In diesem Teil unserer Hausarbeit wird versucht eine Verbindung zwischen Depressionen, Depressivität und Suizidalität aufzuzeigen. Angefangen bei den unterschiedlichen Arten von Depressionen, Unterschieden und Besonderheiten, wird anschließend auf mögliche Ursachen einer depressiven Entwicklung eingegangen, sowie mögliche auslösende Momente. Abschließend wird auf die besondere Konstellation von Depression und Suizidalität eingegangen um schließlich das Themengebiet der Therapiemöglichkeiten anzuschneiden. Es bleibt zu erwähnen, dass Quellen und Fachlektüre sehr breit gefächert das Thema der Depression aufgreifen, was lediglich ein anschneiden und grobes Überliefern vereinzelter Inhalte ermöglichte. Diese Hausarbeit dient der Orientierung, verschafft dem Leser lediglich einen Überblick, inwiefern Depressivität und Suizidalität in Zusammenhang stehen. Umfangreichere Aussagen würden den Rahmen der Hausarbeit übersteigen.
Inhaltsverzeichnis
TEIL I: DEPRESSION UND SUIZIDALITÄT
Einleitung
1. Definition der Depression
2. Die Affektive Störung
2.1. Die Depressive Episode
2.1.1. Die leichte depressive Episode
2.1.2. Die mittelgradige depressive Episode
2.1.3. Die schwere depressive Episode (ohne psychotische Symptome)
2.1.4.Die schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen
2.2. Rezividierende depressive Störungen
2.3. Die bipolare affektive Störung
2.4. Die Manie
2.5. Sonderformen der Depression
3. Ursachen der Depression
3.1. Das psychodynamische Modell
3.2. Das behavioristische Modell
3.3. Der kognitive Ansatz
4. Auslöser einer Depression
5. Depression und Suizidalität
6. Therapiemöglichkeiten
Schlusswort
TEIL II: PSYCHOSEN UND SUIZIDALITÄT
Einleitung
1. Definition Psychosen
2. Arten von Psychosen
2.1. Akute Psychosen
2.2. Affektive Psychosen
2.3. Schizophrenie
2.3.1. Symptome der Schizophrenie
2.4. Schizophrenie und Suizidalität
2.4.1.Verfolgungs- und Beeinträchtigungswahn:
2.4.2. Wahnhafte Missdeutung der Umgebung:
2.4.3. Gefühl der Fremdsteuerung:
2.4.4. Reaktion auf akustische Halluzinationen:
2.4.5. Reaktion auf die Nähe anderer Menschen:
2.4.6. Verlust der sozialen Distanz:
2.4.7. Überforderung durch überzogene Leistungs- und Beziehungsansprüche der Umgebung:
2.4.8. Zunehmende soziale Desintegration:
2.4.9. Krankhafte Überaktivität:
2.4.10. „Verrücktspielen":
2.5. Therapiemöglichkeiten
2.6. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Depressionen und Psychosen auf die menschliche Suizidalität. Ziel ist es, Zusammenhänge aufzuzeigen, verschiedene Störungsbilder zu erläutern und präventive sowie therapeutische Handlungsansätze für das soziale Umfeld und Fachkräfte zu definieren.
- Verbindung zwischen affektiven Störungen und suizidalem Handeln
- Psychodynamische, behavioristische und kognitive Erklärungsmodelle für Depressionen
- Analyse des präsuizidalen Syndroms nach Erwin Ringel
- Spezifische Risikofaktoren bei schizophrenen Erkrankungen
- Interventionsstrategien in der Suizidprävention
Auszug aus dem Buch
5. Depression und Suizidalität
Man geht davon aus, dass jedes Jahr in gesamt Deutschland etwa 13.000 bis 14.000 Menschen durch den Suizid sterben. Dazu würden noch diejenigen Fälle kommen, die offiziell in keiner Statistik auftauchen auf Grund ihres Unfallcharakters. Man geht davon aus, dass sich jedes Jahr etwa insgesamt 20.000 Menschen aus eigenem Entschluss das Leben nehmen. Wenn es um den Anteil der begangenen Suizide geht, die auf Grund einer Depression begangen werden, schwanken die Angaben von 40% bis hin zu 60%. Greist/ Jefferson gehen sogar von etwa 75% aus. Diejenigen, die in einer psychiatrischen Klinik wegen einer diagnostizierten Depression schweren Grades aufgenommen wurden, sterben auch in den heutigen Zeiten noch etwa 15% durch eigene Hand.
