Der Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli: Die Darstellung und Bezugnahme zum Judentum innerhalb der Briefe und Gedichte


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
57 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Paul Celan: Wichtige biographische Ereignisse und Stationen seines Lebens
2.1 Kindheit, Judend und Kriegsjahre
2.2 Bukarest, Wien, Paris
2.3 Plagiatsvorwürfe, Krankheit und beschädigte Psyche
2.4 Reise nach Israel

3. Der Briefwechsel mit Ilana Shmueli

4. Themen und Aspekte des Judentums innerhalb des Briefwechsels Paul Celan – Ilana Shmueli
4.1 Hinweise auf das Judentum durch Symbole, Anspielungen und verschlüsselte Hinweise
4.1.1 Bezug zu Martin Buber: Geheimnis der Begegnung und Identitätsvergewisserung
4.1.2 Bezug zu Margarete Susman: Jüdische Theologie nach der Schoah
4.1.4 Bezüge durch eigene, spezifische Begriffe innerhalb der Briefe
4.2 Israel als konkret politischer Ort und Heimat der Juden
4.3 Gedenken an die Toten

5. Die Gedichte innerhalb des Briefwechsels
5.1 Jüdische Themen und Hinweise innerhalb der Gedichte
5.1.1 Gedenken an die Opfer der Schoah
5.1.2 Verheißenes Heil: Staatlichkeit Israels und göttliches Zion
5.1.3 Bezug auf biblische Bücher Oder: Wie kommt Gott in den Gedichten vor?
5.1.4 Hebräisch

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli, der sich über einen Zeitraum von nahezu drei Jahren erstreckt – den letzten Lebensjahren Paul Celans. Er beinhaltet Briefe und Gedichte, die Celan an Ilana Shmueli sendet – eine alte Jugendfreundin, die in diesen letzten Jahren für ihn sehr wichtig ist. Besonders charakteristisch an diesem Briefwechsel sind der häufige, indirekte Bezug auf das Judentum verbunden mit dem Bezug auf Jerusalem, die literarische Verarbeitung persönlicher Erlebnisse und der wechselseitige Bezug zwischen Briefen und Gedichten. Sowohl Ilana Shmueli als auch Paul Celan stellen dabei gleichermaßen Bezüge zwischen den Gedichten und ihren Briefen her.

Untersucht werden soll in dieser Arbeit, wie das Judentum in diesen Briefwechsel integriert ist. Dabei sollen folgende Fragen geklärt werden:

Unter welchen Aspekten wird das Judentum gesehen, bzw. mit welchen Themen wird es verbunden? Welche Bedeutung kommt dem Judentum zu? Wie wird auf das Judentum Bezug genommen?

Eine besondere Rolle nehmen dabei die Gedichte innerhalb dieses Briefwechsels ein, denn sie sind nach Celans eigener Aussage „Geschenke an die Aufmerksamen.“[1] Sie sind ihrem „Wesen nach dialogisch […], eine Flaschenpost […], aufgegeben in dem […] Glauben, sie könnte irgendwo und irgendwann an Land gespült werden, an Herzland vielleicht. Gedichte sind auch in dieser Weise unterwegs, sie halten auf etwas zu.“[2] Gedichte sind demnach eine Möglichkeit, sich mitzuteilen. Sie sind mehr als nur schöne Kunstwerke, sie transportieren die Botschaft des Dichters, aber nicht so, dass jeder sie auch verstehen könnte. Nur aufmerksame Leser, die sich nicht abschrecken lassen durch unbekannte Worte oder scheinbar zusammenhanglos dastehende Fragmente, werden vielleicht die Mitteilung, die ein Gedicht enthält verstehen.

In dieser Arbeit sollen die Gedichte dahingehend betrachtet werden, inwiefern sie Jüdisches enthalten. Welche Traditionen werden aufgegriffen? Wie wird in ihnen ganz speziell Bezug auf das Judentum hergestellt? Welche Themen spielen innerhalb der Gedichte eine Rolle?

Weil die Lyrik Celans nur zu entschlüsseln ist, wenn man auch seinen biographischen Hintergrund kennt, sollen im ersten Schritt die wichtigen und prägenden Phasen seines Lebens dargestellt werden. Daran schließt sich die genauere Bestimmung der Themen und Aspekte an, mit denen das Judentum innerhalb des Briefwechsels verbunden wird. Weiter soll dann untersucht werden, inwiefern sich die Gedichte mit jüdischen Aspekten beschäftigen, bzw. jüdische Elemente und Hinweise enthalten. Abschließend und gleichzeitig zusammenfassend soll erläutert werden, welche Bedeutung dem Judentum innerhalb des Briefwechsels zukommt.

2. Paul Celan: Wichtige biographische Ereignisse und Stationen seines Lebens

2.1 Kindheit, Judend und Kriegsjahre

Paul Celan wird als Paul Antschel am 23. November 1920 in Czernowitz in eine jüdische Familie hineingeboren. Sein Vater – Leo Antschel-Teitler – hat „eine streng orthodoxe Erziehung erhalten“[3] und ist Anhänger der Zionismusbewegung. Sein Verhalten wie auch seine Erziehung sind geprägt von außerordentlicher Strenge und er schlägt seinen Sohn oft für kindliche Übertretungen.[4] Seine Mutter – Friederike Philipp-Schraga – entstammt einem kaufmännischen Elternhaus. Auch ihre Eltern sind orthodoxe Juden, aber liberaler eingestellt als die von Pauls Vater.[5] Die Mutter ist für ihren begrenzten Bildungsstand außergewöhnlich belesen und begeistert sich vor allem für deutsche Dichtung. Familie Antschel gehört zum kleinbürgerlichen Milieu und lebt in bescheidenen Verhältnissen. In Bezug auf ihr Judentum leben die Antschels einen modernen Pragmatismus, der bei vielen Juden in der Bukowina verbreitet ist.[6] Sie verbinden die alten Traditionen mit der modernen Lebensweise, wodurch eine Isolierung, bzw. ein Leben mittelalterlicher Abgeschlossenheit verhindert wird.[7] Familie Antschel ist daher nicht assimiliert, wie viele Juden dieser Zeit, denn in der Bukowina herrscht eine besondere Situation: Verfolgungen und antisemitische Tendenzen spielen historisch nahezu nie eine Rolle.[8] Paul Antschel wird deshalb mit dem Judentum und dessen Traditionen konfrontiert, er lehnt es jedoch wie viele seiner Generation ab, kann sich damit nicht identifizieren.[9] Er ist kommunistisch orientiert[10], kehrt sich jedoch relativ schnell und sehr entschieden wieder davon ab.[11]

Paul erhält eine gute Schulbildung, die durch die Nähe des Vaters zum jüdischen Glauben geprägt ist. Er ist zudem ein sehr guter Schüler – er ist in fast allen Fächern Klassenbester – und er lernt während seiner Schulzeit mehrere Sprachen, in denen er sich sehr schnell zurechtfindet und gut verständigen kann.[12]

Celan eignet sich im Verlauf der Jahre eine sehr große intellektuelle Bildung an, die in seinen Gedichten gegenwärtig ist. Dafür reicht die Schulbildung nicht aus, einen Großteil der Bildung erwirbt er eigenständig.[13]

