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Landwirtschaftliche Nutzflächen als Quelle punktueller und diffuser Stoffausträge

Title: Landwirtschaftliche Nutzflächen als Quelle punktueller und diffuser Stoffausträge

Seminar Paper , 2002 , 32 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Sandra Hoffmann (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Seit Jahrtausenden gibt es auf der Erde landwirtschaftliche Nutzung, die mit hohen Input und Output von Stoffen verbunden ist. Die Bewirtschaftung der Nutzflächen ist zudem von Klima, Boden und Relief abhängig. Diese Faktoren können je nach Region verschieden sein. So wird in Deutschland Landwirtschaft mit unterschiedlicher Intensität betrieben. In Abbildung 1 ist ersichtlich wo der Anteil der ackerbaulichen Bearbeitung besonders hoch ist und wo geringer. Bei der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland betrug er 1997 54,1% und bei einem Flächenverbrauch von 120 ha pro Tag ist davon auszugehen, dass sich die genannte Zahl noch verringert haben wird (AKADEMIE FÜR RAUMFORSCHUNG UND LANDESPLANUNG 1999: 27).
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen von Stoffausträgen aus landwirtschaftlichen Flächen und versucht die gewonnenen Erkenntnisse anhand eines Beispiels weiter zu veranschaulichen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Nährstoffe

2.1. Definition nach Leser

2.2. Definition nach Hintermaier-Erhardt und Zech

2.3. Makro- und Mikroelemente

3. Stickstoff und Stickstoffkreislauf

4. Phosphor und Phosphorkreislauf

5. Massebilanz von Stickstoff und Phosphor

6. Definition der Austragsquellen (Emissionsquellen)

6.1. punkthafte Quelle

6.2. Flächenquelle

7. Erosion

7.1. Ernterosion

7.2. Bearbeitungserosion

7.3. Winderosion

7.4. Wassererosion

8. Zusammenfassung der theoretischen Ausführungen am Beispiel des Einzugsgebietes Salziger und Süßer See

8.1. Geographische Einordnung des Gebietes

8.2. Auswirkungen auf den Süßen See

8.3. Auswirkungen auf den Salzigen See

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen von Stoffausträgen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen und veranschaulicht diese Prozesse anhand von Fallbeispielen. Das primäre Ziel ist es, die komplexen Mechanismen der Stoffeinbringung in Gewässer – insbesondere Stickstoff und Phosphor – sowie die Rolle der Bodenerosion in diesem Zusammenhang wissenschaftlich darzustellen.

  • Grundlegende Definitionen und Bedeutung von Nährstoffen
  • Prozesse und Dynamiken von Stickstoff- und Phosphorkreisläufen
  • Differenzierung zwischen punktuellen und diffusen Stoffaustragsquellen
  • Formen der Bodenerosion und deren Einfluss auf den Nährstoffeintrag
  • Fallbeispiel: Ökologische Belastungssituation am Süßen und Salzigen See

Auszug aus dem Buch

3. Stickstoff und Stickstoffkreislauf

Der Stickstoff nimmt unter den Nährstoffen eine besondere Stellung ein. Gründe dafür sind der geringe Stickstoffgehalt im Ausgangsgestein der Böden, das Unterliegen von vielfachen Umwandlungen im Boden, das Beitragen zur Eutrophierung (Nährstoffübersättigung von Gewässern durch vermehrtes Wachstum von Plankton und überhöhten Sauerstoffverbrauchs [LESER 1997: 188 f.]) von Gewässern und die Verursachung von Qualitätsproblemen bei Grundwasser für Trinkwasserzwecke. Hinzu kommt, dass er am stärksten den Ertrag in der Landwirtschaft beeinflusst. Das heißt die Kulturpflanzen benötigen den Stickstoff quantitativ am meisten (SCHEFFER; SCHACHTSCHABEL 1998: 270).

Der Stickstoff ist als Baustein der Eiweißgruppen das Hauptnährelement aller Organismen (LESER 1997: 833). So ist er auch in der Pflanze am Aufbau der Eiweißstoffe (Synthese der Körperbausteine) beteiligt und kommt in anderen organischen Komponenten, wie dem Chlorophyll vor. So befinden sich etwa 50% des Gesamtstickstoffs und circa 70% des Blattstickstoffs in einer grünen Pflanze in den Chloroplasten beziehungsweise den Blättern der Pflanze (SITTE u.a. 1998: 325). Durch seine große Bedeutung vor allem für das Pflanzenwachstum ist der Stickstoff ein wichtiger Dünger. Des weiteren ist der Stickstoff das zentrale Element im Stoffhaushalt der Ökosysteme. Er tritt relativ selten in Mineralien auf und wird dadurch auf der Erdoberfläche und im Wasser fast nur biotisch angereichert (LESER 1997: 833).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung landwirtschaftlicher Nutzung und deren Einfluss auf Stoffausträge, abhängig von Klima und Bodenbeschaffenheit.

