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Über die Implementierung des nationalen Expertenstandards "Dekubitusprophylaxe in der Pflege" in die betriebliche Praxis

Title: Über die Implementierung des nationalen Expertenstandards "Dekubitusprophylaxe in der Pflege" in die betriebliche Praxis

Diploma Thesis , 2006 , 159 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carmen Wolfsteiner (Author), Michelangelo Ferrentino (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Summary Excerpt Details

In den Fachzeitschriften der Pflege wird dem Thema Dekubitus sowie der in diesem Zusammenhang beschriebenen Prophylaxe und Problemen der Pflegepraxis ein hohes Interesse entgegengebracht. Es ist jedoch festzustellen, dass die Literatur bezüglich der Implementierung des bereits im Jahre 2000 verabschiedeten nationalen Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ – im Vergleich zu den Berichten über die neuesten Wundheilungstechniken, die Diskussion von Risikoskalen, epidemiologischen Erhebungen und Veröffentlichungen von Prävalenzdaten oder Prophylaxen - aus unserer Sicht als vergleichsweise gering zu bewerten ist.

Die vorliegenden Veröffentlichungen zum Expertenstandard handeln unter anderem von Anpassungen der hausinternen Standards an den Expertenstandard, über Diskussionsbeiträge zur Umsetzung bis hin zur Beschreibung der Implementierung des Expertenstandards in die pflegerische Praxis. Für uns steht fest, dass die Einführung und Umsetzung von Expertenstandards in den Zuständigkeitsbereich des Pflegemanagements als unser zukünftiges Arbeitsgebiet zu verorten ist und somit strukturiertes, geplantes als auch direktives Vorgehen erfordert.

Unsere persönliche Motivation zur Bearbeitung von Expertenstandards und deren Implementierung innerhalb dieser Arbeit beruht auf der gemeinsamen Annahme, dass dieses Thema von hoher Relevanz in unserem zukünftigen Berufsfeld sein wird. Außerdem ergab sich bereits innerhalb der im Rahmen der Studienordnung durchgeführten Praxissemester für uns die Möglichkeit, die Implementierung des nationalen Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ vor Ort in einem Krankenhaus der Maximalversorgung mitzuerleben und methodisch zu begleiten.

Als einer der Schlüsselpunkte des Projektes gestaltete sich die Frage, wie man ein solches Instrument in den Pflegealltag, in bestehende Dokumentationssysteme und vor allem in das Bewusstsein der Pflegekräfte als festen Bestandteil der täglichen Arbeit integriert. Des Weiteren ergab sich die Möglichkeit, bei einem Forschungsunternehmen im Rahmen einer Studie zum Thema Dekubitus im stationären Altenhilfebereich Erfahrungen zu sammeln. Inhalte der Studie waren unter anderem die Dekubitusprophylaxe sowie der nationale Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“. Somit konnten wir unser er-worbenes Wissen aus den Erfahrungen mit der Praxis in diese Arbeit miteinfließen lassen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung

1.2 Abgrenzung der Problemstellung

1.3 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit

1.4 Literaturlage und Aufbau der Arbeit

2 Einordnung des Expertenstandards als Qualitätsinstrument und Rahmenbedingungen bei Implementierung

2.1 Externe Qualitätsentwicklung

2.1.1 Bedarf von externer Qualitätsentwicklung in der Pflege

2.1.2 Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege

2.1.3 Die Entwicklung von nationalen Standards

2.2 Abgrenzung von Standards, Leitlinien und Richtlinien

2.3 Monodisziplinarität von nationalen Expertenstandards

2.4 Evidence - based Nursing als Basis für professionelles pflegerisches Handeln

2.5 Wirtschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen bei Implementierung

2.5.1 Ökonomische Implikationen im Krankenhaussektor

2.5.2 Qualität unter juristischen Aspekten

2.6 Grenzen in der Entwicklung von Expertenstandards

2.7 Zusammenfassung

3 Prozesshafte Implementierung von expertenbasierter Dekubitusprophylaxe in einem betriebswirtschaftlichen und pflegerisch - qualitativen Kontext

3.1 Definition von Dekubitusprophylaxe

3.2 Relevanz der Dekubitusprophylaxe

3.3 Betriebliche Einflussfaktoren und Qualitätskonzepte der Pflege

3.3.1 Der Expertenstandard unter Berücksichtigung von betrieblichen Gesichtspunkten und bestehenden Qualitätsmethoden der Pflege