Besonders prägend ist für Paul Celan die intensive Bindung zu seiner Mutter, deren Figur immer wieder in seinen Gedichten auftaucht. Der Verlust der Eltern und insbesondere der Mutter, sowie die Erlebnisse des Krieges und die Erfahrungen im Arbeitslager sind sehr belastend für ihn und prägen Celan dauerhaft.[14]

2.2 Bukarest, Wien, Paris

Schnell ist nach dem Krieg klar, dass Celan nicht in seiner Heimat bleiben wird. Er geht nach Bukarest, weil er sich bessere und liberalere Lebensbedingungen erhofft, als die sowjetische Herrschaft erwarten lässt.[15] Die Bukarester Zeit zeichnet sich durch viele freundschaftliche Kontakte, Lebenslust und Ausgelassenheit, zahlreiche Liebschaften, eine feste Anstellung als Lektor eines Verlages und die ersten Veröffentlichungen im Literaturbetrieb aus.[16] Es ist eine glückliche Zeit für Paul Ancel.[17] Darüber hinaus ist sie geprägt durch das Kennenlernen neuer, vor allem zeitgenössischer Literatur.[18] Diese positive Lebenserfahrung wird bald getrübt durch die Einschränkungen des Stalinismus. Schnell erkennt Celan, dass er als deutschsprachiger Autor in Rumänien keine Zukunft hat.[19] Er flüchtet nach Wien, was eine erneute Bedrohung seines Lebens bedeutet.[20]

Paul Celan lebt dort zunächst in einem Flüchtlingslager. Er wagt einen gänzlichen Neubeginn.[21] Schnell findet er Anschluss an die literarische Szene und lernt einige seiner Förderer kennen. Celan kann sich in Wien dennoch nicht heimisch fühlen: Er ist kein Staatsbürger Österreichs, findet keine vernünftige Arbeit und ist somit in ständiger Geldnot. Zudem belastet ihn die allgegenwärtige Hinterlassenschaft des Naziregimes stark, mit der er sich täglich in Form von Antisemitismus auseinandersetzen muss.[22] Er verlässt Wien und geht nach Paris.

Paris als Lebensort zu wählen ist „ […] auch eine Flucht, vor Deutschland und den Deutschen, Deutschsprechenden als permanenter Umgebung.“[23] Es bedeutet gleichzeitig ein Sich-Frei-Machen und ein Frei-Werden, weil Celan in Paris völlig unbekannt ist und so keine an ihn herangetragenen Rollenerwartungen zu erfüllen hat.

Die Pariser Zeit ist anfänglich ernüchternd und sehr hart: Celan schlägt sich mit verschiedenen Beschäftigungen durch, ein Freundeskreis bildet sich nur schwer und Veröffentlichungen sind selten. Die Wende und den literarischen Durchbruch bringen die Jahre '52/'53: Paul Celan gründet eine bürgerliche Existenz, die er genießt und zumindest zeitweilig ist es ihm in dieser Zeit möglich, aus der Gegenwart, aus sich selbst heraus zu leben.[24] Beruflich tritt er mit seinem Gedicht „Todesfuge“ in die Öffentlichkeit. Celan wird zum Interview beim Hamburger Rundfunk geladen und bekommt ein Verlagsangebot für seinen ersten Gedichtband, der noch im Herbst 1952 erscheint.[25] Er ist ein großer Erfolg, jedoch wird die Todesfuge in einer Art und Weise rezipiert, mit der sich auch die Tätergeneration identifizieren kann. Für Celan ist eine solche Rezeption nicht zu ertragen.[26]

Zwischenmenschlich existieren zahlreiche Bekanntschaften mit bedeutenden Autoren, die jedoch distanzierter sind, als die bisher bestehenden.[27] Celan reist deshalb regelmäßig nach Wien.[28]

2.3 Plagiatsvorwürfe, Krankheit und beschädigte Psyche

Die folgenden Jahre in Paris zeichnen Celan bis an sein Lebensende: Plagiatsanschuldigungen der Witwe Yvan Golls, ihre ungeprüfte Aufnahme in renommierten deutschen Feuilletons und die politischen Ereignisse in der Bundesrepublik Deutschland führen dazu, dass Celans Psyche dauerhaft beschädigt wird.

Bereits kurz nach der Gründung der Bundesrepublik lässt sich erahnen, dass von einer Aufarbeitung der Nazivergangenheit nicht gesprochen werden kann[29], stattdessen finden Leugnung, Verdrängung und Beschwichtigung statt. Ehemalige Angehörige der NS-Eliten steigen wieder in ihre alten Positionen auf und auch die antisemitischen Tendenzen sind mit Ende des Krieges nicht einfach verschwunden.[30] Celan beängstigen diese Entwicklungen und Deutschland wird für ihn zur „Angstlandschaft“[31].

Das Erscheinen eines Briefes Claire Golls in einer deutschen Literaturzeitschrift, in dem die Anschuldigung der Plagiierung[32] erhoben wird, setzt Ereignisse in Gang, die für den Autor Celan eine dauerhafte Belastung hervorrufen. Die Vorwürfe werden ungeprüft in die Feuilletons der „Welt“ und von „Christ und Welt“ übernommen. Sie werden in der breiten Öffentlichkeit bekannt und Celans ausgezeichneter Ruf als Lyriker steht auf dem Spiel. Die Plagiatsanschuldigungen erweisen sich als unhaltbar, Celans Psyche wird durch die Ereignisse aber dauerhaft geschädigt. Er fühlt sich in seiner jüdischen Identität angezweifelt[33] und wertet die Vorgänge als Versuch, ihn nun geistig zu vernichten, wenn es physisch schon nicht gelungen ist. Die Plagiatsanschuldigung ist die „nachholende Einbeziehung des Überlebenden in den Genozid, der Rufmord als Mord.“[34] Ab Ende 1962 ist Celan auf Grund der Ereignisse und seiner sehr eigenwilligen Perspektive auf Wirklichkeit ernsthaft krank: Seine Psyche und sein Lebenswille sind ernsthaft beschädigt und er muss sich mehrfach in psychiatrischen Kliniken aufhalten.[35]

Celan ist gezwungen seine Familie zu verlassen: Er bezieht eine eigene kleine Wohnung, weil er für die Familie eine ungeheure Belastung bedeutet und überdies für sich selbst und die Familie zur Gefahr wird. Die Behandlungen sind eine enorme Belastung[36] und haben nachdrücklichen Einfluss auf Celans Arbeit.[37] Auch wenn durch seine Krankheit stark belastet ist und behindert wird, so ist Paul Celan dennoch erfolgreich schriftstellerisch tätig. Er arbeitet als Lektor an der École Supérieure Normale (ENS), nimmt Preise entgegen und veranstaltet Lesereisen.[38] Auf Grund seiner Krankheit muss er jedoch viele Angebote ablehnen.

