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Kreislaufgerechte Gestaltung regionaler Produktionsnetzwerke

Title: Kreislaufgerechte Gestaltung regionaler Produktionsnetzwerke

Seminar Paper , 2006 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nicolas Bühler (Author)

Business economics - General
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In den letzten Jahren häufen sich die Umweltkatastrophen, die ihren Ursprung im Eingreifen des Menschen in natürliche Systeme haben. So kam es beispielsweise in den vergangenen zehn Jahren vermehrt zu Hochwässern in Deutschland. Die Ursachen der verstärkt auftretenden Hochwässer liegen vor allem in der vom Menschen bewirkten Klimaerwärmung. Aber auch die Umgestaltung des Ökosystems Fluss, z.B. durch Flussbegradigungen oder durch die Bebauung von Auenlandschaften, haben solche Naturkatastrophen begünstigt. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, die den Schluss nahe legen, dass der Mensch seinen Lebensraum, mittel- und langfristig, nicht erfolgreich im Gegensatz zu natürlichen Abläufen organisieren kann. Dabei stammt ein großer Teil der Umweltbelastungen, der die natürlichen Kreisläufe stört, aus der industriellen Produktion. Denn diese ist immer noch überwiegend auf den Verschleiß und den Verbrauch von Rohstoffen ausgerichtet.
Ein Ansatz um diese Umweltbelastungen zu verringern oder ganz auszuschließen findet sich in der Entwicklung spezieller Produktionsnetzwerke. Sie sind natürlichen Kreisläufen nachempfunden und versuchen auf regionaler Ebene ein Fließgleichgewicht herzustellen. Warum Kreisläufe in der Natur als Vorbild für unternehmerisches Wirken dienen können und wie Produktionsnetzwerke im Allgemeinen funktionieren, wird nachfolgend erklärt. Danach wird anhand des Fallbeispiels „Verwertungssystem Ruhrgebiet“ der Frage nachgegangen, wie ein Produktionsnetzwerk, das dem natürlichen Kreislaufprinzip entsprechen soll, gestaltet wird. Untersucht wird hierbei auch, ob die Gestaltung solcher Netzwerke nur auf regionaler Ebene Sinn macht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kreisläufe in der Natur als Vorbild

3. Industrielle Produktion in Netzwerken

3.1 Die Kuppelproduktion

3.2 Unternehmenskooperationen in Netzwerken

3.3 Grundlagen von Verwertungsnetzwerken

4. Das Verwertungssystem Ruhrgebiet

4.1 Die Akteure und Branchen im Verwertungssystem Ruhrgebiet

4.2 Die Motive und Kriterien für die Zusammenarbeit im Ruhrgebiet

4.3 Die Gestaltung der Zusammenarbeit

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern natürliche Kreislaufprinzipien auf industrielle Produktionsnetzwerke übertragen werden können, um Umweltbelastungen zu reduzieren. Als Forschungsfrage dient dabei die Analyse des "Verwertungssystems Ruhrgebiet", um aufzuzeigen, wie durch regionale Kooperationen zwischen Unternehmen ein ökologisch sinnvolles Fließgleichgewicht bei der Rückstandsverwertung erreicht werden kann.

  • Grundlagen natürlicher Ökosysteme als Vorbild für die Industrie
  • Phänomen der Kuppelproduktion als Ursache von Umweltbelastungen
  • Funktionsweise und Akteure von Verwertungsnetzwerken
  • Analyse der Zusammenarbeit im Verwertungssystem Ruhrgebiet
  • Bedeutung von Regionalität und Transportkosten für die Wirtschaftlichkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Kuppelproduktion

Die betriebliche Produktion kann als System angesehen werden, das unter Transformation von Input, der aus der künstlichen oder natürlichen Umwelt stammt, Output erzeugt. Der hierbei erzeugte Output wird wieder an die künstliche oder natürliche Umwelt abgegeben. Das System verfolgt bei der Transformation von Input in Output einen speziellen Zweck, wie z. B. die Herstellung von Glas unter Verwendung von Quarzsand in einer Glasfabrik. Eine Kuppelproduktion liegt vor, „wenn bei Erfüllung eines Systemzwecks wenigstens ein von diesem Systemzweck artverschiedener, beachteter Output unvermeidbar miterzeugt wird“.

