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Stanley Kubricks Lolita (1962)

How did they ever make a movie of Lolita?

Title: Stanley Kubricks Lolita (1962)

Term Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jenny Wünning (Author)

Film Science
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„How did they ever make a movie of Lolita?“ Mit dieser Frage wurde 1962 auf den Filmplakaten geworben und ihr möchte ich in meiner Hausarbeit nachgehen. Als
Einleitung sollen ein zusammenfassender Abriss der Filmhandlung und ein Überblick zur Entstehung dienen. Um vor allem die kritischen Stimmen zum Film nachvollziehen zu können, verlangt es nach einem Vergleich mit der literarischen Vorlage. Kubrick hatte außerdem mit Schwierigkeiten der Zensur zu kämpfen. Eine Analyse der filmischen Charaktere in Bezug auf das Werk von Stanley Kubrick, soll die Problematik des Films tiefer herausarbeiten. Am Ende gehe ich kurz auf den Mythos der Nymphen, die als psychologisches Phänomen zentrales Thema des Films sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Filminhalt

3. Entstehung

4. Adaption: Vom Roman zum Film

4.1 Zensur

4.2 Die Problematik der Verfilmbarkeit: Analytischer Vergleich der literarischen Vorlage und der filmischen Umsetzung

5. Einordnung der Charaktere unter dem Aspekt des Kinos von Stanley Kubrick

5.1 Humbert Humbert (James Mason)

5.2 Clare Quilty (Peter Sellers)

5.3 Lolita Haze (Sue Lyon)

5.4 Charlotte Haze (Shelley Winters)

5.5 Zusammenfassung

6. Der Nymphenmythos

6.1 Definitionen nach Nabokov und Kubrick

6.2 Psychoanalyse

6.3 Sue Lyon – Schicksal einer Hollywood-Lolita

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die filmische Adaption von Vladimir Nabokovs Roman "Lolita" durch Stanley Kubrick aus dem Jahr 1962 und geht der zentralen Frage nach, wie eine solch kontroverse literarische Vorlage erfolgreich verfilmt werden konnte. Dabei werden die zensorischen Herausforderungen, die methodischen Entscheidungen Kubricks sowie die psychologische Tiefe und Symbolik der Charaktere analysiert.

  • Historischer Kontext und Entstehung des Films
  • Einfluss von Zensurbehörden (Motion Picture Production Code, Legion of Decency)
  • Vergleich zwischen literarischer Vorlage und filmischer Umsetzung
  • Die Rolle der Charaktere im Kontext von Kubricks Regiestil
  • Der Nymphenmythos als psychologisches Phänomen

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Problematik der Verfilmbarkeit: Analytischer Vergleich der literarischen Vorlage und der filmischen Umsetzung

Im Vergleich mit der literarischen Vorlage wird Stanley Kubricks filmische Umsetzung in einem entscheidenden Punkt immer wieder angegriffen: die fehlende Erotik. Nachdem Nabokovs Roman skandalös bei Öffentlichkeit und Kritikern aufgenommen wurde, wusste er nicht, wie er Humberts Leidenschaft mit den strengen Zensurrichtlinien konform bringen konnte. „Wenn Lolita ein Misserfolg ist, dann liegt das nur an der Abwesenheit des Erotischen. [...] Ich hielt Lolita für machbar.“5 Im Film konzentriert er sich auf die komische Seite der Geschichte. Kubrick betrachtet Humberts Obsession innerhalb der gesellschaftlichen Zwänge ironisch, auch er hatte mit ihnen zu kämpfen. Diese Ironie äußert sich vor allem in der doppeldeutigen Sprache und der schauspielerischen Umsetzung der einzelnen Rollen, auf die ich im fünften Punkt der Hausarbeit genauer eingehen werde.

Die doppeldeutige Sprache findet sich z. B. in der Unterhaltung zwischen Jean Farlow, der Nachbarin der Familie Haze und Humbert auf einer Party. Sie gibt ihm nachdrücklich zu verstehen, dass sie und ihr Mann wirklich in allem sehr offen und großzügig sind, was auch als sexuelle Andeutung zu verstehen ist. Ihr Mann, John Farlow, fordert Charlotte zum Tanz aus und sagt, man könne sozusagen die Damen wechseln6. Auch die verschiedenen Rollen, hinter denen sich Clare Quilty versteckt, können zweideutig verstanden werden. Sicherlich hat Kubrick das Sommercamp, in dem Lolita ihre Unschuld verliert, nicht ohne Hintergedanken „Camp Climax“ genannt.