Literarisch entstehen sehr viele Gedichte und bereits für die 50er Jahre lässt sich eine Annäherung an das Judentum verzeichnen, die sich an Hand von Buchkäufen belegen lässt.[39] Im Judentum findet er geistige und kulturelle Kontinuität, die ihm Halt gibt. Im Mittelpunkt dieser Hinwendung zum Judentum steht die Einbettung der eigenen Familiengeschichte und der Schoah in den spirituellen Rahmen des Judentums. Die Annäherung setzt sich im Laufe der Jahre immer weiter fort, die Lyrik erfährt im Zug dieser Entwicklung einen starken Zuwachs an Zitaten und Intertextualität.[40]

2.4 Reise nach Israel

Eine besondere Stellung im Leben Celans nimmt mit Sicherheit die Reise nach Israel im Oktober 1969 ein. Sie trägt Symbolwert, ist die letzte große Hoffnung, die für Paul Celan existiert, denn der Staat Israel, wird für viele Überlebende der Schoah zu einer neuen Heimat. Celan knüpft an die politische Existenz des Staates große Erwartungen: Er überlegt zeitweilig ernsthaft, nach Israel überzusiedeln und hofft, durch seine Reise dort eine Heimat zu finden.[41] Gleichzeitig weiß er aber von Anfang an, dass diese Wünsche sich nicht bewahrheiten können.[42] Er tritt die Reise dennoch an und sie wird für ihn Quelle und Inspiration seiner künstlerischen Tätigkeit.

Initiiert wird die Reise vom Hebräischen Schriftstellerverband, der Celan nach Israel einlädt. Zu Beginn überwiegen die positiven Erfahrungen, Begegnungen und Emotionen.[43]

Celan veranstaltet mehrere Lesungen, von denen die beiden ersten, am 8.Oktober vor Jerusalemer Bürgern und am 14. Oktober vor dem Hebräischen Schriftstellerverband, für ihn sehr positiv sind. Besonders die Lesung in Jerusalem ist überwältigend. Celan selbst berichtet darüber: „[…] es war ein gutes Lesen, ein gutes Zuhören dort.“[44] Auch die Lesung vor dem Schriftstellerverband verläuft zu Celans Zufriedenheit. Darüber ist er froh, denn als jüdischer Dichter, der auch nach der Shoah an der deutschen Sprache festhält, ist er in Israel umstritten.[45]

Die folgende Lesung in Tel Aviv, am 15. Oktober 1969, erzeugt bei ihm eine beklemmende, beängstigende Stimmung. Grund ist die Zuhörerschaft, die überwiegend aus ehemaligen Czernowitzern besteht, die gekommen sind, „um den ‚berühmten deutschen Dichter’ zu hören“[46]. Celan fühlt sich auf für ihn unerträgliche Weise bedrängt von der Motivation, die die Menschen kommen lässt: Sie sind im Grunde nicht an seiner Lyrik interessiert sind. Er begreift, dass er auch hier nicht dazugehören kann, dass die Fremdheit seine Heimat ist und es wird ihm schmerzhaft klar, dass es eine unüberbrückbare Kluft zwischen ihm und allen anderen gibt.[47] Am Tag darauf, dem 16. Oktober, bricht Celan seine Reise ab und fliegt nach Paris zurück.

Die Reise nach Israel erhält dennoch eine besondere Bedeutung: Sie lässt Celan aufleben, ihn zeitweilig besonders glücklich sein. Nicht zuletzt auch dadurch, dass sie an eine ganz besondere Begegnung geknüpft ist. Er trifft in Israel Ilana Shmueli wieder[48], mit der er die meiste Zeit in Jerusalem verbringt. Zwischen ihnen entsteht eine Liebesbeziehung ganz besonderer Art: Sie bauen eine sehr intensive, private Verbindung auf. Beide scheinen von dieser Art der Bindung, deren Basis ein sehr großes Vertrauen ist, überrascht zu sein.[49]

Im Zeitraum nach der Israel-Reise setzt eine letzte große Schaffensphase ein. Es entstehen mehrere Gedichte, die mit den Erfahrungen in Israel unmittelbar zusammenhängen.[50] Zeitgleich hält Paul Celan regen Briefkontakt zu Ilana Shmueli, dem er die meisten der entstehenden Gedichte beilegt. Viele der Gedichte, die in der Zeit nach der Reise entstehen sind Ilana Shmueli gewidmet und können auch auf die Beziehung zwischen ihr und Celan bezogen werden, weil in ihnen verschiedene Deutungsmöglichkeiten angelegt sind.

Diese biographischen Erlebnisse prägen Celan dauerhaft und sind für das Verständnis des Briefwechsels unerlässlich. Ohne die Hintergründe zu kennen ist beispielsweise das Ringen Celans mit seiner eigenen Persönlichkeit, nicht zu verstehen. Auch sein Zurückgeworfen-Werden und die sehr eigene Perspektive auf Wirklichkeit lässt sich ohne die vorangegangenen Ereignisse nicht angemessen begreifen.[51]

3. Der Briefwechsel mit Ilana Shmueli

Der Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli findet vor dem Hintergrund der beschriebenen Ereignisse statt, an dessen Anfangspunkt ein persönliches Wiedersehen steht. Paul Celan und Ilana Shmueli treffen sich zufällig bereits im September 1965 in Paris nach 21 Jahren wieder. Es ist „ein gutes Wiedersehen“[52], bei dem Paul Celan Ilana Shmueli die ganze Nacht durch Paris, dessen „Boulevards, die schönen Plätze, […] zu seinen geliebten Contrescarpe-Bistros, boîtes de nuit und schließlich Les Halles“[53] führt. Sie führen sehr intensive Gespräche deren Inhalt Ilanas Israel und ihr Hebräisch sind, auf die sie beide stolz ist. Sie sind ihre Heimat und Existenz. Zum Inhalt werden aber auch die Gedichte, Bücher und das Leben Paul Celans in Paris sowie seine „Kämpfe in Deutschland“[54]. Beide stehen dadurch vor dem unbegreiflich schrecklichen Ereignissen des Krieges („dem ‚was war’“[55]), werden von der Vergangenheit in der Gegenwart wieder eingeholt.

Als sie merken, dass ihnen der Gesprächsstoff ausgeht, sie einsilbig werden, trennen sie sich. Bei diesem Abschied gibt Ilana Shmueli Paul Celan das Versprechen, ihm Jerusalem zu zeigen.[56] Schon hier deutet sich zweierlei an: Zum einen die unglaubliche Nähe, die während des Aufenthaltes in Israel zu Ilana Shmueli erst ganz zum Vorschein kommen soll, zum anderen auch die Kluft, die durch Celans sehr eigene Perspektive der Dinge immer wieder auch zu Missverständnissen zwischen ihnen führt.

Bereits 1967 erhält Paul Celan eine Karte, mit der Ilana Shmueli ihr Versprechen, ihm Jerusalem zeigen zu wollen, erneuert. Es gibt demnach auch schon vor Paul Celans Reise nach Israel Kontaktversuche. Das beweist auch ein nicht abgesendeter Brief von ihm aus dem Jahr 1968, den Ilana Shmueli nach dessen Tod von seiner Frau Gisèle Celan-Lestrange erhält.[57]

Der intensive Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli setzt jedoch erst nach seinem Besuch in Israel ein. Er erstreckt sich über einen Zeitraum von etwas mehr als einem halben Jahr, von Oktober 1969 bis April 1970. Die Korrespondenz ist geprägt durch gegenseitiges Vertrauen und gibt Celan zeitweilig den Halt[58], den er ununterbrochen sucht, den er für das Überstehen der Regentage[59] benötigt.

