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Die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die Personalarbeit

Dargestellt an Beispielen der Personalgewinnung und der Personalbetreuung

Title: Die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die Personalarbeit

Diploma Thesis , 2007 , 80 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Tessa Menke (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Das Jahr 2007 ist das ‚Jahr der Chancengleichheit für alle’. Mit diesem Konzept will die Europäische Kommission auf die gegenwärtige Situation von Diskriminierung und Ungleichbehandlung in Europa aufmerksam machen.
Und dies nicht ohne Grund, denn einigen Statistiken zufolge gehört Diskriminierung am Arbeitsplatz oder bei der Arbeitssuche zum Alltag – auch in Deutschland. Mit Blick auf diese Problematik hat es sich die Europäische Gemeinschaft zum Ziel gemacht, Benachteiligungen und Diskriminierung europaweit zu bekämpfen. Zur Erreichung dieses Ziels wurden schon im Jahr 2000 Richtlinien erlassenen, die es von jedem europäischen Land umzusetzen galt. Im Rahmen dieser Vorgaben hat die Bundesrepublik Deutschland am 18. August 2006 ein Antidiskriminierungsgesetz erlassen, welches unter dem Namen ‚Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz’ (AGG) in Kraft getreten ist. Das AGG vereint zum Teil bestehende Gesetze zum Schutz vor Diskriminierung mit europarechtlichen Vorgaben und ist erstmalig in einem einheitlichen Gesetzkatalog zu finden. Ziel des AGG ist es, vor allem im Bereich von Beschäftigung und Beruf, jedwede Benachteiligung aufgrund von Geschlecht, Rasse oder ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität zu verhindern oder zu beseitigen.
Verschiedener Ansichten zufolge hat das Gesetz folgenschwere Auswirkungen auf die Praxis der Unternehmertätigkeit. So müssen sich vor allem die Personalverantwortlichen mit dem neuen Diskriminierungsschutz und seinen Konsequenzen auseinandersetzen. Das AGG wird sich demnach insbesondere auf die Personalprozesse sowohl im vorvertraglichen Bereich, wie Stellenausschreibung und Einstellungsverfahren, als auch auf die Durchführung bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses auswirken.

Welche Auswirkungen das AGG tatsächlich auf die Personalarbeit hat, soll im Rahmen dieser Arbeit herausgearbeitet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeine Grundlagen

2.1 Zum Begriff der Personalarbeit

2.2 Diskriminierung und Ungleichbehandlung auf dem Arbeitsmarkt

2.3 Bisheriger Diskriminierungsschutz im Arbeitsrecht

3 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

3.1 Überblick über das AGG

3.2 Arbeitsrechtliche Begrifflichkeiten des AGG

3.3 Schutz der Beschäftigten vor Benachteiligung

4 Auswirkungen des AGG auf die Personalgewinnung und Personalbetreuung

4.1 Folgen des AGG für die Personalgewinnung

4.1.1 Pflicht zur neutralen Stellenausschreibung

4.1.2 Besonderheiten des AGG im Rahmen der Personalauswahl

4.2 Folgen des AGG für die Personalbetreuung

4.2.1 ‚Organisationspflichten’ des Arbeitgebers

4.2.1 Entgeltgerechtigkeit zur Schaffung neutraler Entlohnung

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) auf die betriebliche Praxis der Personalarbeit. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse, wie sich die neuen gesetzlichen Anforderungen konkret auf die Prozesse der Personalgewinnung sowie der Personalbetreuung auswirken und welche Handlungsnotwendigkeiten sich daraus für Arbeitgeber ergeben.

  • Grundlagen der Diskriminierung im Arbeitsmarkt
  • Strukturanalyse des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
  • Anforderungen an eine diskriminierungsfreie Stellenausschreibung
  • Rechtssichere Gestaltung der Personalauswahl
  • Umsetzung von Organisationspflichten und Entgeltgerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Pflicht zur neutralen Stellenausschreibung

Wie in Abschnitt 2.1 bereits erwähnt ist die ‚Stellenausschreibung’ ein wichtiges Instrument der Personalgewinnung sowohl im Rahmen der externen, als auch der internen Personalgewinnung. Sie weist auf eine im Unternehmen neu zu besetzende Stelle hin. Um das Interesse der Bewerber für eine Stelle zu wecken, muss die Stellenausschreibung so gestaltet werden, dass sie „… Aufmerksamkeit bei den Umworbenen erregt … “.

