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Globale und regionale Menschenrechtregime: Konkurrenz oder Ergänzung?

Title: Globale und regionale Menschenrechtregime: Konkurrenz oder Ergänzung?

Bachelor Thesis , 2006 , 57 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Birgit Ideker (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
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Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Globale und regionale Menschenrechtsregime: Konkurrenz oder Ergänzung?“ untersucht unter politikwissenschaftlichem Gesichtspunkt die Menschenrechtskonventionen in Afrika, Amerika, Europa sowie die Deklarationen im Nahen Osten und auf globaler Ebene gesehen, die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ (AEMR) . Methodisch wird auf die interpretative Dokumentenanalyse und Literaturstudie zurückgegriffen. Diese ermöglichen eine Untersuchung der ausgewählten Dokumente, bzw. deren einzelner Artikel, und werden dadurch mit politischen Hintergründen angereichert. Die Basis der Untersuchung bildet die Ausarbeitung des Begriffs des Menschenrechtsregimes und die Debatte „Universalismus vs. Regionalismus “. Die Ausarbeitungen des Menschenrechtsregimebegriffs (s.o.) gestalteten sich schwierig, da es keine explizite Literatur gibt, die sich konkret mit den Begrifflichkeiten und Definitionen der Prinzipien, Normen, Regeln und Verfahren des Menschenrechtsregimes beschäftigt. Anhand der allgemein gehaltenen Definitionen von Harald Müller und Volker Rittberger sowie weiterer Literaturstudien, aber vor allem der ausführlichen Dokumentenanalyse, sind die hier vorgestellten Ausarbeitungen der Begrifflichkeiten zustande gekommen. Der Hauptteil beschäftigt sich zunächst mit der Entstehung der einzelnen Menschenrechtserklärungen und verschafft einen Überblick über die Sonder- und Zusatzabkommen sowie über die Kontrollorgane und geht dann vertiefend auf die einzelnen Artikel der globalen, wie regionalen Menschenrechtserklärungen ein. Es werden deckungsgleiche, aber auch abweichende Artikel zu der AEMR dargelegt, wodurch deutlich wird, dass der Regionalismus somit eine Ergänzung zur AEMR sein kann. Das Fazit konkretisiert die aufgezeigten Ergebnisse ohne eine neuerliche Detail- Betrachtung der Artikel, und formuliert die gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die Fragestellung explizit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Menschenrechtsregime und ihre Verregelung

2.1 Internationale Regime

2.2 Menschenrechtsregime

2.3 Die viergliedrige Struktur eines Regimes

2.3.1 Prinzipien des Menschenrechtsregimes

2.3.2 Normen des Menschenrechtsregimes

2.3.3 Regeln des Menschenrechtsregimes

2.3.4 Verfahren des Menschenrechtsregimes

3. Universalität vs. Regionalismus

4. Exkurs über die Entstehung der einzelnen Menschenrechtserklärungen

4.1 Inhaltlicher Überblick

4.2 Tabellenanalyse

5. Fazit

7. Anhang

7.1 Literatur

7.2 Abkürzungsverzeichnis

7.3 Tabelle I

7.4 Tabelle II

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht aus politikwissenschaftlicher Perspektive, inwieweit globale und regionale Menschenrechtskonventionen in einem Konkurrenzverhältnis stehen oder sich gegenseitig ergänzen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Vereinbarkeit universaler Menschenrechtsansprüche mit regionalen Besonderheiten und kulturellen Kontextualisierungen.

  • Analyse des Begriffs und der Struktur von Menschenrechtsregimen
  • Diskurs über das Spannungsfeld zwischen Universalismus und Regionalismus
  • Vergleichende Untersuchung globaler und regionaler Menschenrechtserklärungen
  • Bewertung von Kontrollmechanismen zur Durchsetzung von Menschenrechten

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Prinzipien des Menschenrechtsregimes

Die Prinzipien des Menschenrechtsregimes sind in den Präambeln der Konventionen und Deklarationen niedergeschrieben. So werden in der Präambel der AEMR die Würde, die gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Menschen, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt beschrieben. Das oberste Prinzip aller behandelten Deklarationen und Konventionen ist aber, die Menschenrechte zu schützen und dadurch Frieden zu garantieren. Dieser Ansatz kollektiver Sicherheit geht davon aus, dass alle Staaten die Bereitschaft zeigen, ihre Souveränitätsansprüche sowie partikulare Interessen und Bedürfnisse hinter das gemeinsame Ziel einer stabilen und friedlichen internationalen Beziehung zurückzustellen.

