Chanson – Couplet – Song

Versuch einer semantischen Abgrenzung


Essay, 1993
21 Seiten

Leseprobe

CHANSON – COUPLET – SONG

Versuch einer semantischen Abgrenzung

Die drei eng verwandten Begriffe 'Chanson' [1], 'Couplet' [2] ‚ und 'Song' [3] wurden zu verschiedenen Zeiten, semantisch eingeengt, in die deutsche Sprache übernommen, jedoch so nachlässig [4] eingesetzt, dass es jetzt schwer fällt, sie auf dem Wortfeld "gesungenes Gedicht" sauber voneinander abzugrenzen. Es genügt deshalb nicht zu untersuchen, wie sie angewandt wurden und werden, sondern man muss auch feststellen, wie sie im Deutschen eingesetzt werden sollten, um semantisch sinnvoll und nicht redundant zu sein.

Herkunft und allgemein - semantische Beschaffenheit der Begriffe:

Die Begriffe 'Chanson' und 'Song' haben mit ihrer deutschen Entsprechung 'Lied' gemeinsam, dass sie in ihren Ursprungsländern sehr weitverbreitet und von allgemeiner Bedeutung (Lied in allen seinen Formen) sind und deshalb durch Komposita viele Sonderbedeutungen annehmen konnten (z. B. 'chanson populaire', - du cabaret artistique'; 'folk -', 'cabaret song' ebenso wie 'Volks-', 'Brettl-Lied etc.). Gesungen wurde schließlich überall und zu jeder Gelegenheit. Man kann auch sagen: Diese Begriffe gehören zu den "zeitlosen", die erst historisch oder lokal näher bestimmt werden müssen (z. B. 'chanson de toile', - de geste', '- funèbre, 'crusade -', 'heroic -', 'funeral song'; 'Kreuzzugs -', 'Helden -', 'Begräbnislied' etc.). Wenn derartige Begriffe in eine andere Sprache übernommen werden, dann zumeist in eingegrenztem Sinn: so 'das Chanson' im Deutschen mit verändertem Genus frz. 'La chanson') um die Jahrhundertwende hauptsächlich als "spritzig-pointiertes oder sentimentales Kabarettlied" [5], 'Song' im Deutschen seit etwa dem Ersten Weltkrieg [6] als "politisches oder sozialkritisches Lied", 'Couplet' im Deutschen bereits im vorigen Jahrhundert als "volkstümlich reflektierendes Refrainlied" und 'lied' [7] sowohl im Englischen wie auch im Französischen als "klass. - romant. Kunstlied nach deutschen Muster". Der Begriff 'Couplet' ('von lat. copula) unterscheidet sich von den anderen drei dadurch, dass er auf ein Strukturprinzip zielt (das "Verkoppeln" von Vorstrophe und Refrain), welches in all seinen Anwendungen nicht verloren ging. Zwar kann man Theatercouplets, die im Rahmen eines Stückes geboten werden, von Variété-Couplets unterscheiden, die selbständig vorgetragen wurden. Sprachstruktur und Gehalt haben aber bei Weitem nicht so viele Varianten wie Chanson und Song ausgebildet.

Ihr jetziger Gebrauch im Deutschen:

Nachdem sie sich einmal in einer anderen Sprache eingebürgert haben, können solche Begriffe in weiterem Sinne gebraucht, ja sogar zu Modebegriffen werden wie jetzt bei der jungen Generation 'Song') und dabei jegliche klare Kontur einbüßen. So gibt es jetzt neben denen des Kabaretts auch 'Operetten-, [8] Revue -, [9] Musical [10] - und Filmchansons' sowie solche, die völlig unabhängig von jedem Rahmen durch Schallplatten verbreitet werden.- Seit den Sechziger Jahren werden (z. T. nach amerikanischem Vorbild) von "Liedermachern" (nicht "Songmachern") [11] 'Folksongs', 'Protestsongs' und manches andere unter dem Namen 'Song' produziert, was ebenso gut schlicht 'Lied' genannt werden könnte.- Die Bühnenlieder von Brecht [12], die dieser "Songs" nannte, sind zumeist 'Moritaten' [13] mit sozialkritischem Gehalt [14]. - Andererseits werden amerikanische 'Pop Songs' von bleibender Anziehungskraft (wie die besten von Cole Porter) in Deutschland nicht "Lieder" oder "Schlager" [15] genannt, sondern eben "Songs" oder "Evergreens".

