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Schwule im Fernsehen – Eine Analyse aus Sicht der Verstärkerhypothese

Titel: Schwule im Fernsehen – Eine Analyse aus Sicht der Verstärkerhypothese

Seminararbeit , 2004 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Manuela Pelzl (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mehrere Millionen Deutsche sind homosexuell. Dennoch galt dieses Thema über lange Zeit hinweg als ein Tabu, die gesellschaftliche Akzeptanz war gering. Dies hat sich im Laufe der letzten Jahre mehr und mehr geändert, was auch den Medien nicht verborgen blieb und Homosexuelle dort vermehrt zu sehen sind.

Als Gegenstand der Medien ist das Thema Homosexualität auch Gegenstand der Kommunikationswissenschaft. In dieser Arbeit soll es insbesondere im Zuge der Wirkungsforschung behandelt werden. Da dem TV-Publikum seit einiger Zeit vor allem Schwule auffallend oft präsentiert werden, bietet es sich an zu fragen, welche Effekte ihre Darstellung auf die Einstellungen, Meinungen und Verhaltensweisen des Publikums haben kann. Zur Beantwortung dieser Frage wird die Verstärkerhypothese von Joseph Thomas Klapper herangezogen.

Das zentralste Ergebnis lautet, dass die Wirkung der Darstellung von Schwulen im TV immer auch von Größen abhängt, die außerhalb der Massenkommunikation liegen. Um negative Einstellungen grundsätzlich zu ändern reicht das Medium Fernsehen alleine nicht aus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Homosexualität

2.1 Entwicklung der gesellschaftlichen Akzeptanz gegenüber Homosexuellen

2.2 Darstellung von Schwulen im Fernsehen

3. Die Verstärkerhypothese

3.1 Skizzierung eines Modells

3.2 Mögliche Wirkungen der Massenkommunikation

3.3 Die vermittelnden Faktoren

3.4 Die drei Thesen Klappers

4. Anwendung der Verstärkerhypothese auf das Thema „Schwule im TV“

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirkung der medialen Darstellung von Schwulen auf das TV-Publikum unter Anwendung der Verstärkerhypothese von Joseph Thomas Klapper. Dabei wird analysiert, inwieweit Fernsehbilder bestehende Einstellungen verstärken oder verändern können, wobei der Fokus auf dem Zusammenspiel zwischen Medienbotschaften und den individuellen Prädispositionen der Rezipienten liegt.

  • Wirkungsforschung der Massenkommunikation
  • Entwicklung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Homosexualität
  • Die Verstärkerhypothese nach Joseph Thomas Klapper
  • Mediale Repräsentation von Schwulen im Fernsehen
  • Der Einfluss vermittelnder Faktoren auf die Medienwirkung

Auszug aus dem Buch

3.2 Mögliche Wirkungen der Massenkommunikation

Wenngleich die Effekte von Massenkommunikation nie ohne die schon erwähnten vermittelnden Faktoren betrachtet werden sollten, so bedeutet dies nicht, dass die Medien gar keine Wirkung auf den Rezipienten haben (vgl. Burkhart 2002: 218). Klapper stellte hierzu fest, dass am häufigsten eine Verstärkung von schon bestehenden Einstellungen, Meinungen und Verhaltensweisen auftritt, wobei er den Begriff „Verstärkung“ definiert als „Intensivierung oder Unterstützung schon vorhandener Einstellungen, die im Zeitablauf und in der Auseinandersetzung mit anderen Tendenzen konstant geblieben sind“ (Klapper 1968: 49).

Des Weiteren kann es zu einer Modifikation vorhandener Attitüden kommen und zwar entweder verstärkender oder verringernder Natur. Die Veränderung ist Klapper zufolge jedoch nicht so stark, dass sich die Richtung einer Einstellung drehen würde, also eine Umkehrung eintritt. Dieser vollkommene Meinungswandel ist die am seltensten festgestellte Wirkung der Massenkommunikation, welche nur unter bestimmten Voraussetzungen auftreten kann. Schließlich können Medien auch Einstellungen zu Themen schaffen, wenn hierzu vor der Mediennutzung noch keine eigene Meinung vorhanden war (vgl. Klapper 1968: 49f.).

