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Gesundheits- und Krankheitsmodelle - Leitziele in der klinischen Sozialarbeit

Titel: Gesundheits- und Krankheitsmodelle - Leitziele in der klinischen Sozialarbeit

Studienarbeit , 2006 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dipl.Sozialpädagogin Vivien Neubauer (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem Thema Gesundheit setzen sich heutzutage nicht nur die Politiker, Experten und verschiedene Professionen auseinander, sondern auch viele Menschen beschäftigen sich täglich im Alltag damit. Gesundheit ist ein hohes Gut und es betrifft uns alle. Über Gesundheit kann jede und jeder mitreden, weil alle irgendwelche Erfahrungen in ihrem eigenen Leben gemacht haben. Gesundheit ist in gewisser Weise zu einem Allerweltsthema in unserer Gesellschaft geworden. In der Wertehierarchie der Bevölkerung steht die Gesundheit ganz oben. Es besteht aber auch eine große Diskrepanz zwischen dem abstrakten Wert und seiner Handlungsrelevanz. Im Alltag wird Gesundheit oft weit nach hinten geschoben, weil anderes wichtiger er-scheint. Geht die Gesundheit durch Krankheit verloren, dann erlangt sie sehr schnell eine fast existentielle Bedeutung für den Betroffenen und zwingt zum Handeln. Der Klinische Sozial-dienst greift weniger in die medizinische Behandlung, sondern in das soziale Umfeld des Betroffenen ein, um eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach dem Krankenhausaufenthalt zu ermöglichen. Im Klinischen Sozialdienst sind die Begriffe Krankheit und Gesundheit in der täglichen Arbeit mit den Betroffenen von zentraler Bedeutung. In meiner Studien-arbeit möchte ich deswegen zuerst einen relativ kurzen Einblick über die Gesundheitspsychologie geben. Danach werde ich speziell auf die zwei dazugehörigen Begriffe Gesundheit und Krankheit näher eingehen. Mein Schwerpunkt in dieser Studienarbeit liegt auf den Krankheits- und Gesundheitsmodellen der Gesundheitspsychologie. Die 3 grundlegenden Paradigmen werde ich näher erläutern. Am Ende meiner Studienarbeit möchte ich Bezug auf die Paradigmen nehmen, weil diese in der alltäglichen Arbeit im Klinischen Sozialdienst eine bedeutende Rolle einnehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesundheitspsychologie

2.1 Geschichte

2.2 Definition und Aufgaben

2.2.1 Definition

2.2.2 Aufgaben

2.3 Erkenntnisse der Gesundheitspsychologie

3. Gesundheit und Krankheit

3.1 Gesellschaftliche Auffassungen

3.2 Expertenbegriff Gesundheit

3.2.1 Definition

3.2.2 Sicht des Medizinsoziologen Talcott Parson

3.3 Expertenbegriff Krankheit

3.3.1 Definition

3.3.2 Sicht des Medizinsoziologen Talcott Parson

4. Paradigmen der Gesundheitspsychologie: Krankheits- und Gesundheitsmodelle

4.1 Die Paradigmen

4.2 Das biomedizinische Krankheitsmodell

4.2.1 Kennzeichen

4.2.2 Kritikschwerpunkte

4. 3 Das psychosoziale Krankheitsmodell

4.3.1 Grundannahmen

4.3.2 Übergang zum biopsychosozialen Modell

4.4 Das biopsychosoziale Krankheitsmodell

4.5 Das Paradigma der Salutogenese

5. Anwendung im klinischen Sozialdienst

5.1. Verständnis von Gesundheit und Krankheit

5.2 Ziele, Aufgaben und Kernelemente

5.2.1 Ziele

5.2.2 Aufgaben

5.2.3 Kernelemente

5.3 Praktische Anwendungen der Modelle im Klinischen Sozialdienst

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Studienarbeit untersucht die Bedeutung und Anwendung von Gesundheits- und Krankheitsmodellen innerhalb der Klinischen Sozialarbeit, um ein tieferes Verständnis für die biopsychosozialen Zusammenhänge bei der Unterstützung von Patienten zu erlangen.

  • Historische Entwicklung und Aufgabenfelder der Gesundheitspsychologie
  • Differenzierung von Expertenbegriffen zu Gesundheit und Krankheit
  • Vergleichende Analyse der Paradigmen: biomedizinisch, psychosozial, biopsychosozial
  • Das Salutogenese-Modell als Ressourcenerweiterung in der Praxis
  • Implementierung gesundheitspsychologischer Ansätze im klinischen Sozialdienst

Auszug aus dem Buch

4.5 Das Paradigma der Salutogenese

Das biomedizinische, psychosoziale und biopsychosoziale Krankheitsmodell sind Grundlagen der Pathogenese. Der Schwerpunkt der Modelle liegt auf der Krankheit im medizinischen definierten Sinne. In der modernen Industriegesellschaft wird die Pathogenese als die bedeutendste wissenschaftliche Perspektive gekennzeichnet. Sie wird durch 4 Kriterien beurteilt:

- In der Pathogenese werden Menschen danach eingeordnet, ob sie krank oder gesund sind. Krank d.h. man wird untersucht, behandelt, die Krankheit wird diagnostiziert und eine dementsprechende Therapieform eingeleitet.

