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Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans "Engführung" in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz

Titre: Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans "Engführung" in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2001 , 19 Pages , Note: 1, 0

Autor:in: Sirinya Pakditawan (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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In der Analyse wird die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Celans Gedicht „ Engführung " in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz behandelt. Hierbei erscheint Peter Szondis strukturale Analyse des Gedichts „ Engführung“ sehr geeignet, um die Problematik und die Grenzen einer solchen strukturalen Analyse aufzuzeigen, zumal Szondi sein eigenes Verfahren durchbricht. Auf diese Weise greift er auf referentielle Annahmen zurück, um einen Sinn des Gedichts erfassen zu können. Darüber hinaus verweist Szondis Durchbrechung der strukturalen Analyse auf die Wichtigkeit der Autorerfahrung für das Verständnis von Celans Lyrik. Deshalb lässt sich daran auch illustrieren, dass Autorerfahrung und Referentialität in der Tat grundlegende Aspekte für die Erschließung einer Bedeutung des Gedichts „Engführung" sind. In einem weiteren Schritt soll dann die Erfahrung Celans für die Erfassung von „ Engführung " noch stärker herausgearbeitet werden. Dies soll vor allem mit Hilfe von markanten Gegenpolen zu Szondis strukturaler Analyse erreicht werden. Hierfür erscheinen insbesondere die referentiellen Interpretationsansätze von Maria Behre, Theo Buck und Marlies Janz geeignet.


Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans Engführung " in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz

1.1. Die Grenzen der strukturalen Analyse : Peter Szondis Analyse des Gedichts „ Engführung " von Celan

1.2. Autorerfahrung und Referentialität: Grundlegende Aspekte für die Erschließung einer Bedeutung des Gedichts „ Engführung " von Celan

Zusammenfassung

Anmerkungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Autorerfahrung und Referentialität für die Interpretation von Paul Celans Gedicht „Engführung“. Dabei steht die kritische Auseinandersetzung mit dem strukturalen Analyseansatz, insbesondere in Bezug auf Peter Szondis Interpretation, im Zentrum, um aufzuzeigen, dass ein rein autonomistisches Textverständnis bei Celans Lyrik an Grenzen stößt und historische sowie biografische Kontexte für eine adäquate Deutung essenziell sind.

  • Konflikt zwischen referentiellen und autonomistischen Interpretationsweisen
  • Kritische Analyse von Peter Szondis strukturalem Ansatz
  • Die Rolle der Autorerfahrung und des Holocaust-Bezugs bei Celan
  • Verbindung von historischen Ereignissen (Holocaust, Atombombenabwürfe) mit Celans Metaphorik
  • Bedeutung der Intertextualität (Dante, Demokrit) in „Engführung“

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Grenzen der strukturalen Analyse : Peter Szondis Analyse des Gedichts „ Engführung " von Celan

In der folgenden Ausführung soll es um die begrenzte Reichweite von Szondis strukturaler Analyse des Gedichts „ Engführung " gehen 5. Dabei soll illustriert werden, was eine strukturale Analyse zu leisten vermag, und inwiefern insbesondere Szondis Analyse zu kritisieren ist.

Es ist wichtig nochmals zu betonen, dass eine rein strukturale Analyse ziemlich eng gefasst ist, da es ihr nur darum geht, formale Aspekte und linguistische Phänomene in einem Text zu betrachten. Aus diesen Grund kann eine rein nicht - referentielle Analyse kaum zur Bedeutungserschließung eines Textes dienen. Deshalb ist es wichtig zu bemerken, dass Szondi in seiner strukturalen Analyse zwei Stränge verfolgt. Dabei betrachtet er das Gedicht auf einer rein strukturalen Ebene, indem er das Prinzip der musikalischen Engführung funktional als Titel annimmt und damit das Kompositionsprinzip des Gedichts erklärt. Da dies aber noch nicht ausreicht, um eine Bedeutung des Gedichts erfassen zu können, bricht Szondi seine strukturale Analyse und betrachtet das Gedicht auch auf einer referentiellen Ebene, indem er „ Engführung " als Name auffasst. In diesem Sinne wird der Leser durch Celans Erinnerung an die Vernichtungslager geführt. Zunächst soll die strukturale Ebene von Szondis Analyse betrachtet werden. Jedoch ist es zunächst notwendig, Szondis Grundannahmen kurz darzustellen, um sich zu vergegenwärtigen, von welchen Annahmen er ausgeht.