Die Briefe zeigen sehr eindrücklich, wie Paul Celan auch immer wieder um sein „Stehen“[60] kämpft, um sein Anwesend-Sein in der Gegenwart. Sie lassen sein Ringen mit dem Zurückgeworfen-Sein und Zurückgeworfen-Werden in der Zeit wie auch auf seine Krankheit erkennen. Zunehmend wird auch die Beschädigung Celans Psyche thematisiert und die Unwegbarkeiten, die sich im Alltagsleben daraus ergeben: Sein dichterisches Schaffen wird durch Medikamente beeinträchtigt, die seine geistige Aktivität schmälern, an einigen Tagen sogar verhindern. Gleichzeitig haben sie Nebenwirkungen, die auch für die berufliche Tätigkeit an der ENS hinderlich sind.[61]

Der Briefwechsel endet mit der Bitte, seine Gedichte zu lesen, um ihn dadurch gegenwärtig zu machen, seine Anwesenheit zu vergegenständlichen, was unmissverständlich auf seinen Tod vorausdeutet.[62] Es ist in den letzten Wochen Celans so, dass ihn gute Tage nur von einem auf den anderen retten können, der kommende Tag kann dann schon so voller „Regen“ sein, bzw. ein totales Down[63], das alles andere nichtig wird und Paul Celan jeglichen Halt verliert. Nichts kann ihn auf Dauer in der Zeit und der Gegenwart halten, „Stand“ geben: Paul Celan geht im April 1970 – wahrscheinlich in der Nacht vom 19. auf den 20. April[64] – in den Freitod: Seine Leiche wird am 01. Mai aus der Seine bei „Courbevoie, zehn Kilometer flußabwärts von Paris“[65], geborgen.

4. Themen und Aspekte des Judentums innerhalb des Briefwechsels Paul Celan – Ilana Shmueli

Der Briefwechsel Paul Celan – Ilana Shmueli enthält zahlreiche Hinweise auf das Judentum, es stellt eine Selbstverständlichkeit dar[66] und ist im Briefwechsel, wie auch in Celans Gedichten, impliziert. Speziell in den Gedichten, die sich im Briefwechsel befinden wird auf das Judentum Bezug genommen. Eine besondere Rolle spielt dabei die politische Manifestation Israels, mit der sich das Bangen um Israel und auch das Judentum verbindet. Denn Israel ist Heimat für zahlreiche Überlebende der Schoah und Sinnbild für ein Festhalten an der Menschlichkeit.

Die Hinweise Celans auf das Judentum wie auch die Verbindung mit verschiedenen Aspekten und bestimmten Themen, z.B. politischen Ereignissen oder persönlichen Erfahrungen, nehmen aber nie einen eindeutigen Standpunkt ein. Auch hier ist wieder die eingeschriebene Mehrdeutigkeit immanent. Celan greift verschiedene jüdische Traditionen auf und nimmt sogar Bezug zur Bibel, er ist sich seiner jüdischen Wurzeln bewusst und steht in und zu ihnen. Die Hinwendung Celans zum Judentum geschieht innerhalb von zwei gegensätzlichen Extremen: Dem „Verblassen oder Entschwinden Gottes“[67], der nach der Schoah nicht mehr anwesend ist und dem Erscheinen Gottes, der sich in „endlichen Fragmenten, im Vorläufigen und Ephemeren“, „im Nebensächlichen, im Unerwarteten und Unscheinbaren“ dem Menschen offenbart.[68] Celans Judentum liegt genau zwischen diesen beiden Extremen: Es mündet weder in eine gänzliche Absage an Glauben und Religion, wird jedoch auch nie zu einem dezidierten Glaubensbekenntnis.[69] Seine Hinweise bleiben ambivalent, schließen das Ja und Nein gleichwertig ein und entsprechen somit dem Entwurf seiner Poetik, die um das hervorholen der Wahrheit bemüht ist, dabei aber nicht eine bestimmte allein gültige Deutung vorgeben kann, sondern immer nur ein Hinweis auf Wirklichkeit ist, die sich durch den Leser konzipiert.[70] Charakteristisch ist in Celans Gedichten und auch im Briefwechsel eine hadernde Hiobs-Haltung[71], die nach dem Ereignis der Schoah im Judentum keine Verheißung Gottes sehen kann, sie aber dennoch als Möglichkeit zur Kenntnis nimmt.

Innerhalb des Briefwechsels gibt es zahlreiche unterschiedliche Themen, mit denen Celan das Judentum verknüpft. Sie sollen im Folgenden näher dargestellt werden.

4.1 Hinweise auf das Judentum durch Symbole, Anspielungen und verschlüsselte Hinweise

Besonders charakteristisch ist für den Briefwechsel, was auch generell für Paul Celan gilt: Es wird nicht direkt auf das Judentum rekurriert. Es taucht in verschlüsselten Hinweisen auf seine jüdische Lektüre auf, manchmal nur durch ein einziges Wort angezeigt oder durch verwandte Wendungen zum jeweiligen Autor. Ein gutes Beispiel dafür ist das Gedicht „Mandelnde“, das Celan in Brief 7 an Ilana Shmueli schickt. Es beinhaltet gleich zwei Hinweise auf das Judentum. Zum einen auf ein Lied des jüdischen Autors Chaim Nachmann Bialik und zum anderen auf die Ha Tikva, der heutigen Nationalhymne des Staates Israel. Der erstgenannte Bezug durch das Wort Hachnissini ist eindeutig und klar. Das Gedicht ruft das Lied Bialiks auf, das mit diesem Wort beginnt. Das hebräische Wort am Gedichtende, das wörtlich „nimm mich in dich auf“ bedeutet[72], ist damit kein Schluss, sondern bildet selbst wieder einen Anfang und verweist auf jüdische Tradition.

Die Aufnahme der israelischen Nationalhymne findet indirekt statt, sie wird durch die hoffnungsvollen Verse „war noch nicht/ entäugt,/ noch unverdornt im Gestirn/ des Lieds, das beginnt:/ Hachnissini.“ wachgerufen. Die Mandelnde, die nur halbsprach stehen bei Paul Celan für Israel, bzw. Jerusalem[73], das sich noch im Entstehen befindet, dessen Formen noch richtig ausgebildet werden müssen. Durch die Wendung des noch nicht entäugt Seins wird Hoffnung wachgerufen, auf eine Menschlichkeit und Gegenwart, die Heimat bietet. Diese Hoffnung ist in der Nationalhymne Israels inbegriffen. Das sagt schon der die Überschrift derselben – Ha Tikva, was übersetzt „Hoffnung“ bedeutet. Auch der Text spricht von Heimat, Hoffnung und dem Angekommensein eines Volkes, das über Zweitausend Jahre in der Fremde leben musste.[74] „Das Auge, das nach Zion blickt – Celan nimmt mit dem Gedicht Mandelnde diese Blickrichtung nach Zion, nach Jerusalem ein, und bekennt sich dichterisch zur Hoffnung auf das verheißene Land […].“[75] Es bleibt unklar, ob das angesprochene Du im Gedicht noch nicht entäugt ist, oder ob mit dieser Wendung das redende Ich gemeint ist. Festhalten lässt sich dennoch die Aufnahme des Judentums und seiner Traditionen in diesem Gedicht, das mit dem jüdischen Volk und seinem Land verbunden wird. Im Briefwechsel wird auf mehrere jüdische Autoren, deren Schriften Paul Celan gelesen hat, Bezug genommen. Ihre Ideen werden indirekt aufgenommen, was im Folgenden näher ausgeführt werden soll.