- Das Zusammenwirken von verschiedenen oder auch einzelnen Faktoren (sozialen, psychischen und somatischen) können Auslöser für eine Krankheit sein.

- Jede Krankheit beinhaltet eine medizinische Therapieform und beseitigt oder vermindert die Krankheitsursache.

- Die gesellschaftliche Aufgabe der Medizin ist es, die Krankheit aus allen Perspektiven zu betrachten.

Der amerikanisch israelische Gesundheitsforscher Aaron Antonovsky beschäftigte sich mit den Paradigmen der Pathogenese und stellte fest, dass diese Modelle mit Kritik behaftet sind. Die Pathogenesemodelle geben Auskunft über die Krankheit, aber stellen dabei die Gesundheit in den Hintergrund. Antonovsky entwickelte deshalb in den 80er/90er Jahren das Salutogenese Modell, dass nicht als Alternative gesehen werden soll, sondern als Erweiterung und Ergänzung der Pathogenesemodelle. Dieses Modell ist eines der am weitesten entwickelten Modellvorstellungen von Gesundheit und es fand in den letzten Jahren eine weltweite Anerkennung. In dem Wort Salutogenese sind die Begriffe Gesundheit und Entstehungsgeschichte enthalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Gesundheit als gesellschaftliches Thema ein und begründet die Notwendigkeit gesundheitspsychologischer Modelle für die Arbeit im Klinischen Sozialdienst.

2. Gesundheitspsychologie: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, Definitionen und zentralen Forschungsaufgaben der jungen Disziplin sowie deren Fokus auf Prävention.

3. Gesundheit und Krankheit: Es wird die Differenz zwischen Laien- und Expertenbegriffen beleuchtet und die soziologische Perspektive von Talcott Parson auf den Patientenstatus dargestellt.

4. Paradigmen der Gesundheitspsychologie: Krankheits- und Gesundheitsmodelle: Das Kapitel vergleicht das dominante biomedizinische Modell mit psychosozialen und biopsychosozialen Ansätzen sowie dem Modell der Salutogenese.

5. Anwendung im klinischen Sozialdienst: Hier wird die praktische Umsetzung der Modelle diskutiert, wobei der Fokus auf ressourcenorientierter Unterstützung und dem Kohärenzsinn liegt.

6. Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden rekapituliert und die Bedeutung individueller Unterstützung durch den Sozialarbeiter hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Gesundheitspsychologie, Klinische Sozialarbeit, Krankheitsmodelle, Salutogenese, Biopsychosoziales Modell, Prävention, Gesundheitsförderung, Patientenberatung, Kohärenzsinn, Pathogenese, Interdisziplinarität, Patientenbetreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit befasst sich mit den grundlegenden Modellen der Gesundheitspsychologie und deren Bedeutung für die klinische Sozialarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Gesundheit und Krankheit, der Wandel von Krankheitsmodellen sowie die Anwendung dieser Konzepte im sozialen Krankenhausdienst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen verschiedener Krankheitsmodelle für die klinische Sozialarbeit aufzuzeigen, um eine ganzheitliche und ressourcenorientierte Patientenbetreuung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich wissenschaftlicher Fachliteratur sowie gängiger gesundheitspsychologischer Paradigmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, den Vergleich zwischen biomedizinischen und biopsychosozialen Ansätzen sowie das Modell der Salutogenese.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gesundheitspsychologie, Krankheitsmodelle, Salutogenese, biopsychosoziales Modell und Klinische Sozialarbeit.

Welche Rolle spielt Talcott Parson in der Untersuchung?

Talcott Parson wird als Medizinsoziologe herangezogen, um zu erklären, wie Krankheit als „abweichendes Verhalten“ sozial definiert und durch ärztliche Krankschreibungen legitimiert wird.

Wie unterscheidet sich die Salutogenese von anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zu rein pathogenetischen Modellen, die nur auf die Beseitigung von Krankheit fokussieren, stellt die Salutogenese die Entstehungsgeschichte von Gesundheit und die Aktivierung persönlicher Ressourcen in den Mittelpunkt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gesundheits- und Krankheitsmodelle - Leitziele in der klinischen Sozialarbeit
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thürigen in Gera)  (Berufsakademie Gera)
Note
2,0
Autor
Dipl.Sozialpädagogin Vivien Neubauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V82415
ISBN (eBook)
9783638893459
ISBN (Buch)
9783638893510
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheits- Krankheitsmodelle Leitziele Sozialarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.Sozialpädagogin Vivien Neubauer (Autor:in), 2006, Gesundheits- und Krankheitsmodelle - Leitziele in der klinischen Sozialarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82415
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Leseprobe aus  23  Seiten
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