen zeilen, irgendwo.[36]

In Herbsterwachen hat sich die Suche bereits gelohnt: wir ziehen uns leise zurück / haben uns gefunden / spätes glück.[37] In einem früheren Album vergleicht das literarische Ich den geliebten Menschen mit einem Diamanten und jubelt: endlich hab ich dich gefunden.[38] Doch hat man einander gefunden, bedeutet Beziehung, die Bewegung und den Weg gemeinsam fortzusetzen, bedeutet Liebe, immer neu aufeinander zuzugehen. ich dreh mich um dich[39] ist somit ein Versprechen der Treue und der Satz, haben uns geschoben, verzweifelt geliebt,[40] der Rückblick auf eine gemeinsame Zeit.

Während die Bilder des Suchens und des Findens, wie die Beispiele gezeigt haben, eine glückliche Beziehung darstellen, verrät das Bild der Jagd, dass Beziehung nicht von beiden gewollt und Liebe einseitig verfolgt wird: du hängst mir an den fersen / bist mir ständig auf der spur, beschwert sich das literarische Ich über den anderen und flucht in Titel und Refrain: deine liebe klebt.[41] Wo das Jagen ein Ende findet, beginnt Beziehung: alle jagdgründe sind ergründet / hab dich, bin reich.[42] Wo die Jagd dagegen in einen Kampf ausartet, scheitert sie.

hast mich zum fraß vorgeworfen / als ich schon längst nicht mehr stand

hast meine schwäche genossen / dein endlicher kampf

dir ging es nur noch um´s messen / du bist kein verlust[43]

Der Vergleich zwischen Beziehung und Kampf durchzieht den ganzen Text Kein Verlust. Im Album Mensch wird der Vergleich zwischen Liebe und Kampf wiederholt, wenn das literarische Ich das Ende der Beziehung erklärt:

bin keine beute, kein pokal / keine trophäe, die man jagt

die man verführt und dann erlegt / bis sie sich nicht mehr bewegt[44]

Doch ganz so eindeutig lassen sich die Metaphern des Jagens und des Kämpfens nicht auflösen. Das Ende des Kampfes kann schließlich auch das Ende der Beziehung bedeuten. In Haarscharf vergleicht das Ich rückblickend seine gescheiterte Beziehung mit einem Kampf, den es nur knapp überlebt hat: mit deinem killerinstinkt mich fast erstickt / es ist dir nicht geglückt[45] Das Ende des Kampfes und das Ende der Beziehung werden somit positiv konnotiert. Doch umgekehrt gilt, wer aufhört, um seine Beziehung zu kämpfen, hat schon verloren. Solange gekämpft wird, bleibt wenigstens die Hoffnung auf Versöhnung. Beziehung als Kampf meint letztlich, dass man nicht aufgrund von Anpassung geliebt wird, sondern aufgrund seiner Individualität, um die eben gerungen werden muss. Beziehung ist dann ein Kampf, der sich lohnt. Grönemeyer liefert auch dazu ein Beispiel in Deine Liebe klebt, worin das Ich seinem Partner Feigheit und mangelnde Persönlichkeit vorwirft und von ihm Individualität statt Anpassung, Kampf statt Ergebung fordert:

am anfang hielt ich es für wärme / faszinierende menschlichkeit
heute weiß ich, dass du feige bist / nie zum kampf bereit
glitschst wie glibber durch die finger / stellst dich keinem streit
hast immer nur meine meinung / keine gegenwehr weit und breit

bist wie ein schlapper sandsack / der mit jedem schlag mitgeht
ich spucke, beiße, trete / vergeblich. du bist zu zäh.[46]