3.3.2 Der Pflegeprozess und die Implementierung des Expertenstandards

3.4 Implementierungsprozesse der Pflege

3.4.1 Das Phasenschema des DNQP zur Implementierung

3.4.2 Definition des Phasenmodells

3.4.3 Die vier Phasen der Implementierung

3.4.3.1 Fortbildungen

3.4.3.2 Anpassung des Expertenstandards an die Zielgruppe

3.4.3.3 Einführung des Expertenstandards

3.4.3.4 Datenerhebung mittels Auditinstrument

3.5 Wirkungen von Expertenstandards bei Implementierung im betriebswirtschaftlichen Prozessmanagementkontext

3.5.1 Thematische Hinführung

3.5.2 Definition von Prozessen

3.5.3 Der Expertenstandard im Produktionsprozess des Krankenhauses

3.6 Zusammenfassung

4 Pflegerisches Innovations-, Veränderungs- und Projektmanagement bei Implementierung des Expertenstandards

4.1 Die Einführung des Expertenstandards als Innovation in der Pflege

4.2 Die Inhouse - Vermarktung von Expertenstandards als ein Innovationsprodukt

4.3 Veränderungsmanagement im Zuge der Implementierung

4.3.1 Der Expertenstandard als Veränderung im pflegerischen Kontext

4.3.2 Der Umgang mit Veränderungen und Bewältigungsstrategien bei Implementierung

4.4 Theoretische Einordnung des Projektmanagements und Lösungsansätze zur Implementierung

4.4.1 Theoretische Grundlagen

4.4.2 Beispielhafter Projektplan zur Umsetzung des Expertenstandards

4.5 Zusammenfassung

5 Empirische Erhebung zur Implementierung des Expertenstandards

5.1 Forschungsproblem und methodisches Vorgehen

5.1.1 Auswahl des Untersuchungsdesigns

5.1.2 Methode der Datensammlung

5.1.3 Akquirierung der befragten Einrichtungen und Durchführung der Erhebung

5.1.4 Auswertung der Erhebung

5.2 Ergebnisse der schriftlichen Befragung

5.2.1 Vorstellung der implementierenden Einrichtungen und Beschreibung der verantwortlichen Personen

5.2.2 Wissensmanagement

5.2.3 Anpassung und projekthafte Umsetzung des Expertenstandards

5.2.4 Durchführung des Audits

5.2.5 Reflexion der Implementierung

5.3 Zusammenfassung der relevantesten Ergebnisse

6 Gesamtergebnisse und Empfehlungen zur Implementierung

6.1 Zusammenfassung und Diskussion

6.2 Empfehlungen für die Implementierung

6.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Implementierung des nationalen Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ in die betriebliche Praxis von Krankenhäusern. Ziel ist es, durch eine fundierte Literaturanalyse und eine empirische Erhebung in ausgewählten Kliniken Faktoren zu identifizieren, die ein erfolgreiches Gelingen der Implementierung fördern, sowie Hindernisse aufzuzeigen, denen Pflegemanager in diesem Prozess begegnen.

  • Qualitätsinstrumente und Rahmenbedingungen für Expertenstandards
  • Prozesshafte Implementierung im pflegerisch-qualitativen Kontext
  • Innovations-, Veränderungs- und Projektmanagement in der Pflege
  • Empirische Erfahrungen aus Kliniken zur Standardeinführung
  • Methoden zur Sicherung der Pflegequalität und Nachhaltigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition von Dekubitusprophylaxe

Wie bereits in der Einleitung beschrieben, nimmt das Thema Dekubitus und Dekubitusprophylaxe einen sehr breiten Raum in der Fachliteratur der letzten Jahre ein. Nach unserer Beobachtung wurde wohl kaum einem anderen Thema so viel Beachtung entgegengebracht. Daraus lässt sich unserer Ansicht nach ableiten, dass die Entstehung von Dekubitalulzera für die Berufsgruppe der Pflegenden das Pflegeproblem schlechthin zu sein scheint und dass das Auftreten beziehungsweise Nicht-Auftreten von Dekubitalulzera in Einrichtungen des Gesundheitswesens Vermutungen über deren pflegerische Qualität anstellen lässt. Sogar vom „Schreckensgespenst der Pflege“ ist zu lesen. Jedoch auch in unserer pflegerischen Praxis konnten wir übereinstimmend feststellen, dass das Thema Dekubitusprophylaxe für uns und unsere Kolleginnen und Kollegen von überaus hoher Wichtigkeit ist. Im Folgenden werden wir zunächst klären, welche Bedeutungen hinter den einzelnen Wortbestandteilen „Dekubitus“ und „Prophylaxe“ stehen, um anschließendend auf vorhandene Definitionen zur Dekubitusprophylaxe eingehen zu können. Auf eine differenzierte Darstellung der Pathogenese oder Stadieneinteilung wurde bewusst aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.