In der Annahme eines Leser - Text - Verhältnisses geht Szondi davon aus, dass der Leser zum Subjekt und somit zur Figur des Textes wird, da das lesende Subjekt ( Leser) mit dem Subjekt des gelesenen Gedichts (Gegenstand des Gedichts) zusammenfällt 6. Nun folgt aus der Voraussetzung, dass der Leser Subjekt des Textes wird, die Annahme, dass der Text Realität ist. Für Szondi schafft dabei das Gedicht eine textliche Realität, die jedoch keine Repräsentation der Wirklichkeit ist ( vgl. Szondi, S. 50). Szondi öffnet deshalb eine Realität, in der das „ Gelände " des Textes Realität ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hermetische Natur von Celans Lyrik und den methodischen Konflikt zwischen autonomistischer und referentieller Interpretation vor dem Hintergrund traumatischer Erfahrungen des Holocaust.

1. Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans Engführung " in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz: Dieses Hauptkapitel untersucht die theoretischen Grundlagen der Analyse von Celans Werk und begründet die Notwendigkeit, über formale Analysen hinauszugehen.

1.1. Die Grenzen der strukturalen Analyse : Peter Szondis Analyse des Gedichts „ Engführung " von Celan: Hier wird Peter Szondis Analyse kritisch hinterfragt, wobei aufgezeigt wird, dass Szondi selbst seine strukturalen Prinzipien durchbrechen muss, um die tieferen Bedeutungsebenen des Gedichts zu erschließen.

1.2. Autorerfahrung und Referentialität: Grundlegende Aspekte für die Erschließung einer Bedeutung des Gedichts „ Engführung " von Celan: Dieses Kapitel verknüpft die historischen Dimensionen des Holocaust und der atomaren Bedrohung mit den Textpassagen des Gedichts, um die Relevanz der Biografie und Geschichte für das Textverständnis zu demonstrieren.

Schlüsselwörter

Paul Celan, Engführung, Autorerfahrung, Referentialität, strukturaler Analyseansatz, Peter Szondi, Holocaust, Judenverfolgung, Hermetik, Intertextualität, Atombombenabwurf, Lyrik, Bedeutungskonstitution, Vernichtungspotential.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Interpretationsproblematik von Paul Celans Gedicht „Engführung“ und der Frage, inwieweit ein rein strukturanalytischer Zugang ausreicht, um die Bedeutung dieses hermetischen Werkes zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der Kontrast zwischen formalistischer (autonomistischer) und inhaltlich-biografischer (referentieller) Interpretation sowie die Einbettung von Celans Lyrik in den Kontext des Holocaust und der globalen Vernichtungsangst im Atomzeitalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Nachweis zu erbringen, dass eine rein strukturale Analyse bei Celans „Engführung“ an ihre Grenzen stößt und dass für eine angemessene Deutung der Rückgriff auf die Autorerfahrung des Dichters und historische Referenzen unabdingbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine textnahe Interpretationsmethode an, die bestehende literaturwissenschaftliche Ansätze (insbesondere Peter Szondis Strukturanalyse) kritisch dekonstruiert und diese mit referentiellen Deutungsmustern von Literaturwissenschaftlern wie Maria Behre, Theo Buck und Marlies Janz konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Kritik an Peter Szondis Ansatz und eine weiterführende, referentielle Interpretation des Gedichts, die Verbindungen zwischen Textpassagen, der Shoah und dem Vernichtungspotenzial durch Atombomben aufzeigt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind Paul Celan, Engführung, Autorerfahrung, Referentialität, Holocaust, Peter Szondi und strukturale Analyse.

Wie geht die Autorin mit dem Begriff „Engführung“ um?

Die Autorin betrachtet „Engführung“ sowohl als musiktheoretischen Terminus, der die Kompositionsweise des Gedichts erklärt, als auch als metaphorische Bezeichnung für den historischen und existentiellen Druck der Vernichtung, unter dem die Opfer und der Dichter litten.

Welche Rolle spielt die „musikalische Engführung“ bei der Interpretation?

Sie dient als Ausgangspunkt für die Analyse: Während Szondi diesen Begriff primär zur strukturellen Erklärung nutzt, erweitert die Autorin ihn, um aufzuzeigen, wie Celan verschiedene historische Themen – wie den Holocaust und Hiroshima – in der Dichte des Textes miteinander verschränkt.

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Résumé des informations

Titre
Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans "Engführung" in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz
Université
University of Hamburg  (Institut für Germanistik II)
Cours
Einführung in das Studium der neueren deutschen Literatur
Note
1, 0
Auteur
Sirinya Pakditawan (Auteur)
Année de publication
2001
Pages
19
N° de catalogue
V79805
ISBN (ebook)
9783638785006
ISBN (Livre)
9783638796033
Langue
allemand
mots-clé
Bedeutung Autorerfahrung Referentialität Paul Celans Engführung Abgrenzung Analyseansatz Einführung Studium Literatur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sirinya Pakditawan (Auteur), 2001, Die Bedeutung der Autorerfahrung und der Referentialität in Paul Celans "Engführung" in Abgrenzung zum strukturalen Analyseansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/79805
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Extrait de  19  pages
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