Und "Weihnachtssongs" oder "Schlafsongs" findet man auch im modernen Sprachgebrauch der Jugendlichen noch nicht. Die Begriffe 'Lied' und 'Song' sind also noch nicht beliebig auswechselbar. Der letztere hat offensichtlich eine Affinität zur modernen Unterhaltungsmusik, insofern diese von angloamerikanischen Vorbildern geprägt ist. Mit dem Wort 'Chanson' assoziiert man auch heute noch unklar eine anspruchsvollere, (möglicherweise wegen der frz. Herkunft des Wortes) elegante Darbietungsform, mit 'Song' dagegen einerseits "Volksverbundenheit" andererseits Sozialkritik.- Diese beiden letzten Assoziationen haften jedoch auch an dem Begriff 'Couplet', wenn auch auf ganz andere Weise, was eben die Schwierigkeit der Abgrenzung zeigt. Die Volksverbundenheit des 'Couplets' richtet sich auf das Bürgertum, welches zugleich das Publikum des Wiener und Berliner Volkstheaters [16] sowie der Music Halls [17] und Variétés [18] darstellte. Seiner Satire fehlte noch die politische Bewusstheit unserer Zeit, weshalb man sie als Gesellschaftskritik von einer mehr nach "links" ausgerichteten Sozialkritik unterscheiden sollte, wie sie den 'sozialistischen Song' seit der Weimarer Republik prägte.

Die Formen des sozialkritischen Chansons und Songs überschneiden sich natürlich, z. B. in Liedern von Kurt Tucholsky (1890-1935).[19] Hier scheint es sinnvoll, das Podium und den Rahmen, welche die Schallform mitbestimmen, mit in Betracht zu ziehen, Wenn Tucholskys "Rote Melodie" oder "Der Graben" in einem kleinen Raum, der intimen Publikumskontakt ermöglicht, mit differenziertem Ausdruck vorgetragen werden, können wir von einem "politischen" oder "sozialkritischen Chanson" sprechen. Im großen Saal dagegen, vor einer Arbeiterversammlung kämpferisch "geschmettert", klingt es wie ein "sozialistischer Song". Der Unterschied ist jedoch nur graduell. Beide, 'Chanson' und 'Song', werden weitaus "gestischer" [20] vorgetragen als z. B. das Volkslied, das Kunstlied oder der Schlager.

Es bleibt festzuhalten, dass in allen drei Fällen jeweils nur das Wort aus der Fremdsprache importiert wurde und nicht die Spezialbedeutung [21]. Das Wort 'Chanson' konnte zwar im Französischen bereits für die semantische Eingrenzung verwandt werden, wofür es dann im Deutschen reserviert Chanson-Couplet-Song wurde [22]. Es behielt dort jedoch seine viel weitere Bedeutung. Ebenso mag es im Englischen bereits hier und da sozialkritische Songs gegeben haben [23]. Das Wort war diesen jedoch nicht vorbehalten. Couplet' wurde und wird im Französischen gelegentlich im gleichen Sinne verwandt wie bei uns jedoch neben mehreren anderen Bedeutungen. Ebenso ist es mit unserem Begriff 'Lied', der für ein 'Küchenlied' ebenso eingesetzt werden kann wie für eines von Brahms, im Englischen und Französischen jedoch nicht. - Sowohl im Französischen wie im Deutschen wird der Begriff 'Chanson' manchmal auf Gedichte angewandt, die ohne Musikbegleitung im Kabarett vorgetragen werden [24]. Im Deutschen ist jedoch normalerweise ein Vortrag mit Musikbegleitung (Guitarre, Klavier oder kleines Orchester) gemeint. Das Adjektiv "literarisch" ('literarisches Chanson' ist jedoch eigentlich überflüssig, da der Begriff gewöhnlich mit Musik und Mimik vorgetragene (kurze) Literatur beinhaltet (Darbietungszeit durchschnittlich 4 Minuten).