In der Metapher wird ein Ausdruck aus seinem ursprünglichen Zusammenhang (Boxen, Kämpfen, Aggressionsabbau) genommen und in einem anderen Zusammenhang (Beziehung, Probleme, Konfliktlösung) verwendet. Das heißt, es wird eine Bedeutungsübertragung vorgenommen, wodurch Sprache an Anschaulichkeit gewinnt. Dabei handelt es sich um einen Vergleich zweier Bereiche, bei dem allerdings die Vergleichspartikel wie und das tertium comparationis (die dem Vergleich zugrundeliegende Hinsichtnahme) fehlen, weshalb die antike Rhetorik die Metapher als verkürzten Vergleich[47] definiert. Im Gegensatz dazu werde ich Vergleiche als explizite Metaphern betrachten und in meiner Arbeit mitberücksichtigen. wie ein schlapper sandsack ist eine solche explizite Metapher, ein zwar offensichtliches Bild für den anderen, aber ein Bild, das grundsätzlich wie eine Metapher funktioniert. Der Vergleich mit dem Sandsack ist ein stellvertretendes, veranschaulichendes Bild für den Charakter des Partners, der nicht begreift, dass er eine eigene Meinung entwickeln und Probleme ausdiskutieren soll.

Eine andere Szene, in der Kampf einen positiven Wert darstellt, läuft im Album Luxus: zwischen kissen geschlachtet / feinster lustmord / wiedergeboren, liebesakkord / will mehr, viel mehr[48]

Hier sind es nicht Beziehung und Liebe, die mit Kampf assoziiert werden, sondern Erotik und Sexualität. Bewegung ereignet sich hier zum einen wie in den Bildern der Suche und der Jagd zwischen zwei Menschen. Zum anderen spiegelt sich in der Bewegung ein innerlicher Kampf der Gefühle, wovon im Folgenden die Rede sein soll.

1.1.2 Gefühle – bewegend und bewegt

Setzt man Liebe dem Motor für Bewegung gleich, wenn es z.B. heißt, du rennst in meinem kopf umher,[49] dann funktioniert sie als treibende Kraft und man beschreibt mit Bewegung Emotionen: gefühle haben sich gedreht.[50] Oder man beschreibt den Menschen selber, der emotional in Bewegung gesetzt wird: du reißt mich hin, du reißt mich her / ohne dich läuft gar nichts mehr / in dir kann ich mich verlieren, explodieren, kapitulieren[51]

Werden Emotionen als Bewegung beschrieben, trifft wieder das Bild der Jagd, auch wenn jetzt nicht potentielle Partner gehetzt werden, sondern der eigene Puls davonläuft. Das Bild der Jagd verfolgt uns in mehreren Alben: auf die spitze getrieben / puls hochgejagt,[52] rausch mir durch mark und bein / mach meinen puls rasend / stopp schlagartig meinen verstand[53]

Aber nicht immer sind Geschwindigkeitsrausch und Raserei Ausdruck für das Verliebt-Sein. Der Text in Sprünge setzt fort mit der Bitte: laß mich dich genießen / ganz langsam / die zeit stirbt schnell / viel zu schnell[54]

Mit Blick auf das gesamte Album Sprünge und das unpoetische Leitmotiv des darauffolgenden Textes[55] (das leben unterwegs geht mir auf den keks) ist langsam konsequenterweise nicht als negatives Attribut zu deuten. Generell lässt sich aber feststellen, dass in Grönemeyers Texten nicht Bewegungslosigkeit, Ruhe und Ordnung, sondern Bewegung, Rausch und Chaos positive Werte darstellen und das gilt nicht nur in Bezug auf die Liebe, sondern vor allem mit Blick auf das Leben, was der nächste Abschnitt zeigen wird.

1.2 Leben als Bewegung
1.2.1 Geschwindigkeit und Ziel

Bewegungsbilder dienen nicht nur dazu, Beziehung und Gefühle, sondern das Leben selber als Bewegung zu beschreiben. Das Leben rauscht an uns vorbei oder mit uns durch Raum und Zeit. Entweder sitzen wir am Ufer oder treiben mitten im Strom. Immer herrscht Bewegung. Grönemeyers Imperative sind eindeutig Appelle, das Leben in Bewegung, also mitten im Strom, anstatt passiv am Ufer zu verbringen:

das leben kommt von vorn [...] erwarte viel, lebe für den transit,[56] spring auf den letzten zug auf / richtung unendlichkeit geradeaus / überhol den jüngsten tag dabei und halt die zweifel in den fahrtwind,[57] denn stillstand ist der tod.[58]

Wenn es heißt: ich bin [... ] dein sportlichster wagen, dein tiefster tauchgang, dein segelflug,[59] stellt Bewegung ebenso einen positiven Wert dar; selbst wenn der Vergleich mit dem Sportwagen vielleicht meint, sich als Statussymbol zu verkaufen und der Tauchgang der Superlative eigentlich das Extreme, das Besondere aufzeigen soll. Der Segelflug deutet bereits an, dass Grönemeyer auch Metaphern des Fliegens verwendet.

