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Löst die Neurobiologie das philosophische Problem der Willensfreiheit? G. Roths und W. Singers Beiträge zur Debatte

Title: Löst die Neurobiologie das philosophische Problem der  Willensfreiheit? G. Roths und W. Singers Beiträge zur Debatte

Scientific Essay , 2007 , 51 Pages

Autor:in: Markus Andreas Mayer (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Diese Untersuchung fasst die Thesen von G. Roth und W. Singer zum Thema Willensfreiheit zusammen und gibt einen Überblick über die neurobiologischen Experimente, auf die Roth und Singer sich in ihrer Argumentation berufen.

Die Arbeit ist wie folgt gegliedert:

Anschließend an dieses Kapitel folgt ein Überblick über die wichtigsten naturwissenschaftlichen Experimente in diesem Kontext (Ziffer 2). Dies sind die Libet-Experimente und die Experimente von Haggard und Eimer.

Sodann werden die daraus gezogenen Erkenntnisse sowie die eigenen Forschungsleistungen von Gerhard Roth (Ziffer 3.1), Wolf Singer (Ziffer 3.2) und die sich daran anschließende Diskussion vorgestellt.

Ein Ausblick rundet die Untersuchung ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zweck und Anlage der Arbeit

2. Allgemeine Grundlagen und relevante Experimente der Neurobiologie

2.1 Naturwissenschaftliche Grundlagen (Methoden)

2.2 Für die Thematik wichtige Experimente

2.2.1 Die Libet-Experimente

2.2.2 Die Experimente von Haggard und Eimer (1999)

3. Die Beiträge von G. Roth und W. Singer zum Thema Willensfreiheit

3.1 Der Beitrag von Gerhard Roth zur Debatte um die Willensfreiheit

3.1.1 Der Begriff „Bewusstsein“ bei Gerhard Roth

3.1.2 Roths Argumentation gegen einen (interaktionistischen) Dualismus

3.1.3 Der assoziative Kortex (das Gehirn) als „Ort des Bewusstseins“

3.1.4 Das „Ich“ als virtueller Akteur

3.1.5 Roths Schlussfolgerungen in Bezug auf Willensfreiheit und Strafrecht

3.2 Wolf Singers Beitrag zur Debatte

3.2.1 Wissenschaftstheoretische Selbstbezweiflung

3.2.2 Der Beobachter im Gehirn und des Gehirns (Die Rolle des „third-person-view“ bei Singer)

3.2.2.1 Singers Beschreibung des Menschen aus der Sicht des Beobachters

3.2.2.2 Singers Diskussion dualistischer Positionen

3.2.3 Der Mensch als System

3.2.3.1 Ausgestaltung und Ziele des Systems Mensch nach Singer

3.2.3.2 Der Begriff der Emergenz

3.2.4 Schlussfolgerungen für Willensfreiheit und Strafrecht

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die neurobiologischen Thesen von Gerhard Roth und Wolf Singer hinsichtlich des philosophischen Problems der Willensfreiheit. Das Ziel der Arbeit ist es, die neurobiologischen Argumentationsketten, die eine Willensfreiheit als Illusion darstellen, zusammenfassend darzustellen und kritisch auf ihre wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen hin zu prüfen.

  • Grundlagen neurowissenschaftlicher Experimente (Libet, Haggard und Eimer)
  • Die Position von Gerhard Roth zur Willensfreiheit und zum Strafrecht
  • Wissenschaftstheoretische Ansätze und systemtheoretische Fundierung von Wolf Singer
  • Kritische Reflexion der "Dritte-Person-Perspektive" in der Hirnforschung
  • Diskussion der Konsequenzen für den Schuldbegriff und das Strafrecht

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Der Begriff „Bewusstsein“ bei Gerhard Roth

Roth bezieht sich mit seinen Untersuchungen zum Bewusstsein ausschließlich auf einen Zustand, den Individuen haben.

Dabei unterscheidet er verschiedene Ausprägungsformen des Bewusstseins, nämlich Wachheit (Vigilanz), reduziertes Bewusstsein („Dösen“), Benommenheit (Somnolenz) und Antriebslosigkeit (Stupor) und verschiedene Stufen des Komas vom Wachkoma bis zur Bewusstlosigkeit.

Spezifischere Formen des Bewusstseins seien das Körperbewusstsein, das Bewusstsein der eigenen Identität, das Gefühl der Kontrolle der eigenen Handlungen und mentalen Akte, der Realitätscharakter von Erlebtem sowie die Unterscheidung zwischen Realität und Vorstellung. Er nennt diese Formen „Zustände von Hintergrundbewusstsein“.

