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Das Assistenzmodell bei Muskeldystrophie

Titel: Das Assistenzmodell bei Muskeldystrophie

Hausarbeit , 2006 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christian Girbardt (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Beim Assistenzmodell geht es in Abgrenzung zu früheren Formen der Betreuung darum, dass der Behinderte zu Hause wohnen bleibt und dabei selbstbestimmt über den Einsatz seiner persönlichen Assistenten entscheiden kann. Idealerweise fungiert er dabei als Arbeitgeber für die Assistenten. Die vorliegende Arbeit basiert auf dem Besuch bei einer Frau mit Muskeldystrophie, die dieses Konzept umgesetzt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Das Assistenzmodell

2.1.1 Was ist das Assistenzmodell?

2.1.2 Hintergrund

2.1.2.1 Geschichtliches

2.1.2.2 Gesetzeslage

2.1.3 Bedeutung des Assistenzmodells für die Betroffenen

2.1.4 Das Assistenzmodell speziell bei Frauen

2.2 Muskeldystrophie

2.2.1 Klinisches Bild

2.2.2 Epidemiologie

2.2.3 Früherkennung

2.2.4 Therapie, Rehabilitation und Gesundheitsbildung

2.2.5 Soziale Integration und Umweltprobleme

2.3 Erfahrungen mit dem Assistenzmodell bei Muskeldystrophie am Beispiel von Frau Schmidt

2.3.1 Die Muskeldystrophie und ihre lebensweltliche Dimension

2.3.2 Konkrete Umsetzung des Assistenzmodells

2.3.3 Das Assistenzmodell als Teil des Lebenssinns

3 Schlussfolgerungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Hausarbeit untersucht, wie das Assistenzmodell Menschen mit Muskeldystrophie ein weitgehend selbstbestimmtes Leben außerhalb stationärer Einrichtungen ermöglicht, und analysiert dies anhand des Fallbeispiels einer betroffenen Frau.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte des Assistenzmodells
  • Klinische und soziale Aspekte der Erkrankung Muskeldystrophie
  • Besondere Bedeutung des Modells für behinderte Frauen
  • Kompetenzbereiche des Arbeitgebermodells in der persönlichen Assistenz
  • Psychosoziale Auswirkungen und Lebensqualität durch Selbstbestimmung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Was ist das Assistenzmodell?

Beim Assistenzmodell geht es in Abgrenzung zu früheren Formen der Betreuung darum, dass der Behinderte* zu Hause wohnen bleibt und dabei selbstbestimmt über den Einsatz seiner persönlichen Assistenten entscheiden kann. Idealerweise fungiert er dabei als Arbeitgeber für die Assistenten (so war es auch bei der von uns besuchten Frau Schmidt). Das Assistenzmodell kann aber auch im Rahmen von Assistenzorganisationen durchgeführt werden, bei denen Assistenten zwar primär bei der Organisation angestellt sind, das „Bindeverhältnis“ zwischen Betroffenem und Assistenten aber „im Denkmodell der Selbstbestimmung und Assistenz erhalten“ bleibt (Drolshagen, 2001, S. 26). Im Assistenzmodell, und zwar insbesondere in seiner Form als Arbeitgebermodell, übernimmt der Behinderte vier fundamentale Kompetenzen: Die Personal-, Anleitungs-, Organisations- und Finanzkompetenz. Personalkompetenz bedeutet das Auswählen von Assistenten (z. B. per Bewerbungsgespräch) und das Zuteilen von Mitarbeitern zu bestimmten Aufgabenbereichen.