Semantisches Feld von 'Chanson' im Französischen:

Die deutsche Spezialbedeutung von 'Chanson', welche einzig hier in Frage kommt, steht in einem Netz von verwandten Begriffen, die teilweise von ihren Entsprechungen im Französischen abgegrenzt werden müssen : Im Französischen sind für das, was wir mit 'Chanson' meinen, die Spezifizierungen 'chanson a texte', poétique', '- littéraire', ‚- du cabaret artistique' und 'couplet' gebräuchlich. Es gibt dort sowohl Gedichte, die vom Autor "Chanson" genannt wurden und dennoch nicht für den Vortrag mit Gesang bestimmt waren, als auch viele ohne diesen Titel, die zwar auch nur zum Lesen gedacht waren, jedoch später vertont wurden ("poèmes, mis-en chanson"). Chansonette heißt im Frz. "kleines Lied", im Deutschen jedoch die weibliche Vortragskünstlerin des Chansons, welche mehr singt (frz. chanteuse, männl. Entsprechung chanteur), während die Diseuse mehr spricht. Ein Chansonnier und eine Chansonniere sind die frz. und dt. Bezeichnungen für Kabarett oder Vaudeville-Sänger, im Frz. bedeuten sie jedoch zusätzlich "Verfasser von Chansons" (frz. auch auteur-interprête und poête-chansonnier oder auteur-compositeur-interprête [25], je nachdem ob er auch die Musik verfasst. Die Musikwissenschaft versteht unter Chansonnier Samm­lungen von weltlichen französischen Liedern. Die Bedeutung von chanson­ner im Frz. ist, Über jemanden ein humorvolles Chanson zu schreiben. Im Deutschen nennen wir den Verfasser der Worte häufig Texter, um nicht "Dichter' sagen zu müssen, was sich bei der Qualität der Texte häufig verbietet. Es ist bezeichnend, dass sowohl im Frz. wie im Dt. der Vortragskünstler als Interpret bezeichnet wird, weil seine Gestaltung zugleich eine Interpretation des Textes ist. Durch seinen Vortrag kreiert er überhaupt erst das Chanson in seiner einmaligen Verbindung von Text, Musik und Mimik.

[...]