Dem Suizid an sich geht jedoch ein Prozess voraus, währenddessen man als Außenstehender oder Therapeut eingreifen kann, um das Suizidrisiko, die Suizidalität an sich festzustellen. Es ist wahrscheinlich, dass nur ca. 5% der Personen, bei denen eindeutige Kriterien für den Suizid nachgewiesen sind, tatsächlich den Suizid begehen. Dennoch ist bei all diesen Menschen das Suizidrisiko 500-mal größer als beim Rest der Bevölkerung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition der Depression: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Depression als Zustand allgemeiner Niedergeschlagenheit und führt die wichtigsten psychischen sowie somatischen Symptome auf.
2. Die Affektive Störung: Hier werden das ICD-System sowie verschiedene Verlaufsformen der affektiven Störungen wie die depressive Episode, bipolare Störungen und die Manie differenziert betrachtet.
3. Ursachen der Depression: Dieses Kapitel stellt drei zentrale wissenschaftliche Modelle vor: das psychodynamische Modell, das behavioristische Modell und den kognitiven Ansatz.
4. Auslöser einer Depression: Der Autor unterscheidet hier klar zwischen ursächlichen Faktoren (genetisch/psychologisch) und akuten Auslösern, die zum Ausbruch einer Depression führen können.
5. Depression und Suizidalität: Dieses Kernkapitel beleuchtet statistische Zusammenhänge, Risikofaktoren und das präsuizidale Syndrom nach Ringel.
6. Therapiemöglichkeiten: Es werden Ansätze zur Suizidprävention und therapeutische Strategien wie die „Zeit gewinnen“-Methode oder professionelle Psychotherapie diskutiert.
1. Definition Psychosen: Dieses Kapitel definiert Psychosen als Störungen mit Realitätsverlust und reflektiert die terminologische Abgrenzung zur Neurose.
2. Arten von Psychosen: Es erfolgt eine kursorische Einteilung verschiedener Psychosearten mit einem besonderen Fokus auf akute Psychosen und affektive Psychosen.
2.3. Schizophrenie: Die Einordnung dieser klassischen psychiatrischen Diagnose erfolgt anhand historischer Definitionen und aktueller epidemiologischer Daten.
2.4. Schizophrenie und Suizidalität: Hier werden spezifische Symptome der Schizophrenie – wie Wahn und Halluzinationen – auf ihre suizidfördernde Wirkung hin analysiert.
Schlüsselwörter
Suizidalität, Suizidprävention, Depression, Psychose, Schizophrenie, Affektive Störungen, Psychotherapie, Präsuizidales Syndrom, Krisenintervention, Realitätsverlust, Selbstwertdilemma, Symptome, psychiatrische Klinik, Neuroleptika.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit?
Die Arbeit analysiert den Einfluss von Depressionen und psychotischen Erkrankungen (insbesondere Schizophrenie) auf das Auftreten von Suizidalität.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition psychiatrischer Krankheitsbilder, deren Ursachenmodelle, die Analyse der Suizidgefahr und Möglichkeiten der therapeutischen Intervention.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen spezifischen psychischen Störungen und der Neigung zum Suizid zu verdeutlichen, um ein besseres Verständnis für präventive Maßnahmen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Zusammenfassung medizinischer sowie psychologischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Teile: Teil I behandelt depressive Störungen und deren theoretische Herleitung, Teil II konzentriert sich auf Psychosen, insbesondere die Schizophrenie und deren Aggressionspotenzial.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Suizidalität, Depression, Psychose, Schizophrenie, präsuizidales Syndrom und Intervention.
Was bedeutet das "präsuizidale Syndrom" nach Ringel?
Es beschreibt einen Zustand, der dem Suizid oft vorausgeht und durch eine Einengung (psychisch, sozial, wertbezogen), Aggressionsumkehr gegen sich selbst und konkrete Suizidgedanken gekennzeichnet ist.
Warum wird der Begriff "Freitod" vom Autor kritisiert?
Der Autor sieht im Suizid bei psychisch Kranken keine freie Entscheidung, sondern ein durch die Krankheit (die „Brille der Depression“) erzwungenes Handeln zur Entlastung, weshalb der Begriff „Freitod“ als unzutreffend empfunden wird.
Welchen Stellenwert hat das soziale Umfeld bei der Suizidprävention?
Das Umfeld wird als enorm wichtig eingestuft, da eine aufmerksame Reaktion von Familie und Freunden oft der entscheidende Faktor ist, um Hilfe zu organisieren und das seelische Gleichgewicht wiederherzustellen.
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- Iris Hecker (Author), 2006, Einfluss ausgewählter psychischer Störungen auf die Suizidalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78971