Unter Anleitungskompetenz versteht man Fähigkeit zur Mitarbeiterführung und das Einweisen neuer Assistenten in ihr Arbeitsgebiet. Mit Organisationskompetenz ist z. B. das Erstellen von Dienst- und Urlaubsplänen sowie das Organisieren einer Vertretung bei Krankheit eines Assistenten gemeint. Die Finanzkompetenz umfasst, wie der Name schon sagt, alle finanziellen Bereiche, von der korrekten Buchhaltung über die Auszahlung der Löhne bis hin zur Kommunikation mit dem Finanzamt (Drolshagen, 2001). Gerade die Finanzkompetenz ist enorm wichtig, zumal die Finanzierung des Assistenzmodells bis heute vom Gesetzgeber nicht explizit geregelt ist. So bestreitet Frau Schmidt zum Beispiel ihre Finanzierung aus Leistungen der Krankenkasse, der Pflegeversicherung und des Sozialamts. Sie wusste dabei auch zu berichten, dass viele andere Betroffene ähnlich verfahren müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Assistenzmodells anhand des Fallbeispiels Frau Schmidt, einer 40-jährigen Frau mit Muskeldystrophie.

2 Hauptteil: Detaillierte Analyse des Assistenzmodells, der medizinischen Grundlagen der Muskeldystrophie sowie die Darstellung der individuellen Erfahrungen von Frau Schmidt.

3 Schlussfolgerungen: Fazit zur Notwendigkeit der Förderung von Selbstbestimmung für behinderte Menschen und zum Bedarf an öffentlicher Aufklärung über das Assistenzmodell.

Schlüsselwörter

Assistenzmodell, Muskeldystrophie, Selbstbestimmung, Independent-Living-Bewegung, Arbeitgebermodell, Schwerbehinderung, Teilhabe, Gesundheitsbildung, Pflege, Personalkompetenz, Lebensqualität, Sozialmedizin, Behindertenbewegung, ambulante Pflege, Fallstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Assistenzmodell als alternative Betreuungsform für Menschen mit Muskeldystrophie, die ein Leben außerhalb von Heimen und stationären Einrichtungen ermöglicht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte des selbstbestimmten Lebens, die Anforderungen des Arbeitgebermodells an die Betroffenen sowie die spezifische medizinische und psychosoziale Situation bei Muskeldystrophie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Assistenzmodell trotz schwerer körperlicher Einschränkungen Autonomie, Eigenverantwortung und eine verbesserte Lebensqualität durch Selbstbestimmung sichern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu den theoretischen Grundlagen sowie einer qualitativen Betrachtung durch eine Hospitation und ein persönliches Fallbeispiel (Frau Schmidt).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der organisatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen des Assistenzmodells, die medizinische Einordnung der Muskeldystrophie und die praktische Anwendung am Beispiel der Betroffenen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Schlagworte Assistenzmodell, Selbstbestimmung, Muskeldystrophie und Independent Living definieren.

Welche Rolle spielen die vier Kompetenzen im Arbeitgebermodell?

Sie ermöglichen dem Behinderten die volle Kontrolle über die Personalplanung, Anleitung, Organisation und Finanzen, wodurch er vom passiven Empfänger zum aktiven Arbeitgeber seiner Assistenz wird.

Warum ist das Modell besonders für Frauen mit Behinderung relevant?

Es bietet Frauen die Möglichkeit, intime Pflegebedürfnisse (wie weibliches Personal bei der Morgentoilette) selbst zu steuern und traditionelle Rollenmuster oder Diskriminierungen im Pflegesystem zu umgehen.

Inwieweit beeinflusst die Muskeldystrophie die Lebensführung?

Durch die progrediente (fortschreitende) Lähmung erfordert die Erkrankung eine ständige Anpassungsleistung, wobei das Assistenzmodell diese Flexibilität durch individuelle Betreuungsgestaltung abpuffert.

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Details

Titel
Das Assistenzmodell bei Muskeldystrophie
Hochschule
Universität Leipzig  (Selbständige Abteilung für Sozialmedizin)
Veranstaltung
Seminar Sozialmedizins
Note
1,0
Autor
Christian Girbardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
12
Katalognummer
V80190
ISBN (eBook)
9783638865142
ISBN (Buch)
9783638865197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Assistenzmodell Muskeldystrophie Seminar Sozialmedizins
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Girbardt (Autor:in), 2006, Das Assistenzmodell bei Muskeldystrophie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80190
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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