4.1.1 Bezug zu Martin Buber: Geheimnis der Begegnung und Identitätsvergewisserung

Ein Beispiel für den Bezug auf jüdische Schriften, Traditionen und Autoren ist das Bild des einkehrenden, heimkehrenden Ichs zum Du über sich selbst, das eindeutig auf Martin Buber hinweist.[76] Buber konstatiert die Errichtung des Ichs, die Herausbildung einer Identität, allein in der Begegnung mit dem Du, die dazu führt, dass vom Ich die Gegensätzlichkeit im Du erkannt wird. Erst dadurch ist es für das Ich möglich sich selbst in seiner Polarität wahrzunehmen und daran anschließend seine eigene Persönlichkeit zu konstatieren.[77]

Buber schließt aus dieser Annahme auch, dass der Mensch im Allgemeinen nur in der Erfahrung des Gegensätzlichen, des Anderen, seine eigenen Standpunkte erkennen kann, sozusagen „Polarität als Grundmoment und Movens“[78] der menschlichen Existenz. Diese Haltung findet sich in vielen der Briefe zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli. Das belegen Ausdrücke, wie „Dein guter Zu-mir-Brief“[79], „Du bist mit mir, so in mir, dass ich gar keine richtige Anrede für Dich bereit habe, es ist fast, als sollte ich mich selbst anreden.“[80], „Über dich trag ich dich zu mir.“[81]. Es zeigt sich darin ein Ich, das sich seiner Selbst nur durch die Begegnung mit dem andersartigen, gegensätzlichen Gegenüber vergewissern kann. Die eigene Identität bildet sich erst durch das Zusammentreffen mit Anderen heraus, kann erst durch das Kennenlernen der anderen Identität begriffen, erkannt werden. Ilana Shmueli selbst schreibt innerhalb des Briefwechsels darüber, dass sie erst durch die Begegnung mit Paul Celan wirklich angefangen habe zu leben. Sie schreibt wörtlich: „[…] es sind mindestens vier Welten oder mehr, in denen ich versuche zu leben, Brücken zu schlagen, Zusammenhänge zu finden – – und dann endlich Du, durch Dich, fast für Dich gelang mir plötzlich so vieles – vor Allem das Lebendigsein.“[82] Durch die Begegnung mit dem anderen Ich, durch die Erkenntnis in den Gegensätzen zweier Individuen wird ein Leben überhaupt erst möglich:

„Ich wache auf und denke und fühle Dich, ich schlafe ein und denke und fühle Dich, der Tag geht vor sich mit Arbeit und Wirklichkeiten die mich in Anspruch nehmen, und ich denke und fühle Dich, jeden Moment bei jeder Beschäftigung, immer bist Du da. Ich glaube es war schon Jahre und Jahre so, sicher nicht mit dieser Kraft und mit dieser Notwendigkeit – aber es war da irgendwie latent, am Rande des Bewusstseins. Jetzt ist es Mitte, eine Mitte ein Kern, von woher alles andere erst möglich ist. Das Andere, es ist möglich – ich kann leben, und lebe mit dem Schmerz, mit der Sehnsucht.“

Ilana Shmueli beschreibt hier ihre Erfahrung der Liebe. Zugleich ist Liebe, aber auch das Sich-Selbst-Erkennen im Anderen, was eine existentielle Notwendigkeit ist. Ilana Shmueli nennt dieses sich Selbstvergewissern „brauchen“: „Ich brauche Dich – und brauche Dich sehr – u. Dein mich brauchen ist für mich ein grosser Segen – Weil brauchen und gebraucht werden das elementarste u. vielleicht wesentlichste u. schönste ist was einem geschehen kann, wenn man endlich bereit dafür ist. [Sic!]“[83] Auch Celan kennt diese lebensbringende Kraft der Selbstvergewisserung, dem Erkennen des eigenen Ichs im Anderen, wenn er schreibt: „Von Deinen Briefen lebe ich ja, laß sie nicht ungeschrieben.“[84]

[...]


[1] Paul Celan, Brief an Hans Bender. 18. Mai 1960. In: Celan, ³1994. S. 32.

[2] Paul Celan, Ansprache anlässlich der Entgegennahme des Literaturpreises der Freien Hansestadt Bremen. In: Ebd. S. 39.

[3] Emmerich, 32001. S. 27.

[4] Vgl. Chalfen, 1983. S. 36.: „Pauls Vater übte im Hause strenge Zucht. Er war kein gütiger Mensch, er stellte hohe Ansprüche an seinen Sohn, bestrafte ihn, schlug ihn oft für jedes kleine kindliche Vergehen. […] Paul war ein sehr empfindsames Kind und litt wohl sehr unter der väterlichen Strenge.“ Chalfen zitiert hier Emma Lustig, eine Cousine Celans zweiten Grades.

[5] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 28.

[6] Vgl. Chalfen, 1983. S. 14 – 15.

[7] Vgl. Günzel, 1995. S. 14.

[8] Vgl. Ebd. S. 13 – 14.: Günzel weist hier darauf hin, dass es in Czernowitz nie ein Ghetto gegeben hat. Die Juden leben in der ganzen Stadt verteilt und werden sogar durch den Kaiser der österreichisch-ungarischen Monarchie den anderen Bürgern gänzlich gleichgestellt.

[9] Shmueli, Ilana, Nachwort. In: Shmueli/Sparr, 2004. S. 157.: „Jüdische Tradition verwässerte allmählich, und die neuen Werte, Ideen und das neu erworbene Wissen entbehrten oft wahrer Grundlage. Es fehlte an Orientierung. Schon als Kind ahnte ich irgendwie, daß unsere Welt damals keinen Halt hatte, daß ein Bruch kommen musste. Doch es gärte in vielen von uns eine wahre geistige Lebendigkeit und Kreativität. [Sic!]“ Vgl. auch: Günzel, 1995. S. 12, 30.

[10] Emmerich, ³2001. S. 35. Emmerich berichtet an dieser Stelle über die Mitarbeit Celans an der Herausgabe einer „roten“ Schülerzeitschrift in rumänischer Sprache. Zusätzlich dazu weist er darauf hin, dass Celan sich einer illegalen kommunistischen Jugendorgandisation angeschlossen hatte, was seine Eltern jedoch nicht wussten.