Der Dekubitus, auch Druckgeschwür genannt, leitet sich aus dem lateinischen „decumbere“ und „decubitum“ ab und bedeutet „sich niederlegen“, beziehungsweise „wund liegen“. Es kommt zu einer Schädigung der Haut infolge eines länger anhaltenden Drucks. Dabei werden pflegediagnostisch vier Dekubitusstadien unterschieden. Unter Prophylaxe ist die Verhütung von Krankheiten zu verstehen, beziehungsweise die Prävention, das Zuvorkommen oder die Vorbeugung. Dabei kann man die Prophylaxe in die drei Stufen der Primär-, Sekundär- und Tertiärprophylaxe einteilen. Daraus ableitend lässt sich festhalten, dass die Dekubitusprophylaxe eine pflegerische Intervention zur Verhütung von Dekubitalulzera ist, die man planen, durchführen, dokumentieren und auf ihre Eignung hin evaluieren muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema Dekubitusprophylaxe als relevantes Arbeitsfeld für das Pflegemanagement und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Implementierung.

2 Einordnung des Expertenstandards als Qualitätsinstrument und Rahmenbedingungen bei Implementierung: Dieses Kapitel verortet Expertenstandards theoretisch als Qualitätsinstrumente, diskutiert den Evidence-based Nursing-Ansatz und analysiert die rechtlichen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

3 Prozesshafte Implementierung von expertenbasierter Dekubitusprophylaxe in einem betriebswirtschaftlichen und pflegerisch - qualitativen Kontext: Das Kapitel verknüpft pflegerische Anforderungen mit betriebswirtschaftlichen Prozessmanagement-Konzepten und erläutert das vierphasige Implementierungsmodell des DNQP.

4 Pflegerisches Innovations-, Veränderungs- und Projektmanagement bei Implementierung des Expertenstandards: Hier werden methodische Aspekte des Veränderungsmanagements und Projektmanagements erörtert, um die Einführung der Standards als komplexe Innovation professionell zu begleiten.

5 Empirische Erhebung zur Implementierung des Expertenstandards: Dieser empirische Teil präsentiert Ergebnisse aus einer Befragung von 20 Kliniken und analysiert die praktischen Erfahrungen der Einrichtungen bei der Standardumsetzung.

6 Gesamtergebnisse und Empfehlungen zur Implementierung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Erfolgsfaktoren und gibt thesenhafte Empfehlungen für die Praxis.

Schlüsselwörter

Dekubitusprophylaxe, Expertenstandard, Implementierung, Pflegequalität, Pflegemanagement, Prozessmanagement, Qualitätsentwicklung, Evidence-based Nursing, Veränderungsmanagement, Projektmanagement, Patientenversorgung, Dekubitalulzera, Pflegeprozess, Krankenhausmanagement, Innovation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, wie nationale Expertenstandards, am Beispiel der Dekubitusprophylaxe, erfolgreich in die betriebliche Praxis von Krankenhäusern implementiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Qualitätssicherung in der Pflege, das Innovations- und Projektmanagement, die Implementierung wissenschaftlicher Standards sowie die wirtschaftlichen und juristischen Rahmenbedingungen in Kliniken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Implementierungsprozess des Expertenstandards zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Pflegefachkräfte und Pflegemanager dieses Instrument effizient und nachhaltig in den klinischen Alltag integrieren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie einer explorativen empirischen Erhebung mittels teilstandardisierter Fragebögen in 20 Kliniken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung der Expertenstandards, die Analyse von Implementierungsprozessen im betriebswirtschaftlichen Kontext sowie die Auswertung empirischer Erfahrungen aus der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Dekubitusprophylaxe, Expertenstandard, Implementierung, Pflegemanagement, Prozessmanagement und Qualitätsentwicklung.

Warum ist die Einbindung von "Interne Prozessbegleiter" (IPB) so wichtig?

Sie agieren als Mediatoren und Fachkräfte, die den „Bottom-up“-Implementierungsprozess auf Stationsebene moderieren, unterstützen und die Verbindung zwischen Managementvorgaben und pflegerischer Praxis sicherstellen.

Welche Rolle spielt das "Magische Dreieck" für die Implementierung?

Das Magische Dreieck aus Qualität, Zeit und Kosten verdeutlicht die Zielkonflikte, die bei der Einführung eines Standards auftreten. Eine Erweiterung der Zeit für die Implementierung erhöht zwar die Kosten, steigert aber die Qualität und die Leistung des Projektergebnisses.

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Details

Title
Über die Implementierung des nationalen Expertenstandards "Dekubitusprophylaxe in der Pflege" in die betriebliche Praxis
College
University of Applied Sciences Esslingen
Grade
1,3
Authors
Carmen Wolfsteiner (Author), Michelangelo Ferrentino (Author)
Publication Year
2006
Pages
159
Catalog Number
V79635
ISBN (eBook)
9783638799904
Language
German
Tags
Implementierung Expertenstandards Dekubitusprophylaxe Pflege Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carmen Wolfsteiner (Author), Michelangelo Ferrentino (Author), 2006, Über die Implementierung des nationalen Expertenstandards "Dekubitusprophylaxe in der Pflege" in die betriebliche Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79635
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