Beispielsweise entsteht bei der Transformation von Quarzsand, und anderen Inputfaktoren, als Endprodukt nicht nur der erwünschte Output Glas, sondern auch atmosphärischer Stickstoff als Kuppelprodukt. Kuppelprodukte können in Haupt- und Nebenprodukte unterschieden werden. Der Output, der dem Systemzweck entspricht, wird als Hauptprodukt klassifiziert. Der restliche Output wird als Nebenprodukt bezeichnet. Die Umwelt wird besonders durch das gerade beschriebene Phänomen der Kuppelproduktion belastet, da es bei der Herstellung vieler erwünschter Hauptprodukte auch zu einer unvermeidbaren Ausbringung von ökologisch schädlichen Nebenprodukten kommt. Ein anschauliches Beispiel für diesen positiven Zusammenhang von Kuppelproduktion und Umweltbelastung ist der globale Treibhauseffekt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik menschlicher Eingriffe in natürliche Systeme ein und stellt das Konzept regionaler Produktionsnetzwerke als Lösungsansatz zur Reduzierung von Umweltbelastungen vor.

2. Kreisläufe in der Natur als Vorbild: Dieses Kapitel erläutert das Funktionsprinzip von Ökosystemen, in denen Abfallprodukte durch Destruenten wieder in den natürlichen Kreislauf überführt werden, und überträgt dieses Modell auf die industrielle Produktion.

3. Industrielle Produktion in Netzwerken: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kuppelproduktion, die Merkmale von Unternehmenskooperationen sowie die Struktur und Akteure von Verwertungsnetzwerken systematisch dargelegt.

4. Das Verwertungssystem Ruhrgebiet: Dieses Kapitel analysiert das konkrete Fallbeispiel des Ruhrgebiets, wobei die beteiligten Branchen, die Motive für die Zusammenarbeit sowie die organisatorische Gestaltung der Rückstandsströme detailliert betrachtet werden.

5. Schlussfolgerung: Die abschließende Betrachtung bewertet das Verwertungssystem Ruhrgebiet hinsichtlich seiner ökonomischen und ökologischen Effizienz und betont die Notwendigkeit regionaler Ansätze zur nachhaltigen Gestaltung industrieller Kreisläufe.

Schlüsselwörter

Kreislaufwirtschaft, Produktionsnetzwerke, Kuppelproduktion, Verwertungssystem Ruhrgebiet, Rückstandsverwertung, Ökosystem, Nachhaltigkeit, Unternehmenskooperation, industrielle Produktion, Sekundärrohstoffe, ökologische Industrie, Regionalität, Stoffstrommanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Übertragbarkeit natürlicher Kreislaufprinzipien auf die industrielle Produktion, um Umweltbelastungen durch den gezielten Aufbau regionaler Produktionsnetzwerke zu verringern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die ökologische Funktionsweise von Ökosystemen, das Phänomen der Kuppelproduktion, die Ausgestaltung von Unternehmenskooperationen sowie deren praktische Anwendung im Verwertungssystem Ruhrgebiet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie Produktionsnetzwerke gestaltet sein müssen, um dem natürlichen Kreislaufprinzip zu entsprechen, und ob dies sinnvoll auf regionaler Ebene umsetzbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Analyse eines praktischen Fallbeispiels anhand eines bestehenden Netzwerks.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Produktionsnetzwerken und eine detaillierte Fallstudie zur Struktur, den Motiven und den logistischen Rahmenbedingungen im Ruhrgebiet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Schlagworte sind Kreislaufwirtschaft, Produktionsnetzwerke, Kuppelproduktion, Rückstandsverwertung und ökologisches Management.

Warum spielt die Region für die Netzwerke eine entscheidende Rolle?

Aufgrund anfallender Transportkosten ist eine wirtschaftliche Verwertung von Rückständen meist nur in einem begrenzten geographischen Radius sinnvoll, weshalb regionale Netzwerke bevorzugt werden.

Was unterscheidet das Verwertungssystem Ruhrgebiet von einem natürlichen Kreislauf?

Im Gegensatz zur Natur fehlt dem industriellen System ein übergeordnetes natürliches Ziel; stattdessen steht die betriebswirtschaftliche Gewinnmaximierung durch Kostenreduktion oder Erlöse aus der Reststoffverwertung im Vordergrund.

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Details

Title
Kreislaufgerechte Gestaltung regionaler Produktionsnetzwerke
College
RWTH Aachen University  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre)
Course
Managen wie die Natur!?
Grade
2,0
Author
Nicolas Bühler (Author)
Publication Year
2006
Pages
21
Catalog Number
V80631
ISBN (eBook)
9783638879064
ISBN (Book)
9783638879187
Language
German
Tags
Kreislaufgerechte Gestaltung Produktionsnetzwerke Managen Natur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicolas Bühler (Author), 2006, Kreislaufgerechte Gestaltung regionaler Produktionsnetzwerke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80631
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