[11] Vgl. Shmueli, Ilana, Nachwort. In: Shmueli/Sparr, 2004. S. 157 – 158.

[12] Celan erlernt vier Sprachen: Rumänisch, Französisch, Latein und Englisch. Als die Rote Armee die Bukowina besetzt kommt noch Russisch hinzu.

[13] Celan liest viel und zudem beschäftigt er sich in Lesezirkeln mit Literatur. Er führt in sie ein, oder zitiert begeistert Gedichte. Vgl. Emmerich, ³2001. S. 34.

[14] Vgl. Shmueli, Ilana, Nachwort. In: Shmueli/Sparr, 2004. S. 161. Ilana Shmueli berichtet hier, wie schwer der Verlust der Eltern für Paul Celan ist: „Die Welt seines Geborgenseins zerbrach: die Welt seiner Mutter und auch seiner Tanten, die ihn mit Wärme und Fürsorge, unendlicher Liebe und grenzenlosen Erwartungen umgab.“ Die spätere Arbeit im Arbeitslager ist eine schwere Last für Paul Celan und er verändert sich während dieser Zeit massiv: Paul Celan ist einsilbig, verdüstert und wortkarg, einen blasse, ernste El-Greco-Gestalt. Vgl. dazu: Shmueli, Ilana, Nachwort. In: Ebd. S. 161. Emmerich, ³2001. S. 44. Vgl. zusätzlich: Emmerich, ³2001. S. 47.: Emmerich weist hier darauf hin, dass Celan sich sein gesamtes Leben über schuldig fühlt, an Stelle seiner Eltern überlebt zu haben.

[15] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 56 – 57.

[16] Vgl. Ebd. S. 59 – 63.

[17] Aus Paul Antschel wird nun Paul Ancel. Das ist die rumänische Schreibweise seines Namens. Vgl. Emmerich, 32001. S. 58.: „Binnen kurzem übersetzte Antschel umfangreiche Prosatexte von Rang aus dem Russischen ins Rumänische: Michail Lermontows ‚Ein Held unserer Zeit’ und mehrere Erzählungen von Anton Tschechow. Beide erschienen noch 1946, als erste Veröffentlichungen des Autors überhaupt, unter dem jetzt rumänisierten Namen ‚Ancel’.“

[18] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 63.: Besondere Beachtung finden rumänische Dichter und führende rumänische Surrealisten sowie die französischen Vorbilder der letztgenannten.

[19] Vgl. Emmerich, 32001. S. 68 – 69.: Die Kulturpolitik zensiert die Autoren und entscheidet, was erscheinen darf. Paul Ancel findet wenig Gefallen bei den Zensoren, weil er entscheidend durch den Surrealismus beeinflusst ist. Er feiert zwar zwei literarische Erfolge – erstmals erscheinen eigene Gedichte in Zeitschriften unter dem neuen Namen Paul Celan, – die Bedingungen sind jedoch sehr ungünstig. Vgl. dazu auch: Emmerich, 32001. S. 66.: „Über eine Änderung seines, zumal in der deutschen Schreibweise, wenig elegant klingenden Familiennamens zu Zwecken der Publikation hatte Ancel schon länger nachgedacht. Eine Art Vorbild mag die Umbenennung von Friedrich Gundelfinger in Gundolf gewesen sein. Die gute Idee des Anagramms ‚Celan’ kam schließlich von Alfred Margul-Sperbers Frau Jessika (Jetty), und der angehende Autor nahm sie gern auf. [Sic!]“ Vgl. dazu weiter: Silbermann, 1987. S. 440.

[20] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 69.: „Angesichts der hohen Zahl von Flüchtlingen – allein in den Monaten November und Dezember 1947 trafen 3200 überwiegend rumänische Juden in Wien ein – machten die rumänischen Behörden systematisch Jagd auf sie. Viele wurden beim Versuch, die Grenze nach Ungarn zu überschreiten, verhaftet oder erschossen.“ Emmerich beruft sich hier auf Thomas Albrich: Exodus durch Österreich. Die jüdischen Flüchtlinge 1945 – 1948. Insbruck, 1987. S. 153.

[21] Paul Celan muss alle seine Habe in Bukarest zurücklassen.

[22] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 71, 82.

[23] Ebd. S. 82.

[24] Am 23. Dezember 1952 heiratet Celan die Malerin und Graphikerin Gisèle de Lestrange. Trotz vollkommen unterschiedlicher Lebensläufe gelingt es ihnen, eine „zutiefst liebevolle, in der wechselseitigen künstlerischen Inspiration fruchtbare Beziehung“ (Emmerich, 32001. S. 90.) aufzubauen.

[25] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 93. Der Gedichtband „Mohn und Gedächtnis“ enthält auch die „Todesfuge“, die in der folgenden Rezeption eine herausragende und sehr ambivalente Rolle spielt. „Celans Gedichte, allen voran die Todesfuge, wurden zumeist aus einer fatalen Perspektive gelesen […]: als ästhetische ‚Bewältigung’ und ‚Überwindung’ der Greuel von Auschwitz, mit der man sich, auch als Deutscher aus der Tätergeneration, identifizieren konnte, was am Ende sogar noch einen Genuß dieses Gedichts möglich machte. [Sic!]“ Ebd. S. 94.

[26] Vgl. Ebd. S. 96, 99 – 100.: Celan verbietet den Druck der „Todesfuge“ in Schulbüchern und zusätzlich ändert er die Sprache seiner Gedichte radikal, weil er sich und auch seine Gedichte vor einer Instrumentalisierung durch die Deutschen schützen will. Er entwickelt eine eigene Poetik, die um die Darstellung der Wahrheit bemüht ist. Das Ideal des schönen Gedichtes verwirft er, stattdessen soll das Schreckliche in die Lyrik Eingang finden, wobei es behutsam aufgenommen und fühlend nachvollzogen wird. Die Gedichte tragen dadurch mehrere Bedeutungen in sich, es entsteht eine Gleichzeitigkeit von Ja und Nein.

[27] Dies mag auch an Celans Persönlichkeit liegen. Vgl. Ebd. S. 103.: „Paul Celan trug mehr als alle von jeher verletzlichen Künstler ‚einen Cordon sanitaire aus Distanz […] fassbar als immerwährende Höflichkeit und sibyllinisches Lächeln.’“ Es ist dadurch nahezu unmöglich, an Celans Persönlichkeit wirklich teilzuhaben.

[28] Vgl. Ebd. S. 100, 102.

[29] Vgl. Ebd. S. 106.: „Gleich nach der Staatsgründung 1949 wurde ein Straffreiheitsgesetz für Nazitäter erlassen, und 1950 wurde das Entnazifizierungsprogramm der Alliierten für beendet erklärt. 1951 durften per Gesetz Tausende von ‚Staatsdienern’ – Richter, Staatsanwälte, Polizisten, Wehrmachtsoffiziere, Verwaltungsbeamte, Lehrer, Professoren – wieder in den öffentlichen Dienst zurückkehren. Dementsprechend waren Rechtsprechung, Verwaltung und Bildung noch für zwei Jahrzehnte Bundesrepublik orientiert: die Nazivergangenheit beschwichtigend und verdrängend. [Sic!]“

[30] Vgl. Ebd. S. 106.