[1)] Lit. zum 'Chanson' (alphabetisch) : Bierbaum, Julius : Deutsche Chansons (Vorwort) 1901 ; Brochon, Pierre La ch. sociale de Beranger a Brassens. Paris 1961; Gramm, Günter: 'Das Ch." in Neuphilol. Ztschr. 3. J. 1951 S. 326; Guilbert, Yvette: L'Art de chanter une Ch. Paris 1928; Haas, Walter: Das Schlagerbuch, Vom Minnesang zum Rock'n Roll. 1955: Henke, Matthias: Die großen Chansonniers und Liedermacher. (Bibliogr.) 1987; Herbert, Michael: La ch a Montmartre. Paris 1967; Hermelin, Christian: Les chanteurs que I’on dit poètes. Paris 1970; Hippen, Reinhard: Das Kabarett - Ch. Typen - Themen-Temperamente. 1986; Imbert, Charles: Geschichte des Chs. und der Operette. 1967; Martini, Fritz : "Ch." in: Reallex. d. dt. Litgesch. 2. Aufl., 1956, I, 20H7; Neef, Wilhelm : Das Ch. 1972; Pankiewicz, Annie : La ch francaise depuis 1945. München 1981 ; Riha, Karl : Moritat, Bänkelsang, Protestballade. Kabarett - Lyrik und engagiertes Lied in Deutschland. 2. Aufl. 1979; Rösler, Walter: Das Ch. im deutschen Kabarett 1901 - 1933. 1980; Ruttkowski, Wolfgang: "Reflexion über das lit. Ch." in: Neue Deutsche Hefte, Nr. 91, 1963 und in: Welt und Wort, Febr. 1963 ; -. Das lit. Ch. in Deutschland. (Bibliogr.) 1966; -. "Ch." in: Dictionnaire International des Termes Littêraires (Escarpit, Robert, cd.), prem. fascicule, München-Berne 1979, pp. 254-259; Schaeffers, Willi : "Was ist ein Ch. ?" in: Musik und Dichtung 1951, S. 326-31; Schatter, Reinhard: Die Geschichte des Chs. 1969; Schmidt, Felix: Das Ch., Herkunft, Entwicklung, Interpretation. 1968, NA 1982; Schulz-Koehn, Dietrich: Vive la ch. Kunst zwischen Show und Poesie. 1969; Vogel, Thomas: Das Ch. des Auteur - Compositeur. Interprete, Ein Beitrag zum französischen Ch. der Gegenwart 1981 ; Weinrich, Harald: "Interpretation eines Chs und seiner Gattung." in : Die Neueren Sprachen 1960, N. F., Heft 4, S. 153- 67(s. auch Lit. zu 'Kabarett').

[2)] Lit. zum 'Couplet': Hein, Jürgen: Das Wiener Volkstheater. 1978; --. "Zur Funktion der 'Musikalischen Einlagen’ in den Stücken des Wiener Volkstheaters." in: Jb. f. Intern. Germanistik, A, Bd. 15, 5986 ; Pichler, G.: "Nestroy und die Musik," in: Österr. Musik Zs. 6 (1951) 5. 325-327 ; Otto Rommel: Die Alt-Wiener Volkskomödie. 1952; Ruttkowski, Wolfgang : "Exkurs : Das C" in 1966, S. 25-36, 174-176; "C" in : Sach l exikon Popularmusik (Wicke, Peter und Ziegenrücker, Wieland Hg., 1987, 2. Aufl. 1989) S. 96-97. - Das Wiener Couplet wurde zuerst von J. B. Moser (eigentlich Müller, geb. 1799) seit den 30er Jahren des 19. Jhs. ausgebildet. (Siehe auch : 'Music-Hall', 'Vaudeville. 'Berliner und Wiener Volksstück, - theater'),

[3)] Lit. zum 'Song': Dümling, Albrecht : Lasst euch nicht verführen. Brecht und die Musik. 1985; Mayr, Rudolf: "Zwischen Moritat und S." in: Merkur, 3. J., H. 5 (1949) S. 15-18; Piscator, Erwin: Das politische Theater. 1929; Riha, Karl 1965 (s.o.) ; Ruttkowski, Wolfgang : "Der 'rote' S." in : 1966, S. 121-132; Schwaen, Kurt: "Die Stimme der unschlagbaren Klasse, Der S in unserer Zeit." D. 10333, 9. J. (1958) S. 436-438; Steinbiß, Florian: Deutsch - Folk. Auf der Suche nach der verlorenen Tradition. Die Wiederkehr des Volksliedes. 1982; "S“ in: Sach - Lexikon Popularmusik (Wicke, Peter und Ziegenrücker, Wieland Hg, 1987, 2. A. 1989) S. 362-363; Zimmermann, Hans-Dieter hg. Lechzend nach Tyrannenblut, Ballade, Bänkelsang und Song. Colloquium über das populäre und politische Lied. 1972. (Siehe auch 'Kabarett', 'Music-Hall', 'Revue', 'Vaudeville').

[4)] vergl. Coers, Andrea :"Song-Lied-Schlager-Chanson. Semantische Probleme." in: Muttersprache 89 (1979 208-226.