Grönemeyer kritisiert zwar das leben unterwegs,[60] in seinen letzten drei Alben entscheidet er sich jedoch ziemlich eindeutig für das Auf-dem-Weg-Sein. Dabei betont er immer wieder, dass es auch ein Ziel gibt: durchquer den hades zum ziel[61] oder: ich kenn meinen namen / ich kenn mein ziel / du gibst mir sicht / nicht zuwenig, nicht zuviel[62]

Ziele werden gesteckt, was sie für Grönemeyer und seine Hörer bedeuten, bleibt offen. Wer sein Ziel kennt, bewegt sich anders als jemand, der orientierungslos herumstreunt. Bewegung heißt also nicht notwendig Fortschritt, Streben oder auf ein Ziel zusteuern. Wo Bewegung orientierungslos oder kreisförmig abläuft, drückt sie in Grönemeyers Metaphern Scheitern und Mängel aus.

1.2.2 Bewegungslos und Ziellos

Ist Bewegung ein Symbol für unser Leben, dann symbolisiert das Ziel unser eigenes Telos, das Potential in uns, das unsere Persönlichkeit ausmacht und unseren Lebensweg mitformt. Wer sein Ziel aus den Augen verliert, gerät leicht vom Weg ab und verschenkt damit Potential. Das Abkommen vom Weg, die Bewegung weg vom eigenen Ich deutet Schwäche an. Die Frage, wer hilft dir, dass du trauern lernst / du dich nicht von dir entfernst,[63] wird so zu einem Wegweiser, der die eigenen Fähigkeiten anzeigt und hilft, diese nach der Trauerphase neu zu entfalten. Grönemeyer würde dem vielleicht widersprechen. Er meint: „Es gibt keine Trauerarbeit, es gibt bloß Trauer. Man trauert und es hört nie auf. [...] Vielleicht schafft man es irgendwann, die Trauer in eine Perspektive zu setzen. Trauer und Tod gehören zum Leben, sie können es schaffen, als Bestandteil des Lebens akzeptiert zu werden. Der eine erlebt das früher, der andere in der Mitte des Lebens. Man kann Trauer nicht verarbeiten und auch nicht wegarbeiten. Die bleibt.“[64]

Schnell vergrößert sich die Entfernung zu einem Ziel, wenn man nicht mehr darauf zuschwimmt, sondern nur noch im Wasser treibt. Ähnliches beschreiben die letzten beiden Zeilen im Album Bleibt alles anders: treib auf einem einsamen berg, brauch deine schmetterlinge im eis[65]

Ein Mensch ist allein zurückgeblieben und sieht sich ziellos herumtreiben. Diese Bewegung, das Treiben, kann auch Gelassenheit und Erholung bedeuten. Hier ist es aber eindeutig negativ konnotiert. Es verrät Sinnverlust, Selbstaufgabe und Einsamkeit. Jemand, der sich treiben lässt, gibt das Steuer aus der Hand. Wege und Ziele bestimmen andere ohne ihn. In der Sphäre der Bewegung ist das Grundbild jeder Teleologie angelegt. Telos ist das Ziel einer Vorwärtsbewegung und auch das Potential, das in ihr steckt. Ziele setzen Richtung und Bewegung voraus. Wo es an Bewegung fehlt, können Telos und Potential nicht entfaltet werden: alles still, unbewegte zellen / und das wetter gibt’s nicht mehr / die straße hat keine stimme / autolos und kein verkehr[66]

Diese Zeilen schildern die Situation eines einsamen Menschen, der sein Ziel aus den Augen verloren hat. Der Partner ist weg. Sinn muss erst neu gesucht und gefunden werden. Seine Potentiale liegen brach. Die Straße ohne Stimme ist eine Straße ohne Menschen, eine Straße, auf der sich nichts bewegt. Sie ist ohne Verkehr. Die Bewegungslosigkeit ist Ausdruck für mangelnde Lebensfreude und den Verlust sozialer Kontakte. Beziehungen zu anderen fehlen, womit auch ein Stück Unberechenbarkeit des Lebens verloren ist, was vielleicht im Wetterverschwinden angedeutet wird. Nicht einmal das Wetter bringt Abwechslung in den starren Alltag.