Durch Schädigung bestimmter Gehirnteile können diese Zustände unabhängig voneinander schwinden. Nach Roth spricht dies für eine modulare (räumlich und funktional getrennte) Organisation von Bewusstseinsinhalten. Als Bestätigung seiner Auffassung sieht Roth die Berichte von Patienten, die der Überzeugung sind, dass ihr Körper oder ein Teil davon (zum Beispiel der rechte Arm) nicht zu ihnen gehört, ansonsten aber ganz normale Wahrnehmungen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zweck und Anlage der Arbeit: Das Kapitel führt in die Zielsetzung ein, die Thesen von Roth und Singer zum Thema Willensfreiheit und die zugrunde liegenden neurobiologischen Experimente zusammenzufassen.

2. Allgemeine Grundlagen und relevante Experimente der Neurobiologie: Es werden die methodischen Voraussetzungen der neurowissenschaftlichen Forschung dargelegt sowie die für die Debatte zentralen Libet-Experimente und die Experimente von Haggard und Eimer beschrieben.

3. Die Beiträge von G. Roth und W. Singer zum Thema Willensfreiheit: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Positionen von Roth und Singer, ihre wissenschaftstheoretischen Ansätze, ihre Konzepte von Bewusstsein und Identität sowie ihre jeweiligen Schlussfolgerungen für das Strafrecht.

4. Ausblick: Das Kapitel diskutiert abschließend, dass trotz der neurobiologischen Befunde die Frage der Willensfreiheit weiterhin eine philosophische Dimension behält und die wissenschaftliche Widerlegung der Willensfreiheit bisher nicht gelungen ist.

Schlüsselwörter

Willensfreiheit, Neurobiologie, Gerhard Roth, Wolf Singer, Bewusstsein, Gehirn, Dualismus, Materialismus, Strafrecht, Bereitschaftspotential, Systemtheorie, Emergenz, Konstruktivismus, Hirnforschung, Determiniertheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die neurobiologische Argumentation von G. Roth und W. Singer, die behaupten, dass die menschliche Willensfreiheit eine Illusion ist, und untersucht die daraus abgeleiteten Forderungen für das Strafrecht.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Im Fokus stehen die Interpretation neurobiologischer Experimente, die Definition von Bewusstsein, die Kritik am Dualismus sowie die systemtheoretische Perspektive auf den Menschen als biologisches System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Zusammenfassung der Thesen von Roth und Singer sowie eine kritische Hinterfragung, ob deren neurobiologische Forschungsergebnisse tatsächlich ausreichen, um die philosophische Kategorie der Willensfreiheit als Illusion zu entwerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Der Autor führt eine wissenschaftstheoretische Analyse der Argumentationsstrukturen von Roth und Singer durch, wobei er insbesondere deren methodische Voraussetzungen (Dritte-Person-Perspektive vs. Innensicht) gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die neurobiologischen Grundlagen, die spezifischen Argumentationslinien von Roth (Ich als Konstrukt) und Singer (Systemtheorie, Beobachterperspektive) sowie deren Übertragbarkeit auf das Strafrecht und die moralische Schuld.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch die Begriffe Willensfreiheit, Neurobiologie, Materialistischer Monismus, Systemtheorie und Strafrecht.

Wie begründet Roth die Ablehnung des Dualismus?

Roth argumentiert, dass materielle Prozesse im Gehirn psychischen Zuständen zeitlich vorausgehen und Bewusstsein eine messbare, energiereiche Funktion des assoziativen Kortex ist, was eine Trennung von Geist und Materie unhaltbar mache.

Warum hält Singer den Dualismus für unwissenschaftlich?

Singer kritisiert den Dualismus als nicht empirisch beweisbar oder falsifizierbar und betont, dass die Dritte-Person-Perspektive der Wissenschaft keine Grundlage bietet, um eine immaterielle geistige Entität in den kausalen Prozess des Gehirns zu integrieren.

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Details

Title
Löst die Neurobiologie das philosophische Problem der Willensfreiheit? G. Roths und W. Singers Beiträge zur Debatte
Author
Markus Andreas Mayer (Author)
Publication Year
2007
Pages
51
Catalog Number
V82775
ISBN (eBook)
9783638880343
ISBN (Book)
9783638880411
Language
German
Tags
Löst Neurobiologie Problem Willensfreiheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Andreas Mayer (Author), 2007, Löst die Neurobiologie das philosophische Problem der Willensfreiheit? G. Roths und W. Singers Beiträge zur Debatte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82775
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