[31] Ebd. S. 105.

[32] Claire Goll erhebt den Vorwurf, Celan habe Metaphern und ganze Gedichte ihres Mannes als seine eigenen ausgegeben. Die Kampagne Claire Golls erreicht hiermit ihren Höhepunkt. Bereits seit 1953 schickte Claire Goll immer wieder Vervielfältigungen von Briefen an Kritiker, Verlage und Rundfunkredaktionen. Ab 1956 kommen sogar anonyme Briefe hinzu. Vgl. Emmerich, ³2001. S. 114, 115.

[33] Vgl. Ebd. S. 117.: „Daß auch Celans jüdische Identität angegriffen wurde, war schon in Claire Golls schlimmer Rede angelegt, er wisse ‚seine traurige Legende[!]’ von der Ermordung seiner Eltern, ‚so tragisch zu erzählen’. [Sic!]“

[34] Ebd. S. 116.

[35] Er leidet an schweren Depressionen und wird deswegen im Dezember '62 in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, in der er bis Januar '63 bleibt.

[36] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 137.: Elektroschocks und starke Psychopharmaka spielen eine grundlegende Rolle.

[37] Das dichterische Schaffen Celans ist durch die starken Medikamente oft unmöglich, weil sie sein Denkvermögen vermindern. In den Momenten, in denen er nicht zu stark beeinträchtigt ist, ist er verstärkt künstlerisch tätig.

[38] Paul Celan wird 1962/63 in die Akademie der Künste von West-Berlin gewählt, erhält 1964 den Großen Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und hat ein Angebot für ein Gastlektorat für deutsche Literatur im Fischer Verlag zum Jahreswechsel 1964/65. Vgl. Emmerich, 32001. S. 123.

[39] Vgl. Ebd. S. 109.

[40] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 109.

[41] Vgl. Shmueli, 2000. S. 23.: „Er ging der Unerfüllbarkeit seiner Wünsche, die er an diese Reise knüpfte, mit offenen Augen entgegen. Er wusste um die Abgründe, er wusste um die Unmöglichkeit, ‚sich Heimat beizubringen’, denn ‚Fremde’ und ‚Heimat’ waren für ihn nicht mehr trennbar; und doch kam er mit der absurden Erwartung, diese Unmöglichkeiten, wenn auch nur für Augenblicke, möglich zu machen. Es war ein ‚Trotzdem’, es war eine ‚Atemwende’, es war ein ‚Schritt’.“ Vgl. auch Shmueli, Ilana, Nachwort. In: Shmueli/Sparr, 2004. S. 168.: „In Israel hoffte er etwas Rückhalt und Sicherheit zu finden, die er so brauchte. In gewissem Sinn fand er sie auch. Jedoch, auch hier im ‚Judenland’ (wie er es manchmal nannte), in dem Land, nach dem er suchte, hatte Celan Schwierigkeiten. Er konnte die Enge, das allzu familiäre, oft provinzielle und indiskrete Verhalten im Alltag nur schwer ertragen.“

[42] Vgl. Shmueli, 2000. S. 23.

[43] Celan sieht viele alte Freunde wieder, trifft Verwandte, die er sehr lange – manche seit dem Krieg – nicht gesehen hat.

[44] Emmerich, 32001. S. 154. Koelle, 1997. S. 250. Beide zitieren aus: Shmueli, Ilana, Denk dir. Paul Celan in Jerusalem. S. 17. In: Jüdischer Almanach 1995. Hg. von Jakob Hessing. Frankfurt am Main, 1994. S. 9 – 36.

[45] Vgl. Emmerich, 32001. S. 154.

[46] Emmerich, ³2001. S. 154.

[47] Ebd.: „Die fordernde Hautnähe der alten Freunde, das Bekannte und nicht mehr Bekannte, die Pseudointimität, wohlwollendes Miß- und Unverständnis engten ihn ein. Er las, nach dreißig Jahren, vom ‚Damals’ umringt, und es war größte Einsamkeit in ihm. Hier wurde ihm überklar, was ihm ja ohnehin längst klar war in seinem Leben: die unbezwingbare Fremdheit, die sein Schicksal war. […] er machte sich zur Waise, auch hier. – Er wußte, daß er auch hier nicht dazugehören durfte, und es traf ihn aufs schmerzlichste, fast flüchtete er. [Sic!]“ Emmerich zitiert aus: Shmueli, Ilana, Denk dir. Paul Celan in Jerusalem. S. 18. In: Jüdischer Almanach 1995. Hg. von Jakob Hessing. Frankfurt am Main, 1994. S. 9 – 36.

[48] Sie ist seine vier Jahre jüngere Jugendfreundin, beide kennen sich aus Czernowitz.

[49] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 155.

[50] Vgl. Ebd.

[51] Vgl. Shmueli/Sparr, 2004. Brief 107. S. 114 – 116, besonders Seite 115/116. Paul Celan berichtet über einen Postbeamten, der ihn verächtlich anschaut, weil er Kontakte nach Israel hält und ihn auf Grund seiner Zugehörigkeit zu den Juden hasst.: „[…] Und heute, als ich den Brief an Dich aufgab, es war derselbe Beamte, und er den Bestimmungsort, das Bestimmungsland vom Kuvert ablas, richtete er einen Blick auf mich, wie ich ihn aus meiner Jugend in Cz. kenne: er musterte mich, suchte mein Gesicht ab nach jüdischen Zügen, fand sie, und ‚haßte mich an’, nur mit den Augen, unmißverständlich. – Sag nicht, daß ich spinne, Ilana, man kann das natürlich genauer, überzeugender beschreiben, Du darfst mir glauben, daß ich nicht imaginiere. Dann frankierte er den Brief und quetschte ihn irgendwo hinein. Warum diese lange Erzählung, Ilana? Aber wozu diese Frage, – Du weißt ja, worum es geht, auch bei dieser stummen Winzigkeit. [Sic!]“

[52] Shmueli, 2000. S. 20.

[53] Ebd.

[54] Ebd.: Diese Kämpfe meinen nicht nur die Anschuldigungen, die mit dem Plagiatsvorwurf von der deutschen Presse kommen, sondern auch Celans persönlichste, individuelle Veränderung, wenn er die Grenze nach Deutschland für seine Lese- und Besuchsreisen überschreitet. Dann vollzieht sich bei ihm automatisch ein Wandel in seinem Verhalten: Er ist angespannt und nervös.

[55] Ebd.

[56] Vgl. Ebd.

[57] Vgl. Shmueli/Sparr, 2004. Anmerkungen zu Brief 3. S. 188.