Bewegung fehlt auch, wenn die träume in der sackgasse[67] zum Stehen kommen und der zucker in meinem tank[68] alles verstopft. deine schaltung klemmt im leerlauf / selbst deine kriechspur ist vereist,[69] bedeutet ebenfalls bewegungslos zum Stehen gezwungen sein. Jedes Mal wird hier mit Bewegungslosigkeit Scheitern ausgedrückt .

In Unbewohnt heißt es: ich steh auf / streun durchs haus und in Bochum verspricht Grönemeyer: ich bin für dich da [ ... ] wenn du rastlos durch die gegend streifst / und du gar nichts mehr begreifst.[70] Scheitern wird hier nicht durch die Bewegungslosigkeit dargestellt, sondern in Bildern der Bewegung werden Einsamkeit und Orientierungslosigkeit angedeutet. Aber nicht immer ist es die Bewegung selber, die etwas veranschaulichen soll. Manchmal drücken Richtung und Geschwindigkeit der Bewegung Emotionen aus. So lösen Bilder, in denen Bewegung zwar nicht völlig fehlt, aber sinnlos im Kreis läuft, meist negative Assoziationen aus. In einer Beziehung, in der Abwechslung und Romantik fehlen, herrscht Alltag und nur noch öder kreisverkehr.[71] Ein Text verspricht ich bin für dich da, in guten und in bösen Tagen , auch wenn dein kopf karussell fährt[72] und im Rückblick auf eine gescheiterte Liebe heißt es: zogst feuchte kreise auf meiner haut.[73] Im Vergleich zu Bildern des Fließens und des Weges, die meist zielbestimmte Bewegungen darstellen, weist der Kreis auf eine Wiederholung im Geschehen hin. Bei Grönemeyer symbolisiert der Kreis weniger, dass sich alles ständig verändert, also nicht den Wandel, sondern Langeweile, Berechenbarkeit und das ewig Gleiche. Geordnete Bahnen und Vermeidung von Chaos suchen seine Metaphern nicht. Planlosigkeit bedeutet immerhin, offen sein für neue Orientierung.

1.2.3 Fliehen und Fliegen

Im Gegensatz zu Kreisen, Kriechen und Streunen, sind Fliehen und Fliegen positiv konnotiert. Wenn Grönemeyer schreibt: ich bin [ ... ] dein segelflug[74] oder ich bin für dich da, wenn dein flügel bricht,[75] beziehen sich Fliegen und Flug auf Gesundheit, Erfolg, Glück, Leben oder Freiheit. Auch sprechen Grönemeyers Imperative, die zwar keine deutlichen, oft vielleicht gar keine Imperative sind (sondern Ellipsen, in denen das Pronomen ich fehlt) eine umso deutlichere Sprache:

leg die policen auf die seite /geb die kontrolle aus der hand

fliehe befreit in ein luftloch / schmeiße goldstücke über den rand[76]

ich rutsch vor dir auf den knien / laß uns gemeinsam fliehen

das leben ist schon schwer genug / laß uns ruhig belügen / keine angst vorm fliegen[77]

beende deine geiselnahme / wir haben das gleiche ziel.

zusammen durch des teufels küche / finden nur gemeinsam frieden[78]

Flucht scheint weniger eine Flucht vor etwas zu meinen, als viel mehr die Flucht ins Leben. Flucht heißt hier nicht Angst und Schrecken, sondern Reise und Abenteuer. Die Metapher der Reise geht allerdings auch jenseits der Grenze von Flucht und Fliegen weiter und verdient einen gesonderten Bericht.