All diese möglichen Wirkungen sollten jedoch immer nur in einer Gesamtsituation betrachtet werden, was bedeutet, dass Medieninhalte kaum als alleinige Ursache dieser Effekte gelten können (vgl. Klapper 1968: 52). Weshalb dies laut Klapper so ist und welche Faktoren in der Wirkungsforschung immer mitberücksichtigt werden müssen, soll Inhalt des nächsten Abschnittes sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Untersuchung von Schwulen im Fernsehen im Rahmen der Wirkungsforschung und stellt die Verstärkerhypothese als theoretischen Rahmen vor.

2. Homosexualität: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der gesellschaftlichen Akzeptanz gegenüber Homosexuellen und beleuchtet die zunehmende, wenn auch oft klischeebehaftete Darstellung schwuler Charaktere in deutschen Fernsehsendungen.

3. Die Verstärkerhypothese: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Modells von Joseph Thomas Klapper dargelegt, insbesondere die Bedeutung selektiver Prozesse und vermittelnder Faktoren für die Wirkung von Medieninhalten.

4. Anwendung der Verstärkerhypothese auf das Thema „Schwule im TV“: Dieser Abschnitt überträgt die theoretischen Konzepte auf die konkrete mediale Präsentation von Schwulen und analysiert, wie diese bei Rezipienten mit unterschiedlichen Vorurteilen oder Einstellungen wirken kann.

5. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Medienwirkung maßgeblich durch die Prädispositionen des Publikums mitbestimmt wird und eine bloße TV-Darstellung negative Einstellungen kaum grundlegend ändern kann.

Schlüsselwörter

Verstärkerhypothese, Wirkungsforschung, Homosexualität, Schwule, Fernsehen, Medienwirkung, Massenkommunikation, selektive Prozesse, Klischees, Einstellungsänderung, Vorurteile, Meinungsführerschaft, Prädisposition, TV-Darstellung, Akzeptanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Wesentlichen?

Die Arbeit analysiert die Wirkung von Fernsehsendungen, in denen Schwule thematisiert werden, auf das Publikum unter Zuhilfenahme der kommunikationswissenschaftlichen Verstärkerhypothese.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Das Spektrum reicht von der historischen gesellschaftlichen Akzeptanz homosexueller Menschen bis hin zur konkreten Analyse der medialen Darstellung und deren psychologischer Wirkmechanismen beim Rezipienten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie und unter welchen Bedingungen die mediale Darstellung von Schwulen Einstellungen, Meinungen und Verhaltensweisen des Publikums beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Theorie dient als methodische Grundlage?

Die Untersuchung basiert auf der Verstärkerhypothese von Joseph Thomas Klapper, die den Fokus auf die Interaktion zwischen Medieninhalten und den individuellen Voraussetzungen der Mediennutzer legt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Modell der Verstärkerhypothese, die Rolle von selektiven Prozessen und vermittelnden Faktoren sowie die spezifische Anwendung dieser Theorie auf das TV-Bild von Schwulen detailliert erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der Verstärkerhypothese und Wirkungsforschung vor allem die Konzepte der selektiven Zuwendung, des selektiven Behaltens und die Bedeutung von Prädispositionen.

Warum wurde ausgerechnet die Theorie von Klapper aus den Fünfzigerjahren gewählt?

Obwohl die Theorie älter ist, bietet sie eine wertvolle Perspektive, da sie den Medieneinfluss nicht als isoliert betrachtet, sondern in eine Gesamtsituation einbettet, was für die Untersuchung von Vorurteilen weiterhin relevant ist.

Welche Rolle spielen die sogenannten „vermittelnden Faktoren“?

Diese Faktoren, wie etwa Gruppennormen, interpersonale Kommunikation oder Meinungsführerschaft, steuern laut der Arbeit maßgeblich, wie ein Rezipient Medieninhalte aufnimmt, interpretiert und verarbeitet.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin hinsichtlich der Verzerrung im TV?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass eine verzerrte Darstellung nicht zwangsläufig negative Folgen haben muss, da die Wirkung stark davon abhängt, ob die Rezipienten bereits gefestigte positive oder negative Ansichten mitbringen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schwule im Fernsehen – Eine Analyse aus Sicht der Verstärkerhypothese
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,3
Autor
Manuela Pelzl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
19
Katalognummer
V81853
ISBN (eBook)
9783638817288
ISBN (Buch)
9783638820646
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schwule Fernsehen Eine Analyse Sicht Verstärkerhypothese
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuela Pelzl (Autor:in), 2004, Schwule im Fernsehen – Eine Analyse aus Sicht der Verstärkerhypothese, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81853
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