[58] Vgl. Shmueli/Sparr, 2004. Brief 17. S. 26.: „Deine Briefe: sie sind so wahr, so gerade, sie könnten nicht wahrer und besser sein. Ich brauche sie, ich brauche Dich, wie Du bist –“. Brief 72. S. 81 – 82.: „Deine guten Briefe, Ilana: wenn sie kommen, heben sie mich aus mir heraus, in ein wirkliches Stück Welt – das mich allerdings dann wieder entläßt, zurück ins Unerträgliche. [Sic!]“ Brief 29. S. 41.: „Du holst mich in die Dauer zurück, Ilana, mit deinen Briefen.“

[59] Vgl. Ebd. Brief 13. S. 20.: „Die schlechten Tage, nimm sie wenn sie kommen, als ein Recht, nimm sie wie Regen. Du weisst, dass sie irgend wie vorübergehen müssen, sie sind ja so oft schon vorübergegangen u. Du konntest plötzlich wieder weiter – und bist sogar bis hierher gekommen. [Sic!]“ Vgl. auch Brief 29 (S. 41) und 49 (S. 63) von Paul Celan.

[60] Dieses Stehen ist eines der Schlüsselwörter in diesem Briefwechsel. Es trägt die Bedeutung der Standhaftigkeit, der Verwurzelung in der Gegenwart und auch des Entgegenstehens Paul Celans gegen die Vorwürfe, die Diffamierungen sowie gegen seine eigene Krankheit. Es bildet die Verankerung in der Gegenwart und im Leben.

[61] Vgl. Shmueli/Sparr, 2004. Brief 35. S. 49.: „Ich fühle, ich weiß, daß die Kräfte, die ich in Jerusalem hatte, geschwunden sind. Werden sie wiederkommen, ist es eine vorübergehende Nebenwirkung eines Medikaments, das ich zur Stärkung meines Gedächtnisses nehme? [Sic!]“ Brief 89. S. 96.: „Beim Unterrichten habe ich Schwierigkeiten, es ist, von einem neuen Medikament wohl, eine starke Unruhe in mir, Du liest sie wohl an meiner Schrift ab.“ Brief 99. S. 106.: „Verzeih diesen dummen, gereizten Brief von vorgestern – mach ihn weg. Möglicherweise ist es das neue Medikament, das mein Arzt mir zur Stimulierung meines Gedächtnisses verschrieben hat, auf das ich meine Gereiztheit zurückzuführen habe.“ Ebd.: „In zwei Stunden muß ich unterrichten – aber mein Kopf ist voller Nebel. [Sic!]“ Vgl. auch Brief 102. S. 109.

[62] Vgl. Ebd. Brief 130. S. 140.: „Du weißt, was meine Gedichte sind – lies sie, das spüre ich dann.“

[63] Vgl. Ebd. Brief 49. S. 63.: „[…] denn es sind nun wieder, mit Deinen Worten, die Regentage – mit meinen: ein fast totales Down, die fast totale Leere, kein Denken, kein Fühlen, kein Schreiben.“

[64] Vgl. Emmerich, 32001. S. 166.

[65] Vgl. Emmerich, ³2001. S. 166.

[66] Vgl. Shmueli/Sparr, 2004. Brief 88. S. 96.: Paul Celan betont hier die Selbstverständlichkeit seines Jude-Seins, das immer gegenwärtig ist. Vgl. dazu auch die Durchschrift des Briefes an Gershom Schocken. In: Shmueli/Sparr, 2004. Brief 83. S. 91.: „Shin Shalom war so freundlich, einen Gedanken zu zitieren, den ich im Gespräch mit ihm geäussert hatte – den Gedanken nämlich, dass für mich, zumal im Gedicht, das Jüdische mitunter nicht so sehr eine thematische als vielmehr eine pneumatische Angelegenheit sei. Nicht dass ich das Jüdische nicht auch thematisch artikuliert hätte: auch in dieser Gestalt ist es gegenwärtig, in wohl jedem meiner Gedichtbände; meine Gedichte implizieren mein Judentum. [Sic!]“

[67] Koelle, 1997. S. 375.

[68] Vgl. Ebd. S. 373.

[69] Vgl. Ebd. S. 376.

[70] Vgl. Emmerich, 32001. S. 95 – 96.

[71] Vgl. Ebd. S. 105.

[72] Vgl. Shmueli/Sparr, 2004. S. 190. Anmerkungen zu Brief 7. Vgl. auch: Koelle, 1997. S. 242 -243. Hier ist der gesamte Wortlaut des Liedes von Bialik abgedruckt.

[73] Vgl. Koelle, 1997. S. 241.

[74] Der Text der Nationalhymne Ha Tikva lautet übersetzt: Solange tief im Herzen/ Die Seele eines Juden sich sehnt,/ Und gen Osten/ Ein Auge blickt, nach Zion,/ Ist unsere Hoffnung nicht verloren,/ Die Hoffnung von zweitausend Jahren,/ Frei zu sein als Volk in unserem Land,/ Dem Land Zions und Jerusalems. In: Koelle, 1997. S. 241.

[75] Ebd.

[76] Vgl. Shmueli/Sparr, 2004. Brief 7. S. 13.: Diese Vorstellung wird im Gedicht „Es stand“ durch den Vers „ich stand/ in dir“ aufgenommen. Das Ich bestätigt sich im anderen und kehrt so zu sich selbst zurück. Vgl. Ebd. Brief 9. S. 16.: Die Wendung „über dich, Offene, trag ich dich zu mir“ entspricht auch der Vorstellung Bubers. Vgl. Ebd. Brief 32. S. 45.: Die Wendung „ich verliere dich an dich“ belegt ebenfalls eindrücklich die Aufnahme von Bubers Vorstellung in Celans Denken. Vgl. Koelle, 1997. S. 314.

[77] Vgl. Koelle, 1997. S. 314.

[78] Ebd.

[79] Shmueli/Sparr, 2004. Brief 9. S. 14.

[80] Ebd. Brief 24. S. 35.

[81] Ebd. Brief 7. S. 12.: Paul Celan nimmt diese Wendung später in dem Gedicht „Die Glut“ auf (Vgl. Anmerkung 100).

[82] Shmueli/Sparr, 2004. Brief 16. S. 25. Vgl. auch Brief 12, S. 19.: „Oder das wunderbare Gedicht und die Zeilen dazu, die mir langsam Sicherheit geben, und eine absurde Lebensfreude, die ich nur aus einer Ahnung heraus kannte, aber die mir als wahres Erlebnis fast fremd war, bis jetzt.“

[83] Ebd. Brief 37. S. 52 – 53.

[84] Ebd. Brief 55. S. 68.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten

Details

Titel
Der Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli: Die Darstellung und Bezugnahme zum Judentum innerhalb der Briefe und Gedichte
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Theologische Fakultät )
Veranstaltung
Religiöse Dimensionen deutsch-jüdischer Lyrik im Exil: Nelly Sachs und Paul Celan
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
57
Katalognummer
V82525
ISBN (eBook)
9783638887939
Dateigröße
679 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Briefwechsel, Paul, Celan, Ilana, Shmueli, Darstellung, Bezugnahme, Judentum, Briefe, Gedichte, Religiöse, Dimensionen, Lyrik, Exil, Nelly, Sachs
Arbeit zitieren
Beate Kienast (Autor), 2006, Der Briefwechsel zwischen Paul Celan und Ilana Shmueli: Die Darstellung und Bezugnahme zum Judentum innerhalb der Briefe und Gedichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82525

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