1.2.4 Leben als Reise

Reisen bedeutet einerseits, dem Alltag zu entfliehen oder andererseits vielleicht, glücklich in Freiheit zu leben jenseits von Zwang und Konvention. Oder symbolisiert Verreisen das Verreisen aus dieser Welt, also das Sterben eines Menschen? Grönemeyer spricht einerseits von der Reise durch die Welt und vom Leben : wir sind im raum, der leben heißt / zweiwegetraum, getrennt verreist[79]

Andererseits spricht er von der Reise durch die Zeit und vom Sterben, wenn er nach dem Tod seiner Frau die Hoffnung nicht aufgibt und schreibt: neue zeitreise, offene welt[80] und denk auf deiner zeitreise mal an mich.[81]

Das Bild der Reise kann auch als Abreise verwendet werden, als Rückkehr in den Alltag oder in die Wirklichkeit: es wird zeit, dass du aufwachst / alle koffer sind gepackt und die tage sind gezählt / und keiner, der noch fehlt[82] Reisen lässt sich natürlich nicht nur abstrakt in Raum und Zeit oder fliehend am Land und fliegend in der Luft, sondern auch zu Wasser. Die Schiffsreise als Metapher für das Leben hat eine lange Tradition in der Geisteswissenschaft vor allem bei Philosophen und Literaten, die Hans Blumenberg[83] bereits aufgerollt und ausführlich kommentiert hat. Einmal sind es Metaphern, die uns selber das Schiff sein lassen, das durch die Stürme des Lebens manövriert werden muss, dann sind es welche, in denen wir Gestrandete sind und das Leben ein Schiffbruch auf hoher See darstellt. Oder es handelt sich um Metaphern, die uns nur Zuschauer sein lassen, die den Schiffbruch anderer Menschen und Kulturen verfolgen müssen.

Grönemeyer nutzt die Schiffsmetaphorik für das Leben in vielen Texten: Im Album Mensch ermutigend: lache, wenn es nicht zum weinen reicht, auch wenn dein schiff schon ohne ratten / der kapitän bereits über bord / du [... ] von aller welt verlassen / leckgeschlagen auf hoher see[84]

Im Text Zum Meer teilt er teuren Rat oder eine hoffnungsvolle Prognose mit:

dreh dich um / dreh dein kreuz in den sturm /

wirst dich versöhnen, wirst gewähren / selbst befreien für den weg zum meer [...]

wende den wind, bis er dich bringt / weit zum meer, du weißt wohin[85]

Auch im Album Bleibt alles anders arbeitet Grönemeyer mit den Farben der Schiffsreise und verspricht:

wenn sich alles verdunkelt / bring ich dich durch die nacht.

wenn der Kompaß nur himmel und hölle zeigt

und deine sinne verschwimmen / wenn du dir nicht vergeben kannst

und keiner deine Feuer löscht

ich dreh mich um dich[86]

Von Feuer auf hoher See schreibt Grönemeyer auch in Grönland und lässt das literarische Ich verzweifelt rufen: i ch seh kein land, seh kein end / seh kein ein, kein aus / frust und gewalt legen brände / ich will wieder nach haus[87]

Der Text von Land unter, der die Suche des anderen auf hoher See darstellt, erzählt als ganzer von einer Schifffahrt durch die Nacht und wird daher als Textmetapher im Kapitel über die Verwendung der Metaphern ausführlicher interpretiert.

1.3 Wegmetaphern
1.3.1 Weg als Symbol für Fortschritt und Wandel

Nicht nur Reisemetaphern, auch Wegmetaphern haben eine lange Tradition vor allem in griechischer und christlicher Literatur. Der Weg gilt als Symbol für den Fortschritt der Zeit, für das Zielgerichtet-Sein unseres Lebens, für den rechten Lebenswandel oder als Symbol für Richtung, Orientierung und Sicherheit. Steinige Weg oder Stolpersteine bedeuten dagegen Härten und Hindernisse im Leben. Die Metapher des Weges weckt das Bild des Gehens, des Wandels, der Veränderung. In unserem Leben sind wir ständig unterwegs, irgendwohin auf dem Weg. alles auf dem weg heißt es auch in Mensch und wo kein Stillstand, lebt es sich unbeschwert und frei oder ungetrübt und leicht.[88]