Im Prinzip hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, frei über Inhalt und Struktur der Stellenausschreibung zu bestimmen, solange er die rechtlichen Bestimmungen berücksichtigt. Es ist ihm u.a. freigestellt, über die notwendigen Vorraussetzungen für die zu besetzende Stelle, die nötigen Qualifikationen sowie über notwendige Bewerbungsunterlagen zu entscheiden. Mit Rücksicht auf die Einführung des AGG ergeben sich für den Arbeitgeber allerdings Neuerungen bezüglich der Gestaltung einer Stellenausschreibung. Der § 11 begrenzt die Möglichkeit der freien Gestaltung in dem Sinne, dass ein Arbeitsplatz weder öffentlich noch innerhalb des Betriebes unter Verstoß des § 7 Abs. 1 ausgeschrieben werden darf. Dies bedeutet, dass der Inhalt einer Stellenausschreibung nicht auf eines der in § 1 genannten Merkmale Bezug nehmen darf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des AGG als Reaktion auf Diskriminierung im Arbeitsleben und umreißt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Allgemeine Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten der Personalarbeit und analysiert den bisherigen Diskriminierungsschutz im deutschen Arbeitsrecht sowie den aktuellen Stand sozialer Ungleichbehandlung.

3 Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Hier werden die Entstehungsgeschichte, die Zielsetzung sowie die zentralen rechtlichen Begrifflichkeiten und Anwendungsbereiche des AGG detailliert dargestellt.

4 Auswirkungen des AGG auf die Personalgewinnung und Personalbetreuung: Das Hauptkapitel untersucht konkret die Folgen des AGG für die Stellenausschreibung, die Personalauswahl, die Organisationspflichten des Arbeitgebers sowie die Gestaltung einer gerechten Entlohnung.

5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und die Herausforderungen für die Personalarbeit durch die noch ausstehende Rechtsprechung.

Schlüsselwörter

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Personalarbeit, Personalgewinnung, Personalbetreuung, Diskriminierungsschutz, Stellenausschreibung, Personalauswahl, Organisationspflichten, Entgeltgerechtigkeit, Antidiskriminierung, Arbeitsrecht, Bewerbungsverfahren, Schadensersatz, Rechtsfolgen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die verschiedenen Prozesse der Personalarbeit in Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Personalgewinnung, insbesondere Stellenausschreibungen und Auswahlverfahren, sowie die Personalbetreuung, inklusive Entgeltgestaltung und organisationsrechtlicher Pflichten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem AGG und der Notwendigkeit eines konsequenten Umdenkens in den Unternehmen bezüglich diskriminierungsfreier Personalprozesse aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse arbeitsrechtlicher Grundlagen sowie der Auswertung aktueller Gesetze und Fachliteratur zur Personalarbeit unter Berücksichtigung des AGG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Folgen für die Personalgewinnung, wie die Pflicht zur neutralen Stellenausschreibung, und die Folgen für die Personalbetreuung, unter anderem durch Organisationspflichten und Anforderungen an eine neutrale Entlohnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie AGG, Diskriminierungsschutz, Personalgewinnung, Entgeltgerechtigkeit und Beweislastumkehr.

Warum ist das Fragerecht des Arbeitgebers im Bewerbungsgespräch heute kritischer als früher?

Aufgrund der Beweislasterleichterung des § 22 können Fragen, die sich auf geschützte Merkmale beziehen, schnell als Indiz für eine verbotene Diskriminierung gewertet werden, was das Risiko für den Arbeitgeber massiv erhöht.

Warum wird empfohlen, auf Bewerbungsfotos zu verzichten?

Fotos können bereits Informationen über geschützte Merkmale wie Alter, ethnische Herkunft oder Behinderung liefern, was den Verdacht auf diskriminierende Auswahlentscheidungen erhärten kann.

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Details

Title
Die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die Personalarbeit
Subtitle
Dargestellt an Beispielen der Personalgewinnung und der Personalbetreuung
College
University of Göttingen  (Institut für Unternehmensführung)
Grade
2.0
Author
Tessa Menke (Author)
Publication Year
2007
Pages
80
Catalog Number
V78641
ISBN (eBook)
9783638800310
Language
German
Tags
Auswirkungen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes Personalarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tessa Menke (Author), 2007, Die Auswirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf die Personalarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78641
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