[5)] Lit. zum Kabarett in Budzinski, Klaus : Die Muse mit der scharfen Zunge. Vom Cabaret zum K. 1961; -. Pfeffer ins Getriebe. So ist und wurde das K. 1982; -. Das K. 100 Jahre literarische Zeitkritik gesprochen, gesungen, gespielt. 1985; Greul, Heinz: Bretter, die Zeit bedeuten. Die Kulturgeschichte des Ks. 2 Bde. 1967; Martini, Fritz: "K" in: Reallexikon d. dt. Litgesch. I. (2, A. 1958) S. 798-803; Ruttkowski (1966) ; Zivier, Georg/Kotschenreuther, H./Ludwig, Volker : K mit K. Fünfzig Jahre große Kleinkunst. 1974; - Henningsen, Jürgen: Theorie des Ks, 1967.

[6)] B. Thole weist in seiner Dissertation : Die 'Gesänge' in den Stücken Bertolt Brechts (Göppingen 1973. S. 14) darauf hin, dass der Begriff 'Song' in diesem Sinne nicht erst von Brecht, sondern bereits 1924 von Walter Mehring verwandt wurde.

[7)] Lit. zu 'Lied' in: Reallexikon (a. o.) und in: Ruttkowski (1966, S. 230-234

[8)] Lit. zu 'Operette' in: Imbert, Charles (1967) ; Grun, Bernard : Kulturgeschichte der 0. 1961, erw. 1967; Hadamowsky, Franz/Otte, Heinz: Die Wiener 0. 1947; Schneidereit, Otto : 0 A.Z. Ein Streifzug durch die Welt der 0 und des Musicals, 1965.

[9)] Lit. zu 'Revue' in: Kothes, Franz-Peter : Die theatralische R in Berlin und Wien 1900 - 1938. Typen, Inhalte, Funktionen. 1977.

[10)] Lit. zu 'Musical' in: Bez, Helmut/Degenhardt, Jürgen/Hofmann, Heinz P. M - Geschichte und Werke. 1980; Druxman, Michael B.: The M. From Broadway to Hollywood. London 1980.

[11)] Coers (1979, S.218';: "Es gibt keinen logischen Grund, warum diese Interpreten nicht auch Songmacher heißen,"

[12)] Vergl. Ruttkowski (1966, S. 150-155): "Exkurs: Brechts Bühnengesänge."

[13)] Lit. zu 'Bänkelsang' und 'Moritat' in: Petzold, Leander: B. Vom historischen B zum literarischen Chanson. 1974; Riha (2. A. 1979) ; Ruttkowski (1966, 5. 20 -22, 198-199, Bibliogr.).

[14)] Vergl. Riha, Karl: "Von der Moritat zum Song. Die Aufwertung eines Trivialgenres zur literarischen Protestform," in: Riha 1965/1979) S. 13-41.

[15)] Lit. zu 'Schlager' in : Busse, Burkhard: Der deutsche S. Eine Untersuchung zur Produktion. Distribution und Rezeption von Trivialliteratur. 1976; Haas. Walter (1957): Kayser, Dietrich: S - das Lied als Ware. Untersuchungen zu einer Kategorie der Illusionsindustrie. 1975: Metzger, Werner: S - Versuch einer Gesamtdarstellung unter besonderer Berücksichtigung des Musikmarktes der Bundesrepublik Deutschland. 1975; Richter, Lukas : Die Berliner Gassenhauer, Darstellung, Dokumente, Sammlung. 1970; Worbs, Hans Christoph: Der S. Bestandsaufnahme, Analyse, Dokumentation. 1963.

[16)] Lit. zum Berliner und Wiener 'Volkstheater' in: Hein, Jürgen (1978): Rom­mel, Otto (1952); siehe Anm. 2.