1.3.2 Weg als Richtungsweiser

wirf mich aus der bahn / zeig mir den weg / geh zu weit[89] Darin versteckt sich eine Bitte, die sich nicht nach Kontinuität und Rückblick sehnt, sondern nach Neuorientierung. Nicht mehr die eigene Richtung oder Bahn, sondern der Weg des anderen wird gesucht. Der andere und dessen Weg sind ein Wegweiser, dem man folgen will, wenn nötig zu weit, was die Bedingungslosigkeit des Nachfolgens ausdrückt. Der Wunsch vom anderen geführt zu werden, steckt auch im Album Ö: nimm meine hand / geh mit mir bis zum horizont / bis ans ende der welt[90]

Wieder ist es der andere, der die Führung übernehmen und als Wegweiser dienen soll. Sich aus der Bahn und dem Alltagstrott werfen lassen, meint, den eigenen Weg in Frage stellen und den Weg des anderen mitgehen. Neue Wege suchen, heißt, neue Ziele suchen, sich neu orientieren. Manchmal verspricht das literarische Ich selber Wegweiser zu sein, zumindest in den schweren Stunden des Lebens: lots dich durchs tiefste tal.[91] Oder es gibt manchmal überhaupt keinen Wegweiser und auch kein Zurück: wir lassen es um uns geschehen / weg ohne wiederkehr[92]

Das Leben als weg ohne wiederkehr signalisiert vielleicht die Begrenztheit unseres Daseins. Unser Weg ist nicht endlos. Vielleicht geht es aber auch gar nicht darum, wohin er führt, sondern wie wir uns auf ihm verhalten: der weg bleibt dein geheimnis, unbekannter kurs / kompaß schlägt nach allen seiten / setzt zielsicher deinen fuß.[93]

Wenn der Weg des anderen Geheimnis bleibt, er einen unbekannten Kurs fährt, dabei aber zielsicher vorankommt, dann lassen sich dessen Ziele und Wege nicht kopieren, aber er bleibt trotzdem Vorbild aufgrund seiner Konsequenz und Zielstrebigkeit. Er ist dann zwar kein Wegweiser, aber manchmal geht es gar nicht um den Weg, sondern um das Gehen selber. Wichtig ist dann nicht, worauf und wohin, sondern wie man geht.

1.3.3 Weg als Symbol für Lebenswandel

Die alte Weisheit der weg ist das ziel, die wir im Album Bleibt alles anders lesen, widerspricht dem Urteil, dass es besser sei, einem einzigen Ziel hinterher zu laufen, ohne Umwege und Pausen einzulegen. d er weg ist das ziel und die folgenden Zeilen nichts ist richtig, nichts ist falsch[94] passen in Grönemeyers Idee von Chaos und Planlosigkeit, die bei ihm Freiheit bedeutet. Der Spruch der weg ist das ziel, setzt die Prioritäten neu. Nicht ob oder wann man sein Ziel erreicht, ist entscheidend, sondern wie und wonach man strebt. Auch das Bild vom Weg des anderen, dem man folgen möchte, zeigt sich aus dieser Perspektive anders: Es sind nicht die Ziele des anderen, die beeindrucken, sondern dessen Lebenswandel, z.B. dein sicherer gang.[95] Der andere wird so nicht zum Wegweiser, sondern zum Vorbild. Gemeinsam auf einem Weg sein, bedeutet aber nicht notwendig, in der Spur des anderen bleiben und ihm nachzueifern. Schließlich kann es auch ein Versprechen der Treue bedeutet, wenn man neben dem anderen geht und ihn begleitet.Wird der Partner mit einem Weg verglichen, ist er entweder Wegweiser oder Vorbild aufgrund seines Lebenswandels. Das Bild des Weges ist dann Ausdruck für die innere Konsequenz einer bestimmten Verhaltensweise. Will man auf einem Weg bleiben, glaubt und hofft man, dass er zum Ziel führt. Hat man einen Weg gefunden, bedeutet das auch, dass man nicht mehr querfeldein laufen muss, sondern ohne Hindernisse gehen kann. Wenn der Partner nicht mit einem Weg, sondern mit einem Labyrinth verglichen wird, eröffnen sich andere Interpretationsmöglichkeiten.