Die Beteiligung der Staaten an der Errichtung eines globalen Systems, das in der Lage ist, seine Mitglieder von Androhung oder Anwendung von Gewalt abzuhalten und stattdessen Beistand bei Bedrohung von außen leistet, soll in den Vordergrund rücken. Ein Weltstaat mit Gewaltmonopol und einer Exekutiven gegen Einzelstaaten ist allerdings nicht realistisch, weshalb die Praxis „[…] nur die freiwillige Selbsteinbindung der Staaten auf der Grundlage eines völkerrechtlichen Vertrages[…]“ möglich macht. Grundvoraussetzung für das Funktionieren eines Systems kollektiver Sicherheit ist das Vertrauen in andere Staaten, sich dauerhaft an die gemeinsamen Regeln zu halten und im Falle einer Bedrohung, effektiven Schutz der Entscheidungs- und Durchsetzungsinstanzen des Systems zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Menschenrechtskonventionen und Darstellung der methodischen Vorgehensweise anhand von Dokumentenanalysen.

2. Menschenrechtsregime und ihre Verregelung: Theoretische Herleitung des Regime-Begriffs und detaillierte Erläuterung der vier Strukturebenen: Prinzipien, Normen, Regeln und Verfahren.

3. Universalität vs. Regionalismus: Auseinandersetzung mit dem Konflikt zwischen universalen Ansprüchen und kulturell geprägten regionalen Besonderheiten.

4. Exkurs über die Entstehung der einzelnen Menschenrechtserklärungen: Historischer Überblick über die Entwicklung globaler und regionaler Vertragswerke sowie deren Kontrollinstanzen.

5. Fazit: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Frage, ob Regionalismus eine Ergänzung zum globalen Menschenrechtsschutz darstellt.

7. Anhang: Bereitstellung weiterführender Informationen durch Literaturquellen, Abkürzungsverzeichnis und tabellarische Vergleiche.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Menschenrechtsregime, Universalismus, Regionalismus, Vereinte Nationen, AEMR, Völkerrecht, Internationale Kooperation, Politische Anthropologie, Dokumentenanalyse, Menschenrechtsschutz, Kulturelle Kontextualisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von globalen und regionalen Menschenrechtsregimen und prüft, ob diese sich konkurrierend gegenüberstehen oder sinnvoll ergänzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition von Menschenrechtsregimen, dem Spannungsverhältnis zwischen universaler Geltung und regionaler Diversität sowie der Wirksamkeit von Kontrollmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob regionale Konventionen den globalen Menschenrechtsschutz schwächen oder durch ihre Kontextualisierung als notwendige Ergänzung zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird auf die interpretative Dokumentenanalyse und die Auswertung politikwissenschaftlicher Literatur zurückgegriffen, um den inhaltlichen Gehalt und die Entstehung der Erklärungen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Strukturen (Prinzipien, Normen, Regeln, Verfahren) und einen detaillierten tabellarischen Vergleich der regionalen Vertragswerke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Universalismus, Regionalismus, Menschenrechtsregime, Völkerrecht und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR).

Warum ist die "kulturelle Kontextualisierung" laut Autorin wichtig?

Sie argumentiert, dass Menschenrechte nur dann nachhaltig implementiert werden können, wenn sie in die jeweilige lokale Kultur und Tradition integriert werden, um den Vorwurf eines "Werteimperialismus" zu vermeiden.

Warum wird das Konzept eines "harten Kerns" kritisch diskutiert?

Die Autorin stellt fest, dass eine Einigung auf einen universellen Mindeststandard an Rechten zwar theoretisch sinnvoll ist, jedoch auf Staatenebene aufgrund divergierender politischer Interessen schwer realisierbar bleibt.

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Details

Title
Globale und regionale Menschenrechtregime: Konkurrenz oder Ergänzung?
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
2,0
Author
Birgit Ideker (Author)
Publication Year
2006
Pages
57
Catalog Number
V82789
ISBN (eBook)
9783638859486
ISBN (Book)
9783640859535
Language
German
Tags
Menschenrechte Menschenrechtsregime Globale Menschenrechtsregime Regionale Menschenrechtsregime Vergleich Menschenrechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birgit Ideker (Author), 2006, Globale und regionale Menschenrechtregime: Konkurrenz oder Ergänzung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82789
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