[17)] Lit. zu Music Hall und 'Café-Concert' in Caradec, Francois/Weill, Alain: Le c. Paris 1980; Clerc, Julien et Mayol : Le m. francais. Paris 1978; Ewen, David : Panorama of American Popular Music, New York 1957; Feschotte, Jaques : Histoire du m. Paris 1965; Jando, Dominique: Histoire mondiale du m. Paris 1979; Jaques, Charles: Le caf - conc'. Paris 1966; Macqueen-Pope, W. The Melodies Linger on. Monumental Story of the M. Allen 1950.

[18)] Lit. zu 'Variété' und 'Vaudeville' in: Günther, Ernst: Geschichte des Varietés. 1978; Laurie, Joe: Vaudeville. From the Honky-Tonks to the Palace. New York 1972; Short, Ernest: Fifty Years of Vaudeville. Eyre 1946.

[19)] Auch Coers (1977, S. 214) stellt fest: "Die frühen Formen des Songs überschneiden sich mit denen des Chansons; bereits zu diesem Zeitpunkt entstehen bei der Abgrenzung dieser beiden Begriffe Schwierigkeiten, die bis heute vorhanden sind," -- Kurt Tucholsky : Ges. Werke (hg. Mary Gerold-Tucholsky und F, J. Raddatz, 1961); -. Das Kurt Tucholsky Chanson Buch. Texte und Noten. 1983; "Rote Melodie" und "Der Graben" sind interpretiert von Ruttkowski (1966, S. 124-131).

[20)] Auch Coers (1977, S. 214) betont : "Eine Gemeinsamkeit von Song und Chanson ist die gestische Vortragsweise. Aus dieser Gemeinsamkeit ergibt sich jedoch gleich ein Unterschied: das Chanson fordert die gesangliche und mimische Ausdrucksfähigkeit weit intensiver als der Song."

[21)] Anders ist es z. B. bei den Begriffen 'Kitsch' und 'Camp', die jeweils mit ganz spezieller Bedeutung verbunden aus Deutschland bezw, England ins Ausland exportiert wurden. Vergl. Ruttkowski, Wolfgang : "Camp' und 'Kitsch'. Neue Konzepte der internationalen Ästhetik in der Literaturwissenschaft." in: Doitsu Bungaku 86 (Frühling 1991) 148-156.

[22)] Im nächsten Abschnitt werden die spezifierenden Composita aufgeführt, mit deren Hilfe der Begriff in unserem Sinne eingegrenzt werden kann. Häufig wird auch das Wort 'Couplet' benutzt,

[23)] Coers (1979, S. 211) deutet dies an, wobei sie sich auf den Beitrag in Hugo Riemanns Musiklexikon (Sachteil, hg. H. H. Eggebrecht, 1967) bezieht,

[24)] In Paris allabendlich in der "Caveau de la Republique". Yves Montand sprach Jacques Preverts Chanson "Barbara" auf Schallplatte. Aber bereits Jean Cocteau erfand für die deutsche Jüdin Marianne Oswald (geb. 1903) in Paris, in seinem 1921 gegründeten Cabaret "Le Boeuf sur le Toil" das 'Chanson parlée' (z. B. "Anna la bonne" und La dame de Monte-Carlo"),

[25)] Vergl. Vogel, Thomas (1981).

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Details

Titel
Chanson – Couplet – Song
Untertitel
Versuch einer semantischen Abgrenzung
Hochschule
Kyoto Sangyo University  (Kyoto Sangyo University)
Veranstaltung
Acta Humanistica, Humanities S., Vol. XXII/3 (1993) 145-166
Autor
Jahr
1993
Seiten
21
Katalognummer
V82644
ISBN (eBook)
9783638893848
ISBN (Buch)
9783638893961
Dateigröße
2620 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chanson, Couplet, Song, Acta, Humanistica, Humanities, XXII/3
Arbeit zitieren
Dr. Wolfgang Ruttkowski (Autor), 1993, Chanson – Couplet – Song, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82644

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