[...]


[1] Hauptsächlich habe ich mit den Texten auf http://portal.herbert-groenemeyer.de gearbeitet, aber letztlich das Buch von Grönemeyer und Corbijn und die Credits zur Korrektur verwendet. Alle Texte sind zitiert (in der alten Rechtschreibung) aus dem Buch „Herbert Grönemeyer. Liedtexte und Bilder von 1980 – 2004. Mit Photos von Anton Corbijn und einem Essay von Michael Lentz.“ Nur wenn sie dort nicht zu finden waren, habe ich die Texte aus dem Internet übernommen.

[2] HG (Herbert Grönemeyer) zitiert nach Ulrich Hoffman: Grönemeyer. Biographie. Hamburg 2003, S. 48.

[3] HG zitiert nach Hoffmann, S. 57.

[4] HG zitiert nach Hoffmann, S. 75.

[5] HG zitiert nach Hoffmann, S. 78

[6] HG zitiert nach Hoffmann, S. 74.

[7] HG (Herbert Grönemeyer) zitiert nach Hoffmann, S. 116.

[8] HG zitiert nach Hoffmann, S. 116.

[9] HG zitiert nach Hoffmann, S. 75.

[10] HG zitiert nach Hoffmann, S. 96.

[11] HG zitiert nach Hoffmann, S. 75-76.

[12] HG zitiert nach Hoffmann, S. 181.

[13] HG zitiert nach Hoffmann, S. 96.

[14] Vgl. Harald Weinrich: Semantik der kühnen Metapher. In: Anselm Haverkamp [Hg]: Theorie der Metapher. Darmstadt 1983, S. 284.

[15] Vgl. George Lakoff und Mark Johnson: Metaphors We Live by. Chicago, London 1980.

[16] Vgl. Harald Weinrich: Semantik der kühnen Metapher. In: Anselm Haverkamp [Hg]: Theorie der Metapher. Darmstadt 1983, S. 284.

[17] Vgl. Weinrich, S. 286-287.

[18] Weinrich, S. 283.

[19] Vgl. Kurz: Metapher, Allegorie, Symbol. Göttingen 1993, S. 8.

[20] Vgl. Kurz, S.55-79.

[21] Kurz, S. 11.

[22] Umberto Eco: Einführung in die Semiotik. München 1985. In: René Schumacher: Metaphern. Erfassen und Verstehen frischer Metaphern. Tübingen und Basel 1997, S. 36.

[23] Vgl. Kurz, S. 12

[24] HG zitiert nach Hoffmann, S. 93.

[25] Vgl. Lakoff und Johnson 1980.

[26] Vgl. Lakoff und Johnson 1980, S. 14-17.

[27] Vgl. Lakoff und Johnson 1980, S. 17.

[28] Vgl. Lakoff und Johnson 1980, S. 25.

[29] HG zitiert nach Hoffmann, S. 96-97.

[30] Vgl. Hoffmann, S. 123.

[31] HG zitiert nach Hoffmann, S. 57.

[32] Vgl. Christian Thies: Die Krise des Individuums. Hamburg 1997, S. 10-12.

[33] HG: Reines Herz. In: Bleibt alles anders, 1998.

[34] HG: Land unter. In: Chaos, 1993.

[35] HG: Demo (Letzter Tag). In: Mensch, 2002.

[36] HG: Letzte Version. In: Bleibt alles anders, 1998.

[37] HG: Herbsterwachen. In: Gemischte Gefühle, 1983.

[38] HG: Diamant. In: Gemischte Gefühle, 1983.

[39] HG: Ich dreh mich um dich. In: Mensch 2002.

[40] HG: Der Weg. In: Mensch, 2002.

[41] HG: Deine Liebe klebt. In: Luxus, 1990.

[42] HG: Neue Welt. In: Bleibt alles anders, 1998.

[43] HG: Kein Verlust. In: Chaos, 1993.

[44] HG: Kein Pokal. In: Mensch, 2002.

[45] HG: Haarscharf. In: Luxus, 1990.