2. Definition der Nährstoffe: Dieses Kapitel definiert Nährstoffe und unterscheidet systematisch zwischen Makro- und Mikroelementen sowie deren jeweilige Funktion für das Pflanzenwachstum.

3. Stickstoff und Stickstoffkreislauf: Hier wird die zentrale Rolle von Stickstoff als essenzielles Nährelement sowie die komplexen Prozesse seines Kreislaufs im System Atmosphäre, Biomasse und Boden erläutert.

4. Phosphor und Phosphorkreislauf: Dieses Kapitel behandelt Phosphor als wichtigen Nährstoff und beschreibt dessen speziellen Stoffkreislauf ohne Gasphase sowie die verschiedenen Bindungsformen im Boden.

5. Massebilanz von Stickstoff und Phosphor: Hier erfolgt eine Analyse der Nährstoffeinträge in oberirdische Gewässer und die Bedeutung der natürlichen Grundlast.

6. Definition der Austragsquellen (Emissionsquellen): Das Kapitel definiert den Unterschied zwischen punktuellen Quellen, wie Kläranlagen, und diffusen Flächenquellen.

7. Erosion: Es werden die verschiedenen Erosionsformen – Ernte-, Bearbeitungs-, Wind- und Wassererosion – und deren Einfluss auf Bodenabtrag und Stoffverlust detailliert beschrieben.

8. Zusammenfassung der theoretischen Ausführungen am Beispiel des Einzugsgebietes Salziger und Süßer See: Abschließend werden die erarbeiteten Theorien auf das Fallbeispiel der Mansfelder Seenplatte angewendet, um deren ökologische Belastungssituation zu bewerten.

Schlüsselwörter

Landwirtschaft, Nährstoffe, Stickstoffkreislauf, Phosphorkreislauf, Bodenerosion, Eutrophierung, Wasserqualität, Stoffaustrag, Flächenquelle, Punktquelle, Mansfelder Seen, Gewässerschutz, Düngung, Wassererosion, Nährstoffeintrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Stoffausträgen – insbesondere Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor – aus landwirtschaftlich genutzten Flächen in oberirdische Gewässer und das Grundwasser.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Stoffdynamik in Böden, der Bedeutung von Erosionsprozessen, der Unterscheidung von Emissionsquellen und den Auswirkungen menschlicher Landbewirtschaftung auf lokale Gewässersysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein theoretisches Verständnis für Stoffausträge zu entwickeln und dieses Wissen durch eine ökologische Analyse am Beispiel des Süßen und Salzigen Sees in Sachsen-Anhalt praktisch zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine fundierte Literaturanalyse durchgeführt, die bodenkundliche und hydrologische Fachliteratur auswertet, ergänzt durch die Diskussion von Erosionsmodellen (wie der ABAG) und regionalen Fallstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Nährstoffkreisläufen, die Definition verschiedener Austragsquellen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Erosionsproblematik, bevor diese auf die spezifischen geographischen Gegebenheiten der Mansfelder Seen übertragen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentral sind Begriffe wie Landwirtschaft, Stickstoff- und Phosphorkreislauf, Bodenerosion, Eutrophierung, Stoffaustrag und Gewässerbelastung.

Wie beeinflusst der Obstanbau spezifisch die Erosionsproblematik am Süßen See?

Der Obstanbau erfolgte großflächig auf erosionsgefährdeten Flächen, wobei das Fehlen von Schutzbauten und ungünstige Anbaupraktiken die Bodenabschwemmungen und damit den Stoffeintrag in die umliegenden Gewässer massiv verstärkten.

Warum ist der Süße See als dimiktischer See eingestuft und welche ökologische Rolle spielt dies?

Der See durchmischt sich zweimal jährlich, was dazu führt, dass Nährstoffe aus den Seesedimenten wieder in den Wasserkreislauf gelangen und so für Wasserpflanzen verfügbar werden.

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Details

Title
Landwirtschaftliche Nutzflächen als Quelle punktueller und diffuser Stoffausträge
College
Martin Luther University  (Institut für Geographie)
Course
Mittelseminar Physische Geographie/ Geoökologie Mitteleuropas
Grade
sehr gut
Author
Sandra Hoffmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
32
Catalog Number
V8055
ISBN (eBook)
9783638151375
Language
German
Tags
Phosphorkreislauf Erosion Stickstoffkreislauf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Hoffmann (Author), 2002, Landwirtschaftliche Nutzflächen als Quelle punktueller und diffuser Stoffausträge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8055
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