Der einzig eindeutige erotische Moment, der im Verlauf des Films erneut aufgegriffen wird, ist der Vorspann. Hier sieht man, wie ein zerbrechlicher Kinderfuß von einer männlichen Hand gehalten wird und sorgfältig die Fußnägel lackiert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Motivation der Autorin und legt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen dar.

2. Filminhalt: Dieser Abschnitt bietet einen prägnanten, zusammenfassenden Abriss der Filmhandlung, um den Leser mit der narrativen Struktur vertraut zu machen.

3. Entstehung: Dieses Kapitel beleuchtet die Hintergründe der Romanveröffentlichung, den Erwerb der Filmrechte und die Schwierigkeiten während der Produktion und Drehbuchfassung.

4. Adaption: Vom Roman zum Film: Das Kapitel befasst sich mit den Schwierigkeiten bei der Übertragung der Romanvorlage, insbesondere unter dem Druck strenger Zensurvorgaben.

5. Einordnung der Charaktere unter dem Aspekt des Kinos von Stanley Kubrick: Dieser Teil analysiert die Hauptfiguren des Films im Hinblick auf ihre Funktion innerhalb von Kubricks Regiestil und das Doppelgängermotiv.

6. Der Nymphenmythos: Dieses Kapitel definiert und analysiert den Nymphenmythos als zentrales psychologisches Phänomen des Films und der Vorlage.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet "Lolita" im Kontext von Kubricks Gesamtwerk.

Schlüsselwörter

Stanley Kubrick, Lolita, Vladimir Nabokov, Filmadaption, Zensur, Humbert Humbert, Clare Quilty, Nymphenmythos, Sue Lyon, Regiestil, Psychoanalyse, Romanverfilmung, Filmgeschichte, Literaturvergleich, Erotik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Stanley Kubricks Verfilmung von Nabokovs Roman "Lolita" und untersucht die künstlerischen und strukturellen Strategien, die hinter der Adaption dieses kontroversen Stoffes stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Zensurbestimmungen der 1960er Jahre, den Regiestil von Stanley Kubrick, die Charakterentwicklung im Film sowie die mythologische und psychologische Bedeutung des Nymphenbegriffs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage: "How did they ever make a movie of Lolita?" – also wie Kubrick es schaffte, den Roman trotz Zensur und inhaltlicher Brisanz filmisch umzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des analytischen Vergleichs zwischen der literarischen Vorlage und der filmischen Umsetzung sowie die filmtheoretische Einordnung der Charaktere.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Produktionsgeschichte, den Auswirkungen der Zensur, einer detaillierten Charakteranalyse sowie der psychoanalytischen Interpretation des Nymphenmythos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Filmadaption, Zensur, Doppelgängermotiv, Nymphenmythos, Regiestil und die zentralen Figuren Humbert Humbert und Clare Quilty charakterisiert.

Inwiefern beeinflusste die Zensur den Film?

Die Zensur zwang Kubrick dazu, den Film neu zu schneiden und explizite erotische Inhalte in eine ironische, doppeldeutige Erzählweise zu übersetzen, um den Film überhaupt veröffentlichen zu können.

Welche Bedeutung hat das Doppelgängermotiv zwischen Humbert und Quilty?

Quilty agiert als Spiegel und dunkle Seite von Humbert; die beiden Figuren sind eng verknüpft, wobei ihre Interaktion den Weg zur Selbstzerstörung und die unvermeidliche Schuld thematisiert.

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Details

Title
Stanley Kubricks Lolita (1962)
Subtitle
How did they ever make a movie of Lolita?
College
University of the Arts Berlin
Grade
1,0
Author
Jenny Wünning (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V82100
ISBN (eBook)
9783638885683
ISBN (Book)
9783640204274
Language
German
Tags
Stanley Kubricks Lolita
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jenny Wünning (Author), 2005, Stanley Kubricks Lolita (1962), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82100
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