[46] HG: Deine Liebe klebt. In: Luxus, 1990.

[47] Vgl. Kurz, S. 8.

[48] HG: Ich will mehr. In: Luxus, 1990

[49] HG: Unterwegs. In: Sprünge, 1986.

[50] HG: Der Weg. In: Mensch, 2002.

[51] HG: Diamant. In: Gemischte Gefühle, 1983.

[52] HG: Ich will mehr. In: Luxus, 1990.

[53] HG: Nur noch so. In: Sprünge, 1986

[54] HG: Nur noch so. In: Sprünge, 1986.

[55] HG: Unterwegs. In: Sprünge, 1986.

[56] HG: Bleibt alles anders. In: Bleibt alles anders, 1998.

[57] HG: Neue Welt. In: Bleibt alles anders, 1998.

[58] HG: Bleibt alles anders. In: Bleibt alles anders, 1998.

[59] HG: Demo (Letzter Tag). In: Mensch, 2002.

[60] HG: Unterwegs. In: Sprünge, 1986.

[61] HG: Bleibt alles anders. In: Bleibt alles anders, 1998.

[62] HG: Blick zurück. In: Mensch 2002.

[63] HG: Zum Meer. In: Mensch, 2002.

[64] HG (Herbert Grönemeyer) zitiert nach http://portal.herbert-groenemeyer.de/archiv (Oktober 2005): Über Schröder kann man nicht singen. In: Die Zeit, am 9. 9. 2002.

[65] HG: Schmetterlinge im Eis. In: Bleibt alles anders, 1998.

[66] HG: Unbewohnt. In: Mensch, 2002.

[67] HG: Grönland. In: Chaos, 1993.

[68] HG: Deine Liebe klebt. In: Luxus, 1990.

[69] HG: Selbstmitleid. In: Bleibt alles anders, 1998.

[70] HG: Ich bin für dich da. In: Bochum, 1984.

[71] HG: Deine Liebe klebt. In: Luxus, 1990.

[72] HG: Ich bin für dich da. In: Bochum, 1984.

[73] HG: Haarscharf. In: Luxus, 1990.

[74] HG: Demo (Letzter Tag). In: Mensch, 2002.

[75] HG: Ich bin für dich da. In: Bochum, 1984.

[76] HG: Neue Welt. In: Bleibt alles anders, 1998.

[77] HG: Keine Garantie. In: Chaos, 1993.

[78] HG: Grönland. In: Chaos, 1993

[79] HG: Letzte Version. In: Bleibt alles anders, 1998.

[80] HG: Der Weg. In: Mensch, 2002.

[81] HG: Letzte Version. In: Bleibt alles anders, 1998.

[82] HG: Kein Pokal. In: Mensch, 2002.

[83] Vgl. Hans Blumenberg: Schiffbruch mit Zuschauer, 2000.

[84] HG: Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht. In: Mensch, 2002.

[85] HG: Zum Meer. In: Mensch, 2002.

[86] HG: Ich dreh mich um dich. In: Bleibt alles anders, 1998.

[87] HG: Grönland. In: Chaos, 1993.

[88] HG: Mensch. In: Mensch 2002.

[89] HG: Ich will mehr. In: Luxus, 1990.

[90] HG: Bist du taub. In: Ö, 1988.

[91] HG: Ich dreh mich um dich. In: Bleibt alles anders, 1998.

[92] HG: Keine Garantie. In: Chaos, 1993.

[93] HG: Fisch im Netz. In: Chaos, 1993.

[94] HG: Letzte Version. In: Bleibt alles anders, 1998.

[95] HG: Der Weg. In: Mensch, 2002.

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten

Details

Titel
Die Metaphern in Herbert Grönemeyers Texten
Hochschule
Universität Wien  (Deutsche Philologie)
Note
1,00
Autor
Jahr
2005
Seiten
94
Katalognummer
V78308
ISBN (eBook)
9783638897730
ISBN (Buch)
9783638903844
Dateigröße
816 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herbert, Grönemeyer, Metaphern, Texten
Arbeit zitieren
Renate Enderlin (Autor), 2005, Die Metaphern in Herbert Grönemeyers Texten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78308

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